#11

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.10.2012 22:56
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Ja. Werde auch mal die Gegenprobe mit anderem Entwickler machen und versuche Kondensation zu provozieren. Der Polypan macht einem ja nicht arm dabei.


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#12

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 02:06
von Gelöschtes Mitglied
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Ich halte ein Verschulden des Entwicklers nach 1000 oder 2000 eigenen Bildern für ausgeschlossen, von den fremden mir zur Begutachtung vorgelegten mal ganz abgesehen. Ich halte das nicht für einen Entwicklungsfehler.

Gestern habe ich zum ersten mal eine Rolle Meterware in einen Filmlader gemacht. Die Spalt für die Filmdurchführung ist ganz schön eng und mit Filz versehen, ich kann mir gut vorstellen, dass das bei feuchten Stellen auf dem Film Probleme macht. Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, einen kalten Film abzufüllen.

Anstatt das Unwahrscheinliche zu versuchen würde ich doch zunächst erst mal das Wahrscheinliche versuchen und

1. ein Stück von der Rolle bei Tageslicht begutachten und
2. den Film bei Zimmertemperatur abfüllen

LG Reinhold


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#13

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 07:19
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Der Händler hat geantwortet.

Sehr nette Mail.
Sie haben bis jetzt bereits Unmengen von Polypan in alle Welt verkauft und ich bin einer von zwei Kunden die das gleiche Problem haben.
Der Polypan ist wie auch schon in diversen Foren bemerkt wurde ein Kino-Umkopierfilm (ganz offensichtlich) und in dem Bereich und erst recht in der Preisklasse spielen ein paar Tröpfchen auf der Emulsion nun wirklich keine Rolle. Die haben halt nicht die Qualitätssicherung von Kodak. Und wir müssen auch keine Kodak-Preise bezahlen. Alles hat seinen Platz und seine Berechtigung.

Ich bekomme eine frische Rolle Polypan geschickt was ich mehr als anständig finde!

Für alle die das hier lesen und vor der Entscheidung stehen sich den Polypan F zu kaufen:
Dies ist mit großem Abstand der billigste Film auf dem Markt.
Meine "Probleme" sind offensichtlich die absolute Ausnahme. Zumal ich schon knapp 30 Filme ohne ein Problem von der selben 90 Meter Rolle entwickelt habe. Die große Polypan Fangemeinde hätte es zudem längst bemerkt.
Also: Kauft den Stoff.

Gruß,

Oliver


zuletzt bearbeitet 11.10.2012 07:23 | nach oben springen

#14

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 07:39
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Einzig die Aussage mancher Händler, der Film sei vergleichbar mit dem Pan F von Ilford finde ich nicht korrekt. Der Film hat mit dem Pan F sicherlich gar nichts zu tun, außer der natürlich absichtlich gewählten Namensähnlichkeit Polypan F.
Und zufällig auch die gelbe Beschriftung auf schwarzem Grund der Dosen, die wiederum an die Ilfordreihe Pan F = Gelb, FP4 = Blau und HP5 = Grün erinnert. Mag der Film noch so billig sein - wie er verkauft wird, ist für mich einfach Besch*ss.
Auf den ersten Blick meint der Kunde, einen direkten Ersatz zum Original Pan F zu bekommen.

Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
zuletzt bearbeitet 11.10.2012 07:40 | nach oben springen

#15

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 08:32
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Die Geschichte mit dem Pan F und Polypan erinnert mich an mein 30min Telefonat das ich mit dem Vertriebsleiter von ORWO hatte.
Auch den ORWO Filmen wird ja Ilford Emulsion nachgesagt. Er meinte es gab in den 90ern eine kurze Kooperation zwischen Ilford und ORWO. In den aktuellen Filmen sei sinngemäß ein "Hauch von Ilford Technik". Man legt aber Wert darauf dass die Filme eigene Entwicklungen sind. Gut möglich. Ich gehe davon aus dass der Polypan irgendwo ganz weit östlich in der EU hergestellt wird. So ehemals Ostblock. Womöglich hat Ilford auch mal dort was probiert. Womöglich steckt in dem Umkopierfilm auch ein *Hauch* Ilford drin. Womöglich handelt es sich nur um irgendeine Stufe im Produktionsprozess. Keine Ahnung. Ich denke der Hersteller hat dies mal erwähnt und daraus ist das Gerücht mit Pan F entstanden.
Ich vermute der Händler lässt den Polypan mit einem ausgedachten Namen von einer Firma für eben Umkopierfilm herstellen für die wie auch für ORWO der Kleinbild-Fotomarkt gar nicht interessant ist und die ihren Kram auf 60000 Meter Rollen verkaufen.
Nun ist es nachvollziehbar und offensichtlich dass der besagte Händler kein Interesse hat dass noch andere Händler mit dem Hersteller des Film in Kontakt treten. Ich würde es genau so machen.

Was den Besch*ss angeht sollte sich nun wirklich herum gesprochen haben dass der Polypan eben der Polypan ist und auch ein wenig dubios.
Wer für den Preis einen Pan F erwartet ist selbst schuld.

