#11

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2010 11:18
von Lupo914 • Mitglied | 93 Beiträge

Ich versuche den Film niemals im feuchten Zustand zu berühren, also nix mit Abstreifen. Gaaanz früher habe ich das mal gemacht, erst mit einer Abstreifzange und dann mit den Fingern. Habe mir damit nur Kratzer eingehandelt und Trocknungsflecken gab es trotzdem ab und zu.

Die letzten 500 Filme habe ich nach der Kaskadenmethode gewässert (10x kippen und ausleeren - um den Fixiererdreck rauszuspülen, 30x kippen und ausleeren, 20x kippen und ausleeren, 10x kippen und nochmal 10 Min stehen lassen). Danach nehme ich die Spule aus der Dose, öffne sie und lasse den Film mit einer Handdrehung in eine Schüssel mit Wasser und Agepon (Agfa Netzmittel) gleiten / plumpsen. Nach ein paar Minuten ein Ende fassen, Klammer dran und aufhängen. Unten kommen noch 1-2 Wäscheklammern als Gewichte dran und trocknen lassen. Ich habe nur noch ganz ganz selten Trocknungsflecken, kann die Fälle an den Fingern einer Hand abzählen.

Wolf


Meine Bilder bei flickr:
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#12

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.10.2010 13:16
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat von ThomasN
Der Film wäre fertig. Ist diesmal viel schneller getrocknet. Hab´s gemacht wie angekündigt aber noch mit weichem, sauberem Schwammtuch abgestreift. Jetzt habe ich glaube ich viele winzige Flecken [mist]. Vllt. mach ich mich aber auch nur verrückt? Werde mir jetzt aber auf jeden Fall dieses Mirasol beschaffen und auch mal nur mit destilliertem Wasser wässern.

Thomas



Nur mit destilliertem Wasser Wässern ist wie bereits ausgeführt nicht zu empfehlen. Sofern Dein Film die Flecken bloß auf der Rückseite zeigt, kannst Du Ihn aber problemlos mit einem Filmputztuch oder ausgekochten Woll- oder Leinenlappen "entkalken". Schlimm sind nur Flecken auf der Schichtseite. Ganz leichte Flecken sind auch beim vergrößern oft gar nicht zu sehen.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 11.10.2010 13:17 | nach oben springen

#13

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.10.2010 13:21
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von Photoamateur
[quote="ThomasN"]Der Film wäre fertig. Ist diesmal viel schneller getrocknet. Hab´s gemacht wie angekündigt aber noch mit weichem, sauberem Schwammtuch abgestreift. Jetzt habe ich glaube ich viele winzige Flecken [mist]. Vllt. mach ich mich aber auch nur verrückt? Werde mir jetzt aber auf jeden Fall dieses Mirasol beschaffen und auch mal nur mit destilliertem Wasser wässern.

Thomas



Filme werden in destilliertem Wasser mit Netzmittel schlußgewässert, rausgenommen, an beiden Enden angefaßt, einmal gespannt daß überschüssiges Wasser wegfliegt und dann aufgehängt
ohne irgend ein abstreifen. Wann lernt ihr das endlich??

Gruß
phosphor


______________________________________________
Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
______________________________________________
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#14

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.10.2010 18:28
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Ich weiß nicht, was gegen das Abstreifen spricht. Mit einem Schwammtuch, Fensterleder, Rehleder oder Viskoseschwamm Kratzer in die Filme zu machen ist so gut wie ausgeschlossen. Da ist es bestimmt auch nicht unwahrscheinlicher den Film beim Ausschütteln irgendwo gegenzuschalgen oder versehentlich aus der Hand gleiten zu lassen. Von den Abstreifzangen sollte man aber tunlichst die Finger lassen.


gut Licht
Walter
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#15

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2010 00:52
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo
> Ich weiß nicht, was gegen das Abstreifen spricht.

Was spricht dafür? Nichts, aber alles bleibt ohne Abstreifen 100% Mackenfrei!
Und wenn Telegrafendrähte vorhanden sind, stammen sie fast immer aus der Kamera.
Was oft genug vorkommt.
Die ersten Efkes kamen oft genug sofort schon mit Längstverletzungen in den Handel.
Das ist selbst schon beim Technikal-Pan vorgekommen.
Nur ist man erstmal selbst bei sich nach Fehlerquellen auf der Suche.
Dann ist man froh, dass es vom Abstreifen 100%tig eben nicht gekommen sein kann.

Es gab mal von Efke KB-Filme, die hätten Dir eventuell gezeigt wie empfindlich ihre Fotoschicht war!! Besonders wenn er noch feucht war.

Wann muss man denn wirklich den Film so schnell trocken, das man abstreifen muss?
Über Nacht sind meine Filme immer trocken. Entwickeln und vergrössern an einem Abend ist bei mir nie angesagt. Und Wassertropfen aus detiliertem Wasser + Mirasol hinterlasse keine sichtbaren Spuren.
Und wenn es wirklich mal schneller gehen soll, dann kommen sie nahe an die Heizung. Nach 2 Stunden ist er dann auch trocken. Nur hat man sehr schnell auch dann den Staub in der anfangs noch klebenden Filmschicht. Grrr!

Achtung beim Spüli-Einsatz. 1 „ein“ Tropfen reicht!!
Das Wasser soll nur entspannt ablaufen.
Und den Film nicht senkrecht sondern schräg, durch unteres seitliches abspannen, aufhängen.
Dann fliesst/tropft alles überflüssiges über den aüssern Filmrand ab.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 13.10.2010 00:54 | nach oben springen

#16

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.10.2010 11:37
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Ich rede nicht von Abstreifzangen sondern Schwammtuch, Viskoseschwamm Wildleder usf. Ich verwende die Efkes schon seit Ende der 90er und habe auch schon Adox aus Neu Isenburg in den Fingern gehabt, auch die nehmen von etwas Abstreifen keinen schaden, so lange es mit Maß und Ziel erfolgt. Und falls nicht greift man eben zu ein paar ccm Formalin oder Kalialaun und auch Efkes sind so fest wie Kodak und Ilford.

Gerade eben wieder habe ich einen Film so abgestreift - ein Efke - und um es auf die Spitze zu treiben weder destilliertes Wasser verwendet noch abgekocht, Essig zugesetzt, Netzmittel reingetan und so weiter und der Film ist tadellos getrocknet - trotz recht hartem Wasser.

Der große Vorzug des Abstreifens ist übrigens, daß man umherschwirrendem Staub keine Chance zum Festkleben läßt.

Ich habe ja im Grunde die heutigen Wässerungsmethoden in Verdacht, früher hieß es, daß schlecht gewässerte Filme schlecht trocknen und zu Flecken neigen. Netzmittel dürfte allerdings durch seine basische Eigenschaft gewissen Nutzen bei der Archivfestigkeit haben. Ich gebe es jedenfalls auf, wässert und trocknet wie ihr wollt, meine Filme sind es ja nicht.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 13.10.2010 11:38 | nach oben springen

#17

RE: Trocknungsprobleme

in Dunkelkammer & Entwicklung 14.10.2010 00:18
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Die Fuji Neopans habe ich auch immer erfolgreich mit einem Fensterleder abgewischt. Schwammtuch hatte immer die Gefahr von Fusseln, wenn es sich an der Perforation aufrieb.
Bei den Fomas hatte ich mit dem Leder immer wieder Telegrafendrähte. Deshalb schüttel ich die Filme nur noch ab und hänge sie in der Duschkabine auf, da es dort ohne Aufwand reicht staubfrei ist.

Grüße
Hans


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