#31

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.11.2008 02:27
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge
Das mit echtem Kaffee mal ausprobiert. Alex beschreibt seinen Entwickler so: 2 Teelöffel Nescafe Espresso + 3 Teelöffel Soda + 200ml Wasser.
Habe 300ml angesetzt, bin mal davon ausgegangen, dass in einem Teelöffel Espressopulver etwa ein Espresso enthalten ist. Also meine 3 Tassen-Espresso-Maschine angeworfen, Soda beigemischt (4 Löffel), mit Eiswürfeln abgekühlt, auf 300ml aufgefüllt.

Ergebnis:

Ähnlich wie beim Tee: MCP kommt schnell. auch keine homogene Schwärzung.
Emaks kommt wieder sehr langsam, aber diesesmal ist es nach 5 Minuten wenigstens deutlich grau.

Vielleicht noch mal mit unverdünntem Mokka probieren...

zuletzt bearbeitet 19.11.2008 02:27 | nach oben springen

#32

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.11.2008 10:12
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Hallo Lui,

ich habe das das bisher nicht systematisch analysiert, sondern die prinzipielle Möglichkeit getestet. Da das von mir bevorzugte Papier (Ilford Multigrade IV) kaum auf Entwicklereinflüsse reagiert habe ich das nicht weiter verfolgt. Bei diesem Papier greife ich eher zu Tonern. Damit kann man bei zaghaften Einsatz den Effekt immitieren.
Für meine Versuche habe ich damals das Kentmere-Papier verwendet, das sehr gut auf solche Entwicklerzugaben reagiert. 5 - 6 Plätzchen NaOH zeigten dabei schon Wirkung. Vorsichtig muß man Mit Natriumthiosulfat sein. Ich würde in 10ml-Schritten Fixierbad in den Entwickler geben und den Effekt prüfen(Fixierbad in den Entwickler - das tut fast weh). Bei steigender Menge muß man die Belcihtungszeit anpassen. Wenn man zuviel dazu gibt wird der Entwickler sauer und gibt auf)
Prinzipiell: Je alkalischer der Entwickler desto kleiner sind die Silberhalogenidkörner und desto wärmer wird dadurch der Bildton.


ciao

Bernd


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#33

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.11.2008 10:21
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Zitat von Bernd
...
Prinzipiell: Je alkalischer der Entwickler desto kleiner sind die Silberhalogenidkörner und desto wärmer wird dadurch der Bildton.



Interessant, heißt das, daß ich meinen Neutraltonentwickler mit ein bischen Waschsoda auf Warmton trimmen kann?

Gruß
Alex



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#34

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.11.2008 21:24
von Knipsophon • Mitglied | 666 Beiträge

Zitat von Bernd
Hallo Lui,

ich habe das das bisher nicht systematisch analysiert, sondern die prinzipielle Möglichkeit getestet. Da das von mir bevorzugte Papier (Ilford Multigrade IV) kaum auf Entwicklereinflüsse reagiert habe ich das nicht weiter verfolgt. Bei diesem Papier greife ich eher zu Tonern. Damit kann man bei zaghaften Einsatz den Effekt immitieren.
Für meine Versuche habe ich damals das Kentmere-Papier verwendet, das sehr gut auf solche Entwicklerzugaben reagiert. 5 - 6 Plätzchen NaOH zeigten dabei schon Wirkung. Vorsichtig muß man Mit Natriumthiosulfat sein. Ich würde in 10ml-Schritten Fixierbad in den Entwickler geben und den Effekt prüfen(Fixierbad in den Entwickler - das tut fast weh). Bei steigender Menge muß man die Belcihtungszeit anpassen. Wenn man zuviel dazu gibt wird der Entwickler sauer und gibt auf)
Prinzipiell: Je alkalischer der Entwickler desto kleiner sind die Silberhalogenidkörner und desto wärmer wird dadurch der Bildton.


