#51

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 06:48
von ThomasBorchers • Mitglied | 180 Beiträge

Was nachsetzen muß ich noch... die digitale Fotografie hat, glaube ich, der Fotoindustrie den Hals gerettet. Als ich noch im Fotohandel gearbeitet habe ( bis Ende 1993 ) konnte man miterleben, wie die Anzahl der verkauften Filme und Fotoarbeit deutlich zurück ging. Ebenso wie der Absatz neuer Kameras. Wenn ich so an 1989 denke, wenn Urlaubszeit war, konnten wir in den Fächern gar nicht mehr alle Fotoarbeiten unterbringen, zu Weihnachten standen die Käufer am Kameratresen in 3er Reihen davor und warteten was kaufen zu können. Es fehlte offenbar der Nachwuchs... das konnte man am Alter des Publikums deutlich merken. Offenbar hatte die Fotografie keinen Anreiz. Der doch relativ hohe Absatz an Sofortbildkameras an junge Leute ließ es schon erahnen... man wollte das Bildergebnis sofort und gleich... oder zumindest innerhalb einer Stunde, vor Ort... Polaroid hatte damals ein tolles System, den Sofortdiafilm. Nachteil : Es waren nur Dias und man musste den Film nehmen und es war teuer. Wäre es nicht toll gewesen, wenn man seinen Film zu Hause in einer kleinen Box, automatisch hätte entwickeln können? Ohne Dunkelkammer? Dazu einen kleinen Printer der Bilder bis 13 x 18 schafft? Wäre ein interessantes System gewesen, hat bloß keiner gemacht. Die digitale Fotografie hat genau das geleistet... sofort Bilder ansehen.

Aber so ist nun mal der Lauf der Dinge...

Grüße

Tom


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#52

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 06:59
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ich erlaube mir, hier die Kopie einer Mail einzufügen, die ich - sehr persönlich gefärbt - gerade jemandem geschrieben habe, der mich um einen Rat für eine Anfängerkamera gefragt hat und der mir ursprünglich eine Kamera abkaufen wollte:


"Hallo ...!

Eine Empfehlung für eine Anfängerkamera ist außerordentlich schwer. Auch die professionellsten Kameras bieten alle einen Modus, wo man nur auf's Knöpchen drücken muß. Ich bevorzuge den, weiß aber nach 40 Jahren inzwischen, wo ich korrigierend einreifen muß, um "mein" Ergebnis zu erhalten. Sinnvoller finde ich deshalb zu Beginn eine Zeit- oder Blendenautomatik, wo man vorher ein wenig über die Zusammenhänge von Zeit und Blende sprich Belichtung nachdenken muß, der Kamera aber die Einstellung überlassen kann. Diese Möglichkeit haben so gut wie alle neueren Kameras.

Ob digital oder analog ist meiner Meinung einerseits nur eine Frage der Weltanschauung, wenn ich das mal so großspurig sagen darf. Mit Qualität hat das wenig zu tuen. Ich fotografiere z.B. lieber analog, weil ich ein stoffliches Bild haben will, besitze aber auch 2 Digis mit Wechselobjektiven. Andererseits rate ich einem Anfänger immer zu einer analogen Kamera wegen der Kosten. Nicht weil es billiger ist, sondern weil es teurer ist. Digital kann man ohne Sinn und Verstand drauflosballern und hinterher schauen ob was Gutes dabei ist. Machen leider sehr Viele. Wenn man für einen 36er Film mit Entwicklung aber schon 5 bis 10 Euro hinlegen muß, dann verballert man nicht mal eben in 2 Stunden 200 Bilder, sondern macht sich bei jedem Bild vorher etwas mehr Gedanken. Auf die Art und Weise kommt man meiner Meinung zu besseren Bildern.

Konkrete Kameras kann ich eigentlich kaum empfehlen, denn dafür gibt es viel zu viele, die alle irgendwie ihre Vor- und Nachteile haben. Ich kann Dir nur sagen, was ich benutze:

Analog bin ich beim Nikon-AF-System. Die F90X zählt da sicher zu den vielseitigsten und professionellsten Kameras im unteren Preissegment. Die F80 ist einerseits noch besser und leichter, andererseits angeblich aber nicht so robust ("angeblich" weil ich sie auch robust finde) und man kann die alten Nikon-Objektive ohne Autofokus nicht benutzen. Eine F801s ist auch noch sehr gut, aber bei 20 euro Preisunterschied würde ich eine der beiden anderen nehmen. Die einfacheren Nikons sind im Vergleich immer viel zu teuer. Von der F90X habe ich noch den Kaufbeleg des Vorbesitzers. Der hat dafür 1996 gebraucht mit Objektiv 1600 DM bezahlt. Die F801 lag zu der Zeit neu ganz deutlich unter 1000 DM.

