#11

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 01.11.2008 20:37
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Jetzt kommen wir in den Spezialisten Bereich!
Lichtführung in einem Vergrösserer!
Das "Aktinische" Licht muss an den Filmkörnchen vorbei kommen, um unten auf dem Papier wirksam zu werden.
Ich spreche mal nur für meinen, den SW-Bereich.
Gerichtetes Licht über Kondensore oder ungerichtet diffuses Vergrösserungs-Licht.
Gerichtetes Licht bringt die schärferen Bilder.
Beim gerichteten Licht kommt die Strahlen senkrecht auf das Negativ. Die schwarzen Filmkörnchen sind durch die senkrechten Strahlen nur von oben angestrahlt und bremsen/stoppen das Licht. Nur das Licht, das durch die Zwischenspalte und Löcher durchschlüpft, bewirkt die geliebten Schwärzungen im Papier. Mehr schwarz im Papier bedeutet mehr Löcher im Negativ. Graue halbdurchlässige Filmkörner gibt es nicht.
Beim diffusen Licht aber kommt das Licht auch sehr schräg auf die Körnchen. Unten auf dem Papier kommen also mehr Strahlen an. Eben diese schrägen Strahlen, die sich durch diese Körnerwüste durchmogeln bewirken ein aufweichen des Abbildes der Filmkörnchen.
Staub bringt bei Diffus weniger Ärger, da sich das Licht auch schräg darumwindet und es überstrahlt.
Aus diesem Grund hat/hatte mancher auch 2 Vergrösser in seinem Labor. Ein alter Trick ist ein Kondensorvergrösserer, der bei Bedarf einen Diffusor aufgesetzt bekam. Das war ein in der grösse passendes Brillenglas, auf dem die oberseite der Wölbung mattgeschliffen war. Keinen Lichtverlusst aber diffus verwirbelt.
Mit der Entwicklung der eigenen Filme sollte man sich aber auf einen Vergrösserer einschießen. Bei mir eben ein 2-linsiges Kondensorgerät.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#12

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 01.11.2008 21:16
von Schwarzvogel • Mitglied | 147 Beiträge

Zitat von BertholdSW


Ich spreche mal nur für meinen, den SW-Bereich.
Gerichtetes Licht bringt die schärferen Bilder.
Gruss Berthold

Genau aus dem Grund habe ich meinen Opemus6 behalten.
Der Vivitar steht nur rum,die knackigeren Fotos brachte (bringt) der Opemus.


..................................................
Tradition ist eine Laterne,
der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
George Bernard Shaw
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#13

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 01.11.2008 23:11
von Neocortex • Mitglied | 638 Beiträge

Ich habe die Opalglasscheibe bei meinem Opemus immer drin, stelle mit dem Kornscharfsteller scharf und auf den fertigen Prints ist auch alles knackscharf, mit starker Lupe erkennt man auch dort das Korn. Ich werde mal ein Negativ mit und eines ohne die Streuscheibe vergrößern und schauen, ob auf den Prints ein Unterschied zu sehen ist.

Viele Grüße
Riccardo :-)


______________________________________________________________________________
"Ich habe Fotografie studiert, indem ich die Anleitung auf der Kameraschachtel gelesen habe."
- Elliott Erwitt -

http://flickr.com/photos/bresemann/
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#14

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 00:53
von okko • Mitglied | 5 Beiträge

Hallo allerseits,

sind Abzüge mit Kondensorvergrößerer wirklich schärfer. Laut einem Beitrag von Reinard Merz (http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag_mkurs_01.pdf) auf Seite 2 "Welches Licht leuchtet Ihnen?", ist die Kornschärfe zwar höher, nicht aber die visuelle Schärfe.

Ich selbst nutze den Durst 605 Color - also einen mit Mischbox und ohne Kondensor - und bin bisher mit den Ergebnissen (vor allem der Schärfe) nicht zufrieden. Bevor ich nun aber einen anderen Vergrößerer beschaffe, wollte ich Euch nach Euren Erfahrungen bei beiden Vergrößererkonzepten im Hinblick auf die Schärfe, fragen.

Ich hatte auch schon gehört, dass ich mit längeren Entwicklungszeiten beim Filmentwickeln nocj etwas rausholen kann.

Wie sind Eure Erfahrungen

Okko


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#15

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 01:23
von Schwarzvogel • Mitglied | 147 Beiträge

Hallo Onko,
ich denke mal,behalte Deinen Vergrößerer,die fehlende Schärfe liegt bestimmt nicht an ihn.
Ich bin mit Doppelkondensor und Orwopapier aufgewachsen. Farb oder VC Mischköpfe habe ich erst im zweiten Leben kennengelernt.
Das Kondensor mehr Schärfe bringt,die Mischbox weicher,das wurde gepredigt und sitzt fest. Vielleicht wars ja auch früher mit den alten Papieren so. Mal selber richtig gegenübergestellt habe ich es nicht,ist aber eine gute Idee es mal zu tun.
Auf jeden Fall fällt bei Kondensorvergr. mehr Retusche an. Der legt gnadenlos jeden kleinsten Kratzer und Dreck offen.
Ein unscharfes Negativ kann der Kondensor aber auch nicht schärfer machen.
LG Steffen


..................................................
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der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.
George Bernard Shaw
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#16

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 02:08
von okko • Mitglied | 5 Beiträge

Hallo Steffen,

danke für Deine Antwort.

