#1

Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 02.12.2009 12:58
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Keine Sorge, ich will nicht aus meinem Harem plaudern. Es geht um 2 sehr unterschiedliche Kameras, die beide ihre Wurzeln in Deutschland haben: eine FED 2 und eine Kiev 4am. Beide sind sehr preiswerte Alternativen für Sucherkameras mit Wechselobjektiven.

Die FED 2 wird häufig als Leica-Nachbau bezeichnet, aber das stimmt nur bedingt. Die diversen FED 1 Modelle waren in der Tat Kopien der Leica II oder III. Die FED 2 war dann aber bereits eine darauf basierende Eigenentwicklung, die mit den beiden Nachteilen der Leica III (kein Meßsucher, extrem fummeliges Filmeinlegen) aufräumte, wofür Leica noch ein paar Jahrzehnte brauchte. Der Verschluß ist allerdings noch die Leica-Kopie, wobei man aber auf die langen Zeiten verzichtet hat, die wegen der nicht so hochwertigen russischen Fertigung häufig unzuverlässig waren. Der Sucher ist ein Messucher mit sehr großer Basis und die Rückwand ist abnehmbar für einfaches Filmeinlegen. Die FED 2 gehört wohl zu den in größter Stückzahl gefertigen Kameras. Sie wurde von 1955 bis 1970 ich glaube an die 2 Millionen mal gebaut, wobei es dabei im Laufe der Zeit gewisse Veränderungen/Verbesserungen gab.

Die Kiev wird als Contax-Nachbau bezeichnet. Das ist definitiv falsch. Es handelt sich nicht um einen Nachbau sondern um einen Weiterbau der Vorkriegs-Contax, der ursprünglich sogar mit original Contaxteilen und -maschinen erfolgte. Die hatten die Russen kurzerhand als Reparation hier abgebaut und in die Ukraine verfrachtet (einschließlich der Techniker, wie man hört). Die Kiev wurde mit relativ gerinfügigen Veränderungen bis 1987 gebaut.

Ich habe von der FED 2 das vorletzte Modell Typ D (aber auch da gibt es noch Varianten) und von der Kiev das letzte Modell 4am (ohne Belichtungsmesser). Beides sind Meßsucherkameras für Wechselobjektive mit großer Meßbasis. Hier einige technischen Daten im Vergleich:

FED 2 / Kiev

Verschluß:
Tuchschlitzverschluß / Metallrolloschlitzverschluß
horizontal ablaufend / senkrecht ablaufend
Belichtungszeiten:
B, 1/30 - 1/500 / B, 1/2 - 1/1000
Objektivanschluß:
Leica-Gewinde M39 / Contax-Bajonett
lieferbare Objektive (russisch):
20 - 135 mm / 35 - 135 mm
verwendbare Objektiv:
alle mit Leica-Gewinde / Contax, Nikon, Voigtländer u.s.w.

Die FED habe ich ohne Objektiv bekommen, weil ich ja ohnehin ein Jupiter-8 2,0/50 an meiner Bessa nutze. Leider haben die aber ausgerechnet die Steuerung des E-Messers nicht von der Leica kopiert, sondern ein eigenes billigeres/einfacheres Süppchen gekocht. Deshalb mußte ich den Entfernungsmesser erst mal auf das Objektiv einjustieren. Das ist nicht schwierig, aber eine fast abendfüllende try-an-error-Methode, besonders wenn man ihn auch vertikal einjustieren muß. Angeblich muß man das für jedes Objektiv machen, was natürlich die Verwendbarkeit mit Wechselobjektiven einschränkt. Aber die Schrauberei verleitet ohnehin nicht dazu, ständig Objektive zu wechseln. Der Sucher ist hell und klar mit deutlich sichtbarem runden Meßfeld. Auch die Sucherbegrenzung ist gut definiert. Als Schmankerl hat sie sogar eine Dioptrienkorrektur mit einem Hebel. Den Hebel sollte man festklemmen (ich habe ein Stückchen Plastik druntergeklemmt), weil man ihn recht leicht verstellen kann. Die Suchervergrößerung liegt schätzungsweise bei 0,7-0,8. Damit kann man wirklich gut fotografieren, finde ich, auch wenn man das natürlich nicht mit dem 1:1 Supersucher der Bessa vergleichen darf. Für Wechselobjektive gibt es keine Sucherrahmen oder sowas. Da braucht man dann einen Aufstecksucher. Der russische Revolversucher für 28-135mm ist sehr gut. Dabei ist natürlich das Wechseln zwischen Sucher und E-Messer lästig, aber die Benutzer alter Leicas müssen das sogar mit dem 50er. Eine Korrektur der Parallaxe für Nahaufnahmen gibt es nicht.

