#31

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 28.03.2013 21:03
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Fang einfach mal an. 10x15 ist zum Üben auch gar nicht so schlecht. Kauf nur nicht zu viel von dem kleinen Papier, sondern lieber mehr größeres, was du notfalls halbieren kannst.

Du wirst schnell merken, was für dich das beste ist und an welcher Größe du am meisten Freude hast.


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#32

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 28.03.2013 22:24
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von franz1111 im Beitrag #30

Zur beurteilung die Negative einscannen, die guten nachbearbeiten und auf einen Thermo Fotodrucker kosten günstig ausdrucken.

Bei Farbe mache ich das auf jeden Fall so, allerdings drucke ich nicht selbst.
Bei SW mache ich das auch, drucke auch manchmal selbst auf hochwertigem Hahnemühle Photorag. Allerdings mache ich das nur deshalb, weil ich keine fest installierte Dunkelkammer habe. Sonst würde ich lieber - wenn auch nicht immer - analog ausarbeiten.

Also wenn Du eine Dunkelkammer ermöglichen kannst, dann mach es. Ein Provisorium im Bad oder so mit Auf- und Abbau kann einem allerdings nicht nur den Spaß verleiden, sondern wenn man das nicht regelmäßig macht, dann fängt man immer wieder bei Null an. Ich habe meinen kompletten Dukakram deshalb wieder weggegeben.

Die Filme zur Beurteilung erst mal scannen - und eventuell auch Ausschnitt und so korrigieren - ist allerdings eine sehr gute Möglichkeit, auch wenn man dann mit dem Negativ in die Dunkelkammer wandert. Das hatte ich damals auch immer so gemacht. Dafür reicht ja auf jeden Fall ein einfacher Scanner mit Durchlichteinheit. Dann hat man auch gleich was für das Web.


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


zuletzt bearbeitet 28.03.2013 22:39 | nach oben springen

#33

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 29.03.2013 10:17
von hypeo • Mitglied | 10 Beiträge

franz1111:

Zitat
Wenn Du davon 36 Stück auf einem Film hast, dann reicht Dir ja fast die Ausbeute von 1 Film für ein ganzes Jahr. So viel mehr pro Jahr bekommen die meisten hier nicht zusammen, vermute ich. Ich bin schon froh, wenn mehr als 1 vergrößerungswertes Bild pro Film bleibt. Vor allem: wo soll ich denn hin mit all den Bildern?


Mir wird gerade so einiges klar.
Wenn ich im Jahr knapp 40 Bilder vergrößern würde, würde ich deutlich mehr Zeit und teureres Material in die Bilder investieren. Aber bei meinem aktuellen Durchsatz habe ich das Zehnfache an Bildern pro Jahr Wenn ich von jedem dieser Bilder einen großen Abzug machen würde, dann würde mein Hobbykasse schnell leer sein. Deshalb will ich auch nur die schönsten Bilder eines Films auf ein großes Format vergrößern.
Jedoch haben die anderen Bilder auch mehr als ein 24x36mm großes Positiv verdient, weshalb ich sie auch vergrößere (jedoch nur auf maximal 10x15 oder 13x18). Nur Bilder, die meiner Meinung nach nichts geworden sind, da sie zu sehr unter- oder überbelichtet sind, werden aussortiert.

Eben mal scannen kommt nicht in Frage, da mein Scanner nicht gut genug dafür ist. Es müsste also auch noch ein neuer Scanner her.
Und so viel weniger Arbeit als in der Dunkelkammer ist das auch nicht. Ein guter Scan braucht Zeit und die Nachbearbeitung gehört zwingend dazu. Die Zeit für einen ordentlichen 10x15 Abzug dürfte identisch mit der für einen ordentlichen Scan inkl. ordentlicher Bearbeitung sein. Beides kann mit Qualitätsabstrichen bestimmt optimiert werden.
Bloß, dass ich das gescannte Bild nicht mal eben zeigen kann.

bilderknipser:

Zitat
Also wenn Du eine Dunkelkammer ermöglichen kannst, dann mach es.


Ich sag es mal so: Sie reicht für einen Vergrößerer bis 6x6 und mit einer Drum auch für beliebig große Abzüge bzw. bis zum Limit der Stange des Vergrößerers. Ein kompletter Auf- und Abbau ist nicht nötig, jedoch wird natürlich nach der Sitzung etwas aufgeräumt.