Das Negativ ist natürlich nicht unscharf. Wenn ich es zum Beispiel durch abfotografieren vom Leuchttisch digitalisiere, ist es am Monitor knackscharf zu sehen. Leider aber eben nicht auf dem Papier. Bin deshalb sehr an Erfahrungen mit beiden Konzepten interessiert, oder eben Erfahrungen wie man mit Mischbox schärfere Bilder herstellen kann. Ansonsten steige ich lieber auf Kondensor um, nehme die größere "Fusselanfälligkeit" in Kauf, habe aber Bilder die nach meinem Geschmack sind.


Gruß
Okko


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#17

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 04:38
von Schwarzvogel • Mitglied | 147 Beiträge

Entschuldige Okko,hatte Onko getippt
das einfachste ist,Du zeigst uns mal so eine Vergrößerung.
Ich kenn Deinen Vergrößerer nicht,hat der auch so einen Schnittbildkeil zum scharfstellen?
Dann gibt es ja noch die Lupe zum Scharfstellen.
Und dann oder zuerst würde ich mal schauen,ob das Objektiv sauber ist.
Schmökst Du etwa in der Duka?
Dein Vergrößerer bringt auf jeden Fall scharfe Abzüge zustande wenn die Voraussetzungen stimmen.
Also lass mal was sehen.
LG Steffen


..................................................
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George Bernard Shaw
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#18

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 08:39
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Servus Okko,

hab' den kleinen Bruder vom M605, der kann ordentlich scharfstellen. Daran wirds wahrscheinlich nicht liegen.
Ist halt immer auch die Frage, was im eigenen Empfinden "scharf" ist. (Manche empfinden besonders harte Bilder als besonders scharf) Lupe zum Scharftstellen ist gut, zum Scharfstellen die Blende aufmachen, dann zwei Blenden abblenden, dann sollte die Schärfe passen.
Hast Du das Gefühl, dass das projezierte ABbild des Negativs scharf ist, wenn Du scharfstellst?
Aber wie hier schon gesagt: WEnn wir was sehen würden, könnten wirs besser beurteilen.
Grüße
Bernhard


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#19

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 08:39
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat von Schwarzvogel
Hallo Onko,
ich denke mal,behalte Deinen Vergrößerer,die fehlende Schärfe liegt bestimmt nicht an ihn.
Ich bin mit Doppelkondensor und Orwopapier aufgewachsen. Farb oder VC Mischköpfe habe ich erst im zweiten Leben kennengelernt.
Das Kondensor mehr Schärfe bringt,die Mischbox weicher,das wurde gepredigt und sitzt fest. Vielleicht wars ja auch früher mit den alten Papieren so. Mal selber richtig gegenübergestellt habe ich es nicht,ist aber eine gute Idee es mal zu tun.
Auf jeden Fall fällt bei Kondensorvergr. mehr Retusche an. Der legt gnadenlos jeden kleinsten Kratzer und Dreck offen.
Ein unscharfes Negativ kann der Kondensor aber auch nicht schärfer machen.
LG Steffen


Eben genau das ist es, der Doppelkondensor holt alles aus den Negativen heraus, die letzte Schärfe, aber auch das Filmkorn und kleinste Kratzer. Dieses mehr an Schärfe ist aber nur bedingt ein Vergnügen, plötzlich kommen einem Negative die vorher untadelig waren wesentlich schlechter vor und lassen sich nur noch ein Format kleiner vergrößern. "Knackscharfe" Vergrößerungen vom klassischen 27-DIN-Film können dann bei 13x18 oder 18x24 enttäuschend sein, weil das Korn wie Feilspan wirkt.


gut Licht
Walter
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#20

RE: mattscheibe.

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2008 10:17
von okko • Mitglied | 5 Beiträge

Also kurz meine "Randbedingungen":
ich stelle mit einem Kaiser Scharfeinstellgerät bei Offenblende scharf. Das Objektiv (Rodagon) ist in tadellosem Zustand.

Auch wenn ich bezweifle dass ein abfotografierter Abzug eine Bewertung der Schärfe zulässt, habe ich Euch ein solches Anschauungsmaterial angehängt. Außerdem zeigt das 2. Bild das vom Leuchttisch abfotografierte Negativ, auf dem alles etwas plastischer = schärfer aussieht.

Den Abzug habe ich zuerst mit Gradation 5 und anschließend mit 1 belichtet.

Gruß
Okko

Angefügte Bilder:
_MG_48322.JPG
_MG_3908 Kopie.jpg

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