#11

RE: Brennweite

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.02.2011 08:24
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

Bildwinkel mit mathematischer Funktion http://de.wikipedia.org/wiki/Bildwinkel
Das Ganze ist eigentlich völliger Unsinn, jedenfalls meiner Meinung nach.
Das mit der Brennweite geht angeblich darauf zurück, dass das Normalobjektiv eines Formates in etwa den Bildwinkel des menschlichen Auges habe, der bei etwa 43° liegen soll. Das mag für ein Auge ja noch richtig sein, wenn man es ruhig bliebt. So sieht ein Mensch aber eigentlich nicht, er bewegt die Augen nun einmal und hat damit ein deutlich größeres Blickfeld. Ob der Seheindruck nun dem des "Normalobjektivs" entspricht, mag jeder selbst entscheiden. Ob er etwas um das Normalobjektiv gibt oder er einfach weiß, wie seine Objektive abbilden ist jedes Fotografen eigene Entscheidung.

Die Brennweite von Objektiven für verschiedene Formate ist gleich, 50mm sind 50mm egal ob an KB, MF, GF oder Minox. Die Brennweite ist ja nun einmal der Abstand zwischen dem optischen Mittelpunkt oder Hauptebene der Linse/ des Objektives bis zu dem Brennpunkt, also dem Punkt wo es seine Strahlen hin bündel oder für uns interessanter an dem es scharf abbildet. Der einzige Unterschied der verschiedenen Objektive wird der Bildkreis sein, den es auszeichnen kann. Da die scharfe Abbildung, bis in die äüßersten Bildränder u.U. schon mal ein Problem sein kann, wird hier gerne gespart. Sonst könnte man ja sagen ein Hersteller rechnet eine 50mm Linse mit Bildkreis ausreichend für 9*12cm und verkauft die dann für alle Formate nur mit andern Adaptierungen, der Bildkreis langt dann für die kleineren Formate allemal, z.B. als Shift/Tilt an MF 6*7.

Da aber gerade die Randschärfe ein Problem ist, sind viele Linsen die an KB oder Vollformat Gurken sind, weil die Randschärfe grottenschlecht ist, an unterformatigen, z.B. APS-C-Sensoren durchaus mit ordentlicher Abbildung zu gebrauchen. D.h. aus Kostengründen könnten also Hersteller auf die Idee kommen, Konstruktionen wieder zu erwecken, die aufgrund fehlender oder schlechter Randschärfe an analogem KB einfach gefloppt sind und diese als DIE APS-C Waffe zu verkaufen.
Da die Hersteller zu sparen suchen wo es nur geht, ist davon auszugehen, dass Objektive die für unterformatige Kameras gerechnet wurden auch nur maximal deren Bildkreise auszeichnen. Von daher erscheint es recht unsinnig sich Adapter zu wünschen um "gute" Objektive, z.B. für das unterformatige Canon EF-S System an das vollformatige EF-System zu adaptieren. Abgesehen von möglichen Schäden am Spiegel von VF-DSLR wenn rückwärtige Teile des Objektivs aufgrund eines veränderten Auflagemaßes in das Gehäuse ragen und dem Schwingspiegel in der Bahn stehen....

Gruß Thomas


auch Fotografie: die-drielings.de


zuletzt bearbeitet 02.02.2011 08:25 | nach oben springen

#12

RE: Brennweite

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.02.2011 09:03
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

@ Tomas D

Du frägst einige Meldungen vorher - warum bzw was ich mit der Frage bezwecke.

Das lässt sich so, schwierig beantworten weil mein "Problem" eigentlich ist das ich mich selbst gerade bei dem Thema verrannt habe.

Zu allererst kennt man ja die Zeichnungen mit den Bildwinkeln.
Dann die Ausagen wie KB umgerechnet werden soll.
Dazu kommt, wenn man so Leitsätze nimmt - Proträs mit kleinem Tele aufzunehmen, dann ist man bei großen Bilddiagonalen schon bei recht langen "Tüten" und braucht dann auch wieder, wegen dem kleinen Bildwinkel einen entsprechenden Abstand und damit ein sehr großer Studio.
Dann habe ich mir jetzt für meine 6x4,5mm ein Zoom von 45-90mm geleistet.
Umgerechnet auf KB wäre das ca. 27mm bis 56mm,. Wenn man nun den damaligen Neupreis sich anschaut, dann muss ich mich fragen wer für einen so kleinen Unterschied, jemals soviel Geld und warum ausgegeben hat. Vorallem weil das Standart Objektiv meist ein 75mm war.
(In meinem Fall ist es jetzt so das eine Festbrennweite beim Fachhändler im Angebot (Gebraucht + Sonderpreis) mich gleichviel wie das Zoom kostet.) In dem Fall für mich die einzigste sinnvolle Erklärung - man spart Zeit mit dem Wechsel der Objektive.

