#1

"Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 04:32
von Bergsteiger • Mitglied | 15 Beiträge

Die analoge Fotografie ist noch nicht tot...
http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/t...slp=false#image


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#2

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 07:53
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo,
ich hab mit den Jahren unzählige Threads wie diesen gelesen. Ich hab (ehemaliger Mitarbeiter der Kodak AG.) den Niedergang von Kodak verfolgt, den ähnlich aussehenden Abbau bei den Fuji Labors, die Kündigungen der Rollei Mitarbeiter begleitet von Häme in der einschlägigen Presse. Neuerdings wird ein Buch verkauft mit "Bildern der bedrückenden Szene in Rochester" zum Preis von ca. 50€. Die Auflage ist fast verkauft (wer auf so was wert legt würde mich mal interessieren).
Analog ist im Bewußtsein der breiten Masse nicht mehr existent (wohlgemerkt: Ich rede "von der breiten Masse"...). Solange sich die Dinge darstellen wie von mir zitiert denke ich so darüber....wie ich halt darüber denke.
Was ich fast vergessen hätte: Ich hab mich jüngst beim "Händler meines Vertrauens" (das ist er nicht mehr aber das weiß er noch nicht) nach noch lieferbaren analogen Kameras erkundigt: Nein, Mamiya fertigt nicht mehr, nein die Bessa III gibt's auch nicht mehr, einzig Leica....
Zur Abrundung des Gesamtbildes gehört das dazu.


zuletzt bearbeitet 05.01.2016 08:04 | nach oben springen

#3

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 08:47
von Smena-8 • Mitglied | 454 Beiträge

Aber der Artikel ist auch ansonsten recht interessant, legt er doch sein Augenmerk darauf, warum und in welchen Nischen eigentlich obsolete Techniken überlebt haben. Auch die Geschichte der Schreibtischtastatur fand ich amüsant, daß wir heute noch das Tastenlayout nutzen, welches einst durch mechanische Notwendigkeit und Zufall entstanden ist.

UKW-Radio hätte noch mit dazugehört, von der Politik totgesagt, aber die Leute brauchen eigentlich nichts anderes.

Viele Grüße
Nils


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modern life is rubbish
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#4

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 09:10
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

Wie es um den Film bestellt ist, wissen wir als noch praktizierende Analogies aus den eigenen Erfahrungen und, da wir uns ja mit dem Thema mehr oder weniger intensiv auseinandersetzen wahrscheinlich sogar tiefgehender als ein Redakteur, der da mal mit recherchiert hat.
Dennoch sind solcherlei Artikel nicht unwichtig denn sie vermitteln nicht nur solchen wie uns sondern eben auch der breiteren Masse, daß es den Film überhaupt noch gibt.
Schön auch, daß man als Kamera im Hintergrund eine ältere Dresdnerin gewählt hat (Contax/Pentacon) aber das war jetzt bloß die lokalpatriotische Randnotiz von mir .

VG
Holger


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#5

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 10:11
von Thomas 55 • Mitglied | 778 Beiträge

Nun ja, ob die Zeitung Wirtschaftswoche die "breite Masse" erreicht? Die Zahl der Leser dürfte nicht viel höher sein als die der Analogfotografen - und Film zum Preis bis 10 € ist schlecht recherchiert, wenn man Diafilm mit einbezieht. Ansonsten ist es ja ganz nett wenn wieder mal über die Analogeritis geschrieben wird.

Ich selber fotografiere mittlerweile eher weniger analog weil mir das alles auch zu teuer wird, bei abnehmender Qualität und das auch bei den "besseren" Dienstleistern - 14 € für eine Negativentwicklung plus eine CD mit grieseligen jpgs...Ich habe letztens gute richtige analoge Abzüge in 20 x 30 von C 41 der 90er Jahre angeschaut und der Vergleich zu den heutigen Digitalprints von der scan datei öffnet die Augen (auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten digitaler Bearbeitung) - nee, dann lieber gleich ein RAW in voller Farbtiefe. Das Dia und SW Labor sind doch einzig wirklich analog.


gruss
Thomas
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#6

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 10:29
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Vor Jahren war ich mal ein Wochenende beim Fotoforum-Festival in Münster (glaube ich). Da waren auch die grossen Firmen vertreten. Leider wurde mir auf der Suche nach Ersatz für den abgekündigten Neopan 1600 bei Kodak vom Tmax 3200 abgeraten, weil da die Abkündigung schon in den Startlöchern stand. Zur "Zukunft der analogen Fotografie" gab es nur einen sehr ernüchternde Vortrag von Spürsinn, in dem es fast nur um "kreative" Techniken wie Emulsionstransfer und so ging. Die klassische Fotografie scheint also im Handel nicht unbedingt große Fürsprecher zu haben. Wir sind es mit unserem reduzierten Filmkonsum also nicht allein schuld.

Und ganz ehrlich: wer heute noch Bilder fürs Album, das WEB oder die Freunde nicht mit dem Handy macht, der hat doch was verpasst. Und das ist eben der Massenkonsument gewesen, der uns praktisch immer in gewisser Weise unterstützt hat.

