Frank schrubte:
In Antwort auf:
[...]ich habe sie alle, oder fast alle gehabt und meine Erfahrungen sammeln können
...isch sach ma nix

Aber zum Thema:
Ich bin mit einer Lubitel 166 (glaube ich) eingestiegen. Dat Ding war ne Katastrophe, aber das wusste ich auch vorher. Damit habe ich aber für ein paar Markt den Umgang mit 120er-Filmen gelernt - bei Aufnahme und im Labor. Ich konnte meine Laborausrüstung auch auf Mittelformatniveau bringen, ohne im Vorfeld erst einmal ewig viel Geld in eine Kameraausrüstung zu investieren.
Das war ok so, dann landete die kleine Plastikkiste im Schrank.
Dann bin ich zu einer YashicaMat 124G gewechselt und die finde ich auch heute noch schön. Auch wenn meine erste einem Unfall zum Opfer fiel, habe ich mir dann eine "neue" gekauft.
Eines Tages bemerkte ich, dass das Mittelformat mein Ding ist/blieb. Ich habe Geld in meinen stud. Jobs gespart und den Markt der "professionellen" Systeme geprüft. Mir war inzwischen klar, dass mein Herz am 6*6 Quadrat hing.
Eines Tages gabs dann nur noch billige Nudeln auf dem Mittagstisch, dafür dann aber eine Zenza Bronica SQ Ai im Set (80er, Lichtschacht) mit Gossen Handbeli. Mit der bin ich bis jetzt glücklich, wobei ich nun mehr Geld verdiene als damals und dafür das Zubehör für weniger Geld zu haben ist

Manchmal schaue ich mir bewundernd eine Fuji GX680 an, aber das bedeutet eigentlich nicht, das ich unzufrieden bin.
Die "Plastik-Lomo" zu Anfang war eine echte Katastrophe, erlaubte mir aber des rumprobieren im Labor und mit verschiedenen Formaten (6*4,5 und 6*6). Mal abgesehen von den umfreiwilligen Doppelbelichtungen

Damit hatte die Lomo sich für mich schon gelohnt.
Als die Entscheidung zum Mittelformat stand, ging es mir eigentlich kaum mehr um das Geld. Klar: Ich hatte nicht viel, aber ich hätte die YashicaMat nicht gekauft, wenn sie mich nicht überzeugt hätte. Der Gang zur Bronica war da ziemlich kompromisslos... da musste ich eben andere Opfer bringen und lange auf neue Objektive warten (mangels Finanzmittel). Ich bin dann neben mit feuchten Augen zur Photokina und habe alle Vorführobjektive durchprobiert. Gott hatte ich mich dann lange am Tamron/Bronica-Stand aufgehalten

So... dat war mein Weg.
Ich kann niemanden sagen, was der richtige Weg ist. Ich glaube aber nicht, dass es gut ist wegen der Finanzen jahrelang mit einem System zu arbeiten, das man ständig als defizitär wahrnimmt. Deswegen habe ich die KievIeranerInnen immer so wahrgenommen, dass sie ihr System mit allen Schwächen lieben. Ich hätte das so nie gekonnt, deswegen habe ich auch keine Kiev.
Gruß
Patricia