#1

OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 13.09.2011 15:12
von bilderknipser • Mitglied | 4.465 Beiträge

Letzte Woche habe ich in den sauren Apfel gebissen, mir einen Ruck gegeben und meine 3 OMs zum OM-Doktor, der ja hier auch Mitglied ist, in den Service geschickt. Im Prinzip waren da nur Kleinigkeiten dran. Nur die OM-2n hat öfter mal gemuckt (ab und zu Aussetzer, Rückspulschalter). An der OM-4 fehlten lediglich die Ösen für den Umhängeriemen und bei der OM-2 drehte der Schnellschalthebel ab und zu mal durch. Ich kann es aber nicht leiden, wenn irgendetwas nicht 100% so funktioniert bzw. so in Ordnung ist, wie es sein soll.

Vom OM-Doktor (Frank Timmann) habe ich sofort eine Empfangsbestätigung bekommen und er hat mich zwischendurch noch mehrmals angerufen und mir einen Zwischenbericht gegeben. Er hat dabei auch Dinge angesprochen, von denen ich garnichts wußte, wie z.B. eine trübe Stelle im Sucher der OM-4 und ungleichmäßige Verschlußabläufe. Leider, leider gehörte dazu auch, daß die OM-2n offenbar einen Wasserschaden hatte und so unfachmännisch wieder "in Ordnung" gebracht wurde, daß sie nicht mehr mit Funktionsgarantie zu reparieren ist. Die kann man nur noch ausschlachten.

Aber immerhin: schon heute habe ich 2 Apparate mit 1 Jahr Funktionsgarantie zurückbekommen, und wenn sie von außen nicht so abgegriffen aussähen, hätte ich sie fast für neu halten können. An was man sich so alles gewöhnt! Der Blick durch den Sucher beider Kameras ist jetzt ein ungetrübt klares Vergnügen. Ein himmelweiter Unterschied zu vorher. Daß wieder alle Zeiten 100% stimmen und alle anderen Funktionen auch, glaube ich gern, auch wenn ich es nicht nachprüfen kann. Natürlich hat die OM-4 jetzt wieder ihre Ösen und der Sucher ist noch besser gegen Wasser gedichtet als im Originalzustand (die Kamera ist von hause spritzwassergeschützt). Es war schon teurer als ich erhofft hatte. Bis auf die Rückwanddichtungen, die ok waren, haben die Kameras ja fast einen Vollservice bekommen und werden mir sicher noch etliche Jahre gute Dienste leisten. Dafür finde ich unter 200 Euro für beide zusammen nicht zu viel. Für eine funktionierende OM-2 + OM-4 hätte ich bei Ebay das auf jeden Fall auch hinlegen müssen und hätte keine Kameras, die so funktionieren wie am ersten Tag. Und für die OM-2n zum Ausschlachten habe ich noch einen großzügigen Rabatt bekommen.

Fazit:
OM-Doktor sehr zu empfehlen.
Gönnt Euren Schätzchen auch mal einen Service. Ihr glaubt nicht, was das ausmacht.
Und laßt die Finger von Euren Kameras, wenn es sich nicht gerade um dokumentierte Funktionen (z.B. E-Messerjustierung) oder einfache Reinigung handelt. Die OM-2n war ja nicht die erste "verbastelte" Kamera, die mir in die Finger gekommen ist. Besonders bei den "wartungsfreundlichen" Russinnen habe ich immer gleich einen Service mit einkalkuliert beim Kauf.

Gerade merke ich noch was: Bei der OM-4 war die Rückspulkurbel etwas "labberig". Wenn man die Kamera auf dem Kopf hielt oder im Hochformat, klappte der immer ein wenig raus. Das macht er auch nicht mehr. Ich glaube, Frank Timmann bringt es nicht fertig, eine Kamera raus zu geben, die nicht 100% in Ordnung ist, und erledigt solche Sachen ungefragt und ohne Erwähnung mit.


Gruß
Jochen
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zuletzt bearbeitet 13.09.2011 15:18 | nach oben springen

#2

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 28.09.2011 20:05
von Holger67 • Mitglied | 654 Beiträge

Kurz OM-Doktor gegoogelt. Mai 1967 - Juni 1996 Reparaturtechniker Olympus-Europa.
Erfahrung ist doch durch nichts zu ersetzen. Leider habe ich keine Olympus Kamera.

Gruß
Holger



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#3

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 28.09.2011 20:49
von clickclackstart • Mitglied | 4.591 Beiträge

Ich seit neuestem schon, aber für 'ne 35 RC wird sich ein Service wohl kaum lohnen... Jedenfalls schön, daß es sowas gibt.

Viele Grüße
Nils



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#4

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 28.09.2011 22:48
von bilderknipser • Mitglied | 4.465 Beiträge

Zitat von clickclackstart
aber für 'ne 35 RC wird sich ein Service wohl kaum lohnen


Wieso nicht? Die geht bei Ebay ja sogar bis 40 Euro und mehr weg. Und da weiß man nicht wirklich, was man bekommt.