Ich hatte auch schon hervorragende ältere Canon EOS in dem Preissegment von 50 bis 100 Euro, aber die waren mir irgendwie entweder zu plastikmäßig, oder man mußte bei denen immer aufpassen weil sie häufig veklebte Verschlußlamellen haben oder nicht mit älteren AF-Objektiven kompatibel sind.

Mit Pentax und Minolta kenne ich mich nicht aus.

Digital halte ich das Spiegelreflexsystem für überholt und habe deshalb 2 Panasonic. Mit DSLRs kenne ich mich deshalb auch nicht aus. Da ich aber nur eine Kamera mit Sucher nehmen würde, kommt von den ganzen spiegellosen Systemkameras bei moderateren Preisen eigentlich nur eine ältere Panasonic G1, G2 oder GH1 in Frage. Mit mindestens dem 4-fachen Preis einer Nikon F80 mußt Du aber schon rechnen.

Du siehst, worauf meine Empfehlung raus läuft, aber meine F80 bekommst Du nicht Heute sind bei Ebay 2 für weniger als 30 Euro ohne Objektiv weggegangen. Mit den Nikon-Zooms der unteren Preisregion konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Die sind von der Bildqualität zwar sehr gut, aber sowas plastikmäßiges .... das schafft ja nicht mal Canon, dessen 50er den Spitznamen "Yoghurtbecher" hat. Ich habe jetzt die optisch etwas schlechteren aber haptisch 3 Klassen besseren Sigmas. Die sind auch meist billiger."


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#53

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 08:05
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Volker Warbende im Beitrag #49

Zitat
was ist denn hier los? muss das sein?
das passiert, wenn die Technik wichtiger wird als das Bild :-[

Also nehmt Eure Knipse, egal welche. Macht Bilder. Die auf Film gebannten bitte hier rein, die anderen wo anders hin. Und schon ist alles gut. :-)

Gruß Volker,

der tiefenentspannt auf dr Terrasse seiner Ferienhütte sitzt, die Sonne genießt und seinen Blick über das Obere Kinzigtal schweifen läßt.




Ich tippe auf urlaubsreif. Ist jedenfalls bei mir so.

In der nächsten Woche tue ich's dem Volker gleich, ein paar Bilder mache ich dann wohl auch. Und ich weiß jetzt schon, daß die lustigsten von ihn wahrscheinlich mit der 1,99 Euro-Unterwasserkamera meiner Tochter entstehen werden.

Viele Grüße
Nils


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#54

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 09:07
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Zitat von ThomasBorchers im Beitrag #51
Was nachsetzen muß ich noch... die digitale Fotografie hat, glaube ich, der Fotoindustrie den Hals gerettet. Als ich noch im Fotohandel gearbeitet habe ( bis Ende 1993 ) konnte man miterleben, wie die Anzahl der verkauften Filme und Fotoarbeit deutlich zurück ging. Ebenso wie der Absatz neuer Kameras. Wenn ich so an 1989 denke, wenn Urlaubszeit war, konnten wir in den Fächern gar nicht mehr alle Fotoarbeiten unterbringen, zu Weihnachten standen die Käufer am Kameratresen in 3er Reihen davor und warteten was kaufen zu können.


wie die Situation im Fachhandel war, kann ich nicht sagen. Was z.B. den Filmabsatz betrifft, so habe ich da das Jahr 2000 oder 2001 als das Jahr mit den meisten abgesetzten FIlmen in Deutschland überhaupt im Hinterkopf. 1990 gab es wohl, wie in vielen Branchen, einen regelrechten boom wegen der Wiedervereinigung. Ist auch möglich, dass die bis 2000 wachsenden Filmabsatzzahlen vor allem auf gesteigerten Absatz z.B. in Drogerien / Media Markt / o.ä. zurückzuführen ist, und der Einzelhandel trotz insgesamt wachsendem Markt weniger Umsatz machte.


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#55

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 09:55
von Gelöschtes Mitglied
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Ich werde mir morgen mal den ganzen Thread durchlesen aber was ich jetzt schon witzig finde ist, daß ich mich gerade für eine Voigtländer Bessa R3A brennenst interessiere und auch deshalb gestern einen Thread von Bildknipser aus dem Jahre 2006 durchgelesen habe :).

lg Werner


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#56

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 11:19
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Was ich mit Verschlußgeräusch der Objektive der RB67 meine, ist folgendes:

Eine Digiknipse hat winzige Drucktasten, manchmal piept es hier, blinkt eine LED dort und das war's. Das ist aber kein Erlebnis. Diesen Vorwurf müssen sich auch Spitzenkameras wie die F6 gefallen lassen, die zwar noch mit Film arbeiten, vom Gefühl her aber wie eine DSLR sind.

