#31

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 04:55
von Harald
In Antwort auf:

Die begrenzte Schärfe kommt dem menschlichen Seheindruck näher, denn auch unser Auge sieht ja bekanntlich nicht alles im Blickfeld scharf, sondern fokussiert auf bestimmte, wichtig erscheinende Elemente.


Lukas! Exakt auf eine solche Antwort hatte ich gehofft- manchmal steht man wie ein Ochs vorm Tor und starrt und starrt, aber es tut sich nix....


Vermutlich so eine Art Betriebsblindheit, die das Naheliegende nicht mehr sieht, vor lauter Umdenken und Blenden-Konstruktionen.

So soll es sein, so wird's fein, so stell' ich mir die Blende ein!



Nun bin ich ein ganzes Stück weiter an meiner ganz persönlichen Ideallinie- Du hast etwas gut...

zuletzt bearbeitet 07.10.2008 04:57 | nach oben springen

#32

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 05:12
von shortRec • Mitglied | 235 Beiträge

Zitat von Harald
Exakt auf eine solche Antwort hatte ich gehofft


Gerne doch


_____________________________________

Ehrliche Kritik ist schwer zu
ertragen – besonders von einem Verwandten, einem Freund,
einem Bekannten oder einem
Fremden.

FRANKLIN P. JONES


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#33

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 08:49
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge
Hallo aus dem Sauerland.

>Die begrenzte Schärfe kommt dem menschlichen Seheindruck näher, denn auch unser Auge sieht ja bekanntlich
>nicht alles im Blickfeld scharf, sondern fokussiert auf bestimmte, wichtig erscheinende Elemente.

Ganz so einfach ist das so auch nicht.
Unser Kopf speichert das eben noch scharf gesehene, als scharfe Mosaiksteinchen, und stückelt es so unbewusst zu einem realen aktuellem scharfem Komplettbild, teilweise auch aus der Erinnerung.
Schau mal ganz bewusst auf Deinen scharfen Monitor, dann auf Deine Uhr, auf die Tastatur und wieder zurück zum Monitor. Das gepusselte Gesammtbild in Deinem Kopf ist unbewusst aber scharf abgelegt. Erinnere Dich an die Uhrzeit? Das Uhr-Bild liegt immernoch scharf in Deinem Kopf!
Mach ein Bild von diesen 3 Motiv mit F22 und alles ist wie in Deinem Kopf, oder?
Und ich werde doch auch mal das mit der gezielten Schärfe in meinen Landschaftsbildern versuchen.
Gruß Berthold

Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 07.10.2008 08:49 | nach oben springen

#34

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 17:06
von Harald

Über diese Zusammenhänge habe ich gestern noch lange nachdenken müssen:
Wer kann drei Beispiele von freier Landschaft (ohne Vordergrundmotiv) in 5,6 in f8 und eine in f22- als Vergleich zeigen?
Ich werde das natürlich bei passender Gelegenheit mal ausprobieren - wo ich schon mal im Vorfeld tippe, dass f4 nicht realisierbar sein dürfte und auch f5,6 nur bei schlechtem oder diffusem Wetter und alles darunter eher in der Dämmerung machbar ist;
Bei Architektur habe ich das freilich oft, dass Blenden um die f5,6 und darunter eingesetzt werden und sehe auch die Wirkung- aber wie das bei weit ausladenden Landschaften wirken könnte, ist mir noch nicht klar - besonders, wenn kein Vordergrund da ist, den man fokusieren könnte.
(Dabei denke ich gerade an das Beispiel der griech. Inseln)


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#35

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 21:05
von shortRec • Mitglied | 235 Beiträge

So einfach ist es auch nicht, @Berthold. Wir sehen immer nur einen kleinen Punkt wirklich scharf, am Rand des Blickfeldes sogar nur schwarzweiß. Durch ständige Augenbewegung und Fokussierung wird das Sehfeld abgetastet und ein Bild im Gehirn gebildet. Vereinfacht ausgedrückt. Deswegen schrieb ich auch von Seheindruck, da für das menschliche Seherleben der anatomisch-physiologische Vorgang des Sehens fast egal ist. Dieser ist im Prinzip dass, was du als Mosaik bezeichnet hast. Aus diesem entsteht aber völlig unbewusst ein Bild mit scharfen Kern und unscharfem Drumherum. In dem Augenblick, in dem wir etwas anschauen, ist es für uns scharf, schauen wir was anderes an, wird das scharf. Ist eine andere Situation, die wir aber wieder zurück ins Bewusstsein heben können, wenn wir es nicht vergessen haben. Der Zeitabstand dafür ist egal.
So kann ich die drei Bilder aus deinem Beispiel jeweils wieder in Erinnerung rufen, es wird aber nie ein Bild.


