#1

Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 03.06.2007 21:17
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hallo,

ich entwickle seit kurzem mein Papier im CPA, funktioniert soweit auch prima. Ich bin mir aber nicht sicher, ob mein Stoppbad ausreichen ist.

Wie stoppe ich die Entwicklung im CPA? Reicht ein Spühlgang mit 200ml aus?

Gruß
Alex



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#2

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 03.06.2007 21:26
von Niko • Mitglied | 1.049 Beiträge

Geht es nur um PE-Papier? Eine Spülung reicht, die notwendige Menge richtet sich nach der Trommelgröße und steht außen drauf. Statt Stoppbad kannst Du auch klares Wasser nehmen.
Ich will jetzt nicht wieder einen Pro/Contra-Stoppbad Glaubenskrieg auslösen, aber da die verwendete Entwicklermenge ja wirklich nur die Oberfläche benetzt ist sie auch schnell weggespült. Dennoch: Bleib dabei, wie Du bisher verfahren bist, also mit oder ohne Stoppen.

Bei Barytpapier sieht das ganze entsprechend anders aus, aber da würde ich mir die Trommelverarbeitung auch gründlich überlegen. Wegen der miesen Planlage des Papiers passt es sich schlecht der Trommelform an wie PE-Papier, daher ist auch die Entwicklerbenetzung relativ ungleichmäßig. Es sei denn, man wässert vor, um es geschmeidiger zu machen.

Gruß
Niko


---
In der räumlichen Askese zeigt sich das Wesen des Sammlers.


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#3

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 03.06.2007 21:40
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Momentan nur PE. Das Stoppbad kipp ich jeweils nach der zweiten Entwicklung weg. Danke für die Antwort!

Gruß
Alex



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#4

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 04:29
von andreas

Hallo Alex

ich hätt auch noch ne Trommel für bis zu 60x50. Formathalter liegt auch bei. Bei Bedarf melden.
Damit Du auch mal große Prints machen kannst!

Eine Spülung mit der angegenen Menge dürfte ausreichen. Bei PE hab ich immer Wasser verwendet. Von Baryt in ner Trommel rate ich entschieden ab. Nicht nur da es schlecht an der Trommel hält sondern da Baryt nicht nach Uhr sondern nach Sicht entwickelt werden sollte!

Gruß
Andreas


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#5

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 07:10
von horei1 • Mitglied | 151 Beiträge

Ich habe auch schon Barytpapier erfolgreich in der Trommel entwickelt. Nur habe ich da die Entwicklermenge verdoppelt und dann halt öfter benutzt, um sicher zu gehen, daß das Papier auch einwandfrei benetzt wurde.

Auf die Trommelentwicklung von SW-Papieren bin ich mal durch einen Artikel von Günter Spitzing Ende der 70er Jahre gekommen.

Fotopapier ausschließlich nach Sicht zu entwickeln, halte ich persönlich - ich sage bewußt persönlich - nicht für sinnvoll, denn man kann mich nicht davon überzeugen, daß man ein Bild bei einer relativ dunkelen Laborfunzel beurteilen kann.

Außerdem finde ich, wenn man nicht ausentwickelt, weil evtl. das Papier überbelichtet wurde, erhält man unschöne Grautöne und Schwärzen.

Gruß, Horst


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#6

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 07:56
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hi Andreas,

meine Trommel ist bis 40x50, passt die 50x60 in den CPA rein?

Hallo Horst,

ich hab mir den CPA zugelegt, da ich mittlerweile mein Vergrößerer nicht mehr in einem Feuchtraum stehen habe. Bin bis jetzt begeistert, auch wenn die Romantik vom Schalenbaden bei Rotlicht ein bischen verloren geht

An Baryt traue ich mich noch nicht so ganz hin.

Gruß
Alex



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#7

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 08:51
von horei1 • Mitglied | 151 Beiträge

Hallo Alex,

Baryt geht tatsächlich, halt aber nach meiner eigenen Erfahrung mit etwas höheren Füllmengen, die ich dann entsprechend oft nutze.

