#1

Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 03:20
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Hat den einer von Euch?
Ist das wirklich ein Adapter mit Elektronik, die die Spannung runterregelt, oder ist das nur ein mechanischer Adapter? Im Netz finde ich dazu nur Geschwafel und Vermutungen. Leider auch in dem endlosen Thread, den es hier mal gab.


Gruß
Jochen
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zuletzt bearbeitet 08.06.2016 03:21 | nach oben springen

#2

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 05:48
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Die "Elektronik" ist eine einfache Schottky-Diode, bei welcher der Spannungsabfall geringer ist als bei einer normalen Diode. Die würde ich auch lieber direkt in den Lunasix einbauen und dann außen vielleicht ein kleines Aufkleberchen "1,5 V" anbringen. Welcher Typ dafür jetzt geeignet ist, weiß ich aber nicht. Das kann man aber in Datenblättern nachsehen. Das Verfahren ist auch für verschiedene Kameras angezeigt, die noch auf 1,35 V angewiesen sind.

Ein mechanischer Adapter kann trotzdem nötig werden, falls Du eine Silberoxid einsetzen willst, die es nicht in allen Größen gibt.

Daniel


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#3

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 05:59
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Das mit der Diode weiß ich. Frage war: ist in dem Adapter von Gossen sowas drin? Weißt Du oder vermutest Du oder meinst Du, es müßte sein.


Gruß
Jochen
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#4

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 06:30
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Also elektronisch gesehen ist das ganz einfach: Du brauchst eine Versorgungsspannung von 1,35 V, hast aber nur eine Versorgungsspannung von 1,5 oder gar 1,55 V. Du mußt nun "irgendwie" von diesen 1,55 V auf 1,35 V kommen. Ob Du das mit einer Widerstandsbrückenschaltung (die einige Nachteile hat) machst, einem Spannungsregler oder sonstwie, spielt dabei gar keine Rolle. In Deinem Fall reicht nun die besagte Schottkydiode theoretisch aus, um zum Ziel zu kommen. Theoretisch deswegen, weil die Quellspannung wahrscheinlich stabil sein muß. Das ist bei Silberoxidzellen praktisch gewährleistet, bei alkalischen Zellen aber mit zunehmender Entladung nicht mehr. Falls die Batterie, die hinein soll, aber nicht als Silberoxid zu bekommen ist, muß man mit einem mechanischen Adapter, den Du ja bereits angesprochen hast, tricksen.

Wie dem auch sei, die Hauptsache ist, daß Du zum Zeitpunkt der Messung Deine 1,35 V im Lunasix hast. Das WIE ist dabei völlig egal.

Variante: Man korrigiere mich, falls ich mich irren sollte, aber im Beli müßte doch genug Platz sein, um einige 3 V-Knöppe (CR2032) in Reihe zu schalten, einen Spannungsregler dahinter und dann mit Dioden weiter runter bis auf 1,35 V. Wenn Du den Beli nicht täglich 100 mal benutzt, stehen die Chancen gut, daß Du dann nur alle 10 Jahre die Knopfzellen wechseln mußt, die natürlich nicht mehr im Original-Batteriefach Platz finden. Die Lösung könnte allerdings für die Anwendung etwas Overkill sein.

Ich würde aber versuchen, es mit einer einzigen Silberoxidbatterie, ggf. mechanischem Adapter und Schottkydiode im Lunasix selbst zu lösen, falls das möglich ist. Wenn es klappt, dann den Adapter am besten dauerhaft ins Batteriefach kleben, weil der Lunasix dann endgültig auf 1,55 V umgerüstet ist.

Daniel


zuletzt bearbeitet 08.06.2016 06:33 | nach oben springen

#5

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 08:45
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Daniel, die Theorie ist mir klar. Ich will was anderes wissen.

Ist der Adapter von Gossen ein rein mechanischer Adapter, der den unterschhiedlichen Formfaktor der Knopfzellen ausgleicht, oder regelt er die Spannung runter. Daniel, wenn Du den nicht hast, kannst Du im Grunde nur das wiederholen, was überall im Netz zu lesen ist. Gossen schreibt jedenfalls zu dem Adaper nichts davon, daß er die Spannung runterregelt.

