#61

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.10.2009 16:29
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.
Neuer Versuch mit neuem Rollei Baryt hochglänzend versucht. Klappt auch nicht!
Der Tip zum kalten Glanz über den Kontakt beim Trocknen mit einer Glasscheibe bei Raumtemperatur von 25°C und mehr, bei sehr trockener Luft kann ich auch vergessen.
An Rande sehe ich zwar das es sich 3..5mm gelöst hat, aber der Rest klebt zu abreißen fest. Getrocknet habe ich das Bild vor dem Nachtspeicher 12 Strunden lang.
Ich gebe erst mal auf und bleibe bei der Supersicheren Lufttrocknung mit Festklemmung der Bilderänder über Leisten auf einer Holzplatte. Das klappt immer und das Bild ist absolut plan.
Gruß Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#62

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 00:04
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.
Die nächste Runde zum kalten Baryt-Super-Glanz über die Glasscheibe ist eingeläutet.
Herr Mörsch, freundlich wie immer, hatt noch eine erfolgversprechende Lösung.
Das richtige hochglänzende Papier ist schon mal sehr wichtig.
Das neue MCC 110 von ADOX hat die besten Voraussetzungen.
Damit sollte es eigentlich ohne andere Zutaten klappen.
Da es erst taufrisch gegossen ist, sollte es aber noch etwas älter werden.
Wenn nicht, dann nach dem Standart-Wässern das Barytblatt in seinem Härter 1:5 (ein Jahr haltbar) 5 Minuten baden und nochmals wässern. Danach das Papier ohne Klebeband auf das Glas und bei Raumtemperatur langsam trocknen lassen.
Das werde ich versuchen. Bestellung zu Papier und Härter ist abgegangen.
Diesen aller, aller, allerletzten Versuch waage ich noch. Wichtig ist auf jedenfalls, das die Glasscheibe absolut sauber ist. Speziell die Gelantinereste sind sehr störend und müssen sicher entfernt sein.
Ein alte Reinigungsmittel, die "Ochsengalle" ist in moderner Form noch im Handel.
Ich werde mich so oder so hier später mal dazu melden.
Gruß Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#63

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 02:04
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

In Antwort auf:
Wenn nicht, dann nach dem Standart-Wässern das Barytblatt in seinem Härter 1:5 (ein Jahr haltbar) 5 Minuten baden und nochmals wässern.



Genau da ist das Problem, diese Art Härter (vermutlich Chromalaun/Kalialaun) wird durch das Wässern wieder ausgewaschen, während man wenn man mit Formaldehyd härtet das Papier direkt aus dem Härtebad aufquetschen kann. Eigentlich taugen die kaum mehr als die Papiere das Wässern überstehen zu lassen.


gut Licht
Walter
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#64

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 02:18
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Aber Walter, einmal den kalten Hochglanz erleben und sehen zu dürfen, der ja noch besser sein soll, als über die heisse Presse, und dann sterben!!!
Das träumt der Berthold, der es noch einmal ganz genau wissen und sehen will.
Ich habe das Motiv doch schon, nur allein der mächtige Hochglanz fehlt mir noch.
Bitte lieber Gott, schau ins Sauerland und hilf mir es dem Walter zu zeigen, das es doch ein bischen glänzt.
Gruß Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#65

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 03:09
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Wenn Du danach sterben willst, kannst Du ja Formalin nehmen, über eventuelle Gesundheitsschäden brauchst Du Dir ja keine Gedanken mehr zu machn. Spaß bei Seite, ich glaube nicht daß kalter Hochglanz besser ist als heißer, die Sache ist eher folgende. Die kalte Hochglanzmethode arbeitet mit Glas, da Glas allerdings nicht so glatt ist, wie die verchromten Folien im Idealfall sein sollten, ist die Haftung besser, der Hochglanz aber folglich stumpfer und die Gefahr des Festklebens größer. Ich habe mich der Sache inzwischen ziemlich angenähert, heiß erreiche ich den perfekten Hochglanz, entweder mit dem stechenden Formalin, oder aber mit Mitteln die andere Nachteile haben (Soda wird nach wenigen Tagen stupf, bei Tapetenkleister ist die Rückseite rauh und bei Gelatine hat man bei heißer Trocknung weiter Muschelbruch), die kalte Trocknung habe ich ein oder zweimal gemacht, hat einigermaßen funktioniert, dauert mir aber zu lange und wenn man ein bißchen zu fest anpreßt klebt alles wie von Dir leidvoll erfahren fest.

