#41

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 04:39
von Sputnik (gelöscht)
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Zitat von Platte im Beitrag #35
Also von mir sind jetzt ein paar Abzüge in 30x40cm unterwegs, ich hab einfach ungefragt einem Forenmitglied etwas B-Ware (Probeabzüge) untergeschoben :-)


Also DAS verstehe ich nun gar nicht.
Du läßt (wegen der viel höheren Qualität) nur GROSSE Abzüge für einen Foto- und Meinungsaustausch gelten und verschickst dann Arbeitsabzüge als B-Ware.
Wie reimt sich das zusammen?
OK, das hat den Vorteil, daß man jederzeit anmerken könnte, daß der "echte" Abzug natürlich nochmal um Längen besser ist (eine immer wieder gern gegebene Zusatzinfo bei ins Netz gestellten Scans), aber diesen Grund möchte ich hier mal NICHT unterstellen.
Deshalb nun meine VÖLLIG ERNST gemeinte Frage: Aus welchem GRUND würdest Du gerne einen Bilderaustausch anschieben wollen?
Des fertigen Bildes wegen? Dann verbietet es sich aber eigentlich, B-Ware zu schicken.
Der Beurteilung von Schärfe, Kontrast und Feinkörnigkeit wegen? DANN könnte man ebenso gut Probestreifen in einen Briefumschlag stecken.
Es muß also irgend einen anderen Grund geben.

Ach so. Was ich aus reiner Neugier AUCH noch fragen wollte, da ich mir diesbezüglich noch so gar kein Bild machen konnte:
Da Du ja doch sehr geplant und zielstrebig an Deine Aufnahmen herangehst, hast Du doch bestimmt einen klar umrissenen fotografischen Themenbereich.
Falls dem so ist - welche Motive umfaßt dieser denn eigentlich?


zuletzt bearbeitet 08.02.2013 04:40 | nach oben springen

#42

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 05:25
von Annalog • Mitglied | 182 Beiträge

Zitat von Platte im Beitrag #31

Da gehen schon mal einige Blatt drauf, bis ich die richtige Gradation (Feinabstimmung) oder auch die passende Tonung gefunden habe.
Dem wirke ich aber zum Teil mit preiswertem "Versuchspapier" entgegen.



Hallo "Platte",
da bin ich doch neugierig geworden und habe mal eine technische Frage an Dich: Du schreibst, dass du die Feinabstimmung inkl. Tonung mit 30x40 Probeabzügen auf Billigpapier optimierst. Verrätst Du uns Deine Vorgehensweise, wie Du diese Werte jetzt auf Deine "richtigen" Abzüge auf höherwertigem Papier überträgst?

Gruß, Manfred


 
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#43

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 06:35
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo,

@JoJo:
"Das mit dem Bilderaustausch hatte wir schonmal. Ist aber nichts draus geworden."

Schade.
Und - nix gegen Diskussionen, aber vielleicht in entsprechenden threads?
Ich muss allerdings zugeben, der Jochen hatte insoweit recht, dass ich mit Beantwortung von Bertholds Frage nach dem Warum eine Diskussion durchaus forciert habe.
Danach half dann aber auch wiederholtes Bitten um Beantwortung meiner Frage auch nicht mehr... was solls.

@ Bilderknipser:
"Scheinbar liest Du nicht viel in Foren, sonst wüsstest du.."

Schau mal, Jochen, wie dein Zitat zeigt, wertest und unterstellst du gern; solch eine Aussage ist aber keinesfalls förderlich, weil das Unterstellungen eigentlich nie sind.
Erwarten würde ich ( von einem Mod.)eher Neutralität und Sachlichkeit.
Ich bin aber auch nicht fehlerfrei, geb ich gern zu :-)

@ Siegfried:

"Also DAS verstehe ich nun gar nicht.."

Es gibt nicht immer etwas zu verstehen, manchmal sind die Gründe banal - und vielleicht muss man auch nicht alles hinterfragen.