ciao

Bernd


Hi Bernd,

habe das mal ausprobiert. 5 Kügelchen NaOH in entwas Wasser aufgelöst und dann in einen halben Liter gebrauchten Eukobrom (wollte keinen neuen Ansatz verschwenden ) gegeben. Das gleiche habe ich mit dem Natriumthiosulfit (ca. 5 gramm) gemacht. es funktioniert recht gut. Habe bloß einen Fehler gemacht und bin etwas durcheinander gekommen und habe mir leider nicht 100%ig gemerkt, was ich in welche Flasche gegossen habe! Also NaOH warm oder kalttonig???? ich weiß es leider nicht so genau.
Den 2. Fehler habe ich erst später bemerkt und zwar: ich hätte den Eukobrom erstmal ohne Zusätze benutzen sollen um später nach der Zugabe der Chemie einen Unterschied im Kaltton feststellen zu können. Vielleicht das nächste mal....

Irgendwie sträube ich mich stark dagegen, in meinen Entwickler Fixierer zu schütten!!!

Das Stimmt, dass das Ilford sich schlecht beeinflussen lässt, deshalb habe ich auch das ADOX easy print (alias Kentmere VC select) genommen.

@Alex:
einfach mal ausprobieren

Gruß
Lui



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#35

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.11.2008 07:50
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

In Antwort auf:
Also NaOH warm oder kalttonig???? ich weiß es leider nicht so genau.


Hi Lui, NaOH ergibt eine warmen Bildton

In Antwort auf:
Irgendwie sträube ich mich stark dagegen, in meinen Entwickler Fixierer zu schütten!!!


Ja, das tut weh Es ist eigentlich genau das, was man durch saubere Dunkelkammerarbeit vermeiden will. Fixierer in den Entwickler verschleppt? Da wird dieser sauer (und zwar wort-wörtlich) und dann geht nix mehr - weder kalt noch warm oder sonst wie. Deshalb nur wenig dazu um die Alkalitat zu mindern ohne anzusäuern. Und dann die Menge notieren für reproduzierbare Ergebenisse. Der Entwickler kann dann auch zunehmend lahmarschig werden. Das heist Belichtungszeit, Kontrast und Entwicklungszeit darauf einstellen.


Alex, mit Soda (Natriumcarbonat)wird auch die Alkalität gesteigert. Ob die Carbonationen stören weis ich nicht. Ein Versuch wäre interessant.

ciao

Bernd


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#36

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.11.2008 06:38
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

In Antwort auf:
Irgendwie sträube ich mich stark dagegen, in meinen Entwickler Fixierer zu schütten!!!


Alterniv ist auch Benzotriazol im Gebrauch. Auch hier muß vorsichtig dosiert und die Belichtungsparameter angepaßt werden.
Bei manchen Papier/Entwicklerkombinationen kann man auch über die Temperatur steuern. 20 Grad ist neutral, kältere Temperaturen erzeugen auch einen kälteren Bildton (kein Witz). Die Entwicklungszeit verlängern sich durch die kältere Temperatur, die Methode gerät relativ schnell an ihre Grenzen. Umgekehrt erhält man durch aufheizen des Entwicklers (z.B. 30 Grad) wärmere Töne.

ciao

Bernd


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#37

RE: Selbstansatz

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.11.2008 21:23
von Knipsophon • Mitglied | 666 Beiträge

Hi,

irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zugabe von Chemikalien keinen "echten" Kaltton-/Warmtonentwickler ersetzt. Zum Ausprobieren ist es ganz lustig aber ich denke, es ist keine professionelle Lösung. Birne hatte ein paar Links angegeben, die hatte ich mir mal angesehen und meinem Kollgen (CTA) die Liste der Chemikalien für den Selbstansatz von Entwicklern in die Hand gedrückt. Vielleicht bekommt er ja alles zusammen . Inklusive Preisliste. Dann wird sich zeigen, was günstiger und/oder einfacher ist. Aber das Thema finde ich nach wie vor interissant...

Gruß
Lui


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