_____________________________________

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FRANKLIN P. JONES


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#36

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 23:13
von Harald
@all:
Eben komme ich vom freien Gelände und habe mal zwischen beiden Daumen und Zeigefingern "fokusiert":
Unser Auge kann mehr als jede Optik, da ein Fokus z.B. auch in 30 oder 100mtr möglich ist und das geht halt bei der Fotografie nicht umzusetzen- da ist meist bei 10mtr Schluß, danach kommt nur noch "unendlich".
***
Der Sinn einer größeren Blendenöffnung ist haupts. vom Licht abhängig und... recht diffus oder wenig bekannt* vom der Abbildungsqualität der jeweiligen Linse.
***

So wird man sich bei der Landschaftsfotografie nach "unten" orientieren und lieber f5,6 als f8 bevorzugen, wenn das techn. umsetzbar ist, das Licht stimmt.
Ein oder zwei Blenden nach oben ist mir zu wenig aussagekräftig oder zu allgemein- vermutlich wird zumeist f8 - f11 (wie zuvor) das Maß werden.
Dennoch werde ich dieses Thema mit Deutlichkeit nachverfolgen und versuchen weiter zu verifizieren. (Das Wetter ist im Augenblick so mies, dass man auch mit bloßem Auge nicht so viel sehen kann)
Nochmal:
Ich habe automatisch mit den Augen den Teil des Feldes erfasst, der mich interessierte- davor und dahinter war Unschärfe.
Evtl. sollte man bei speziellen Aufnahmen gleich 2 machen?
Nah und fern.
Wer zu den HDV Künstlern zählt, kann die Aufnahmen "übereinander legen" - und hätte dann genau das, was Ausgangspunkt der kleinen Diskussion war: f16 statt f8

Ich bin gespannt, welches Ergebnis hier entsteht, welche Konsequenz bei diesen Problemen gezogen werden kann, ohne gleich zu einem 35mm greifen zu müssen.

(Früher war alles einfacher, da hatte ich nur ein "Fixfokus")


*
Meine Objektive sind schon sehr viel älter, Datenblätter habe ich noch keine entdecken können.

zuletzt bearbeitet 07.10.2008 23:15 | nach oben springen

#37

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 23:28
von andreas

Tach auch

"Wer zu den HDV Künstlern zählt, kann die Aufnahmen "übereinander legen" - und hätte dann genau das, was Ausgangspunkt der kleinen Diskussion war: f16 statt f8"

ich mach zwar nicht viel in Digital meine aber das HDV eher etwas mit der Belichtung als mit dem Bereich der schärfe zu tun hat.



Gruß
Andreas


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#38

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 23:40
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Hepatitis-D-Virus...

Bei einem VHS-Workshop zum Thema "die Details der Natur" hat ein Teilnehmer versucht, das innere eines ausgehöhlten, mit Flechten und Moosen bevölkerten Baumstamms von vorne bis hinten scharf abzubilden, und hat dazu (ähnlich der HDR-Technik) das Bild in verschiedenen Schärfeebenen aufgenommen, die er dann (in stundenlanger Kleinarbeit) übereinandergelegt hat... Das Bild sah nicht gut aus (der Teilnehmer selbst war am unzufriedensten) - ein Experiment, mehr nicht.

Ich werde bei nächster Gelegenheit mein f2/50er Nikon bis Blende 22 ausreizen und bin mir jetzt schon ziemlich sicher, Unterschiede erst ab 30x40 zu sehen...

Grüße
Henning


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#39

RE: f8

in Projekte 07.10.2008 23:45
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo.
Theorie ist im Vorfeld für mich wichtig aber dann wir sie "grau". Erstebenswert scheint mir, diese End-Ergebnisse (Papierbilder oder Dias) in den Usertreffen zu zeigen und "ERLEUTERN"!!!
Da bin ich echt scharf drauf! Papierbilder postalisch kreisen zu lassen war auch mal ein Vorschlag von mir, ist aber wohl schlecht zu realisieren.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#40

RE: f8

in Projekte 08.10.2008 01:58
von Harald
Es muss "natürlich" richtig "HDR" und nicht "HDV" heißen,- diese Abkürzungen sind nochmal mein Grab...
Wenn man Bilder übereinanderlegt, dann soll das wohl eher das Licht sein, - aber auch die expliziten Schärfeverläufe wären denkbar.
Was kommt dabei heraus?
Sowas wie Thomas Kinkade mit seinen Puzzel-Motiven, ein Kunstprodukt, das mit Fotografie nur noch ganz entfernt zu tun hat.
Das ist in manchen Fotoforen ganz modern, Bilder mit dem "Wow-Effekt" zu zeigen !
(Das ist nicht mein Ding, bei mir gehts schier um die Natur und eine ebensolche Darstellung)
Wer bei geöffneter Kameraklappe die Blenden durchspielt, ggf. mit einem Pergamentpapierchen auf der Filmführung, sieht schon wohin die Reise geht: (Bei B)
f16 ist schon eine so kritzekleine Öffnung, dass eher Staunen angesagt ist, dass überhaupt genug Information auf dem Film landet und erklärt schon von sich die längeren Zeiten.
(Bei dieser Gelegenheit habe ich beim 2. Arbeitspferd die Lichtdichtung am Deckelanschlag rechts erneuert- die so gerne übersehen wird.)
Auch dieser "Test" zeigt mir wieder ganz deutlich, dass ein Objektiv mind. mittig gefahren die besten Resultate bringen MUSS.
f5,6 oder f8 bei Landschaft sollten ein guter Kompromiss zwischen Abbildungsstärke und Licht sein, der mit den Zeiten von 1/500s - 1/1000s realisierbar ist.
Wer nur Landschaft fotografiert, sollte mit einem auf f8 fixierten Objektiv (falls es sowas gibt) und kürzeren Zeiten vollkommen auskommen- oder?
(nur mal so als "Denkanstoß")

Das zeigen von Fotos, von Papierbildern ist eine feine Sache,- das scheint vollkommen aus der Mode zu sein, weil sich ein Bekannter beklagt hat, dass in seinem örtlichen Verein nur Dias gezeigt werden und er mit seinen Papierbildern nur ganz selten beachtet wird.

zuletzt bearbeitet 08.10.2008 02:00 | nach oben springen






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