Wo wir gerade dabei sind: Wie archiviert ihr die Bilder? Ich habe bisher nichts gefunden, das 1. preiswert, 2. gut zum Mitnehmen geeignet und 3. leicht sortierbar (für das Archiv) ist.


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#34

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2013 23:37
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo,

ich lese hier :

"Ich bin schon froh, wenn mehr als 1 vergrößerungswertes Bild pro Film bleibt. "

Das dürfte eine eher schmale Empfehlung für einen analogen Anfänger sein;
mit etwas fotografischem Geschick und Ernst bei der Sache ist mehr als nur eine verwertbare Aufnahme auf einem 36er Filmzu erzielen.

"Vor allem: wo soll ich denn hin mit all den Bildern?"

Oje...

VG,
Platte


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#35

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 01:11
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von Platte im Beitrag #34

mit etwas fotografischem Geschick und Ernst bei der Sache ist mehr als nur eine verwertbare Aufnahme auf einem 36er Filmzu erzielen.

Da kommt es sehr darauf an, was man unter "verwertbar" versteht. Für mich sind das nur Bilder, die ich auch bei einer Ausstellung hängen würde. Da fliegen auch nach dem Vergrößern oder Printen noch einige raus, mit denen ich nicht wirklich zufrieden bin, wenn ich sie in der Hand halte. Die anderen kommen dann erst mal bei mir an meine (sehr wenigen - deshalb mein "wohin?") Wände. Da fliegen dann nach einer Weile noch mal welche raus. So kommt dann meine geringe "Ausbeute" zustande und nicht, weil ich ohne Geschick und Ernst bei der Aufnahme vorgehe.


Gruß
Jochen
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#36

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 02:32
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Nur Fotos als vergrößerungswürdig zu erachten, die man auch in eine Ausstellung hängen würde, ist ein sehr hoher Anspruch, und da ist ein Bild pro Film wirklich gut. Und wenn man schon so selektiert, dann kann man auch erst bei Größen ab 24*30 cm² anfangen, wenn man die Auswahl der richtigen Negative auch hybrid oder schon durch den Kontaktabzu hinbekommt. Persönlich finde ich aber, dass auch Bilder, die technisch nicht so perfekt sind, oder gestalterisch langweilig, es mir auch wert sein können, sie analog zu vergrößern, z.B. weil sie Erinnerungen an bestimmte Stationen in meinem Leben transportieren. Für solche Bilder muss es nicht größer als 13*18 werden. (Die meisten Menschen würden sich auch mit Ausbelichtungen digitaler Bilddateien zufrieden geben, damit kann ich mich allerdings immer noch nicht anfreunden... )
Mit der Effizienz: Am effizientesten bin ich, wenn ich mal eine Zeitlang beim gleichen Film, gleicher Entwicklung, gleicher Kamera, gleichem Vergrößerer, gleichem Fotopapier und grundsätzlich dem gleichem Bildformat bei gleichem Vergrößerungsmaßstab bleibe... dann ist man mit den Erfahrungswerten schon rel. nah an einem guten Ergebnis, und oft reicht ein Probestreifen, selten brauche ich drei oder mehr. Von der Zeit her: Negativ einlegen (bei gleichem Maßstab muss man nicht mehr scharfstellen) erster Probestreifen, Entwickeln (60s entw. 15sek Stopp, 30s fixieren, ins wasser), bei Licht begutachten, wenn man fit ist, in vielleicht 3Minuten, bevor man mit dem zweiten Probestreifen, oder dem Abzug loslegen kann, Abzug selber braucht etwas länger, weil man länger fixieren und länger wässern muss, mit etwas Übung kann man währenddessen aber schon den nächsten Probestreifen anfertigen. Um im Schnitt unter 10 Minuten pro Abzug zu kommen, muss man mit weniger als zwei Probestreifen auskommen. (gelingt mir nicht... müsste vielleicht mal damit aufhören, ständig, Kameras, Filme, Entwickler, Vergrößerer und Fotopapier zu wechseln, und mir die Arbeit machen, einen Kontaktabzug anzufertigen, und es überhaupt öfter in die Duka schaffen...). Bei 10 Minuten pro Abzug + Aufbauen und Aufräumen und zwischendurch mal sein Werk begutachten ist man wohl so bei den oben angesetzten 15 Minuten pro Abzug. Am Anfang wahrscheinlich länger, mit sehr viel Übung sehe ich auch nicht, wie man mehr als 8-10 Abzüge pro Stunde schaffen sollte, ohne Abstriche bei der Qualität hinzunehmen. Aber das wäre eigentlich auch darstellbar... eine gute Ausbeute von 20 vergrößerungswerten Negativen pro Film hätte man in 2 Sitzungen à 1,5-2h vergrößert. Wenn man mehr als einen Film pro Woche belichtet, würde das ganze allerdings zu einem ziemlich zeitaufwendigen Hobby werden.