Auf Grund der ganzen Überlegungen habe ich versucht mich in das Thema einzulesen. Wenn man was findet, dann meist über Objektive an KB Kameras und dann so Erklärungen - ein starkes WW ergibt ungünstige Proportionen - große Hand, große Nase
Ein starkes WW ist im KB z.B. ein 28mm, bei noch kleineren gibt es oft so Sätze das man nicht mehr scharf stellen muss, da diese Brennweiten sowiesdo soviel Tiefenschärfe haben das alles scharf ist.
Bei Kameras mit kleinem Sensor erlebt man ja auch eine große Tiefenschärfe (weswegen ein Bekannter seine teure Digi "weggeworfen" hat und wieder zur Billigvariante greift um Modellbahnen aufzunehmen.
Wenn das aber mit dem Brennweite zu tun hat, verzeichnet dann ein 40mm bei einer 6x4,5 gleich wie das selbe Foto mit einem 26mm KB Objektiv.
Wie sehen die Schärfentiefeverläufe aus bei 26mm KB und 40mm MF usw.

Klar könnte ich jetzt meine Digitale nehmen (Cropfaktor? vermutlich min. 2), meine KB, meine 6x4,5, die 6x6 und vielleicht die anderen Größen von einem Freund mir ausleihen und eine Versuchsreihe fahren. Dazu müssten aber die Objektiv alle die gleiche Abbildungsleistung haben um einen echten Vergleich zu haben. Dazu finde ich vermutlich in div. Büchern auch noch Skizzen und Diagramme, nur mir fehlt die Zeit dazu.
Ausserdem glaube ich inzwischen das man das ganze nur bedingt für die Praxis verwenden kann. Ist doch für die Bildwirkung der Bildaufbau, Farbverteilung, Lichtspiel und vieles mehr notwendig. Und auch ein WW kann bei einem Porträ seinen Reiz haben, wenn ich z.B. es bewust einsetze um Beine länger zu machen. Als Folge würde das für mich bedeuten - nur weil du bei KB immer die Brennweite xy nimmst, brauchst du die nun nicht umrechnen, sondern du entwirfst dein Bild mit dem jeweiligen Format. Und gerade Nebensächlichkeiten die beim kleinen Format verloren gehen, können beim größeren Format wieder wirken (weil man es nicht x Fach vergrössern muss und damit Details unscharf werden)


Steve
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#13

RE: Brennweite

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.02.2011 10:24
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

