#1

Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 02:01
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Natürlich ist es keine Wissenschaft, wenn man die Originalakkus kauft, die mit der Kamera geliefert werden. Nun habe ich mir zuletzt eine Lumix G5 mit voller WErksgarantie zum Sonderpreis gekauft und vor kurzem beim Händler eine gebrauchte OM-D mit 1 Jahr Garantie. Der Originalakku zur G5 kostet ca. 1/4 dessen, was ich für die Kamera mit Akku bezahlt habe. Bei der OM-D sind es "nur" 15% des Kamerapreises mit Akku. Da denke ich doch gern an Abzocke mit Zubehörpreisen.

Die teureren/besseren? Fremdakkus kosten allenfalls 1/3 bis 1/4 der Originale. Aber was handelt man sich damit ein?

Die Haltbarkeit soll nicht so gut sein. Ok, aber bevor ich 4 Generationen Fremdakkus verschlissen habe, ist das immer noch billiger.

Sie können der Kamera gefährlich werden (aufblähen oder so). Kann ich eher nicht glauben, denn die G5 war deshalb so billig, weil im Laden irgendwo die Originalakkus abhanden gekommen sind. Sie wurde mit Patona geliefert und voller Garantie.

Die Kapazität ist (meist) geringer. Liegt aber auch normal nur um 10%.

Kann nicht mit dem Originalgerät geladen werden. Den Hinweis findet man in der Tat häufig und man muß den beachten.

Zum Teil keine Anzeige der Restlaufzeit. Ist natürlich was unpraktisch.

Skandalöse Arbeitsbedingungen bei der Fertigung. Ja, davon hört man aus China und Umgebung oft, aber auch hochwertige respektive teure Produkte kommen z.T. ja aus diesen Ländern.

Gibt es irgendwelche Drittmarken, die empfehlenswert sind? Oder kleben da ohnehin nur die Label der VErtriebsfirmen auf immer der gleichen Billigware?

Einige Firmen sollen gebrauchte Akkus recyceln, indem Zellen die noch ok sind (aber natürlich auch schon alt) in neuen Akkus verwendet werden. Da kann man natürlich von sehr kurzer Lebenserwartung ausgehen. Ist das bei allen der FAll, wo nicht ausdrücklich angegeben wird "aus neuen Zellen"?

Schön wäre ja, man käme mit 1 Zweitakku aus, aber die in der Kameraanleitung angegebenen Bildzahlen sind nur Schall und Rauch. Würde mal gern wissen, wie die ermittelt werden. Ich komme jedenfalls kaum über 100 Bilder mit 1 Akku, wenn ich nicht Serienaufnahmen mache.


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
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zuletzt bearbeitet 11.02.2015 02:03 | nach oben springen

#2

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 03:43
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hallo Jochen,

ich habe bisher noch bei jeder meiner digitalen Kameras auch Akkus von Fremdherstellern gehabt und immer gute Erfahrungen gemacht. Nur ein Original der EOS 5D(I) hat inzwischen den Geist aufgeladen. Ich lade auch alle im Original Ladegeraet. Gute Erfahrungen habe ich nicht nur bei Ansmann und Hama gemacht.

Gruss
Sven




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#3

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 04:51
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ansmann und Hama sind aber wohl überwiegend Standardakkus, oder? Für MFT habe ich diese Marken, die aber wohl auch nur Vertriebsmarken sind, noch nicht gesehen.


Gruß
Jochen
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#4

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 05:06
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Es sind schon Kamera-spezifische Akkus; ob es die auch fuer MTF gibt, kann ich leider nicht beurteilen, keine Erfahrungen ...




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#5

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 07:44
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Ich hatte damals bei der D5000 schlechte Erfahrungen mit zwei Li-Ion-Akkus von Phottix gemacht. Der Phottix-Akku kostete die Hälfte des Originalakkus. Einer war nach zwei, drei Ladezyklen defekt und ließ sich nicht mehr laden -> An den Händler zurückgesandt, der ihn angeblich (!) nicht bekommen haben will. (Versicherter Versand wäre für den Wert zu teuer gewesen.)

Der zweite Akku hat ebenfalls Mucken und verweigert manchmal das Laden. Schiebt man ihn mehrmals von und auf das Ladegerät, geht es dann irgendwann doch. Von der Kapazität her sind die Phottix-Akkus nicht wesentlich unter dem Panasonic-Original. (Originalakkus von Nikon sind von Panasonic hergestellt)

Unter dem Strich hat man Ärger, durch den Verlust eines Akkus habe ich nichts gespart, kurz: Es hat sich nicht gelohnt.

Es gibt Li-Ion-Akkus auf dem Markt, die B-Ware ist. Die kommen zwar aus der gleichen Chinafabrik, werden bei den internen Prüfverfahren aber aussortiert. Sollten da Akkus dabei sein, bei denen diese Dingsdamembrane im Akku mangelhaft ist, dann droht da irgendwann durch eine chemische Reaktion Brand- und in der Folge Explosionsgefahr. Aus dem gleichen Grund vertragen auch "gute" Li-Ion-Akkus keine höheren, mechanischen Belastungen ("Schläge") oder eindringende Feuchtigkeit, die zu Korrosion führen kann.

Bei NiMH-Akkus kann ich das Gefährdungspotential nicht einschätzen, aber da bringen die Billigakkus gerade mal 100 Ladezyklen und Eneloops schaffen inzwischen mindestens 1500 Ladezyklen. Wer da noch vom Supermarktwühltisch Billigakkus kauft, der kann nicht mehr dafür.