Für den heißen Hochglanz erwäge ich noch es mit stark verdünntem Salmiakgeist zu probieren, aber ganz ehrlich, es ist immer das gleiche, entweder die Mittel taugen nichts oder sie sind ziemlich gesundheitsschädlich und kaum mehr als zeitgemäß anzusehen.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 13.10.2009 03:13 | nach oben springen

#66

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 08:52
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Walter, Danke für Deine Beträge.
Also richtigen Baryt-Hochglanz habe ich noch nicht in ECHT bewusst gesehen.
Den Luftgetrocknete matteren Hochglanz finde ich echt Prima. Halbmattes und Mattes liebe ich und benutze es oft.
Aber den Super-Hochglanz möchte ich auch machen können. Nach Deinen Worten komme ich wohl um die Heiße Machart nicht herum. 25x30cm ist meine aktuelle max-Papier-Grösse, die mir unter Pappe 40x50cm gut im Grössenverhältnis gefällt. Ebay macht manches preiswert möglich. Welchen guten Heißtrockner sollte ich mir den in welcher Grösse anschaffen? Aber dann bitte einen guten Typ. Grundsätzlich wollte ich mein Labor auf das Wesentlichste an Geräten herunterschrumpfen. Da würde ich dann aber eine Aussnahme machen.
Danke für Deine Hilfe.
Gruß Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#67

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 09:37
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Zitat von BertholdSW
Welchen guten Heißtrockner sollte ich mir den in welcher Grösse anschaffen? Aber dann bitte einen guten Typ.

Hi!
Ich habe mir eine alte Presse von Büscher aus den 60ern für Formate bis max. 40x30 gekauft. Die wird nicht zu heiss, braucht aber gute 15 min. bis die Oberfläche auf Temperatur ist. Dabei waren auch zwei Hochglanzbleche und damit steht und fällt die ganze Hochglanztrocknung. Die Bleche sehen wirklich super poliert und sauber aus. Nur ganz leicht erkennt man hauchdünne Kratzer vom Putzen. Kein Problem, dachte ich und habe meine ersten Versuche mit altem ORWO-Papier gestartet. Der Hochglanz kam perfekt, aber an den Stellen, an denen die Putzspuren zu erkennen waren, konnte man auf dem Baryt-Print die Abdrücke sehen! Die Gelatine wird durch das Erhitzen sehr dünnflüssig und passt sich selbst den kleinsten Unebenheiten an. Deshalb ist ein wirklich perfekter Zustand des Hochglanzbleches das absolut Wichtigste.
Die Büscher-Pressen haben eine guten Ruf; solide verarbeitet und werden recht gleichmäßig heiß. Die besseren sind noch in der Temperatur regelbar.
Immer erst den Print auf das Hochglanzblech festrollen und dann beides zusammen auf die Presse legen, so kann die Gelatine langsam heiß werden und verkocht nicht.
Ich habe keine gleichbleibenden Ergebnisse erzielen können, mal klebte der Print noch an der Folie, dann wurde die Gelatine zu trocken und fing schon auf dem Blech an zu reissen. Irgendwann habe ich einfach aufgehört, weiter zu Experimentieren. Inzwischen nutze ich die Presse um meine matten Baryts schön plan zu trocknen. Gegen das Tuch ist das nach ein bisschen Probieren recht einfach und geht sehr schnell.
Wenn Du möchtest, dann schicke ich Dir das besser erhaltene Hochglanzblech zu, vielleicht kannst Du das noch ein bisschen aufpolieren und hast mehr Glück damit als ich.