zuletzt bearbeitet 31.03.2013 02:33 | nach oben springen

#37

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 02:49
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

In der Regel vergrößere ich einen Film komplett auf 13x18. Nur die Aufnahmen, bei denen etwas wirklich schiefgegangen ist lasse ich aus.
Die Belichtungsmessung meiner Nikons in Verbindung mit meinem Negativprozess habe ich so gut im Griff, dass ich den Film ohne Änderung der Belichtungszeit "durchziehen" kann. Also etwa 30 Abzüge mit einer Zeit. Die Gradation passe ich manchmal etwas an, aber auch hier komme ich mit einer meist gut hin. Als Ergebnis habe ich dann 30 nicht unbedingt Ausstellungs- aber auf jeden Fall albumtaugliche Bilder, für die ich etwa zwei Stunden benötige.
Und von denen vergrößere ich dann so zwei bis sechs noch einmal ordentlich. In der Regel in einer späteren Sitzung mit entsprechend großen Schalen.

Swingende Grüße

Henning


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#38

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 04:53
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

ich sehe, es ist noch Luft nach oben!


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#39

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 05:14
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von namir im Beitrag #36

Mit der Effizienz: Am effizientesten bin ich, wenn ich mal eine Zeitlang beim gleichen Film, gleicher Entwicklung, gleicher Kamera, gleichem Vergrößerer, gleichem Fotopapier und grundsätzlich dem gleichem Bildformat bei gleichem Vergrößerungsmaßstab

Das ist ein ausgesprochen vernünftiger Ansatz. Da komme ich auch langsam wieder hin.


Gruß
Jochen
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#40

RE: Ein paar kleine Fragen zur Positiv-Dunkelkammer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2013 07:38
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Zitat von hypeo im Beitrag #33

Eben mal scannen kommt nicht in Frage, da mein Scanner nicht gut genug dafür ist. Es müsste also auch noch ein neuer Scanner her.
Und so viel weniger Arbeit als in der Dunkelkammer ist das auch nicht. Ein guter Scan braucht Zeit und die Nachbearbeitung gehört zwingend dazu. Die Zeit für einen ordentlichen 10x15 Abzug dürfte identisch mit der für einen ordentlichen Scan inkl. ordentlicher Bearbeitung sein. Beides kann mit Qualitätsabstrichen bestimmt optimiert werden.


Der Vorteil des Scannens ist, dass ich das ganz gut nebenbei abends beim Fernsehen oder beim Surfen erledigen kann. Leider kann ich nicht nebenbei in der Duka fernsehen. Vielleicht sollte ich mir mal eine große rote Schutzfolie für einen Bildschirm besorgen...

Zitat von HenningH im Beitrag #37

Die Belichtungsmessung meiner Nikons in Verbindung mit meinem Negativprozess habe ich so gut im Griff, dass ich den Film ohne Änderung der Belichtungszeit "durchziehen" kann. Also etwa 30 Abzüge mit einer Zeit. Die Gradation passe ich manchmal etwas an, aber auch hier komme ich mit einer meist gut hin. Als Ergebnis habe ich dann 30 nicht unbedingt Ausstellungs- aber auf jeden Fall albumtaugliche Bilder, für die ich etwa zwei Stunden benötige.


Sobald ich keine Probestreifen brauche, dann kann ich einen Film einfach durchziehen. Mein Problem ist, dass ich dann doch einen anderen Ausschnitt will, mal größer, mal kleiner, etwas nachbelichten will oder abwedeln möchte. Und schon dauert es, trotz Laborbelichtungsmesser.


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