"Du läßt (wegen der viel höheren Qualität) nur GROSSE Abzüge für einen Foto- und Meinungsaustausch gelten "

Nein, und nein;, ich gehe da aber nicht weiter drauf ein.

"Aus welchem GRUND würdest Du gerne einen Bilderaustausch anschieben wollen?"

Es ist für mich interessant, mal zu sehen, wie Andere an die Arbeit gehen (Vergleich) , wo man dazulernen könnte (Eigennutz), und überhaupt, Bilder zu betrachten (Lebensfreude).
Da ich analog fotografiere und analog weiterarbeite, ist es mir auf Dauer unbefriedigend geworden, überall nur noch Digitals serviert zu bekommen(Überdruss).

"..hast Du doch bestimmt einen klar umrissenen fotografischen Themenbereich.."

Nö :-)

"welche Motive umfaßt dieser denn eigentlich?"

Erfreuen tu ich mich an ungewöhnlichen Motiven.

Nach meinem Abschluss mit der Ära KB mach ich fast ausschliesslich GF.
Dafür hab ich momentan widerum zu wenig Zeit, daher kommt auch hin und wieder mal eine MF zum Einsatz.
So für zwischendurch. Ohne gehobenen Anspruch, fast nur des Fotografierens wegen.
Die klassischen Schnellschüsse,Action, Street, Sport,gibt es grundsätzlich nicht mehr bei mir.
Ich hänge lieber ne halbe Stunde unterm Tuch.

Manchmal gehe ich in der Tat los, um Geplantes umzusetzen, meist erbeute ich aber, was mir unterwegs vor die Linse kommt (Natur, ).
Oft komme ich ohne Aufnahme nach Haus, weil mir unterwegs nichts eine Aufnahme wert gewesen wäre.

Ein befriedigendes Bild pro Monat reicht mir aber vollkommen aus, mehr ist natürlich besser, aber nicht nötig.
Masse mach ich gar nicht mehr. Zweitbelichtungen auch nicht mehr.
Ausser, ich habe Bedenken, mir könnte beim Weiterverarbeiten etwas Wichtiges "kaputtgehen".

Wenig Zeit zu haben oder nichts Angemessenes abgelichtet haben zu können, ist aber mitunter doch unbefriedigend - dann hol ich wie gesagt die MF raus, oder ich bring meine opt. Bank zuhaus in Position und lichte Kleines grossformatig ab.

Festere Zielsetzung gibt es bei mir eher in Bezug auf die Objektivwahl;hier bevorzuge ich gerne alte und älteste Linsen, mit denen ich versuche, deren Eigenschaften einem passenden Motiv überzustülpen. Hier gibt es aber noch reichlich zu lernen.
Zukünftig dann auch mal mit selbstbeschichteten Glasplatten.

Oberste Zielsetzung sind jedenfalls Bilder, die ich so nicht an jeder Ecke finde - das mag nun komisch klingen...
Realistisches hab ich aber zur Genüge auf KB-Dia, das reicht mir.

Bevorzugt abgezogen auf Baryt , 30 x40 und manchmal 50 x 60. Und grösser - wenn ich eines Tages mit meinem Umbau/Umzug fertig bin.

VG,
Platte


zuletzt bearbeitet 08.02.2013 06:38 | nach oben springen

#44

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 10:51
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo, Manfred,

um es gleich vorweg zu nehmen - das "Billigpapier" dient mir zunächst zur Beurteilung, ob mir ein Abzug auf 30x40 cm überhaupt zusagen würde.
Es dient mir aber auch für einen ersten Abzug mit G 1, um mal zu schauen, was lichtermässig drin ist.
Ich kann aber auch schon erste Aussagen über Zeit , Gradation , Vor/Nachbelichtung oder doch besser Splitgrade treffen, wobei klar ist, dass die Ergebnisse eben nicht 1:1 auf mein "gutes" Papier übertragbar sind - wahrscheinlich der Hintergrund deines Stutzigwerdens :-)
Jedenfalls lege ich gleich schon mal den Ausschnitt fest, und habe somit schon wesentliche und geldsparende Schritte hinter mir.
Zuweilen schmeiss ich meine Papiere auch in ein Lithbad, sofern tauglich,oder schaue mal, wie die Tonung sich so machen würde - hier fehlt es mir aber noch deutlich an Erfahrung.