Was eine Kamera wie die RB67 oder auch jede andere vollmechanische Kamera bietet, ist eine Form von Erlebnis. Man spürt in den Fingern die Mechanik, wenn sie arbeitet, man hört sie natürlich, die ganze Geschichte ist greifbar und nicht "virtuell". Und "greifen" heißt auch "begreifen". Deswegen lernen Säuglinge schon die Sachen am besten, die sie anfassen und in den Mund nehmen können. Und ich denke, daß erfahrbare (fühl- und hörbare) Technik verständlicher ist, als eine Blackbox mit Mikroelektronik darin.

Weiteres Beispiel: Natürlich kann man sich im Kopf solche Dinge wie Blende und Verschlußzeit klarmachen und trotzdem von Anfang an mit "P" photographieren. Ich bin aber absolut davon überzeugt, daß der Lerneffekt unter "M" weitaus größer ist. Oder: Ein Winder transportiert den Film weiter und jeder weiß, daß das im Inneren der Kamera geschieht. Aber das Aha-Erlebnis hat man nur beim manuellen Transportieren.

Verknüpft man das alles miteinander und berücksichtigt man das, was beim Lernen im Kopf vor sich geht, dann bringt eine vollmechanische Kamera das meiste Aha-Erlebnis. Meinetwegen soll sie eine Batterie und einen eingebauten Beli haben, aber einstellen sollte der Lernende die Werte schon selbst ("M"). Und dabei ist die gefühlte, gehörte und gesehene Rückmeldung der Kamera in Form von Mechanik sehr, sehr nützlich. Später kann er immer noch auf "A", "S" und "P" ausweichen. Ich nehme heute ja auch einen Taschenrechner, nachdem ich das Kopfrechnen früher mal gelernt habe.

Und das Gewicht der RB67 ist sooo schlimm nun auch wieder nicht, wenn man nicht beabsichtigt, damit Tagesmärsche zu machen.

Gruß,
Daniel

PS: Ich frage mich, ob der Reiz und dier Erfolg der Lomokameras nicht u.a. auch darin liegt, daß sie so einfach und damit auch einfach verständlich sind.


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#57

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 18:00
von Dnaturfoto • Mitglied | 1.430 Beiträge

Was das Lernen der Fotografie angeht seh ich es genauso. Mit einer Analogen muss sich der Neuling darauf konzentrieren was er tut - wie Jochen schon sagt spielt der Geldfaktor eine große Rolle. Und da geb ich ihm auch Recht, wirklich empfehlen lässt sich da nichts - ich hab mich Damals auf Grund der einfachen Bedienberkeit fürs Canon System entschieden und bin beim Vergleich mit Minolt oder Nikon nicht schlecht damit gefahren.
Ansonsten muss man unbedingt zwischen Digiknipse (Kompakt Kamera) und Spiegelreflex unterscheiden.
Noch schlimmer sind die die mit ihrem Handy oder neuerdings sogar mit ihren Tablet's durch die Gegend rennen und Bilder machen. Da wird die Ursprüngliche Fotografie ad absurdum geführt.
Hier wird von kleinen Knöpfen und rumgepiepse geredet was mir nur zeigt das die jenigen eben die falschen Kameras ausprobiert haben. Canon hat selbst bei der neuesten Eos 600 die bei den mech. Modellen wie der Eos 500 oder Eos 5 üblichen Einstellräder übernommen. Der einzige Unterschied ist das Display, das nach dem Einschalten der Kamera extra aktiviert werden muss um es zu nutzen und nur dort lassen sich diverse Digispezialitäten einstellen. Fotografieren kann man aber auch ohne das alles. 1:1 wie bei meiner Analogen Eos 5 - ich konnte ohne die Bedienungsanleitung der Eos 60D zu lesen einfach loslegen.
Es spricht nichts dagegen alte Techniken zu verwenden und sich daran zu erfreuen. Ich habe auch noch meinen Original C64 und nutze ihn ab und an - auch hier macht es Spass das Diskettenlaufwerk rattern zu hören. Klar hätte ich auch gerne einen Oldtimer in der Garage und ich würde damit stolz durch die Gegend kurfen. Aber das alles ist eben nicht mehr Alltagstaulich.
Bei S/W mag es noch anders aussehen, aber in meinem ursprünglichen Bereich - der Dia Fotografie - ist mir das Hobby zu teuer und zu umständlich geworden. Zumahl es keinen Unterschied zum Digitalen Prozess für mich gibt.
Wenn ich nun mal vergleiche, ich habe Aufnahmen für Dia-Überblendung fotografiert und habe dabei pro 2 Wochen Urlaub ungefähr 40 36er Filme gefüllt - das macht 1440 Dias. Der von mit verwendete Velvia später dann Provia hat mich zum Schluss 6 € + 5 € Entwicklung gekostet - die Rahmen und die Zeit fürs Bearbeiten rechne ich mal nicht.
Bei meinem letzten Urlaub wren es 4 Speicherkarten a ca. 130 Aufnahmen (RAW) - da hab ich mich sogar reduziert.
Da ich wie auch Früher genauso bewusst fotografiere ist die Baerbeitungszeit am Rechner mit ca. 1 Stunde für das Umwandeln von RAW in JPEG anzusetzen. Ich kann die Bilder wie Früher Projezieren, Vergrößern und was ich besonders Chic finde als Fotobuch 'Stofflich' betrachten.