Wer wirklich was Grenzwertiges sehen will sollte mal anschauen was LOMO den Hipstern mit Hornbrille andreht.
Darf es eine FED 1 für 200€ sein? Oder eine Minox 35 Nachbau in Kirmesbudenqualität für 275€?
Oder ein umverpackter Shanghai GP3?
DAS ist großes Kino!


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#16

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 09:47
von Bastler • Mitglied | 40 Beiträge

Da kann ich eigentlich nur zustimmen.
Ich hatte schon überlegt, hier für's Forum für die "Erfahrungsberichte" etwas über den Polypan F zu schreiben, aber eigentlich kennt ja jeder den Film, zumindest, wenn man dem Internet trauen darf. Wo er herkommt, wird wohl ein Geheimnis bleiben (auch ich halte die Spekuationen in östlicher Richtung für glaubwürdiger - Ilford jedenfalls hat nach eigener Aussage keinen Teil daran), doch mit der Qualität bin ich bisher völlig zufrieden. Manch einer schätzt ja auch den gewissen Look, den ihm sein schwacher Lichthofschutz verleiht.
Den Shanghai GP3 habe ich noch nicht ausprobiert, aber im Vergleich zum Lucky 100 ist der Polypan F qualitativ um Klassen beser. Selbst dann noch, wenn er auf ISO 100 push-entwickelt wurde.


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#17

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2012 13:07
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kenne den Ilford PanF ganz gut und wenn ich mir den Lichthofschutz wegdenke lande ich im Geiste beim PolypanF. Der PE-Filmträger ist ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Wer den Film macht, ist mir egal, die Qualität ist von sonstigen dubiosen Angeboten meilenweit entfernt. Wenn man sagt das ist ein PanF ohne Lichthofschutz, dann ist das m.E. nicht ganz abwegig. Die Bildqualität ist excellent. Mich stört nur der PE-Träger, ich hasse PE-Träger. Mal sehen, vielleicht gewöhne ich mich ja mal an diese Art "Rollfilme".

LG Reinhold


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#18

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.10.2012 01:58
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat
Ich gehe davon aus dass der Polypan irgendwo ganz weit östlich in der EU hergestellt wird.



Wer sollte das sein? Außer Foma in Tschechien ist von denen keiner mehr übrig. Forte in Ungarn, Foton in Polen, Azomures in Rumänien (Filmproduktion), Fohar in Bulgarien gibt es nicht mehr. Der einziger Hersteller, der eventuell geeignete Maschinen besitzen könnte, wäre das Slavich-Werk in Litauen (das in Pereslawl-Salesski in Rußland ist beim besten Willen nicht mehr EU). Allerdings findet sich auf der Homepage kein Hinweis auf andere Materialien als Holographiematerial.

Herr Schröder (?) hat wohl mal an irgendeiner Stelle geäußert, daß es sich da um einen Restbestand eines technischen Films oder eines Films zu Überwachungszwecken handelt, der jetzt billig unter die Leute gebracht wird. Wenn ich mich nicht falsch entsinne, war der Hersteller entweder Ilford oder Agfa-Gevaert.

An die Idee eines schwarzweißen Kinokopiermaterials glaube ich nicht. Grundsätzlich wird kaum noch Schwarzweißkopiermaterial nachgefragt, da kaum noch schwarzweiße Kinofilme gedreht werden und wenn, dann wird oft aus Kostengründen auf Farbpositivmaterial kopiert. Ansonsten stellt sich die Frage, warum Kinepositivfilm panchromatisch sensibilisiert sein sollte. Man mag jetzt zwar argumentieren, daß es auch farbige Vorlagen geben kann, aber dafür steht normalerweise spezieller Zwischennegativfilm zur Verfügung. Ansonsten ist auch die Empfindlichkeit für ein Kopiermaterial fast zu hoch und der Kontrast zu flach, ein Positivfilm arbeitet eher wie Photopapier, indem es aus dem relativ weichen Negativ ein projektionsfähiges Diapositiv macht.

Ich könnte mir vorstellen, daß so ein Material wie der Polypan F für die Zählerphotographie in den Vermittlungsstellen u.ä. eingesetzt wurde - da gab es eigens Einrichtungen. Auch Reprophotographie und Überwachungskameras könnten in betracht kommen.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 12.10.2012 02:02 | nach oben springen

#19

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.10.2012 02:32
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Zusammengefasst ist und bleibt der Polypan suspekt.
:-)


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#20

RE: Polypan / Caffenol - "Löcher" in der Emulsion. Woher?

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.10.2012 04:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Photoamateur im Beitrag #18
An die Idee eines schwarzweißen Kinokopiermaterials glaube ich nicht. Grundsätzlich wird kaum noch Schwarzweißkopiermaterial nachgefragt, da kaum noch schwarzweiße Kinofilme gedreht werden.......

Es werden z.B. zu Archivzwecken RGB-Farbauszüge auf SW-Film umkopiert, auch von digital erstellten Produktionen. Irgendwo war zuletzt ein ausführlicher Beitrag dazu zu lesen. War es hier oder in einem anderen Forum? Zu diesem Zweck dürfte der Film ideal geeignet sein. Wer bleibt denn da bei einem Film "made in EC" noch übrig? Für Fotokemika ist die Fertigungsqualität viel zu gut, und die sind/waren nicht in der EU.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 12.10.2012 04:50 | nach oben springen






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