#1

Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 10:05
von mike • Admin | 4.295 Beiträge

Hallo, ich habe gerade einen Film entwickelt und ihn nun in den Filmtrockner gehangen. Dabei kam mir der Gedanke ob es nicht eine Alternative zu meiner jetzigen Filmwässerung gibt. Im Moment lasse ich die geöffnete Jobo Dose 15 Minuten unter einen laufenden Wasserhahn stehen. Das ist erstmal ein Kostenpunkt, denn Wasser gibt es auch nicht umsonst und außerdem auch nicht gerade sehr Umwelt freundlich. Nun stellt sich mir die Frage ob es eine Alternative hierzu gibt. Habt ihr hiervon schon mal was gehört bzw. angewendet und wie sind eure Erfahrungen damit?

Gruß mike




- mein flickr photostream -




Canon EOS 5D - Canon EOS 5D Mark III - Tamron 90/2,8 / Canon 24-105/4 L USM - Sigma 50-500 (Bigma) / Canon 135mm 2.8 Softfocus (SF)

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#2

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 10:21
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Hallo Mike,

ich wende seit Jahren die sog. "Ilford.Methode" an:

Dose nach dem Stoppbad mit Wasser füllen - 5 mal kippen - vollständig (!) auslehren
nochmal mit Wasser füllen - 10 mal kippen - vollständig (!) auslehren
nochmal mit Wasser füllen - 20 mal kippne - auslehren

Das höhrt sich fast unglaublich an, aber es funktioniert.

ciao

Bernd


By the way:

www.BerndDaub.meinAtelier.de

www.Lomography.meinAtelier.de


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#3

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 10:25
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Ich wässere ähnlich. 3x 6x 12x und 24x kippen, jeweils mit frischem Wasser.



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#4

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 10:28
von fragö • Mitglied | 521 Beiträge

Ich verstoße vermutlich gegen jede Regel der Wässerung, aber seit über 10 Jahren verfahre ich wie folgt:
Geöffnete Jobo-Dose ca. 60 - 90 Sek. unter fließendes Wasser, dabei Spulenkern ständig bewegen! Fertig ist die Wässerung.
Negative sind auch nach über 10 Jahren EINWANDFREI!

Gruß aus Anröchte
Franz


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#5

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 10:36
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Ich hab dem ganzen immer nicht getraut und noch ein paar mal mehr das Wasser gewechselt.
Aber wenn ihr das sagt, dann mach ich das jetzt auch so.

Gruß,
Christoph


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#6

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 11:13
von Silberfisch • Mitglied | 43 Beiträge


Ich mache auch die Ilford-Methode, aber mir wurde mal empfohlen, nach jedem Wasserwechsel/Kippen die Dose einige Minuten (2-5) stehen zu lassen, weil in dieser Zeit eine Art Osmose (?) abläuft, was zu einer gründlicheren Wässerung führt.

Gruß
Carola


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#7

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 11:39
von mike • Admin | 4.295 Beiträge

Hallo, danke für die Hilfe. Na dann werde ich mal meine Wässerungszeit und das Wasservolumen bei der nächsten Entwicklung (Morgen abend) stark verkürzen

Gruß mike




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#8

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 19:30
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hi Mike,

Du kannst auch überall einen Filmwäscher kaufen. Das ist ein Schlauch mit Wasserdruckreduzierer, der Wasser von unten in die Dose spült und das alte Wasser nach oben wegdrängt. Wie diese Wasserdruckreduzierer, die man im Baumarkt kaufen kann zum Wassersparen, reduzieren auch die den Wasserverbrauch.

Ich mach es sogar noch einfacher als die Ilford-Methode: Wasser rein, 2 Minuten ständig kippen, Wasser raus, frisches Wasser rein, 2 Minuten kippen,... und das ganze 20 Minuten. So hab ich's in der VHS gelernt. Da das Wasser noch länger drin bleibt als bei der Ilford-Methode, ist diese Version noch sparsamer. Einschränkungen irgendwelcher Art hab ich (oder der freiberuflich seit 30 Jahren als Fotograf arbeitende Dozent) noch nie gehabt.

Sparsamer geht's kaum

Ciao Sven




-----------------------------------------------
Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#9

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 20:48
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Hallo,

diese Filmwascher wie die Jobo-Cascade führen zu sehr schneller Wasserbewegung; sorgen also eigentlich nur für eine oberflächliche Spülung des Films... Allerdings wissen die Verantwortlichen bei Jobo sicher, was sie tun.

Ein befreundeter Photograph wässert seit den 70ern nach der Ilford-Methode und hat bis heute keine Probleme dadurch.

Ich habe sie für mich etwas modifiziert, indem ich nach der ersten "Spülung" (5x Kippen) die Spirale von dem Mittelding befreie und in eine frische Dose gebe. Diese lasse ich dann mit jeweils frischem Wasser 30sec, 60sec und 120sec rotieren. Und dann gibt's das Schlussbad aus demineralisiertem Wasser mit ein paar Tröpfchen Mirasol.

Wichtig ist beim Rotieren, dass die Dose nicht komplett gefüllt ist, damit sich das Wasser auch bewegen kann...

Swingende Grüße

Henning


_____
Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#10

RE: Alternative zur Filmwässerung

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.02.2008 21:31
von RLindner • Mitglied | 1.201 Beiträge

Zitat von Bernd
Hallo Mike,

ich wende seit Jahren die sog. "Ilford.Methode" an:

Dose nach dem Stoppbad mit Wasser füllen - 5 mal kippen - vollständig (!) auslehren
nochmal mit Wasser füllen - 10 mal kippen - vollständig (!) auslehren
nochmal mit Wasser füllen - 20 mal kippne - auslehren

Das höhrt sich fast unglaublich an, aber es funktioniert.

ciao

Bernd


nach dem Stoppbad?
****************
Ich wässere aktuell mit der Jobo-Cascade, das Blubbern beruhigt irgendwie.
Der Spass verbraucht bei 5 min. Wässerungszeiten ca. 15-20 Liter frisches Wasser. Wir haben so einen elektrischen Durchlauferhitzer, den stelle ich auf 22°C ein und kann den Energieverbrauch die Durchflussmenge etc. ablesen.

Für Negative ist mir der Wasserverbrauch relativ wurscht, weil ich kein Sinn darin sehe, beim kostbaren Ausgangsmaterial -das Negativ- für 36 oder 12 Bilder 10 Liter Wasser sparen zu wollen, gleichzeitig eine min. 50-jährige Archivsicherheit erwarte.

Vergrößere ich die 12 Bilder eines Rollfilmes auf Baryt, brauche ich pro Bild ca. 50 Liter Wasser für eine vernünftige Wässerung des Fotopapiers, das macht für den ganzen Film 600 Liter Wasser.
1x duschen verbraucht 80-100 Liter, 1x auf die Klospülung gedrückt 9 Liter. Shit happens.

Seid bitte beim Negativ großzügig verschwenderisch.


Roland
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