Gruß,

Detlef


'Wir sehen nicht nur mit unseren Augen, sondern auch mit unserem Gefühl'



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#58

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 18:47
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Zitat von Dnaturfoto im Beitrag #57
Da ich wie auch Früher genauso bewusst fotografiere [...]
Genau das ist der Knackpunkt! Du hast das gelernt und Du machst das auch so. Aber andere, die nur Motivprogramme und Handy kennen, machen die das auch?

Zitat von Dnaturfoto im Beitrag #57
Ich kann die Bilder wie Früher Projezieren [...]
Bist Du sicher, daß ein heutiger, handelsüblicher Beamer die gleiche Abbildungsleistung wie ein Diaprojektor hat?

Gruß,
Daniel


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#59

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 19:19
von Dnaturfoto • Mitglied | 1.430 Beiträge

Zitat
Genau das ist der Knackpunkt! Du hast das gelernt und Du machst das auch so. Aber andere, die nur Motivprogramme und Handy kennen, machen die das auch?



Ja, das meine ich -- es ist falsch bei Digital von vornherein auszuschließen das normal Fotografiert werden kann. Es liegt immer am Fotografen nicht am System.

Zitat
Bist Du sicher, daß ein heutiger, handelsüblicher Beamer die gleiche Abbildungsleistung wie ein Diaprojektor hat?



Zumindest seh ich für mich keinen relevanten Unterschied. Ich hab meine beiden Kindermann noch auf dem Dachboden und wenn es Differenzen gibt sind die wirklich maginal.

Wichtig, ich rede von Kleinbild -- Mittelformat oder gar Großformat Projiziert ist eine andere Dimension.


Gruß,

Detlef


'Wir sehen nicht nur mit unseren Augen, sondern auch mit unserem Gefühl'



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#60

RE: Einstieg: Welche Kamera, Objektive, Sonstiges???

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.07.2012 23:33
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

wie gesagt, wenn man die Disziplin bei der Aufnahme und bei der Archivierung hat, dann ist die digitale Photographie schon eine Option. Auch, wenn der Effekt, dass jedes Bild Geld kostet, nicht zieht, weil man trotzdem so viel sieht, was man photographieren will. Wenn man im Urlaub bis zu 20 Filme die Woche belichtet, dann sind das schon digitale DImensionen. Bei mir sind es eher 1-5 Filme die Woche. Will die Geduld der Mitreisenden auch nicht über Gebühr strapazieren... und mein photographisches Talent ist auch bei weitem nicht ausreichend, dass ein Publikum eine Vorführung von mehr als 100 - 150 Dias nicht als Zumutung empfinden würde.

Ich stimme auch darin überein, dass es am Photographen liegt, und nicht am System. Es gibt halt Photographen, die mit der Möglichkeit nicht umgehen können, kostenlos so viele Bilder machen zu können, wie nur geht, und das Ergebnis auch gleich anschauen zu können. Wenn ich eine Digitalkamera in die Hand bekomme tendiere ich auch dazu, ständig alles zu photographieren, und anschließend gleich im Mäusekino zu betrachten... genau wie viele der Touris, die ich hier in unserem Städtchen von Zeit zu Zeit beobachten kann. Und das ist nicht die Art und Weise, wie ich zum Beispiel ganze Urlaube erleben will. Das mag anders aussehen, wenn das Photographieren auch der primäre Zweck einer Reise ist.

Projeziertes Dia mag jetzt noch seine Vorteile gegenüber einem "normalen" Beamer haben. Konsumenten-Modelle haben teilweise immer nur noch SVGA. Sehe da mehr die immer größer und schärfer werdenden Fernseher als Konkurrenz. Den kauft man sich sowieso... Spätestens, wenn 50" Bildschirme der nächsten Generation relativ weit verbreitet sein werden (was dann wohl 7680 × 4320 Pixel sein werden) wird eine Kleinbild-Diaprojektion jetzt keinen mehr wegen der Auflösung vom Hocker reissen. Mir würde trotzdem das Dia fehlen, dass ich in die Hand nehmen und direkt durchschauen kann.


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