Mein Jupiter-9 2,0/85 konnte ich ohne neue Justage verwenden. Das scheint also doch nicht sooo schlimm zu sein. (etwas off topic: das Jupiter-9 habe ich an der Bessa parallel zum Summicron-C 2/40 benutzt, und es war keinen Deut schlechter ... eher im Gegenteil.)

Die an den Seiten gerundete Gehäuseform ist natürlich auch noch von der Leica übernommen. Die Kamera schmiegt sich dadurch sehr schön in die Hand. Überhaupt finde ich das ganze Handling sehr angenehm, nur der Zeitenknopf ist ein wenig klein geraten. Der Filmtransport erfolgt über einen Drehknopf und keinen Schnellschalthebel. Das ist mir viel lieber als der hakelige Schnellschalthebel anderer Russinnen oder mancher Japaner. Aber da bin ich vielleicht auch von dem optimalen Nikon-Schalthebel verwöhnt. Die relativ wenigen Verschlußzeiten (30 60 125 250 500) schränken mich nicht ein, weil ich den Bereich ohnehin mit meinen normalen Filmen zu 99% benötige. Für den Neopan 1600 nehme ich eh eine SLR, weil die für available Light auch besser geeignet ist als eine Meßsucher meiner Meinung. Das Auslösegeräusch ist wie bei einer alten Leica nur ein „Plopp“.

Die Kiev benutze ich mit dem Helios-103 1,8/53, das noch einen Tuck besser ist, als das Jupiter-8, das es auch zur Kiev gibt. Da gibt es nichts zu justieren an der Kamera (ist aber möglich), weil die Einstellschnecke für das 50er in der Kamera ist. Nur die Wechselobjektive haben eine eigene Einstellschnecke, können aber auch mit der kameraseitigen Verstellung verwendet werden. Etwas tricky ist die Entfernungseinstellung mit dem Drehrad über dem Sucher. Dafür braucht man den „Contax-Griff“: 2 Finger halten die Kamera, 1 Finger liegt auf dem Auslöser und 1 Finger auf dem Einstellrad, möglichst ohne das Sucherfenster zu verdecken. Das ist sehr viel einfacher als es sich anhört. Aber da ich mit mehreren Kameras abwechselnd fotografiere, bei denen ich die Entfernung immer am Objektiv einstelle, kann ich mich daran nur schwer gewöhnen. Die Entfernung läßt sich auch mit einem Ring am Objektiv einstellen, wobei sich dann das Objektiv in der Kamera dreht, aber das Objektiv rastet bei unendlich ein, wenn man (wie ich meistens) in die falsche Richtung gedreht hat, und muß erst wieder am Einstellrad über dem Sucher entriegelt werden. Das ist aber alles sehr easy. Wechselobjektive werden wie üblich am Entfernungsring des Objektivs eingestellt. Man kann zwar auch das Drehrad der Kamera nehmen, aber besonders beim Tele mit dem langen Verstellweg ist das recht schwergängig und nicht zu empfehlen. Mein Lieblingsobjektiv an der Kiev ist ausnahmsweise nicht das 50er sondern das 2,8/35. Es sitzt sehr tief in der Kamera - die Hinterlinse berührt fast den Verschluß. Es braucht daher keine zusätzliche Streulichtblende und die Kamera ist mit dem Objektiv ziemlich flach. Der Objektivwechsel ist dank Bajonett kein Problem aber nicht ganz so einfach wie bei einer SLR oder der Leica wegen der komplizierteren E-Messerkupplung im Gehäuse. Man muß außer dem 50er alle Objektive einmal hin und her drehen, damit das richtig greift. Das Sucherbild ist etwa so groß wie bei der FED. Auch die Kiev hat keine Sucherrahmen für Wechselobjektive und man benötigt einen Zusatzsucher. Ich verwende den kleinen von 35 auf 90 umschaltbaren Zusatzsucher für die Kodak Retina (in der Hoffnung mal ein Jupiter-9 für die Kiev zu ergattern). Für Dias, wo man den Ausschnitt nicht mehr korrigieren kann, würde ich die Kiev nicht nehmen, weil das Bildfeld im Sucher nicht gut begrenzt ist. Das ist bei der FED deutlich besser. Sie hat ebensowenig eine Parallaxkorrektur wie die FED, ist also nicht für Aufnahmen in geringer Entfernung vorgesehen ohne Korrektur (im Kopf des Fotografen).