Ist jetzt zwar nicht Baryt sondern PE, aber ist vielleicht mal ein Versuch wert: Ich habe mir mal bei eBay einen PE-Trockner von Kindermann gekauft, so ein Teil taucht dort immer wieder auf. Zwischen zwei ERollen wird das Papier eingezogen und das überschüssige Wasser abgestriffen. Danach wird das Papier unter einer Heizspirale wie sie auch in den alten Badezimmer-Heizern über der Tür verwendet wird, geführt. Dadurch schmilzt die Oberfläche des PE-Papiers ganz leicht an und verläuft absolut plan.
Der Effekt ist beeindruckend. Wenn Du dir mal normal luftgetrocknetes glänzendes PE-Papier gegen das Licht ansiehst, dann erkennst Du ganz leicht die Regenbogen-artige Schlieren auf der Oberfläche, die alle glänzenden PE-Oberflächen haben. Sieht ein wenig nach einem Ölfilm aus (naja, ist ja nun auch daraus hergestellt). Nach der Heißtrocknung, ist dieser Schimmer vollständig weg und nur noch eine absolut plane Oberfläche. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber ich habe den Eindruck, daß das Papier durch die Trocknung mehr Tiefe gewinnt, die Schwärzen werden satter und in sich homogener. Ich kann das schlecht beschreiben, muss man gesehen haben.


viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas

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www.angr-online.de - meine kleine Seite im Netz


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#68

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 13:01
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Berthold,
ich kann die aktuellen Buescher-Pressen auch empfehlen. Auf die 30x40-Pressen passen 30x40-Abzüge auch gut drauf.
Meine benutze ich allerdings auch nur zur Matttrocknung...
Und falls Du schnell eine fabrikfrische möchtest... bis Neuenrade ist's ja nicht weit.


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#69

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2009 16:33
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo Andreas, Hallo Henning.
Euch Beiden schon mal DANKE für Eure Beiträge und Angebote.
Also stimmt es bis jetzt wohl immer noch, das der Hochglanz auf Baryt doch ncoh ganz schön Problematisch ist.
Ich denke, das ich den Mörsch-Härte-Versuch austesten werde.
Über die Heisspressen werde ich im Net weiteres für mich sammeln.
Ich möchte mein Papierleben so weit reduzieren das:
Die ersten Sichtungsabzüge auf PE und die Top-Bilder danach auf Baryt. Der Rest in die Tonne.
Mehr als 20..30 Bilder pro Jahr möchte ich nicht mehr zulassen. Die anderen will eh keiner sehen.
Einige werden wohl nur für das Internet eingescannt.
Andreas, das mit der PE-Trocknung hört sich gut an. Da werde ich mal nachforschen.
Nur für Baryt-Lufttrocknung ist meine Trocknung über jeweils 4 Bilderaussenrandklemmleisen zwar etwas Zeitaufwendig aber 100%tige plane und saubere Ergebnisse. So kann ich max 2 Bilder pro abend trocknen. Mehr fällt eh nicht an.
Euch nochmals Herzlichen Dank.
Gruß Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#70

RE: Die kalte Hochglanztrocknung von Barytpapieren

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.10.2009 23:24
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Kalter Hochglanz auf Glasplatte? Ich gebe auf.

Adox MCC, 25x30cm, nagelneues Papier.

Mit oder ohne Härter: Es klebt!
Langsam schnell trocknen: Es klebt
Mirasol und Destiliertes Wasser 1:1000 als leztes Badewasser: Es klebt.
Nagelneue Scheibe: Es klebt:
Scheibe gekocht und mit 100% Alkohol gereinigt: Es klebt.
Nur ein Hauch von SOFT-Anrollen auf die Glasplatte: Es klebt.
Scheibe mit Teflon-Öl abgerieben: Es klebt.

Es hat sich ausgeklebt. Hochglanz sieht eh käse aus.
Gruß grrrr Berthold


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