#1

neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.06.2016 22:12
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

in einem anderen Forum wurde darüber gesprochen, ob man mit verändertem Kipprythmus den Kontrast beeinflussen kann. Ob ich das für Quatsch halte oder nicht, ist jetzt egal. Mir fiel dabei nur auf, daß wohl jeder etwas anders entwickelt. Es gibt Leute, da würden mir vor lauter Kipperei die Arme abfallen. Jetzt bin ich mal neugierig, wieviel Varianten es allein in diesem kleinen Forum gibt. Kurze Begründung wäre interessant. Ob eine Diskussion sinnvoll ist, glaube ich eher nicht. Warum sollte man nach 100 Jahren seine Arbeitsweise ändern?

Also ich mache es so:
zunächst 30" ständig ruhig kippen - 2-3" pro Kippung
dann jede Minute 3x also immer auf der halben Minute
ab 9'30" nur noch alle 2 Minuten
Begründung: ich bin kein Kornfan und bewege deshalb nur soviel wie nötig.


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


nach oben springen

#2

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.06.2016 23:04
von Joona • Mitglied | 289 Beiträge

Ich mache es so:

Bei Rodinal:

Erste 30 sek gemütlich kippen (so 2 sek pro Kippung) und dann eine Stunde stehen lassen.

Begründung: Korn spielt für mich im Mittel- und Großformat nicht die große Rolle und ich mag die ausgleichende Wirkung der Rodinal-Standentwicklung, weil sie mir deutlich mehr Spielraum bei der korrekten Belichtung gibt.

Bei allen anderen (Bei mir noch D76 und Xtol):
30sek ruhig kippen, danach alle 30 sek 3mal.

Begründung: Hab mich da als Standard-Kipp drauf festgelegt und mache es immer so. War immer zufrieden, zum experimentieren fehlt mir Zeit und Lust ;)

joona


nach oben springen

#3

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 00:51
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Zitat von Joona im Beitrag #2
Ich mache es so:

Bei allen anderen (Bei mir noch D76 und Xtol):
30sek ruhig kippen, danach alle 30 sek 3mal.

Begründung: Hab mich da als Standard-Kipp drauf festgelegt und mache es immer so. War immer zufrieden, zum experimentieren fehlt mir Zeit und Lust ;)

joona


30 sek. ruhig kippen (ein Kippvorgang dauert etwa 2 Sekunden)
danach alle 30 Sekunden 2 mal.

Das war früher die allgemeine Anweisung für jeden mir bekannten Entwickler - ich habe nie darüber nachgedacht und auch nicht herumexperiementiert. Anpassungen habe ich nur bei der Gesamtentwicklungsdauer vorgenommen.

Entwickler-Experiemente habe ich mit Caffenol gemacht. Da gab es dann für Polypan ein Rezept mit gesteigertem Kipprythmus, ich bin alledings bei dem oben genannten Kipprhytmus geblieben.

Generell habe ich den Eindruck, dass in Zeiten des Internets ein schönes Hobby allzu sehr der "Technikgläubigkeit" zum Opfer fällt. Beim Lesen diverser Foren und Internet-Beiträge frage ich mich, wie man in den 70er Jahren ohne all die "Highend-Gadgets" und Untersuchungen jemals auch nur ein anständiges Bild erzeugen konnte. Im Internet habe ich einen Film über Eward Weston gefunden - das war sehr einprägsam.

https://www.youtube.com/watch?v=5sF8K1NfHnM

Ab 20:08 kann man seine Dunkelkammerausstattung bewundern. Offenbar kannte er ebay noch nicht und war auch nicht in irgendwechen Fotoforen unterwegs.

Der Beitrag von Jochen zeigt mir, dass durch die mehr oder weniger sinnvollen Forenbeiträge doch eine gewisse Verunsicherung entsteht.

Es gibt nur noch eine Handvoll Forenten in einigen Foren, mit deren Vorschlägen und Beschreibungen ich mich auseinandersetze. Es gibt auch Forenten, deren Beiträge ich eher als Eigentherapie und Selbstdarstellungsdrang einordne.