Desweiteren bin ich auch "unkonventionell" im Umgang mit Chemie - bei mir darf Entwickler und Co gern mal 1 Woche im Wännchen bleiben.
Dann will er natürlich auch mal gecheckt werden.
Wie auch immer, das geht nicht mit jeder Chemie, hilft aber schon wieder beim Sparen.
Und man lernt auf diesem Wege die Grenzen des Machbaren sowie erste Anzeichen des Verfalls kennen :-)

Der "gute Abzug" kommt aber grundsätzlich in frische Chemie, keine Sorge.

Ich kann also durchaus schon mal 2-3 akzeptable Abzüge machen, ohne ans Eingemachte zu müssen.
Ich nenne mein o.g. Verfahren übrigens " aasen" :-)
Da macht Verschwenden richtig Spass.

Fixieren tu ich für schnelle Beurteilung ca 10 sec., das reicht erstaunlicherweise. Und spart Zeit.

Da ich auch mein "Billigpapier" einigermassen kenne, sind die Ergebnisse also auf jeden Fall für das gute Papier verwertbar.
Hier sind richtige Zeit und Gradation dann sehr schnell gefunden, meist reicht mir ein ( grosser) Probestreifen, und beim Feintuning schaue ich halt, bei weicherer Gradation angefangen, wann mein Bild für mich gut ist.
Dank sparsamer Vorarbeit geb ich hier gern ein "gutes" Blatt mehr aus, weil es richtig Sinn macht
Dieser Weg macht mir auch grundsätzlich mehr Spass als Splitgrade, und Dank an dieser Stelle für des Herrn A. Weidners Anleitung (via Boogle) - dieses Vorgehen hab ich mir von Ihm abgeschaut, und ich finde es nach erstem Hadern heute sinnvoll.
Wobei ich nicht gar so akribisch vorgehe wie er, das muss ich einräumen.
Mehr als zwei bis drei gute Blätter mag ich auch nicht investieren.
Es sei denn, ich will die guten Abzüge vergleichen (mit Tonung, ohne, usw), oder ich will jeweils eine Variante haben.
Meinen Laborbeli benutze ich praktisch gar nicht, ausser als Stopuhr für die Bäder.

Da ich geschrieben hatte, dass bei mir momentan nicht viele Negative zusammenkommen, kann ich mir diese etwas verschwenderische Art der Bilderzeugung leisten, und ich bin glücklich und zufrieden :-)

VG,
Platte


zuletzt bearbeitet 08.02.2013 11:04 | nach oben springen

#45

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 12:57
von Sputnik (gelöscht)
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Dank für die ausführliche Antwort!


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#46

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 21:33
von Annalog • Mitglied | 182 Beiträge

Auch von mit vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Und - Chapeau! - für so viel Aufwand!

Gruß, Manfred


 
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#47

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.02.2013 22:16
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Man Berthold, raff dich auf!!
Auf dem BUT, am Freitag abend nen Stammtisch für Papierbilder. Und jeder einzelne stellt sie kur vor.
3..4 Bildermacher würden wohl zusammenkommen können.
Platte, Du auch!
Heißa, da käme was an Erfahrungen zusammen!!!
Da könnte mir gut gefallen.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#48

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 09.02.2013 00:16
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo,

"Dank für die ausführliche Antwort!"

Ja, bitte.
Kein weitere Kommentar von dir? Respekt :-)

"Chapeau! - für so viel Aufwand!"

Nun - das ist der beschriebene Maximalaufwand, es geht natürlich auch schon mal einfacher.
Aber eigentlich nicht für ein Bild, von dem ich denke, das Maximum rauskitzeln zu wollen..

