#1

Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 19.08.2009 20:52
von Eska Pismus • Mitglied | 262 Beiträge



ich war gestern bei einem Analog S/W Treffen bei der VolksHochSchule.

Jetzt bin ich wieder ziemlich unsicher geworden obs nicht doch eine Mittelformatkamera werden soll???

Hatte mich ja eigentlich für eine Nikon FM2 etschieden, weil ich dachte das z.b. die Filme einfach um einiges billiger sind als beim 6x6 Format.

Gestern hat man mir gesagt der Unterschied sei nicht besonders groß...


Was meint ihr? Wie groß ist de Preisunterschied zwischen Kleindbild und Mittelformat?
Lohnt es sich auf die Qualität vom Mittelformat zu verzichten, aus Kostengründen?


Worüber ich mir aber besonderst Sorgen mache:

Bei einer Zweiäugigen Mittelformatkamera(und nur solch eine kommt in Frage)
habe ich doch ziemliche Probleme den Schärfentiefebereich abzuschätzen oder?
Die Spiegelreflex Kleinbildkamera gibt mir wenigstens die Möglichkeit abzublenden, und die Tiefenschärfe im Sucher zu kontrollieren.
Nur die Meter abzuschätzen stelle ich mir verdammt schwer vor?

Und wie wird eigentlich Fokussiert bei einer TLF?


mfg



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#2

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 19.08.2009 21:21
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Hallo,

bei einer Doppeläugigen hast sind beide Objektive auf einer gemeinsamen platte, die beim Scharfstellen vor bzw. zurück bewegt wird, während du an einem Rädchen drehst.

Zu den Preisen: Ein MF-Film kostet etwa so viel wie ein KB-Film, aber: Bei einem KB-Film passen (iun der Regel) 36 Bilder (oder ein bis zwei mehr), bei einer 6x6 Mittelformatkamera nur 12 Bilder drauf. Allerdings knipse ich persönlich auch weniger "einfach mal drauf los" mit der Mittelformatkamera. Im Kleinbild drücke ich eher mal einfach so auf den Auslöser, auch damit der Film voll wird.
Mehr Spaß macht mir in Sachen Dunkelkammer definitiv das Mittelformat. Außerdem mag ich persönlich das Format lieber. Wenns aber eher schnell gehen muss (z.B. Sportfotografie oder oft auch Street), dann bist du mit einer alten Doppeläugigen nicht so besonders gut beraten. Und du musst (je nach modell, aber wahrscheinlich) einen belichtungsmesser einkalkulieren.

Letztlich ist das auch eine Geschmackssache. Aber Mittelformat ist schon was schönes, finde ich.

Grüße,
Christoph


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#3

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 19.08.2009 22:13
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge


Ich würde dir auch erstmal zu einer Kleinbildkamera raten. Du bekommst dafür schon recht günstige und hochwertige Kameras und Objektive (zumindest bei Modell ohne Autofocus).

Ich denke mit einer günstigen Minolta X-300 + 50mm 1.4, wirst du auch besserer Ergebnisse haben als mit einer zweiäugigen Seagull, oder so.

Allerding benutze ich meine zweiäugige Minolta Autocord auf gerne, aber wenn ich mich nur für eine Kamera entscheiden müsste, würde ich beim Kleinbild bleiben.

Gruß
Alex



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#4

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 19.08.2009 22:28
von Gelöschtes Mitglied
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Das ist eine schwierige Frage und ich persönlich möchte auf beides nicht verzichten.

Die FM2 ist sicher ein tolle Kamera. Das Standard-50mm-Objektiv hat einen ausgezeichneten Ruf und muss sich wohl vor nichts und niemand in der weiten Welt verstecken.

Geht dir die hektische Digitalknipserei auf die Nerven und suchst du einen Gegenpol dazu, gibt es nichts schöneres als Mittelformat. Ähhh, stimmt nicht ganz, es gibt ja noch die gaaaanz großen... ;) Schon mit einer ganz billigen Tubus-Kamera wie der Paxina II und einem günstigen Film wie dem Foma100 (1,75 pro Film) fotografierst du ganz anders. Bei entsprechender Motivauswahl und genug Licht zum Abblenden kannst du traumhafte Ergebnisse erzielen. Mit einer "richtigen" Kamera wie einer Rolleiflex-TLR oder Mamiya-TLR und einem guten Film kannst du qualitätsmässig jeden DSLR-Nutzer erschrecken. Problem bei MF ist, dass bezahlbare Kameras durch die Bank richtig alt sind und du nie weißt, ob sie eine Wartung oder Reparatur benötigen. Und bis auf die Mamiyas keine Wechseloptiken haben.

Zum "Erlernen des Handwerks" ist MF wahrscheinlich besser geeignet, da es zu einem wesentlich bewussteren Umgang mit Technik und Bildgestaltung zwingt. Aus dem Bauch raus würde ich sagen - wenn schon, denn schon. Meine Minolta-Ausrüstung mit 5 tollen Optiken liegt fast nur noch im Schrank. Würde man mich zwingen, entweder auf meine Minolta zu verzichten oder auf die Paxina, ich würde ohne mit der Wimper zu zucken die Minolta hergeben.