Gruß
Jochen
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meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/



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#5

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 29.09.2011 11:48
von clickclackstart • Mitglied | 4.591 Beiträge

Erst mal den ersten Film durchziehen und dann schauen. Der erste Eindruck ist jedenfalls prima. Der Sucher der Cita war mir auf Dauer nämlich doch zu klein und da habe ich mich von Deiner Olympus-Schwärmerei inspirieren lassen...

Eine Streulichtblende in 43,5 mm zu kriegen, dürfte nur wohl leider nahezu aussichtslos sein.

Viele Grüße
Nils



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#6

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 29.09.2011 19:21
von clickclackstart • Mitglied | 4.591 Beiträge

Hat sich jetzt erledigt. Wenn gewisse (erwachsene) Leute (nicht ich) nicht aufpassen können, dann fliegt so eine schöne Kamera auch schon mal aus 1,5 m auf den Boden!

Jetzt klimpert's innendrin und die Belichtungsautomatik sagt nix mehr. 30 Euro für'n A.... Der Ikophot hat's zum Glück überlebt.

In meine Umhängetasche kommen ab jetzt nur noch Boxkameras und Belichtungstabellen. Naja, vielleicht nicht ausschließlich. Wahrscheinlich war die Oly auch einfach zu fragil, schon dieses plastikeingefaßte Objektiv ist nicht so vertrauenserweckend.

Viele Grüße
Nils



zuletzt bearbeitet 29.09.2011 19:29 | nach oben springen

#7

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 30.09.2011 14:12
von OM-Doktor • Mitglied | 14 Beiträge

Hallo clickclackstart,
Du schreibst :"schon dieses plastikeingefaßte Objektiv ist nicht so vertrauenserweckend."
Hierzu , das Objektiv ist nicht in Plastik gefaßt. Der von Dir genannte Platikring, ist nicht die Halterung für das Objektiv,
sondern nur ein Bedienring,für die Focussierung.
Gruß
Frank



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#8

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 30.09.2011 14:54
von clickclackstart • Mitglied | 4.591 Beiträge

Hallo Frank,

naja, das war gestern noch im Schreck geschrieben und sollte beileibe nichts gegen Olympus im Allgemeinen sein! Bis auf den Beli (bzw. wohl die Übertragung der gemessenen Werte auf die Blende) hat's offenbar nichts dahingerafft, ich habe sie mir vorhin mit etwas Abstand noch einmal näher vorgenommen. Puh, der Stunt war nämlich recht spektakulär.

Ich werde die RC 35 natürlich weiterhin verwenden, dafür habe ich sie schließlich gekauft. Im manuellen Betrieb scheint alles ok zu sein. Der Bedienring für die Fokussierung fühlt sich aber trotzdem zunächst ähnlich windig an wie die Blendeneinstellung an der Beirette vsn meiner Tochter. Für jemanden, der in letzter Zeit vor allem mit Heavy Metal aus Rußland fotografiert hat, ist das halt erst einmal gewöhnungsbedürftig, auch die Leichtgängigkeit. Aber dafür wiegt 'ne FED auch locker das Doppelte – und der Sucher der RC 35 ist verglichen damit natürlich ein Traum. Und die Blendenverstellung ist nebenbei noch fast das Robusteste an einer späten Beirette, Haptik ist nicht alles.

Da ich hier schon einmal den Experten an der Strippe habe: Gibt es irgendeine Möglichkeit, an eine bezahlbare Streulichtblende in diesem exotischen 43,5 mm-Format zu kommen? Und: Sollte ich die Kamera so lassen oder meinst Du, daß eine Wartung in einem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis steht?

Danke und viele Grüße
Nils



zuletzt bearbeitet 30.09.2011 15:04 | nach oben springen

#9

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 30.09.2011 15:17
von OM-Doktor • Mitglied | 14 Beiträge

Hallo Nils,
mache doch einmal die Bodenplatte ab ( 3 Schrauben).
Sehe Dir doch mal das Meßwerk an, bewegt sich die Naden noch ?
Noch ein Test :
von Vorn gesehen löse die rechte Belederung( Selbsklebend),
dann sieht Du unter dem Sucher einen Schalter,der sollte bei " A "geschlossen sein, und bei "Off " offen sein.
Gruß
Frank



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#10

RE: OM-Doktor und Service allgemein

in Erfahrungsberichte 30.09.2011 17:03
von clickclackstart • Mitglied | 4.591 Beiträge

Hallo Frank,

danke für Deine Tips!

Also, nachdem ich die Bodenplatte abgeschraubt hatte, fand ich da unten nichts. Die Nadel im Sucher bewegte sich aber beim Runterdrücken des Auslösers.

Unter der Belederung fand ich keinen Schalter, der verbirgt sich wohl unter der Abdeckplatte, von der ich die Schraube nicht losbekommen habe.

Also habe ich alles wieder zusammengebaut, noch einmal ausprobiert... und es geht wieder alles. Warum auch immer. Selbstreparierende Gegenstände fand ich schon immer gut. Jetzt kann ich ja doch noch Herbstfarben mit ihr einfangen gehen...

Viele Grüße
Nils



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