#1

Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 25.01.2011 11:53
von fvoellmer • Mitglied | 159 Beiträge

Hallo,

es gibt zwar einige Filterthreads, aber so ganz schlau bin ich
noch nicht.

Wenn man noch keine Filter hat, womit sollte man Anfangen?

Da ich ja verschiedene Kameras angehäuft habe SLR, TLR etc. und jetzt auch in die
Praxis einsteige, bin ich im Moment mit dem A-System von Cokin am liebäugeln.

Oder sollte ich individuell für jede Kamera passende Filter kaufen?
Das wäre aber bestimmt teuer als die Adapter von Cokin.

Kaufen werde ich natürlich nicht blind drauflos wie bei den Kameras
(da bin ich schon ruhiger geworden ),
sondern bei den Filtern natürlich gezielter, je nachdem was ich machen möchte.

Danke

Tschau
Friedhelm


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Fotografie ist die Kraft der Beobachtung, nicht die Anwendung von Technologie. (Ken Rockwell)

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#2

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 25.01.2011 12:36
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Das habe ich irgendwo schon mal gesagt:
Kaufen solltest Du nur etwas NACHDEM Du es für eine bestimmte Aufgabe vermißt hast. Vorratskäufe leeren nur den Geldbeutel unnötig.

aber konkret:
Ich habe das Cokin-System mit einigen Filtern. Das ist wirklich eine sehr sinnvolle Sache und spart natürlich eine Menge Geld. Bei Verlauffiltern ist meiner Meinung auch nur das Cokin-System sinnvoll, weil nur damit der Verlauf an das Motiv anpaßbar ist. Trotzdem habe ich auch ein paar andere Filter, weil Cokin ein System ist und dementsprechend voluminös und nicht immer mitgeschleppt werden will. Als Filter für die Hosentasche habe ich für diverse Systeme (bei mir hat jedes System in sich den gleichen Filterdurchmesser z,B, Mamiya 58mm, OM 49mm) ein Polfilter und ein Gelbfilter. Früher hatte ich für Kunstlicht auch immer ein 82C, aber die Aufnahmen mache ich inzwischen nur noch digital.

Gruß
Jochen

ps: falls Du Dich zu Cokin entschließt habe ich noch eine Menge Filter, die ich nicht benutze, abzugeben


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
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#3

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 26.01.2011 01:53
von fvoellmer • Mitglied | 159 Beiträge

Hallo Jochen,

natürlich werde ich nicht blind drauflos kaufen, sondern schon nur für
bestimmte Sachen einen Filter zulegen.

z.b. Infrarot etc.

Für welches System ich entscheide, mal schauen.
Werd noch ein bißchen im Web stöbern.

Tschau
Friedhelm


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#4

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 26.01.2011 05:27
von mks • Mitglied | 864 Beiträge

Wenn, dann würde ich das P System nehmen. A Halter vignettieren im Weitwinkelbereich schnell. (Mindestens vorher testen.) IR-Filter: ist, soweit ich weiß nicht für Cokin erhältlich weil das System ja nicht lichtdicht abschließt. Das ist doch für IR nötig, oder?


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#5

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 26.01.2011 08:11
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von mks
Wenn, dann würde ich das P System nehmen


Das kann man so pauschal nicht sagen. Wenn man KB-Festbrennweiten benutzt, dann ist das P-System absolut überdimensioniert. Eine wirkungsvolle Sonnenblende für ein 50er oder 100er ist schon nicht mehr sinnvoll machbar, weil die Durchmesser viel zu groß sind.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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#6

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 26.01.2011 23:36
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Welcher Filter für was?
Da sind zum einen die Schwarz-weiss Filter, dann die Farbkorrekturfilter, die Effektfilter und die Trickfilter.
Meine ersten Filter und für lange Zeit die einzigsten waren UV Filter (Skylight), die ich aber hauptsächlich als Linsenschutz drauf hatte. Der nächste war dann der Polfilter.
Inzwischen habe ich sowohl für SW als auch für Farbe verschiedene Filter. Nebn der Filterfibel als auch dem Cokin Heft (im Internat) hat mir das Buch FilterFaszination (hama) von Rudolph Hanke geholfen.

Die verschiedenen Objektivdurchmesser hatten allerdings zur Folge das cih entweder Step-up/Step-down Ringe benötige oder für jeden Durchmesser die entsprechenden Schraubfilter.