Mit besserer Qualität oder anderem Look hat die analoge Fotografie schon lange nichts mehr zu tun. Es ist ein Gefühl.

Den Artikel habe ich nicht hat gelesen, weil es mir egal ist, wie andere darüber denken. Wenn dadurch aber dieses analoge Gefühl ein wenig propagiert wird, dann ist es doch gut.


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


zuletzt bearbeitet 05.01.2016 10:33 | nach oben springen

#7

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 11:43
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von bilderknipser im Beitrag #6

Mit besserer Qualität oder anderem Look hat die analoge Fotografie schon lange nichts mehr zu tun. Es ist ein Gefühl.



Hallo,
das mag Deine Ansicht sein - ich würde es gut finden wenn Du sie in diesem Forum nicht bei jeder Gelegenheit propagierst, Du bist "Moderator". Ich jedenfalls widerspreche heftig.
Thomas 55 hat das Dia und Schwarzweiß erwähnt. Zu Recht. Ich mach Jahrzehnte Mittelformat- (Dias). Ich hab bis heute nichts gefunden das dem das Wasser reichen kann. Jetzt hab ich mir vorgenommen dasselbe mit Schwarzweiß zu praktizieren. Studio 13 gibt Tipps dazu.
Ich bin nebenbei nicht gewillt mir einen Beamer für 4000€ ins Wohnzimmer zu stellen und für die Lampe 500 oder 600€ zu bezahlen. Zumal das morgen bei der Technologie der Schnee von gestern ist.


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#8

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 12:48
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Auch als Mod darf ich eine private Meinung haben.

Du sprichst aber immer nur von einzelnen "Spezialisten" und betonst ständig Deinen professionellen Hintergrund. Ich spreche vom Durchschnittsfotografen. Wäre schön, wenn Du das nicht ständig ignorieren würdest. Die Diaschau auf der Leinwand ist nun mal wirklich nicht mehr allgemeine Gepflogenheit. Bei meinem Workflow sprich hybrider Ausarbeitung, die wohl sehr viele Analogfotografen machen, habe ich es nicht leicht mit einer Mittelformatkamera gegen eine Lumix anzustinken. Wobei das eigentlich ohnehin völlig gleichgültig ist, wenn das Bild gut ist. Ich fürchte, Du machst einen ähnlichen Fehler wie die Digifotografen, für die Qualität sich an Pixeln, Auflösung usw. Orientiert. Das ist für mich kein alleinseligmachendes Kriterium für ein gutes Bild. Ich mache Bilder für die Wand. Ich weiss nicht mehr bei allen meinen Bilder, wie sie entstanden sind. Und wenn Elliott Erwitt seine erstmals in 2015 präsentierten analogen Farbarbeiten aus mehr als 30 Jahren als Fineart-Prints in Galerien und Museen präsentiert, dann ist das für mich Durchschnittsfotograf ein höchstwertiges Medium. Sollte es für Dich auch sein und nicht nur das Dia auf der Leinwand.

Übrigens wüsste ich nicht, dass ich auch nur die geringste Kritik an Dias auf der Leinwand geübt habe. Es ist aber ganz sicher nicht die einzig gültige Fotografie.


Gruß
Jochen
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#9

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 13:07
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

Ruhig Blut Freunde - für Grabenkämpfe gibt es keinen Grund.
Der Ursprung war ein Bericht über (vermeintlich obsolete) Technik, wo eben auch über den Film geschrieben wurde.
Nicht mehr und auch nicht weniger.

Weshalb, zumal im Hobbybereich, jemand zum einen oder anderen Medium tendiert ist doch manigfaltig.
Von 'keine Lust auf Rechner und Co.', Freude an der althergebrachten Technik, finanziellem Aufwand bis zur bequemeren chemielosen Ausarbeitung von Bildern und und und ist doch alles dabei.

Am Ende steht ein Bild.
Und das ist gut so !

VG
Holger


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#10

RE: "Wirtschaftswoche" 52/2015 über analoge Fotografie

in News & Fakten 05.01.2016 13:15
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo,
bitte zeig mir doch mal an welcher Stelle ich im Forum von Spezialisten gesprochen habe oder meinen "professionellen Hintergrund betont" hätte.
Wenn Du das nicht kannst dann unterlaß bitte derartige Unterstellungen.
Das ist das eine.
Das andere ist die Tatsache, daß ich mich bereits in den 60-ern für eine bestimmte Art Fotografie (technisch) entschieden habe und die betreibe. Völlig egal wie Du darüber denkst. Ich betrachte meine Dias und freu mich. Das ist alles.
Deine Betrachtungen darüber enthüllten sich für mich mit Deiner Äußerung über die Diafotografie mit etwa den Worten, "wer macht das denn heute noch?" Daß DD_Ihagee das neuerdings macht hat Dich verblüfft.
Offenbar hältst Du Dich mit "Deinem Gusto" für das arbeitende Volk - die "die es bringen". Andere (wie die Diafans) sind die Spinner.
Ich sags mal so aber dafür kannst Du nichts.


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