Anders als die FED ist das Gehäuse eckig und kantig. Es liegt aber ganz gut in der Hand. Das Handling ist gut, besonders wenn man die Version 4a (mit Beli) oder 4am benutzt, weil der Zeitenknopf neu gestaltet wurde und sehr gut ablesbar ist. Der Filmtransport erfolgt über einen Drehknopf wie bei der FED, der wegen des aufwendigern Metallverschlusses aber etwas schwergängiger ist. Für die Rückspulung gibt es eine Rückspulkurbel, die prima zum Fingerabbrechen geeignet ist, weil die Kurbel zu kurz und zu schräg ist. Ich hatte mal eine Kiev in den Fingern, bei der die gegen eine auch weniger häßliche von einer SLR ausgetauscht war. Das ist eine der nächsten Aufgaben für meinen Reparierer. Das Verschlußgeräusch bei kurzen Zeiten ist das leiseste, was ich von einem Schlitzverschluß kenne außer den besonders leisen EOS und das trotz Metallverschluß. Es ist ebenso leise wie bei der FED mit Tuchverschluß. Bei längeren Zeiten ab 1/60 ist das typische Rollo-Surren zu hören. Wunderschön! (Der Verschluß besteht aus vielen horizontalen Metallstreifen wie ein Rolladen am Fenster.)

Achtung: Bei beiden Kameras wird davor gewarnt, die Verschlußzeiten zu verstellen, BEVOR der Verschluß durch den Filmtransport gespannt ist. Ich halte mich daran, auch wenn das nach anderen Informationen zumindest bei der FED nicht (mehr) stimmen soll.

Welche dieser beiden Kameras ich bevorzuge, kann ich garnicht sagen. Die FED ist eine sehr simple Kamera, die aber in ihrer Art perfekt ist. Ich wüßte wirklich nicht, was es daran zu verbessern gäbe. Die Kiev ist dagegen ein Stück tolle Technik wenn auch wegen des schlechteren Suchers mit etwas weniger Gebrauchswert. Ich liebe sie aber mit dem 2,8/35, und daß man damit fotografieren kann, habe ich hier schon mal gezeigt: http://www.hobbyphoto-forum.de/t6198f65-...en-Mitteln.html und http://www.hobbyphoto-forum.de/t6199f65-...en-Mitteln.html

Zur FED werde ich mir auf jeden Fall noch ein versenkbares Objektiv zulegen, sodaß ich sie bei dem derzeitigen Sauwetter unter der Jacke tragen kann. Natürlich wäre ein 2,8er Elmar optimal, aber mein Geldbeutel wird mir wohl nur einen der russischen 3,5er Tessar-Klone erlauben, die es unter 30 Euro gibt. Bilder mit der FED liefere ich demnächst nach.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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zuletzt bearbeitet 02.12.2009 13:05 | nach oben springen

#2

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 02.12.2009 19:13
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Jochen,

ist das Gedankenübertragung? Ich habe gerade (nach zehn Jahren) meine FED 2 (ist wohl eine "b", grün beledert) wieder rausgeholt. Ich bin damals nicht so recht schlau aus der Kamera geworden, aber inzwischen habe ich eine Anleitung. Und hier war in letzter Zeit so viel von Zorkis und Leicas die Rede, da kam ich wieder auf den Geschmack.

Deinen Text werde ich mir auf jeden Fall in Ruhe durchlesen, wenn ich wach bin.

Viele Grüße,
Nils


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#3

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 11.12.2009 00:54
von Gelöschtes Mitglied
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Ich habe gerade den ersten FED2-Film wiederbekommen -

Viele Grüße,
Nils


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#4

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 11.12.2009 05:44
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Nachdem heute mein neues 35er angekommen ist, will ich noch zur Kiev das Bild meiner Lieblingskombi nachtragen: Kiev 4am, Jupiter-12 2,8/35 und Kodak-Sucher.

Gruß
Jochen

Angefügte Bilder:
kiev m 35.JPG

Gruß
Jochen
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#5

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 12.12.2009 10:16
von Gelöschtes Mitglied
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Und ich erzähle noch kurz was zur FED 2... Ich habe jetzt endlich eine taugliche Kamera für available light. Das Standardobjektiv Industar taugt richtig was, selbst bei offener Blende (2,8). Und, noch wichtiger: Dadurch, daß der Auslösevorgang sehr weich vonstatten geht und die Kamera schön schwer in der Hand liegt, kann man mit dem 50 mm-Objektiv 1/25 s problemlos aus der Hand fotografieren!

Mein Beispiel ist so aufgenommen - ein einfacher 400er Paradies-Film, offene Blende und 1/25 s aus der Hand, der Lichtwert dürfte so etwa bei 4 gelegen haben (ich hab's geschätzt, mein Ikophot-Selen-Belichtungsmesser liefert in diesen Bereichen nämlich höchstens noch tendenzielle Annäherungswerte).

