#1

Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.11.2008 13:02
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

Hey hab was nettes gefunden:

Rezepte für Selbstansätze:

http://www.chem-page.de/index.php?option...id=67&Itemid=97
http://www.chem-page.de/index.php?option...id=68&Itemid=97
http://www.chem-page.de/index.php?option...id=70&Itemid=97
http://www.chem-page.de/index.php?option...id=69&Itemid=97

Vorallendingen:

1 l Wasser * 200 g Natriumthiosulfat * 5 g Natriumhydrogensulfit * 50 g Ammoniumchlorid

Das Schnellfixierbad fixiert schneller als das normale Fixierbad, ist aber schneller erschöpft.
Die Salze werden getrennt in Wasser gelöst und die Lösungen vereinigt.



Die Frage ist nur ob das besorgen der Chemikalien überhaupt sich lohnt; günstiger ist.


*


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#2

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.11.2008 20:47
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Zitat von Birne

Die Frage ist nur ob das besorgen der Chemikalien überhaupt sich lohnt; günstiger ist.


Tja, es gibt Anwender, die schwören darauf, dass sie ihre Chemikalien selbst ansetzen. Ob es günstiger ist? Das hängt ggfs. ganz von den Preisen Deiner ortsansässigen Apotheke ab... Ich persönlich nehme Abstand von Selbstansätzen. Zum Einen ist mir der Aufwand zu groß, hier (insbesondere, um nur ein paar Pfennige zu sparen) die ganzen Chemikalien zusammen zu kaufen, dann muss ich schauen, dass ich teils bis auf das Gramm genau die Mengen richtig zusammensetze, und und und ... das ist nix für mich. Wenn Du z.B. von Impex' Hausmarke die Chemikalien käufst, sind die so günstig, dass Du da mit Selbstansätzen wohl kaum preislich drunter kommst. Dazu kommt dann noch der Aufwand und die Tatsache, dass von einem großen Hersteller zusammengemischte Chemikalien i.d.R. mit mehr Präzision gemischt wurden, als Du selbst es kannst.

Daher sehe ich Selbstansätze nur als Experimente für Neugierige, aber nicht als Möglichkeit zur Pfennigfuchserei...

sven




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#3

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.11.2008 22:25
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

In Antwort auf:
Die Frage ist nur ob das besorgen der Chemikalien überhaupt sich lohnt; günstiger ist.



ich denke nachrechnen rentiert sich. Bei Standards, die in großen Mengen hergestellt werden (z.B. Entwickler), rentiert sich die Sache oft nicht. Es gibt aber auch Produkte, da ist der Fertigungsaufwand im Verhältnis zum billigen Inhalt unverhältnismäßig groß ist (z.B. Essigsäurestopbäder) da kann sich das rechnen. Bei der Dosierung muß da auch nicht auf das Gramm genau sein. Ob es das Wert ist, ein paar Cent zu sparen ist die Frage. Ich selbst nutze Selbstansätze nur noch selten. Früher habe ich meistens Toner selbst angesetzt. Seit Wolfgang Mörsch aber eine breite Palette diverser Toner zum fairen Preis anbietet verzichte ich immer mehr auf Selbstansätze.
Andererseit kann es eine interessante Erfahrung sein, welche Substanzne z.B. bei Tonern und Entwicklern welche Effekte hervorrufen und damit vergleichende Versuche zu machen. Das schafft einen Blick hinter die Kulissen der Photochemie. Beispielsweise habe ich schon mit einem Neutraltonentwickler die entsprechenden Bilder bearbeitet, danach mit ein paar Natriumhydroxidplätchen (in etwas Wasser gelöst) den Entwickler auf Warmton gestellt und dann die passenden Bilder damit bearbeitet. Kostet fast nix und ist überaus einfach in der Anwendung. Genause kann man einen Neutraltonentwickler mit etwas Natriumthiosulfat auf "kalt" einstellen. Solche Möglichkeiten zu kennen ist gar nicht schlecht. Manche Sachen werden auch kaum noch oder gar nicht mehr angeboten, z.B. Farmer'scher Abschwächer. Der ist aber wirklich einfach selbst zu machen, es kann auch etwas Bleicher aus einem Brauntonerset mit Zusatz von Fixierbad verwendet werden. Das passiert auch oft unabsichtlich bei zu kurzer Wässerung vor dem Bleichen. Dann können die Lichter nicht mehr mit Toner zurückentwickelt werden.
Tja, nur mal so ein paar Gedanken zum Thema Selbstansatz.

schönen Sonntag noch

Bernd


By the way:

www.BerndDaub.meinAtelier.de

www.Lomography.meinAtelier.de


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#4

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.11.2008 23:16
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Zitat von Birne
Das Schnellfixierbad fixiert schneller als das normale Fixierbad, ist aber schneller erschöpft.

