#1

wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 30.09.2014 05:41
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Der Begriff ist jetzt mehrmals aufgetaucht, aber ich habe da keine Ahnung von. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich das vor langer Zeit mal nach Anleitung und mit irgendeinem Programm zur Weiterverarbeitung versucht, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen, weshalb ich das Thema nicht weiterverfolgt habe.


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
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#2

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 30.09.2014 11:15
von Gelöschtes Mitglied
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Wenn die Scansoftware es zulässt, den Gamma von 2,2 (Windows) auf 1,0. (für Colorperfect )
Das Negativ als Positiv scannen. (Du siehst das Negativ also genauso als hättest du es in der Hand)
Das Ergebnis in eine 16bit-tif-Datei (manche machen auch RAW, aber das ist eigentlich nicht notwendig)
Eigentlich war es das schon.
Jegliche automatische Farbmanipulation sollte aus sein. Also auch keine Schwellenwerte für Lichter und Tiefen bzw
Prozentzahlen wieviel geclippt werden darf. Ob aut. Belichtung an/aus was bringt sollte man mit seiner Software
testen.
Es geht darum alle Information ungemindert in die Datei zu bringen. Alles andere macht dann der "Entwickler".

Gruß, Jörg

P.S. Reinhold hatte hier mal gezeigt, wie es ohne sonstige Software z.B. in PS weitergeht. Er hatte wohl zuerst
die Orangemaske des Negativs angeklickt und dann abgezogen. Dann das Bild umgekehrt. Wie er das alles umsetzte,
weiß ich nicht mehr.
Bei Colorperfekt arbeitet man nach dem Aufruf im Modus "Colorneg" (oben rechts), sofort ist ein richtiges Bild zu sehen.
Dann sucht man unten links Hersteller und Film aus der Liste. Dann Graupunkt bestimmen durch Klicken auf geeignete
Fläche im Bild. Entsprechend ändern sich auch die Farbwerte rechts mitte.


zuletzt bearbeitet 30.09.2014 11:17 | nach oben springen

#3

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 30.09.2014 11:35
von franz1111 (gelöscht)
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Der Scan Operator war der best bezahlte Angestellte im Labor.
Der hat mit der Scansoftware den Liniearscan umgewandelt ohne Hilfsprograme in dem er den Farben die richtigen Zahlenwerte durch seiner Erfahrung heraus zugeordnet hat so wie beim Farbvergroßern die richtigen Filter rein gedreht oder raus genommen werden muß.
Diese Zahlenwerte werden heute noch gebraucht wenn man sich Farbe mischen lässt beim Maler.
LG
Adi


zuletzt bearbeitet 30.09.2014 11:36 | nach oben springen

#4

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 30.09.2014 21:46
von Gelöschtes Mitglied
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Als Ergänzung: warum das ganze überhaupt? Einmal soll das maximale an Information in der Datei sein.
Und dann, dass die Orangemasken bei den Filmen sich unterscheiden. Während eine Chemikalie das wohl
alles wegnimmt bis es weg ist und dann stoppt, kann ich mir so vorstellen.
Programme, die Linearscans bearbeiten, haben für jeden Film einen idealen Wert zur Behandlung und
Entfernung der Masken. Das Wechseln des Filmtyps z.B. bei Colorperfect ist also nur das Heranziehen
einer passenden Wertekombination. Wie Franz sagt, hat der Operator das wohl schon verinnerlicht gehabt.
Gruß, Jörg


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#5

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 01.10.2014 02:02
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von Jorge im Beitrag #4

Programme, die Linearscans bearbeiten, haben für jeden Film einen idealen Wert zur Behandlung und
Entfernung der Masken.

Für JEDEN? Auch für die Markenfilme der Drogeriemärkte? Oder für die häufiger mal wechselnden Inhalte der Vertriebsmarkenfilme wie Rollei? Vuescan brachte ja auch jede Menge Filme mit, aber die allermeisten waren solche vom amerikanischen Markt oder mit den Bezeichnungen des amerikanischen Marktes. In D konnte man damit so gut wie nichts anfangen (ist bei Silverfast genauso, wenn ich mich recht erinnere). Und warum können die Programme das dann besser als die Scannsoftware? Mir wäre ja am liebsten, das käme schon fertig aus dem Scanner, so wie ein Diafilm fast fertig aus der Kamera kommt. Mir reicht, daß ich 1 zusätzliches Programm benötige, aber wenn ich das richtig verstehe, dann brauche ich ja dann noch ein weiteres Programm. Also irgendwie riecht mir das dann so wie der RAW-Hype, wo auch nichts wirklich besseres bei rauskommt als bei JPGs out of the cam. Hat denn vielleicht jemand mal Beispiele, wo man die Unterschiede bzw. den Vorteil wirklich sehen kann?

Wenn ich das richtig verstehe, ist das auch nur für Farbnegativfilme relevant, oder? Wäre das denn bei SW tatsächlich ein Unterschied, wenn ich negativ scanne und dann nach dem Scann umkehre?


Gruß
Jochen
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#6

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 01.10.2014 02:25
von Gelöschtes Mitglied
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Also für jeden sicher nicht. Viele alte sind dabei, was gut ist für die Negative aus den Schubladen.
Natürlich auch neue, die Listen sind prall gefüllt.