Daniel


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#6

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 07:53
von Lola • Mitglied | 307 Beiträge

Das ist schon ein spannendes Thema, womit ich mich auch Anfang des Jahres sofort beschäftigt hatte.
Meine OLYMPUS hatte ich gekriegt mit einem Original- und einem Fremdherstellerakku (ich war schon fast geneigt zu schreiben "Fremdhersteller-Akku" ), der auch weniger Leistung/Leistungsdauer hat. Vom Betrieb her merke ich da keine großen Unterschiede. Da ich auch viel mit der Kamera spiele (gespielt habe), könnte ich nichtmals sagen, wieviel Aufnahmen der eine oder andere Akku im normalen Betrieb leistet. Dann gibt es aber auch noch weitere Überlegungen, denn das Kameramodell wird schon seit gut 4 Jahren nicht mehr produziert und das stellt einen vor ganz andere Probleme:
Gibt es noch originale Akkus und wie lange gibt es überhaupt noch derlei Akkus, auch von Fremdherstellern?
Mich darauf verlassen, dass die 2 mitgelieferten Akkus die (mir ebenfalls unbekannte) Dauer meiner Zusammenarbeit mit dem OLYMPUS-Teil mitmachen, mit dem Risiko, dass ich mehr will, aber es keine Akkus mehr gibt - irgendwann?

Dann habe ich unangemessen günstig einen Batteriegriff kriegen können für 2 Akkus. Ich habe mir sagen lassen, dass 2 Akkus die gleiche Leistung (Kapazität?) haben sollten, sonst eben es nur so lange gut geht, solange der schwächere Akku mitmacht. Und darum habe ich mir dann 2 neue Akkus von Duracell geleistet. Bei ganz knapp schwächerer Leistung gegenüber dem Originalakku liegen die im Preis etwa je bei der Hälfte des Preises dessen und kosten - na ja, doppelt soviel, wie die günstigsten Angebote ... Ich denke, das ist ein guter Kompromiss, und in der Beschreibung zu den Akkus steht was von 3 Jahre Garantie!


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Nette Grüße, Lola

"Deine ersten 10.000 Aufnahmen sind die schlechtesten."
- Henri Cartier-Bresson -
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zuletzt bearbeitet 11.02.2015 07:53 | nach oben springen

#7

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 08:24
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Das Problem ist durchaus nachvollziehbar. Wenn der Li-Ion-Hersteller die Bauform des Originalakkus einstellt und man auch sonst keine passende Ware mehr bekommt, ist man natürlich angesch...en. Meiner Ansicht nach ist das auch die Antriebsfeder dafür, ständig neue Akkutypen einzuführen: Damit man irgendwann, wenn die Zeit reif für die Obsoleszenz ist, den Akku vom Markt nehmen und die Geräte damit künstlich schrottreif machen kann. Deswegen würde ich auch immer zum Kauf eines Hochformatgriffs raten, den man mit freundlichen Eneloops füttern kann. (Druckerhersteller machen das mit den Tintenpatronen übrigens genauso getreu dem Motto: "Unsere Müllberge sind noch zu niedrig.")

Gefahr bei Noname-Hochformatgriffen!
Wenn ein billigen Hochformatgriff zwei spezielle Kameraakkus aufnimmt, diese aber ungetrennt parallel schaltet, dann fließt zwischen den beiden Akkus ein Strom. Deswegen sollte da immer eine Elektronik verbaut sein, die genau das verhindert. Hochformatgriffe, die mit AA-Zellen gefüttert werden, betreiben diese grundsätzlich seriell, wodurch das Problem gar nicht besteht.

Daniel


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#8

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 08:39
von Lola • Mitglied | 307 Beiträge

Zu deinem letzten Absatz, Daniel:

"Füsik" , PHYSIK also, ist nicht so unbedingt mein Ding! Aber da es sich um das originale Zubehörteil des Griffs von OLYMPUS handelt, vertraue ich dann mal darauf, dass das mit 2 eingelegten Akkus und des deswegen zu steuerndem, griffinternen Spannungsflusses so auch funktioniert und in Ordnung ist, wie OLYMPUS das halt angibt!


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Nette Grüße, Lola

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#9

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 08:42
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

bisher hatte ich auch mit alten Digis - ok, sooo alt können sie ja nicht sein - noch keine Probleme Akkus zu bekommen.

Nachdem die 2. Generation Fremdakkus zu meiner G1 den Geist aufgegeben hatte, der mitgelieferte Originalakku aber noch klaglos funktionierte, habe ich mir dann noch 2 um 50% reduzierte Originalakkus gegönnt. Geld gespart habe ich beim ursprünglich 6-fachen Preis der Originalakkus aber trotzdem noch. Ökologisch sinnvoll finde ich das aber nicht gerade. Und für 2 Akkus 50% des Preises einer Kamera mit Akku zu bezahlen, kann ich auch nicht nachvollziehen. Nur, welche Kriterien für einen vernünftigen Kauf gibt es?


Gruß
Jochen
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#10

RE: Wissenschaft Akkukauf

in digitales Fotozubehör 11.02.2015 09:52
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Ich raste dennoch dahin ab, grundsaetzlich Akkus von Fremdherstellern generell zu verteufeln - wenn man auch da nach Marke guckt (z.B. Duracell, Ansmann, Hama, ...) bekommt man Qualitaet und sogar noch. Und meine Akkus fuer die EOS 5D (I) vom Drittanbieter) haben sogar mehr Standvermoegen alles die Originalen. Ich bin da nicht fuer Pauschalisierung.

Batteriegriff ist auch nicht immer eine Loesung. Hatte ich bei der EOS 3 mit 8 AA-Akkus. Habt ihr eine Ahnung, was die Kamera dann mit dem EF 70-200/4 L USM wog ...?




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