Dieses Schnellfixierbad ist mittlerweile das normale (Superfix, Adofix, Ecofix, X88, ...). Die alte Version (z. Bsp. Calbe A300), die meist selbst aus Pulver angesetzt werden muss, ist gar nicht mehr überall erhältlich...

Da ich günstig in einer alten Drogerie verschiedene Substanzen (Metol, Hydrochinon, Natriumsulfit) in recht großen Mengen bekommen konnte, setze ich meine Entwickler (Beutler, D-76) selbst an. "Haushaltschemikalien" wie Soda, Borax und Essigsäure gibt es dort auch problemlos und günstig. Fixierbad kaufe ich, und dann habe ich hier noch etliche Sorten Papierentwickler stehen, die ich noch lange nicht aufbrauchen werde (warum halten diese modernen Ansätze auch so lange...).


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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#5

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 00:34
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

Die Methode mit dem Abschwächerbad ist auch ganz cool.

Werde ich als 15jähriger Schüler diese Chemikalien aus der nächstliegenden Apotheke bekommen?


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#6

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 00:54
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hi Birne,

hier ein Rezept zu einem Entwickler, dessen Zutaten du garantiert auch als Minderjähriger bekommst:

http://de.wikipedia.org/wiki/Caffenol

Die Ergebnisse sollen gar nicht mal schlecht sein.

Gruß
Alex



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#7

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 01:03
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Aber diesmal löslichen Kaffee nehmen...


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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#8

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 01:15
von Birne • Mitglied | 283 Beiträge

ein Thema von mir zum Thema: http://www.versuchschemie.de/ptopic,197955.html#197955

Einige Leute berichten sie haben Filme und auf Papier mit Kaffe entwickelt (Caffenol).
Mit Wein soll dies auch funktionieren (Weinol)
Im Kaffee ist es nicht das Koffein sondern die Kaffeesäure die entwickelt!

In welchen Lebensmitteln ist konz. Säure vorhanden?


*


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#9

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 01:28
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Zitat von Birne
In welchen Lebensmitteln ist konz. Säure vorhanden?

Essig? Orangensaft?

Säure allein reicht nicht, die muss schon besondere Eigenschaften besitzen.
Aber mit Kaffee, Wein und Paracetamol (google: Parodinal) hast Du doch schon ein weites Experimentierfeld, da wahrscheinlich jede Sorte Kaffee bzw. Wein anders entwickelt. Dann kannst Du mit dem Alkali (Soda, Borax, Kernseife???) experimentieren und gewisse Additive wie Vitamin C zusetzen.

Und wenn man jetzt bedenkt, dass Bärentrauben- und Bergenienblätter als Tee getrunken im menschlichen Körper Hydrochinon entstehen lassen, das über die Blase ausgeschieden wird, wird das Experimentierfeld immer größer...


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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#10

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.11.2008 02:42
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Wein bekommt man erst mit 16 (oder mittlerweile sogar erst mit 18?)... Also bleibt nur Kaffee.

Ansonsten: Standard-Sachen würde ich nicht selber anmischen. Habe mir mal (Basteltrieb und Geiz...) bei einem Versender die Chemikalien zusammengesucht, die ich für D76 brauchen würde. Bei den jeweils kleinsten Gebinden, die ich dort kaufen hätte können, hätte ich erstmal soviel investieren müssen (waren es 70 Euro?), dass sich das ganze wohl erst irgendwann zwischen Eintritt des Ruhestandes und exitus rentiert hätte. Ausser natürlich, ich würde Unmengen davon verbrauchen..., aber bei 5 Euro für 3,8l... kein Anreiz solche Standardsachen selber zu machen. Analog für Papierentwickler (N113) wahrscheinlich auch Fixierer...
Ausser wenn man eine nette Apotheke um die Ecke hat, die solche Sachen führt, und man wirklich einen Trieb danach hat, alles selber zu machen, und auch zu verstehen, was da passiert. Wenn das dann genauso unreflektiertes Pülverchen mit Wasser mischen ist (also wie ich meine Chemie anmische...) wie bei fertig gemischtem Pulver, dann würde ich mirs auf jeden Fall sparen.


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