Das Cokin System arbeiet ja mit Einschubfiltern. Das widerum bedeutet das ich für den Halter die entsprechenden Aufnahmeringe benötige.
Das System hat 4 Größen X,Z,P und A http://www.cokin.fr/ . Wegen meiner Mittelformat habe ich versucht möglichst Filter in Z zubekommen. Diese sind aber in der Bucht recht selten. P sieht da schon besser aus, für das System A werden eigentlich immer welche angeboten. Mitunter ist dann aber der Versand teurer als ein einziger Filter.

Ob mann tatsächlich Effektfilter braucht, egal ob jetzt Stern, Trick oder Farbveränderungen (mit und ohne Spot), muss man mit sich selber ausmachen. Es kann ja mal ganz nett aussehen aber Effekte laufen sich auch schnell tot.

Für mich war das ganze Thema Filter durch die SW Fotografie interessant geworden (Nach Skylight und Polfilter). Da einige Farben den gleichen Grauwert erzeugen, kann man hier durch die entsprechenden Filter dies beeinflussen.

Der nächste Filter der nicht uninteressant ist, sind die Graufilter für mich. Wenn ich mit einer bestimmten Blende fotografieren möchte so kann ich dies mitunter mit der Zeit nicht mehr beeinflussen (entweder wegen der x Zeit) oder weil es einfach zu hell ist und die Zeit schon auf der kürzesten steht und ich hier Licht schlucken lasse.

Die Korrekturfilter können verwendet werden um Farb"verschiebungen" auszu gleichen. Der Tageslichtfilm ist so auf 5500 Kelvin ausgelegt ( Der Kunstlichfilm auf 3200K bzw. 3400K)dies entspricht bei uns des Sonnenlicht von ca. 10 Uhr morgens bis gegen 14 Uhr. Zum Ausgleich des Lichtes am frühen Morgen oder am späten Nachmittag/Abend gibt es dann die entsprechenen Filtern. Leider ist das ganze jetzt ja nicht so einfach das man einfach um x Uhr den Filter y braucht. Es hängt ja auch von der Wetterlage ab - bewölkt, diessig, stark bewölkt, klarrer Himmel usw.. Am genausten lässt sich das dann mit einem Colormessgerät bestimmen und dann den entsprechenden Filter wählen - gilt natürlich auch bei Kunstlicht- . Die Folge wäre aber sehr gleichmässige Bilder und keine Lichtstimmung. Warum fotograiferen wohl soviele Personen so gerne in der blauen Stunde?

Bei den Trickfiltern kommt es halt sehr auf die eigenen Vorlieben an - möchte man Dunst, Nebelbilder wie Hamilton machen, dann nimmt man entweder vaseline auf einen UV Filter, Strümpfe usw. oder halt die fertigen Fogfilter. Sternenkränze bei Lichtern - Filter erlauben einem dies und mehr.

Trickfilter - ein Gegenstand x fach um sich, neben sich usw.

Da bei manchen Bestellungen auch Trickfilter dabei waren, habe ich zwar welche- aber der Effekt läuft sich einfach tot. Ausprobiert habe ich mal Aufnahmen damit - ganz nett, aber brauchen??????

Zum Thema Infarot kann ich nichts sagen, da ich mich damit bisher nicht beschäfftigt habe.


Steve
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#7

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 27.01.2011 02:06
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.
Cokin Gegenlichtblenden sind durch aufeinander stecken sehr gut in der Höhe auf die jeweilige Brennweite anpassbar. Mit 2 Ringen komme ich bis 210mm gut klar.
Nur sollte man innen in diese Geli-Ringe DC-Fix in Samtform einkleben. Das Plaste-Material spiegelt etwas. Bei spitzem Vorderlicht ist die Cokin-Geli ohne DC-Fix überfordert. Macht mal den Test mit einer Taschenlampe. Mit dem Teppichmesser ist aber dieses DF-Fix gut bearbeitbar.
Alle Gelis zusammengesteckt, DC-Fix reingeklebt und jeden Ring einzel mit dem Messer ausgeschnitten, dann sind die Reflexe enorm gemindert. OK, Schwarzer Samt ist noch besser.
In alle meine aktiven MF-Brennweiten sind diese Adapterring der Grösse P eingeschraubt.
Auf jedem dieser Ringe ist bei mir ein Deckel. Die Objektive sind platzsparen Staubdicht.
Das Andocken des Filterhalters mit oder ohne Geli geht sehr schnell.
Gruss Berthold

PS.
2 Filter sind bei mir im steten Rucksack-Einsatz. Voll-Grau mit 0,60er Dichte, Verlauf-gelb.
Nicht die Verschrammten aus EBAY, nein neu.
Filter-Riefen im Gegenlicht kommen wunderbar als Weichzeichner.
Nur dazu habe ich besseres.
Mein Imagon oder das SF-145 zur Mamiya 645.
Und tiefes Gegenlicht ist schnell erreicht. Da reichen oft bei Nacht schon die fahrenden Autoscheinwerfer und der Kontrast ist hin.