In den 40 Jahren, in denen ich mich mit Photographie beschäftige, ist so manche Sau durch`s Dorf getrieben worden. Über viele davon spricht heute nicht einmal mehr der Metzger.


Karl


nach oben springen

#4

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 02:09
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von kwm im Beitrag #3
...frage ich mich, wie man in den 70er Jahren ohne all die "Highend-Gadgets" und Untersuchungen jemals auch nur ein anständiges Bild erzeugen konnte ...
Der Beitrag von Jochen zeigt mir, dass durch die mehr oder weniger sinnvollen Forenbeiträge doch eine gewisse Verunsicherung entsteht.


Zu ersterem volle Zustimmung.

Was mein Beitrag allerdings mit Verunsicherung zu tuen hat, verstehe ich nicht. Ich habe klipp und klar gesagt, daß es nur ein neugierige Frage war. Da muß man nichts zwischen den Zeilen lesen.


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


nach oben springen

#5

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 02:23
von Fotoklaus • Mitglied | 73 Beiträge

Die ersten 30 Sek. ständig kippen, dann jede Minute 3x. Betonung liegt auf "kippen", nicht "schütteln".


nach oben springen

#6

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 07:10
von Robby • Mitglied | 5 Beiträge

gibt bestimmt 100 Versionen :-)

Ich kippe die ersten 30 sekunden ständig - dann alle 30 sekunden 3mal kippen (dauert so 10 sekunden etwa) das mache ich aber nur wenn die Entwicklungszeit so bis 6-7 Minuten ist, wenn sie drüber liegt kippe ich nur noch jede Minute (aber dann 4-5 mal)...

Keine Ahnung - hat sich irgendwie so eingespielt und hab mal gehört dass umso mehr gekippt wird, schneller es sich auf die Schwärzung der Lichter auswirkt und auf die Gradation.

Denke hier werde ich noch viel probieren, weil ich mit den Papierabzügen erst anfange und bisher ist es relativ egal, weil ich scanne und in Lightroom bissel schummel :-)

Also kurzum, mache das einfach weil ich mir das angewöhnt habe den Rhytmus, vielleicht wäre es anders genau das gleiche - keine Ahnung....


nach oben springen

#7

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 09:51
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Zitat von bilderknipser im Beitrag #4
Zitat von kwm im Beitrag #3
...frage ich mich, wie man in den 70er Jahren ohne all die "Highend-Gadgets" und Untersuchungen jemals auch nur ein anständiges Bild erzeugen konnte ...
Der Beitrag von Jochen zeigt mir, dass durch die mehr oder weniger sinnvollen Forenbeiträge doch eine gewisse Verunsicherung entsteht.




Was mein Beitrag allerdings mit Verunsicherung zu tuen hat, verstehe ich nicht. Ich habe klipp und klar gesagt, daß es nur ein neugierige Frage war. Da muß man nichts zwischen den Zeilen lesen.



Du nennst es Neugier, entscheidend ist, das Du es hinterfragst. Maßgebendd ist für mich, dass offenbar irgendwelche Leute aus dem Kipprhytmus eine Wissenschaft machen wollen und damit Deine Neugierde geweckt haben.

Ich denke, wir haben beide bereits in den 70ger Jahren erfolgreich photographiert, Filme entwickelt und vergrößert. Mittlerweile gibt es einige vertraute Produkte nicht mehr, andere sind hinzugekommen, ein paar haben sich verändert, wie z.B. Calbe A300/Adofix. Der damit verbundene Lernprozess war notwendig und sinnvoll.

Wer eine Agfa Tageslichtdose hat, muss die Zeiten an die Dreh-Entwicklung anpassen. Wer eine Jobo CPE hat, muss ähnliches tun. Zu beachten ist, dass manche Entwickler für die Rotationsentwicklung nicht sonderlich geeignet sind.

Die Agitation des Films im Entwickler folgt noch immer den gleichen Gesetztmäßigkeiten, wobei die Sonderrolle von Rodinal bereits in den 70ern bekannt war.