Ah, jetzt ja....!
Gut, wie sich Objektivpreise errechnen, frage ich mich auch, ist aber fotografisch nicht unser Problem.
Die großen Linsen, also MF und GF sind im Aufbau problematisch, wegen der Schärfe, ich hatte es im letzten Beitrag geschrieben, Randschärfe und Aufgrund des großen Bildkreises. Ob das den tatsächlichen ehemaligen oder heutigen Neupreis rechtfertig (du siehst mich mit den Schultern zucken). Das die Gebrauchtpreise was von Kaffeesatz deuten haben, brauche ich hier sicherlich nicht zu erwähnen.
Vorschlag, müsste man mal probieren! Wenn Du ein ganz bestimmtes Objektiv suchst und haben willst, was jetzt zu teuer ist (es sollte natürlich nicht gerade das neueste Top-Objektiv sein, sondern was etwas älteres, geht hin, melde dich in möglichst vielen, viel gelesenen Foren an und mache es runter. suche dir ein paar Leute, die vorher abgesprochen mitmachen und es ebenfalls zerreißen. Letzte Scherbe, Flaschenboden, und dann noch mit vermeintlichen Fachbegriffen rumwerfen, Randunschärfe, Vignettierung von bis zu wenn nicht noch mehr 3EV, blah blubb lall. Wenn dann der unbedarfte Laie, der dass Objektiv bei ihbäh kaufen wollte weil alle schrieben dass es dass "must have" ist, keine Lust mehr drauf hat, fallen die Preise und Du kannst billig kaufen.....
Festbrennweiten sind optisch meist besser (sofern keine Gurke) weil hier die Korrekturen einfacher sind, hier muss nur eine Brennweite optimiert werden, und nicht ein Kompromiss zwischen xxx verschiedenen gefunden werden.
Ich kenne noch den Spruch, dass Zooms mit einer oberen Brennweite von mehr als dem dreifachen der unteren nichts taugen können. Heutzutage bekommt man Suppenzooms mit 15-20 und noch mehr Vergrößerung. Ok, das Glas ist toller, die Computer die das berechnen besser, höhere Genauigkeit..... trotzdem das kann nicht so gut sein wie eine wirklich gute Festbrennweite.
Aber zu Deinem Problem.
Die Verzeichnungen entstehen bei kurzen Aufnahmeentfernungen aufgrund der ungünstigen Entfernung einzelner Motivteile zueinander. Jeder kennt die Bilder, hat sie ggf sogar schon selbst gemacht. Du willst Deine Frau/Freundin / Modell fotografieren. Kohle ist knapp, keine ordentlichen Blitze, Lampen, alles duster, also Lichtstarkes Objektiv! Was hat man, wenn man kein Geld hat als lichtstärkstes Objektiv? Das Normalobjektiv, das gute alte 50/1,8 ggf sogar 1,4 oder 1.2.
Damit die Dame nun auf Bild passt und da das Wohnzimmer zu klein ist, wird die gute nicht seitlich, sondern "möglichst schmall" liegend also von den Füßen nach "oben" fotografiert. Um dann formatfüllend zu sein, nah ran! Das Ergebnis: Riesenfüße, Frodomäßig, kleiner Kopf. Warum ist das so. Ohne es jetzt auszuprobieren und abzumessen, mal ins Blaue hinein.
Abstand von Kamera zu den Füßen, was sagen wir, ca maximal 1m. Abstand zum Kopf: ca 2,7m oder mehr. Fast das dreifache! Kein Wunder dass die Füße so groß sind, oder? Warum ich das so genau weiß? Überleg mal, warum wohl?
Gleiches gilt mit dem Haus aus nächster Nähe Abstand Kamera zu vorderer Wand, Abstand zu hinterer Wand. Kein Wunder, dass das Haus spitz zuläuft! Das sehen wir auch genauso, allerdings macht diese weiße Masse in unserem Kopf uns den photoshop und entzerrt das Ganze wieder, weil wir wissen, oder zu wissen glauben! dass das Haus rechteckige Wände hat und so nicht aussehen kann! Darauf beruhen die ganzen optischen Täuschungen, jedenfalls die mutwilligen. Weil eben unser Hirn das auszubügeln versucht. Unser Auge kann auch nicht wesentlich anders sehen als das Objektiv.
Die kleinen Digisensoren sind toll, wenn man alles scharf abgebildet haben will, aber versuch damit mal mit Schärfe und Unschärfe zu spielen.......öhm
Wie schon mehrfach hier im Thread angesprochen, das eigentliche "Problem" ist der Abstand zum Motiv und nicht wirklich die Brennweite. Wenn du ein mehr oder weniger zweidimensionales Objekt hast, ist der Abstand auch kein Thema mehr, weil der zum nächsten und zum fernsten Punkt, (sofern die seitliche Ausdehnung nicht zu groß ist) immer ziemlich gleich ist.
Das muss erstmal reichen
später gerne mal mehr.
Gruß Thomas


auch Fotografie: die-drielings.de


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#14

RE: Brennweite

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.02.2011 10:49
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Nebengeschichte
Im Suf habe ich mal meinen damaligen Chef aus ein paar Zentimeterabstand mit dem Fischauge fotografiert. Die Stimmung - besoffen hätte nicht besser eingefangen werden können - weil in meinem zusatnd sah der auch ohne Objektiv so aus für mich.....


Steve
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#15

RE: Brennweite

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 02.02.2011 11:25
von Thomas D • Mitglied | 183 Beiträge

da hat wohl das körpereigene interne Photoshop das falsche pluggin geladen


auch Fotografie: die-drielings.de


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