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#8

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 27.01.2011 05:16
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ich habe das A-System, weil mein größter Durchmessser (für Filter) 58mm ist. Für das 55er der M645 nehme ich 1 Blende, für das 80er, stecke ich 2 zusammen, für das 150er sind es 3. Würde ich das große P-System verwenden, müßte ich sicher die doppelte Anzahl zusammenstecken, um eine wirklich gute Wirkung zu erzielen. Sieht man ja auch ganz leicht, wenn man mal mit der Hand oder irgendeiner Blende so weit ranfährt, daß die Kontrastmindernde Lichtstreuung im Sucher nicht mehr sichtbar wird. Das ist knapp bevor die "Blende" auch im Sucher zu sehen ist.

Ich habe eine ganze Reihe Filter, weil es immer sehr viel günstiger ist, einen ganzen Posten zu kaufen als einen einzelnen. Sterneffekt sind ganz nett, Weichzeichner nehme ich schon mal, Verlauffilter sind praktisch, habe ich aber ehrlich gesagt noch nicht gebraucht, dann natürlich die üblichen Verdächtigen wie leichte Konversionsfilter und Farbfilter für die SW-Fotografie.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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#9

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 28.01.2011 22:11
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.
Die Sekor Objektive zur Mamiya 645 sprengen sehr schnell das A-System.
Zum Beispiel:
Das Lichtstärkere 80er oder das 120er Makro hat 67mm Filtergewinde.
Die Zooms 105-210mm, 75-150mm, 145mm SF oder das 50mm Shift haben 77mm Filtergewinde.
Also wenn die Mamiya 645 aufgerüstet werden soll, dann auch bitte das P-Cokin System. Sonst fängt man schnell wieder von vorne an, weil es zu eng wird.
2 Geli-Ringe bis 80mm, 3 Ringe ab 100mm ist meine Praxis für den Fotorucksack.
Eine Standart-Mamiya-Gummi-Geli mit 77mm Gewinde reich in der Höhe gerade mal bis 1,5 Cokin-Geli-Ringe. Dabei ist der äußere Gummidurchmesser schon größer als die Cokin-Ringe. Hier begrenzt also Cokin das Licht schon gut auf eine Quadratische Fläche ab.
Die Ecken aber bleiben weiterhin offen und schatten nicht ab.
Ein großer Nachteil der Gummi-Gelis.
Eine Rechteckige Form passend zum Seitenverhältnis 3:4, so wie das Negativ, währe mir zwar noch lieber, ist es aber nicht.
Eine Formatbegrenzende lichtundurchlässige Einschiebescheibe mit einem 3:4 Durchbruch für diese Seitenverhältnissen habe ich in Test-Planung.
In Bestellung ist ein ganz flacher Adapter zum 55mm WW mit 77mm Filterdurchmesser. Dann sind die Filter auch mit diesem Objektiv benutzbar, ohne das etwas in den Ecken abschattet. Hoffe ich jedenfalls.
Gruss Berthold

Cokin? Einer für alle, alle für einen! Mir gefällt es.


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 28.01.2011 22:12 | nach oben springen

#10

RE: Welches Filtersystem?

in analoges Fotozubehör 28.01.2011 23:49
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von BertholdSW
Also wenn die Mamiya 645 aufgerüstet werden soll, dann auch bitte das P-Cokin System



Ja, wenn! Keines der von Dir genannten Objektive habe ich je in Erwägung gezogen, entweder weil sie für mich unerschwinglich sind, weil ich sie nie benutzen würde wie z.B. die Zooms oder weil sie mir zu schlecht sind wie z.B. das 1,9/80 bei Offenblende. Das habe ich wieder verkauft an jemanden, der ein weich zeichnendes Objektiv haben wollte. Vielleicht bin ich nicht der Einzige, der sich mit einer kleineren Ausrüstung zufrieden gibt.

Der 645 habe ich gegenüber der RB67, die in ähnlichem Preisrahmen liegt, den Vorzug gegeben, weil sie klein und leicht transportabel ist. Ich nehme entweder nur das 80er mit oder nur das 55er + 150er manchmal mit 2. Gehäuse. Mit dem P-System bräuchte ich ja schon dafür eine zusätzliche oder doppelt so große Transporttasche. Das wäre für mich wirklich Unsinn.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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