Hintergrund meiner Frage ist, daß ich zwar nicht den Lunasix sondern den Sixtar2 SBC habe. Der benutzt die gleichen Batterien wie der Lunasix und der Adapter ist auch für den Sixtar gedacht/geeignet. Ich will den jetzt verkaufen und zwar mit den richtigen Batterien. Bisher habe ich den mit einem selbstgestricken mechanischen Adapter verwendet und mit den PR44 mit 1,4 V. Da ich irgendwo gelesen habe, daß das eigentlich Unsinn ist, habe ich es einfach ausprobiert und stattdessen 1,55 V Silberoxidknöpfe eingesetzt. Tatsächlich zeigt er dann einen etwas anderen Wert an und zwar ziemlich genau 1/2 Blendenstufe. Jetzt kommt das, was nicht sein darf, weil es nicht sein kann, ist aber so: er zeigt mit den 1,55ern weniger an. ???? Bevor jemand fragt: es sind ganz frische Batterien aus der ungeöffneten Packung.


Gruß
Jochen
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#6

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 10:43
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

http://www.buhla.de/Foto/Quecksilber.html

Ganz unten steht etwas zum Gossenadapter. Ich verstehe das so, dass in den Adapter bereits eine Diode eingearbeitet ist. Ein Anruf bei Gossen könnte Klarheit bringen.

Grundsätzlich haben Silberoxidzellen (zB. SR44) noch am ehesten eine flache Entladekurve, wenn auch nicht so flach, wie die Quecksilberbatteren. Ich lasse Kameras bei meinem Fotomechaniker umstellen. Dabei wird zumesit eine Diode (IN4048) eingelöter, dier Belichtungsmeser abgeglichen und gegebenenfalls ein mechanischer Adapter eingeetzt.

Die meisten Kameras dieser Zeit haben CdS Zellen, die auf natürlichem Wege altern. Mit dem Neukalibrieren werden nicht nur die Spannungsuntersciede sondern auch die altersbedingte Abweihung der Zelle ausgeglichen.

Bei meiner Minolta Himatic E war keine Diode nötig, offenbar haben sich da alterungsbedingte Abweichung und Spannugserhöhung kompensiert.

Selbst wenn ich einen Sack voll frischer Queckis besäße, würde ich 40 Jahre alte Kameras gelegentlich auch hinsichtlich der Genaugkeit ihres Belichtungsmessers überprüfen lassen. Bei einer Praktica LTL, die aufgrund der Brückenschaltung auch mit 1,5V Batterien funktioniert, war eine Nachjustierung aufgrund gealterter CdS-Zelle erforderlich.

Karl


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#7

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 12:41
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Zitat von kwm im Beitrag #6
Dabei wird zumesit eine Diode (IN4048)
IN4048? Was'n das?

Daniel


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#8

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 16:51
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Zitat von kwm im Beitrag #6

Ganz unten steht etwas zum Gossenadapter.


Nö, eben nicht. Da steht nur, daß es den gibt.
Alles andere kann man 1000 x im Netz lesen.


Gruß
Jochen
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#9

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 19:35
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Die korrekte Bezeichnung der von mir benannten Diode lautet 1N 4048.

Wie ich geschrieben habe, habe ich diese Modifikation nicht selbst durchgeführt.

Jochen, Du hast recht, wenn Du darauf hinweist, dass es im Internet viele (teiilweise widerprüchliche Informationen) gibt. Wenn ich jetzt eine Quelle zitiere, kann ich sofort auch eine andere Quelle benennen, die den entsprechenden Vorschlag verwirft. Entscheidend ist, dass die von meinem Foto-Mechaniker modifizierten Kameras (Minolta SRT 101, 101b und Himatic E) nach dem Eingriff mit meinem Gossen Digital und der Nikon FM2N synchron messen.

http://aphog.de/forum/index.php/Thread/2...Umbau/?pageNo=1

Da gibt es einen Thread, den Du sicherlich auch schon kennst.

Die meisten Leute setzen offenbar Zink-Luft Batterien ein, die zwar 1,4 Volt haben aber nur etwa 6 Monate halten.

Karl


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#10

RE: Batterieadapter für Lunasix

in analoges Fotozubehör 08.06.2016 20:24
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

"Es gibt einen Batterieadapter von Gossen der die Spannung reduziert." So schreibt der da. Aber woher weiß der das? Genau diese Information habe ich nirgends gefunden.

Ich mache es ja auch mit den Hörgerätebatterien. Daß die nur 1/2 Jahr halten, ist absolut kein Problem, denn die kosten im Dutzend ja keine 5 Euro. Praktischerweise sind die Luftöffnungen mit einem Klebepunkt verschlossen, der zum Abziehen eine kleine Lasche hat. Den klebe ich dann wieder auf den Beli. Die Lasche zeigt bei meinem auf 2 Uhr, d.h. ich habe die Batterien im Februar eingelegt und muß vorsichtshalber im August wechseln, um nicht unterwegs überrascht zu werden. Hat der liebe Gott doch prima eingerichtet, daß es auf der Uhr 12 Stunden und im Jahr 12 Monate gibt


Gruß
Jochen
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