#21

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 00:13
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Prinzipiell würde ich darauf achten, dass der Trockenplatz, also der Vergößerer, komplett im Dunkeln steht. Ebenso die Papierentnahme. Es dürfte kein Problem sein, mit dem Papier im Dunklen zu hantieren bzw. dieses in den Vergrößerungsrahmen einzulegen. Die Schalen können dann unter Dukalicht stehen. Ist das S/W-Papier erst im Entwickler, sinkt seine Empfindlichkeit auf unter die Hälfte ab.
Ich hatte letztes Jahr bei Farbarbeiten auch immer komische und matschige Resultate und dachte erst an kaputtes Papier.
Seitdem bleiben bei mir alle(!) Lampen aus. Sogar die LEDs vom Timer habe ich abgeklebt.
Wenn ich in der Schale entwickle, benutze ich die Infrarotbrille. Ein zugegebenermaßen teuerer Luxus, den ich aber nicht mehr missen will.
Mache ich größere Abzugsorgien, nehme ich die Entwicklungsmaschine. Die Handgriffe "Papier holen, in V-rahmen einlegen, Belichten und in die Maschine einlegen" klappen problemlos auch in totaler Finsternis.
Seit ich die unglaubliche Brillanz der Abzüge ohne Dukalicht gesehen habe, sind Dukalampen für mich kein Thema mehr.
Rotlicht nur noch für Lithfilme und S/W.
Nochwas zu "Rotlicht mit der Duka50": Die Natriumdampflampe sendet monochromatisches Licht mit 590nm aus. Daraus wird niemals Rot, egal welche Filter man davorsetzt. Die Filter reduzieren nur die Lichtabstrahlung, was eine dunklere bzw. rotere Farbe suggeriert. Die Lichtfarbe aber bleibt immer gleich. Und zwar Gelb!
Für Rotlicht würde ich LEDs nehmen. Aber nicht die hellroten mit 635nm sondern die tiefroten mit 660nm. Davon dann lieber mehr.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
nach oben springen

#22

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 00:25
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Ja mir ist schon aufgefallen, dass die Duka 50 eher so Gelb-Rot is...oder besser so Orange. Musste auf die Lampe ausweichen, weil sich das ADOX MCP/Agfa MCP damals absolut gar nicht mit meiner Kaiser-15Watt-Rotlichtlampe vertragen hat. Und es war wirklich um einiges besser. Ich dachte immer, dass ich nun endlich dieses Orange-Rote Licht habe, dass immer in den Papierblättern vorgeschrieben ist

Mit dem Duka 50 Licht sehe ich aber um einiges mehr in der Kammer als mit knallrotem Licht...bzw sie kann heller sein ohne das Papier zu beeinflussen. Wenn die Lampe immer gelbes oder nicht taugliches Licht ausstrahlt, wieso macht man sich dann den Aufwand so ein Ding zu entwickeln? Die Duka 50 is im Gegensatz zur normalen Kaiser ein ganz schön schwerer, qualitativer Brocken...und billig ist sie auch nicht gerade

Wenn die Wellenlänge immer gleich is, kann ich dann praktisch auch diesen weißen Filter draufsetzen, der noch dabei war? Der war auch drauf, als ich die Lampe gebraucht kaufte...hab dann den roten drauf. Hab mir schon gedacht "Wer macht auf ne Duka-Leuchte schon ein weißes Glas"


nach oben springen

#23

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 00:49
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Hi Andi,

Ob das Gelblicht Deinem Adoxpapier schadet, weiss ich nicht. Jedenfalls ist das Gelb gefährlich näher am Empfindlichkeitsspektrum als Rot. Ich weiss nur dass Ilford Multigrade auf das Gelblicht ebenfalls sehr stark anspricht. Das habe ich mal ausprobiert.
Die Lampe musste defintiv ausbleiben oder so dunkel gedreht werden, dass man sie auch gleich ausmachen kann.
Die teueren Na-Dampflampen stammen eben noch aus der Farblabor-Ära, als Farbpapiere noch eine Empfindlichkeitslücke bei 590nm hatten. Die neuen Farbpapiere reagieren aber auf alles.

Wenn Du einen billigen Versuch machen willst, dann besorge Dir eine rote Fahrradrückleuchte mit LEDs.
Auf monochromatisches Rot sollte kein S/W-Papier mehr ansprechen.
Deine alte Kaiser kannst Du damit nicht vergleichen. Die sendet ja weissgelbes Licht aus, welches nur mäßig in Richtung Rot gefiltert wird. Da sind immer noch Reste anderer Wellenlängen vertreten.

Wenn ich mal Zeit habe werde ich mal probieren, wie weit man mit roten LEDs gehen kann. Ich habe noch eine rote 16Watt(!) LED aus einem Videobeamer rumliegen. Damit werde ich mal Multigrade bestrahlen.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
nach oben springen

#24

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 00:55
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Und was nimmst du da für LED-Lampen? Einfach solche Strahler die man in normale Birnenfassungen Schraubt mit mehreren LEDs vorne drauf? Und dann kann ich so weit aufdrehen, dass ich mehr sehe als mit den gedimmten Standard-Rotlichlampen?

Ja da mit der Natriumdampflampe leuchtets mir jetzt ein...die gehörte bestimmt noch zu Farbpapieren. Die war nämlich bei ner Laborausrüstung in Zusammenhang mit meinem Kaiser VCP 6000 dabei. Vermutlich hat der Vorgänger auch viel mit Farbe gemacht.


nach oben springen

#25

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 02:59
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Ich habe für mich keine fertige Lampen genommen, weil ich genügend Highpower LEDs hier rumliegen habe.
Die Form der LEDs (ob eine helle oder viele dunklere) sollte egal sein, solange die Farbe stimmt.
Und gerade die Wellenlänge geben die Anbieter von Lampen nicht mehr an. Sollte aber um 660nm sein.
Dimmen lassen die sich eh nicht, so dass Du mit der Anordnung spielen musst bzw. wenn sie zu hell sind dann ein wenig abschatten.
Heller als die trübe Kaiserfunzel sollte es aber in jedem Fall sein.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
nach oben springen

#26

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 03:21
von Gelöschtes Mitglied
nach oben springen

#27

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 03:38
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Ah ok, dann werd ich mir auch mal so superhelle rote LEDs besorgen und ne ganze Leiste über meinen Tisch pflastern
Dimmen lassen sich LEDs schon, indem man den Stromdurchfluss regelbar macht.
Bei mehreren LEDs mit relativ hohem Gesamtstrom ist das leicht über ein Potentiometer mit einem Transistor in Emitter-Schaltung realisierbar.
Aber wenn man mit den roten LEDs eh voll drauf halten kann, ist das ja überflüssig


nach oben springen

#28

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 05:17
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

oder hier (Umbau einer Kaiser-Duka):
meine getunte Duka-Lampe


viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas

----------------------------------------------------------------------
www.angr-online.de - meine kleine Seite im Netz


nach oben springen

#29

RE: Schleiertest für Duka-Lampen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.04.2011 05:22
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

schaut schick aus...schön gerastert


nach oben springen






______________________________________________________________________________

das hobbyphoto-forum ist seit dem 14.01.2006 online

flickr online | Forenuser - Die Foren Suchmaschine | Bilder verkleinern | Bilder hochladen








Besucher
0 Mitglieder und 21 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Ela 295
Forum Statistiken
Das Forum hat 13099 Themen und 131153 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de