Und es landet einiges vorher im Müll, weil es mir den Aufwand nicht wert ist.
Die nicht mühsam erarbeiteten Versionen landen auf kurz oder lang meist auch im Müll, weil sie mir im Laufe der Zeit immer weniger gefallen.

Ich mache ein Bild auch nie in einem Gang fertig; die Vorabversion wird auf jeden Fall erst am nächsten Tag begutachtet. Trocken und bei Tageslicht.
Manchmal brauche ich Tage , um zu entscheiden, wie es weitergeht.

Komischerweise hab ich öfter Probleme, mich für z.B. eine hellere oder dunklere Version zu entscheiden, und perverserweise gefällt mir auch manchmeil eine, dann Tage später doch wieder die andere Version.
Liegt am wechselnden Licht,an wechselnden Stimmungen und an Faktoren, die ich nicht kenne.

Auf jeden Fall kann ich sagen, das ich durchaus geizig im Umgang mit dem guten Papier bin, wobei ich die beschriebenen 2-3 Blatt pro Version aber unumgänglich finde.
Hört sich womöglich alles sehr bedeutend an, trotzdem betrachte ich mich nach wie vor als Anfänger.

Auch, wenn meine Anspruchshaltung vielleicht etwas höher liegt, bin ich kein Perfektionist.
Ich versuchte ursprünglich, einen kostendämmenden, effektiven und trotzdem spassbringenden Weg zu finden, da ich ja grundsätzlich ab 30x40 mache und auch nicht Krösus bin.
Ein Bild aus dem Vergrösserer zu zotteln, ohne ihm Leben einzuhauchen, ohne weitere Verbesserungsversuche - das halte ich aber für ausgeschlossen, meine Mühen im Vorfeld würden so nicht berücksichtigt.
Mir ist o.g. ein vernünftiger Mittelweg aus Arbeits - und Kapitalaufwand.
Ob die Bilder dadurch nun "besser" sind als andere - wahrscheinlich nein, und letztlich auch unbedeutend.
Ein Vergleich? Hätte mich interessiert, durchaus.

VG,
Platte


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#49

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 09.02.2013 00:36
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo, Berthold,


"Auf dem BUT, am Freitag abend nen Stammtisch für Papierbilder.
3..4 Bildermacher würden wohl zusammenkommen können.
Platte, Du auch!"

deiner Logik kann ich nicht recht folgen, muss ich zugeben.
Ein Versand der Bilder ist dir zu teuer, aber durch halb Deutschland fahren für ein Treffen ist angemessen?

Zunächst muss ich mal sagen, dass mir dieses "BUT" irgendwie unheimlich klingt; so bedeutsam, oder aber auch nach Vereinsmeierei ,Regelwut :-)
Ich bin da etwas empfindlich. Sorry.

Nix gegen Treffen, aber die sind momentan wirklich nicht mein Begehr.
Ich hätte dann wohl "Treffen" und nicht"Bildertausch" angeregt.

VG,
Platte


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#50

RE: Grosse analoge Abzüge

in Dunkelkammer & Entwicklung 09.02.2013 02:30
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Auf den bisherigen BUTs gab es immer Gelegenheit, Bilder mal "im Original" zu zeigen. Daß das wahrgenommen wurde war so selbstverständlich, daß wir das nicht extra vereinbaren mußten. Ok, ein Punkt im Programm kann natürlich "Bildergucken" sein.

Im Zusammenhang mit dem BUT ergäbe sich aber mal die Möglichkeit, unterschiedliche Ergebnisse durch unterschiedliche Arbeitsweise wirklich 1:1 zu vergleichen. Vielleicht werde ich ja auch noch zu Kaffee bekehrt. Alle Teilnehmer könnten ja mal das gleiche Motiv belichten. Dann würde man die Bilder anschließend rundschicken. Da wäre ich sofort dabei.


Gruß
Jochen
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