Ein Beispiel für Rossmanns HR sind die Einträge:
HR 100 CN 1984
HR 1600 CU 1984
HR 200 CA 1984
HR 400 CH 1984

Für den Superia allein gibt es rund 20 Einträge.

Aber für alle wechselnde Inhalte, das ist natürlich nicht Fall.

Findest du einen Film absolut nicht, nimm einen ähnlichen, vom Resultat her kannst du es auch sehen, sind oft nur marginale
Unterschiede z.B. in der Helligkeit. Bei Drogerie-Filmen gucke ich auch Made in ..., wähle entsprechend Kodak oder Fuji.

Ja, wenn der Scanner das machte, müsste er ja auch die Filmmarke erkennen, daher nimmt er wohl einen Durchschnitt.

Es ist kein RAW-Hype, sondern nur eine andere Methode, da ist nicht digitales dran. Es wird ein Prozess, den der Scanner mit seiner Software nur durchschnittlich macht verlagert in ein zweites, dass sich um den Rest kümmert.
Nach Beispielen werde ich in nächster Zeit mal suchen, die s/w MFs sind ja schon auf meiner Platte.

Gruß, Jörg

P.S. deine Methode nur neutrale Farben zu erzeugen hat was für sich, hab schon drübernachgedacht. Ein bischen Charakter kommt immer durch, z.B. kühler gegen wärmer.


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#7

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 01.10.2014 04:35
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Der Scanner (Canon Flachbetter) hat doch ein Kalibrierfeld, das er zuerst scannt. Dann müßte er doch theoretisch die Maske (oder die unterschiedlichen Träger bei SW) exakt erkennen und korrekt berücksichtigen, oder? Das Kalibrieren muß man natürlich einschalten und das Kalibrierfeld muß auch genauso sein wie die eigentliche Scannfläche. MF scanne ich mit einer AN-Glasscheibe vom Glaser. Natürlich habe ich mir auch eine kleine Scheibe für das Kalibrierfeld schneiden lassen.

Mal schauen, ob ich so ein Programm für die Linearscann-Verarbeitung irgendwo als Test runterladen kann.

Das mit dem RAW-Hype meinte ich so, daß das ja überall als nonplusultra für Bildqualität und alleinseeligmachende Bilddatei propagiert wird. Ich bezweifle, daß mehr als 5% aller RAW-Anwender aus einem RAW mehr rausholen, als die Kamera bei JPGs.


Gruß
Jochen
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#8

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 01.10.2014 05:34
von Gelöschtes Mitglied
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Was ein Scanner in der Kalibrierphase genau macht, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.
Ich finde auch: probier es selbst mal. Wenn ich hier was hochlade, ist es jpg und 8bit. Da bringt dann auch nicht mehr soviel.
Nimm vielleicht auch mal eine Probe einer schlechten Belichtung, zu hoch oder zu niedrig.


Zitat von bilderknipser im Beitrag #7
Das mit dem RAW-Hype meinte ich so, daß das ja überall als nonplusultra für Bildqualität und alleinseeligmachende Bilddatei propagiert wird. Ich bezweifle, daß mehr als 5% aller RAW-Anwender aus einem RAW mehr rausholen, als die Kamera bei JPGs.


Mit digital RAW hab ich auch nichts am Hut. Außer bei Bildern für hier und für Ebay.

Gruß, Jörg


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#9

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 02.10.2014 00:36
von Gelöschtes Mitglied
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In S/W hab ich jetzt mal zwei Bilder vorbereitet:
Nummer 1 ist ein normaler Scan,
Nummer 2 ein linearer.

Beide wurden nicht weiter bearbeitet.
Für Nummer 2 wurde natürlich Colorperfect aufgerufen, was nur invertiert hat, weiter nichts.

Bitte nicht vorschnell, denn jetzt mag jemand sagen, Nummer 1 ist knackiger, gefällt mir besser. Sondern welches hat mehr Spielraum an Grauwerten, Höhen und Lichtern ? Nummer 2 lässt sich mit wenigen Handgriffen kontraststark machen, das ist nicht der Punkt. Nummer 1 kommt dagegen mit dem was es hat. Komme ich von Nummer 1 zu Nummer 2 bei gleichem Reichtum an Höhen, Tiefen und Zwischentönen? Das ist die Herausforderung.

Beides mit Epson 700 in Epson Scan angefertigt.
Von 16bit nach 8bit wegen Umwandlung von tiff nach jpg. (Hoffe eine ausreichende Begutachtung ist noch möglich)
Wer testen will, speichert am besten mit "Grafik speichern unter", rechte Maustaste auf das Bild, auf die eigene Platte und ruft es dann in PS und Co auf.


Nummer 1:



Nummer 2:




Gruß, Jörg


zuletzt bearbeitet 02.10.2014 00:38 | nach oben springen

#10

RE: wie macht man einen Linearscann?

in Scanner und EBV für analoges Material 02.10.2014 08:45
von Gelöschtes Mitglied
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Besser als srgb

Nummer 1



Nummer 2


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