Ich mache > 18x24 nur in der Trommel auch mit CPA, nur meine große Trommel für 40x50 paßt da nicht rein, da nehme ich ein Rotationsgerät von Ciba. Wenn man das nicht hat, kann man aber auch auf ein Holzbrett 4 Möbelrollen aus dem Baumarkt montieren, die Trommel da drauf legen und von Hand bewegen. Habe ich auch schon gemacht. Geht.

Gruß, Horst


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#8

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 10:53
von andreas

Hallo Alex

keine Ahnung ob die reinpasst. Hab diese immer Manuel ohne Automatik genutzt! Wofür Elektrick bemühen wenn man Muskeln hat?

@ Horst: Ich gebe Dir recht ausentwickelt muß ein Print sein sonst fehlt etwas. Bei PE stimme ich Dir zu das der Blick auf die Laboruhr reicht.
Bei Baryt she ich das allerdings anders. Auch nach 3 Minuten tut sich da sehr wohl noch etwas. Aber ich möchte niemanden bekehren und auch keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen. Auch bin ich der Meinung das sehrwohl auch bei Laborlicht entschieden werden kann wann der Print aus der Brühe muß. Wie sollte ich sonst Lithen?


Gut Licht
Andreas


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#9

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.06.2007 18:13
von horei1 • Mitglied | 151 Beiträge

Hallo Andreas,

natürlich wollen wir hier keine dogmatischen Glaubenskriege entfachen und uns gegenseitig bekehren, denn dafür ist unser Hobby viel zu schade. Ich finde das auch gut, daß wir nicht alle einer Meinung sind, denn sachlich vorgetragene Argumente regen immer zum Nachdenken an und u.U. stellt man dann auch mal seine eigenen Methoden auf den Prüfstand. Vom Lithen habe ich keine Ahnung, deshalb kann ich hier auch nicht mitreden.

Eins muß ich vielleicht noch zu meinem vorhergehenden Beitrag sagen. Ich ermittele die Entwicklerzeiten der Papier - und Entwicklerkombination schon selber, in dem ich, da natürlich nach Sicht, die Bildspurzeit messe und diese dann mit dem Faktor 6-7 multipliziere und diese Zeit verwende ich auch in der Trommel.

Viele Grüße, Horst


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#10

RE: Papierentwicklung im CPA

in Dunkelkammer & Entwicklung 05.06.2007 08:30
von andreas

Hallo Horst

Um das Bild bei der Entwicklung zu beurteilen lege ich in eine kleinere Schale einen Referenzprint ins Wasser. Somit hab ich sehr gute Anhaltspunkte wann der Print gut ist. Oftmals wird der Print ja zu früh aus der Brühe gefischt da das Dukalicht einen sehr schön täuschen kann. Bei einer Bildspurzeit von 25 bis 30 sec bei meinem Baryt kommt man schon auf besagte 3 Minuten nach deinem Rechenbeispiel. Aber das Optimum liegt oftmals aber bei 4 oder 5 Minuten. Wenn ich stark verdünten Entwickler nutze sogar oftmals länger. Bei Rollenware mit 1m Breite die rollend entwickelt wird ist es noch kompliezierter. 10 Minuten entwicklung sind keine Seltenheit. Wobei auch hier nur die letzten 2 Minuten das Dukalicht und der Finale Probeprint helfen darf.
Gerade bei Baryt empfehle ich immer wieder gerne die Verdünung zu variieren. Oder auch den Kontrast nach sicht mit einer Zweibadentwicklung zu steuern. Es ist sagenhaft was Papiere zu leisten im Stande ist.
Beim Lithen ist Sicht unabdingbar. Ist das Belichtete Papier dem Lithentwickler übergeben passiert erstmal garnichts! Je nach papier zeigen sich nach 5 bis 30 Minuten erste Bildspuren die urplötzlich rasend schnell zulaufen! Es ist wichtig denn richtigen Zeitpunkt abzupassen und schnellstmöglich die Entwicklung zu stoppen. Durch denn urplötzlichen Bildaufbau erklärt sich das sicht von nöten ist.


Gut Licht
Andreas


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