LG Reinhold


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#5

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 01:36
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Ich würde auch sagen, am besten Beides, aber auf eine Kleinbildkamera würde ich in keinem Fall verzichten, die Filme sind auch in der Provinz problemlos zu haben (versuche mal in einer Klein- oder Mittelstadt heutzutage Rollfilme aufzutreiben, wenn Dir das Material ausgegangen ist)und insgesamt ist sie leichter und nimmt weniger Platz weg als eine vergleichbare Mittelformat-Ausrüstung. Hätte ich keine Kleinbildkamera, die ich meistens auf Ausflüge mitnehme, hätte ich oft keine Kamera oder eben nur eine Faltkamera dabei.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 20.08.2009 01:37 | nach oben springen

#6

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 05:18
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Eska Pismus
Worüber ich mir aber besonderst Sorgen mache:

Bei einer Zweiäugigen Mittelformatkamera(und nur solch eine kommt in Frage)
habe ich doch ziemliche Probleme den Schärfentiefebereich abzuschätzen oder?
Die Spiegelreflex Kleinbildkamera gibt mir wenigstens die Möglichkeit abzublenden, und die Tiefenschärfe im Sucher zu kontrollieren.



Gerade das funktioniert mit einer TLR m.E. am allerbesten: Du hast einen Sucher im Negativformat 6x6 cm, der das gesamte Bild wunderbar groß abbildet. Du schaust von oben rein und wenn Du am Entfernungsrädchen drehst, wird das ganze Sucherbild schärfer bzw. unschärfer. Eine kleine Ausklapplupe erleichtert es Dir, bei der Fokussierung alles rauszuholen. What you see ist what you get (wenn die Zeiten-/Blendenkombination stimmt). Dadurch kannst Du bei offener Blende durch den wesentlich engeren Schärfentiefebereich im Vergleich zu KB ganz genau Dein Motiv freistellen, schon Sachen, die einen Meter dahinter sind, verschwimmen - siehe z.B. hier: http://www.hobbyphoto-forum.de/t5281f65-Momentaufnahme.html

Viele Grüße,
Nils


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#7

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 05:22
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Es scheint dem Autor hier aber um die Möglichkeit zu gehen, sich die Schärfentiefe des abgeblendeten Bildes anzusehen. Viele Zweiäugige können das wohl nicht


gut Licht
Walter
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#8

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 05:33
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Nils,

kannte das Bild noch nicht, das ist ja wunderbar! Genau das verdeutlicht, was Mittelformat auch für mich bedeutet. Nicht wie feinkörnig oder scharf ein Bild ist, das ist absolut zweitrangig. Sondern die einmalige Bildwirkung, die nur diesem Format zueigen ist.

Noch ein Beispiel, diesmal mit der Paxina, gefällig?
http://files.homepagemodules.de/b67077/f...2p9974139n2.jpg

LG Reinhold


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#9

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 05:37
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Photoamateur
Es scheint dem Autor hier aber um die Möglichkeit zu gehen, sich die Schärfentiefe des abgeblendeten Bildes anzusehen. Viele Zweiäugige können das wohl nicht


Das kann wohl keine. Lässt sich über die Tiefenschärfen-Skala aber sehr gut abschätzen. Auch bei Falter und Co.


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#10

RE: Mittelformat oder Kleinbild für einen Anfänger?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 20.08.2009 09:10
von Gelöschtes Mitglied
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Ich kenne auch keine Kamera, die das kann - ein bißchen Vorstellungskraft muß schon noch sein. Durch die Schärfentiefetabelle bzw. die Markierungen ist die Vorstellung aber kein Zauberwerk.

Wenn man erst einmal das süße Gift des Mittelformats gekostet hat, kommt man wohl nur noch schwer davon los. Mir geht es jedenfalls so. Ich habe meine Minolta X-700, wenn ich mich recht erinnere, nicht mehr benutzt, seit ich die Rolleicord habe... irgendwie bekloppt, aber es scheint tatsächlich so zu sein (natürlich hat die Minolta ein viiiel besseres Objektiv, zoomen kann sie auch, gekuppelter Belichtungsmesser, der Filmwechsel dauert keine fünf Minuten wie bei der Cord usw., eine sehr empfehlenswerte KB-SLR). Und jetzt bin ich gerade auf Entzug, denn ich habe gerade keine Rollfilme mehr vorrätig...

Besser, schlechter... weiß nicht. Auf jeden Fall ist MF anders und ich finde es super.

Viele Grüße,
Nils

PS: Bei meinen MF-Falter-/Tubus-/Boxkameras geht der Filmwechsel übrigens deutlich flotter als bei der Cord, auch wenn mir das eigentlich egal ist, da jede Beschäftigung mit der Rolleicord einen geradezu meditativen Charakter hat. Hol Dir doch erstmal ne Paxina II, die kriegt man bei ebay mit etwas Glück schon für den Preis eines Rollfilms. Und man kann sie immer dabeihaben.


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