#11

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 26.01.2014 18:00
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Ach, herrje, da ist mir Henning schon zuvor gekommen.

Wie schon gesagt, wird der Strom durch den LDR und den Vorwiderstand begrenzt, beides ist immer in Einfach-CdS-Messern (und um genau die geht es hier) vorhanden. Laut den Spezifikationen kann ein LDR, ohne jetzt allzu sehr ins Detail zu gehen, je nach Typ von vielleicht 100 Ohm bis 100 Megaohm gehen. Im letztern Fall bedeutet dies praktisch eine völlige Sperre, weswegen bei solchen LDRs bei Abdunklung die Batterie eher durch Selbstentladung erschöpft denn durch Stromfluß; auf einen Ein-/Ausschalter kann dann verzichtet werden. Wie man leicht sieht, kommt es uns auch nicht auf den Dunkelstrom an, sondern auf den Hellstrom. Aufgrund der Linearität ergeben sich dann alle Zwischenwerte automatisch.

Die Formel des Ohmschen Gesetzes lautet, wie Henning schon sagte, I = U / R. Um das (fast) gleiche Meßergebnis zu erhalten gilt bei einer neuen Batteriespannung folgender, neuer Vorwiderstand:

U(alt) / R(alt) = I(Drehspulinstrument) = U(neu) / R(neu)

Beide Spannungen U sind bekannt, 1,35 V und 1,55 V (Silberoxid). R(alt) ist der eingebaute Vorwiderstand, möglicherweise ein Trimmpoti. R(neu) kann damit errechnet werden. Allerdings stimmt das rechnerisch nicht ganz genau, weil das Drehspulinstrument ja noch einen (nicht konstanten) Innenwiderstand hat. In der Praxis dürften die Unterschiede aber zu vernachlässigen sein.

Umbau:
Ich würde bei solchen Einfach-CdS-Messern das Gerät einer hellen Lichtquelle aussetzen, so daß der Zeiger gerade voll ausschlägt, den einzigen, eingelöteten Widerstand entfernen, den Wert ablesen und einen kleinen Trimmpoti einlöten, der mindestens den etwa vielleicht 1,5-fachen Wert hat. Danach eicht man den CdS-Messer mit dem Trimmpoti an den ansonsten gleichen Lichtbedingungen mit der neuen Silberoxidzelle wieder auf Zeigervollausschlag. Fertig. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann den Beli natürlich auch an einem anderen Beli eichen.

Daniel


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#12

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 26.01.2014 23:43
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

Probierst Du es aus?
Ein Testlauf über einen längeren Zeitraum wäre recht interessant.
Da das Netz gerade mit dieser Batterie-Thematik übervoll ist, hier noch zwei Links: 'klick' und 'klick'.



VG
Holger

P.S. "Lustig" zu lesen, daß eine EU die ( relativ dichten) Quecksilberzellen verbot, kurze Zeit später quecksilberhaltige Leuchtstofflampen forcierte, bei denen ungleich schneller (Glasbruch) Quecksilber in die Umwelt gelangt...


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zuletzt bearbeitet 27.01.2014 00:01 | nach oben springen

#13

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.01.2014 01:12
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Seit wann treffen Politiker vernünftige Entscheidungen, die nicht von der Lobby gebilligt werden? Die macht doch die Politik.

oder war diese Äußerung jetzt nicht sorgfältig genug überlegt und muß gelöscht werden vom Mod? Zitat aus den Forenregeln: "... bei politischen sowie religiösen Themen besondere Sorgfalt walten zu lassen."


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
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meine HP http://jochen-b.de/


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#14

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.01.2014 01:19
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

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#15

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.01.2014 05:33
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Also nochmal: Das, was ich oben schrieb, bezieht sich auf CdS-Messer einfachster (!) Bauart. Also dem Gegenteil beispielsweise eines Gossen Lunasixes. Das heißt, man muß vorher prüfen, welche Verschaltung vorliegt, und dann entscheiden, ob es mit einem Ändern des Vorwiderstands getan ist oder ob man größere Geschütze auffahren muß. Bei der Rollei 35 habe ich schon öfter gelesen, daß es dort aufgrund des Gedränges im engen Gehäuse nur für eine einfache Beli-Variante gereicht hat. Da müßte es dann gehen.

Die Schottkydiodenlösung dürfe ebenfalls nicht ganz unproblematisch sein, weil Halbleiter nicht ganz linear arbeiten. In der Praxis aber dürfte das ebensowenig eine Rolle spielen wie die Geschichte mit dem Trimmpoti.

Entgegen dem, was andere schreiben, würde ich immer dann, wenn es möglich und Platz vorhanden ist, einen Festeinbau des Trimmpotis oder der Diode mit Anpassung der neuen Batteriegröße einem Adapter vorziehen. Aber das ist natürlich rein subjektiv und andere sehen das natürlich anders.

Eine Beschädigung der Elektronik durch eine falsche Spannung, wenn man einfach nur die Batterie gegen eine Silberoxid austauscht, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ganz besonders damals hatte man immer noch genug Reserven verbaut und wegen 0,2 V geht da nichts kaputt, falls man nur eine lötkolbenfreie ISO-Korrektur durchführen will.

Ich habe derzeit leider nicht die Möglichkeit, eine der Varianten auszuprobieren. In meinem "Dorf" gibt es keinen richtigen Elektronikladen mehr und die Versandkosten sind mir für ein paar "Pfennigartikel" einfach zu teuer. Ich kann mal bei Gelegenheit schauen, ob ich noch Elektronikschrott mit brauchbaren Teilen finde und den ausschlachten kann.

Daniel


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#16

RE: CdS: Wein-Zelle oder ISO-Anpassung bei mehreren Kameras/Belis?

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 27.01.2014 07:53
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

Die Schottkyvarianten im Batteriegehäuse wie auch im Weimarlux arbeiten bislang klagfrei.
Aber mal rein vom Verhältnis Aufwand/Nutzen - ergab mein weiter oben geschilderter Versuch, daß die Hörgerätebatterievariante (was für ein schönes Wort) am effektivsten ist.

VG
Holger


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