Mit einer SLR ginge das niemals, so nützlich und präzise meine Minolta in vielen Fotosituationen ist - schon bei 1/60 s ist es aus der Hand ziemlich grenzwertig, eigentlich kann man erst ab 1/125 s sicher sein, nicht zu verwackeln.

So eine Kleinbildkamera wollte ich schon immer haben - ich verstehe den Hype um Leica und Contax jetzt durchaus (die FED ist ja eine Mischung aus beiden). Und russische Kameras jenseits der Lomo sind wohl definitiv besser als ihr Ruf!

Das Ganze ist auch noch ausbaufähig, das Jupiter 3-Objektiv kann ja sogar Blende 1,5 - und kostet etwa 1/50 des Leica-Pendants das mit Sicherheit nicht fünfzig Mal besser ist...

Viele Grüße,
Nils

Angefügte Bilder:
IMG_1-600.jpg

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#6

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 20.12.2009 06:52
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

So, nun habe ich gestern auch das zusammenschiebbare Industar 50 bekommen, und will Euch das Bild meiner unter-der-Jacke-Kombi nicht vorenthalten. Dann sehe ich wenigstens nicht mehr schwanger aus um die Taille. Ist derzeit auch dringen nötig, denn gestern auf dem Weihnachtsmarkt hat der tiefgekühlte Verschluß den Dienst verweigert. Nach einer Viertelstunde unter der Jacke ging es wieder.

Gruß
Jochen

Angefügte Bilder:
R0011954.jpg

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Jochen
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#7

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 20.12.2009 10:06
von Holger67 • Mitglied | 713 Beiträge

So eine Kamera habe ich noch nie gesehen.Kompakt,rustikal und doch genial mit dem zusammenschiebbaren Objektiv.
Der Leica M7 Body ist auch schön klein und übersichtlich, die Objektive zwar nicht zusammenschiebbar, aber vertretbar groß und von guter Qualität.Einzig der Preis schreckt doch etwas ab.

Gruß

Holger


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#8

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 20.12.2009 12:09
von Gelöschtes Mitglied
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Das Elmar für die Schraubleicas gab es auch in versenkbar - aber auch hier sind die Preise immer noch abschreckend.

Viele Grüße,
Nils


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#9

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 20.12.2009 21:41
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Es gibt mehrere versenkbare Objektive für die Schraubleicas, z.B. diese auf das ich auch noch schrf bin. Mal sehen, wie hoch das geht.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?View...e=STRK:MEWAX:IT.
Die können an den M-Leicas (und den M-Bessas) mit Adapter verwendet werden. Der E-Messer funktioniert natürlich und auch der richtige Leuchtrahmen wird eingespiegelt. Es gibt auch versenkbare M-Objektive. Man muß bei einigen Kameramodellen allerdings aufpassen, ob die Objektive nicht zu weit in die Kamera ragen und anstoßen. Das kann sicher bei den Leicas mit "Belichtungsmesserschwenkärmchen" der Fall sein. Bei meiner Bessa läßt sich das Industar nicht ganz einschieben, weil es vorher an den Rahmen um den Verschluß stößt. Größte Vorsicht ist mit dem tollen Industar-12 2,8/35 geboten, das ich hier ja an der Kiev gezeigt habe. Das ist zwar nicht zusammenschiebbar, aber die weit herausragende Hinterlinse dieser nicht-retrofokus Konstruktion kann sogar gegen den Verschluß stoßen. Bei der Kiev sagt man "sie küßt den Verschluß". Bei Kameras, die die Belichtung auf dem Verschluß messen, ist damit auch keine Belichtungsmessung möglich, weil das total abgeschattet wird.

Gruß
Jochen


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#10

RE: Meine beiden hübschen Russinnen

in Erfahrungsberichte 23.12.2009 03:29
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Noch eine Anmerkung zu Objektiven. Die russischen Objektive sind so preiswert, daß man einen Service in den Preis einkalkulieren sollte. Besonders die Zeiss-Klones (Jupiter) danken das mit hervorragender Bildqualität. Viele sind leider von Amateur-Schraubern verbastelt. Besonders das Jupiter-9 2,0/85 mit seiner komplizierten Mechanik scheint davon häufiger betroffen zu sein. Siehe auch :
http://jay.fedka.com/index_files/Page336.htm
Mein Reparierer hat es für seinen Standardpreis von 40 Euro gereinigt und justiert aber "nie wieder für den Preis", weil es wirklich aufwendig ist. Dafür hält es aber jetzt auch locker den Vergleich mit dem Leica-Summicron-C 2,0/40 stand. Insgesamt hat es mich keine 100 Euro gekostet. Stöbert ruhig mal, was ein gebrauchtes Leica-Tele mit der Lichtstärke kostet.

Gruß
Jochen


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