Viel neues Wissen ist da in den letzten 40 Jahren nicht hinzu gekommen. Bei Rodinal wird nach wie vor im Wesentlichen ein uralter Artikel von Dieter Findeisen aus der Color Foto bemüht, der mittlerweile nur noch bei wayback zu finden ist.

Wenn ich die Beiträge in einem großen deutschen Fotoforum verfolge, frage ich mich manchmal, ob da das Rad gerade erfunden wird.

Ich denke doch, wir meinen das Gleiche ....


Karl


nach oben springen

#8

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.06.2016 19:08
von Fotoklaus • Mitglied | 73 Beiträge

Das Problem ist, das sich nur wenige die Mühe machen und mal einen Artikel lesen oder eine Anleitung. In jedem Datenblatt
der Entwickler oder Filme finden sich auch Angaben zum Kipprythmus. Aber da wird lieber auf irgend einen Quatsch aus den Weiten des WWW
vertraut und hinterher blöd in Foren gefragt, was falsch lief.
Man kann die Sache auch in AGFA-, Ilford-, und Kodak- Kipp einteilen. Alle 30 Sek. 3x halte ich für zu viel, da nennt z.B. Kodak 1x alle 30 Sek.
Ich kann nur soviel sagen, daß ich mit den ersten 30 Sek. ständig, dann jede Minute 3x kippen, scharfe, tonwertreiche Negative erhalte.


nach oben springen

#9

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 27.06.2016 00:57
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Zitat von bilderknipser im Beitrag #1

Begründung: ich bin kein Kornfan und bewege deshalb nur soviel wie nötig.

Irgendwo habe ich mal einen Vergleich gelesen, dabei kam heraus, dass Rotation am feinsten wäre (hängt wahrscheinlich auch an vielen anderen Dingen).
Wie halte ich es:
Xtol: Wie Kodak es im Datenblatt empfiehlt (iirc innerhalb 5s 5-7x, halbminütlich, mache nur 5, weil das schon stressig genug ist) Jörg Bergs schrieb da mal einen Artikel über Xtol, wenn ich das recht in Erinnerung habe, schreibt er von einem Einfluss.

Sonst immer Ilford-Kipp, alle 30s Kippen ist mir zu stressig, bei einer Minute kann man zwischendurch schonmal was holen/wegräumen, ohne dass es stressig wird.
Werde das Gefühl nicht los, wieder eine Rotationsmaschine anschaffen zu müssen. Nicht weil die Ergebnisse besser wären, oder die paar Minuten Kippen zeitlich wirklich ins Gewicht fallen würden... sondern wegen des Gefühls, etwas zu machen, das eigentlich eine Maschine für mich übernehmen sollte...


nach oben springen

#10

RE: neugierige Umfrage: Kipprythmus

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.07.2016 23:05
von pongo • Mitglied | 776 Beiträge

Das ist doch der Kodak-Rhythmus, 30 sec Dauer und dann alle 30 sec 2 x? Den benutze ich jetzt schon ewig. Früher hatte ich mit verschiedenen Entwicklern hantiert und mich streng an die Empfehlungen der Zettel gehalten, manchmal auch nach denen in FAchblättern. Bin etwas nachlässig geworden, d.h. weniger Schwung beim Kippen. Und da habe ich bei meinen Testfilmen in 6x9 Schlieren festgestellt. DAchte erst, liegt am Film. Jetzt weitere 2 Filme entwickelt und wieder mit mehr Schwung, sowie vorgewässert, und die Negative sind ok. Also, den erprobten Arbeitsweisen treu bleiben.,,

VG


zuletzt bearbeitet 20.07.2016 23:07 | nach oben springen






______________________________________________________________________________

das hobbyphoto-forum ist seit dem 14.01.2006 online

flickr online | Forenuser - Die Foren Suchmaschine | Bilder verkleinern | Bilder hochladen








Besucher
0 Mitglieder und 27 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Ela 295
Forum Statistiken
Das Forum hat 13099 Themen und 131153 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de