#11

RE: Vergleichstest Papierentwickler - Was bringt's wirklich??

in Dunkelkammer & Entwicklung 09.12.2006 21:54
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Uiuiui, so viele Fragen . Na dann will ich mal versuchen, hierzu Stellung zu nehmen:

- das es von Moersch ein Additiv gibt, weiß ich. Dieses habe ich nicht, und habe es auch nicht verwendet, da ich erstmal die Wirkung des reinen Entwicklers als solches beurteilen wollte. Ich denke mal, mit den passenden Chemikalien lassen sich aus allen Entwicklern verstärkte Wirkung herausholen, wo hier die Kunst sein soll, hat sich mir noch nicht ganz erschlossen

- die Entwicklungszeiten habe ich immer (wie auf den Packungen auch beschrieben, siehe folgende Antwort) auf exakt 90 Sekunden gehalten, um hier vergleichbare Ergebnisse zu bekommen

- Agfa Neutrol dürfte nicht zu dünn angesetzt worden sein. Auf der Packung steht für Entwicklungen á 90 Sekunden eine Verdünnung von 1+11 bis 1+15. Da ich es möglichst "dick" haben wollte, habe ich mich für 1+11 entschieden. Auf der Moersch-Packung stand für Entwicklungen á 60 Sekunden 1+7 und für Entwicklungen á 90 Sekunden 1+10 - 1+15. Daher habe ich mich auch hier für 1+11 entschieden. Auf dem Ilford Warmtone stand (ohne Angabe einer Entwicklungszeit) 1+9, welches ich so auch verwendet habe

- Die Tonart des von mir verwendeten Papieres ist Neutralton, daher habe ich dies auch ausgewählt.

- Mein Fazit ?? Wie oben geschrieben. War halt enttäuscht. Da ich noch bergeweise Neutralton-MG-PE-Papier habe und dies mindestens auch aufbrauchen, wenn nicht anschließend zumindest noch teilweise weiterverwenden will, kann ich eigentlich jeden der 3 Entwickler verwenden, denn das Ergebnis bleibt hier eh immer das Gleiche . Da lohnt es sich für mich nicht (zumal alle 3 Packungen frisch angebrochen waren und eine Weile halten sollten) mich aktuell auf einen Entwickler festzulegen

- last but not least: Ich habe von Andreas mehrere Seiten Barty-Warmtone-Papier bekommen, ich meine von Forte habe er gesagt. Diese werde ich mal testen und dann eine Neuauflage des Vergleichstestes hier einbringen. Vielleicht sieht man dann ja einen Unterschied . Wäre dann allerdings das erste mal, dass ich Barty verwende. Bisher habe ich mich hier immer wegen der extrem langen Wässerungszeiten, die für mich persönlich in heutigen Zeiten (im Vergleich zu PE-Papier) schon fast Ressourcenverschwendung grenzen , drum herum gedrückt...

Gruß
Sven


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"Wenn ich nicht malen kann, fotografiere ich, und was ich nicht fotografieren kann, werde ich nicht malen" (Man Ray)



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#12

RE: Vergleichstest Papierentwickler - Was bringt's wirklich??

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.12.2006 00:34
von andreas

Hallo Sven

Ähnlich wie Roland kann ich Deine Ergebnisse nichz ganz nachvollziehen. Aber wie schon gesagt worden ist mit einem Kaltenpapier läßt sich kein Warmerton zaubern. Besser sind hier immer Warmtonepapiere.
Ich habe schon mal geschrieben das jeder Entwickler ne andere Zeit braucht um die besten Ergebnisse bzw seine maximale Schwärzung/Bildton zu erreichen.
Das Papier welches ich Dir zugeschickt habe ist ein Adox Fineprint Neutraltone. Das Papier wird sich aber besser als dein Forte in eine Richtung biegen lassen.

Respekt! Solche Vergleiche habe ich seit langer Zeit nicht mehr gemacht und ich kann nachvollziehen welche arbeit/Frust dahinter steckt. Danke.


gut Licht
Andreas



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#13

RE: Vergleichstest Papierentwickler - Was bringt's wirklich??

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.12.2006 08:43
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Hallo Sven,

das ist ja richtig systematische Forschungsarbeit. Ich würde an Deiner Stelle jetzt auch dasselbe mit Warmtonpapier(-en) testen. Diese sollten deutlicher auf Entwicklereinflüsse reagieren, insbesondere Barytpapiere. Die Beeinlußbarkeit des Bildtones ersetzt letzlich jedoch nicht das eventuelle Tonen. Mit speziellen Entwickler lassen sich kaltschwarze bis warmschwarze Ergebnisse erzielen. Mit Tonern kannst Du leuchtend blaue bis gelblich-braune Ergebnisse erhalten. Das schafft kein Entwickler, mit Entwickler/Papierkombination läßt sich kaum das Tonen umgehen.
Übrigens (1) sind die diversen Entwickler schon auch für Neutralton-PE-Papiere geeignet, sie zeigen nur nicht so ausgeprägte Unterschiede wie Warmton/Barytpapiere.
Übrigens (2) enthalten meines Wissens Kalttonentwickler/-additive in der Regel Benzotriazol (manchmal auch Natriumthiosulfat, igitt). Bei höherer Dosierung wird die Alkalität des Entwicklers und damit die "Power" herabgesetzt. Dadurch sind u.U. etwas verlängerte Belichtungszeiten notwendig. Bei gleicher Belichtungszeit wie bei Einsatz eines Neutral werden die Ergebnisse also heller.
Abschließend: Danke für Deine Fleißarbeit, bin mächtig gespannt auf Deine weiteren Ergebnisse. Das ist experimetelle Wissenschaft: Die Praxis muß die Theorie bestätigen.


Ciao


Bernd







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