#1

Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.06.2013 00:06
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Hallo,

gestern haben ich (endlich) besagtes Gerät in Betrieb genommen.

Ich denke grundsätzlich habe ich es verstanden. Es hat eine Weile gedauert bis ich mich durch die Anleitung von Gossen gebissen habe.

Zwei Sache zu denen ich gerne Eure geschätzte Meinung hätte:

Bei der Mehrpunktmessung bekomme ich keine sinnvollen Werte.
Also hellste / dunkelste Stelle des Negatives messen und Mittelwert berechnen.
Was dabei raus kommt ich immer viel zu kurz.
Wenn vom hellsten gezeichneten Bereich die Rede ist meinen die das was beim Abzug hell kommt also schwarz auf der Projektion?
Ich denke einige wirklich grundlegende Dinge werden in der Anleitung überhaupt nicht gesagt:
Im Prinzip macht das Ding doch folgendes wenn ich es richtig verstehe:
Ich ermittle per Teststreifen eine Referenz-Zeit für die Highlights. Aus der Zeit und der Lichtmessung macht das Ding eine "Indexzahl" und speichert sie ab. Jetzt muss ich immer die besagte Zone in den Negativen finden und messen. Würde sagen Zone VIII
So weit so gut. Was hat das dann mit dem Mittelwert zwischen den hellen und Dunklen Bereichen zu tun?
Wenn ich den Mittelwert zwischen Hell und dunkel mit Zeichnung nehmen komme ich doch etwa bei Zone V raus?
Wie kann das Sinn machen?

Wenn ich jetzt also zum Beispiel sicher gehen möchte dass ich einen gewünschten Hautton (Zone VI bis VII) erhalte müsste ich doch einen "Indexwert" für diese Zone mit einer bestimmten Kombination aus Papier/Entwickler/Gradationsfilter und womöglich sogar Film messen und notieren. Also mehrere Indexwerte pro Papier. Richtig? Macht das Sinn?

... oder halt von Zone VIII per Blende am Vergrößerer oder manuell per Zeit die Belichtung in die gewünschte Zone verschieben.

Mich irritiert dass davon in der Beschreibung nicht die Rede ist.
Scheinbar schaut das Ding nur so schlau und "Automatisch" aus und ist in Wahrheit nur ein Belichtungsmesser.

Eure Meinung würde mich interessieren.

Gruß,

Oliver


zuletzt bearbeitet 15.06.2013 00:09 | nach oben springen

#2

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.06.2013 09:25
von Gelöschtes Mitglied
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"Scheinbar schaut das Ding nur so schlau und "Automatisch" aus und ist in Wahrheit nur ein Belichtungsmesser. "

Letztlich schon.

Die Indexzahl hat aber m.W. nix mit anwendbaren Zonen zu tun, sondern hilft Dir eher, Dein Papier einzueichen.
Wenn also Deine Prints nach Mittelwert grundsätzlich zu hell werden, musst Du mal den Index anpassen, bis sich im Print der Mittelwert widerspiegelt. Oder so ähnlich - hab meinen Hauck lange nicht mehr benutzt...
Richtige Messung und ausreichende Enwicklung mal vorausgesetzt.

"Wenn ich jetzt also zum Beispiel sicher gehen möchte dass ich einen gewünschten Hautton (Zone VI bis VII) erhalte "

Richtig geeicht( richtiger Index), zeigt Dir die Messung auf die Haut Zone V ( ist eben ein Beli) und Du verschiebst einfach um 1 bis 2 EV.
Unabhängig vom Film, aber halt nur für diese eine Papier/Entwicklerkombi.
Anderes Papier reagiert ja wieder anders..

Gradationswandlungen würde ich vielleicht eher prozentual berücksichtigen( Erfahrungswerte), sonst müsstest Du ja noch auf jede Gradation eichen.
Einfach mal mit bzw. ohne Filter messen, Zeiten vergleichen, prozentual umrechnen.

Und die richtige Gradation zu finden, also da taste ich mich lieber schrittweise vor.

Für mich z.B. ists eh mehr ein Näherungswerkzeug denn ein Nonplusultraprintfinder.


zuletzt bearbeitet 15.06.2013 09:29 | nach oben springen

#3

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.06.2013 21:40
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

ich glaube, du denkst zu kompliziert. Das Teil hat mit Zonen nichts zu tun. Du ermittelst den Index an einem Beispielabzug. Du erstellst erst einen guten Abzug, dann misst du mit der Messmethode, die du haben willst (z.B. Mittelwert), das Bild aus. Anschließend gibst du die Zeit ein, die du für deinen guten Abzug gebraucht hast. Jetzt kannst du bei anderen Negativen wieder mit der gleichen Messmethode die Zeit ermitteln. Wenn der Index noch nicht ganz passt, kannst du ihn noch leicht korrigieren.


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#4

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.06.2013 08:34
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo, Hans,

""ich glaube, du denkst zu kompliziert.""

Genau.

""Das Teil hat mit Zonen nichts zu tun.""

Moment - wieso nicht?

Ist doch "zonig" durchaus nutzbar :-)

Aber Du hast recht, es soll das Leben ja leichter machen...

VG,
Platte


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#5

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.06.2013 08:36
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Platte:
Also du meinst das Gerät wird auf Zone VIII kalibriert und gemessen wird auf Zone V?
Würde die Möglichkeit mehrfacher Messungen erklären, die Abweichungen bei mir auch.
Muss ich unbedingt probieren!!
Wenn das Gerät von Haus aus um drei Zonen verschiebt macht es natürlich nur Sinn das zu machen wie du das sagst.
Also von Hand auf die gewünschte Zone schieben.
Werde es heue Abend probieren und berichten.

Hans Wöhl:
Das ist so ne Sache. Natürlich kann man alles nach Anleitung machen. Ich mag es halt gerne genau und berechenbar.


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#6

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.06.2013 08:58
von Gelöschtes Mitglied
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""Also du meinst das Gerät wird auf Zone VIII kalibriert und gemessen wird auf Zone V?""

Nein nein, wo sagte ich das??

Geh das mal ganz locker an und mach einfach, wie es der Hans beschrub :-)

Der Index ist lediglich ein einmal erzeugter Wert, mit dem Du beim Neustart des Gerätes Deine Eichung wieder abrufst bzw. eingibst
( ermittelt z.B. 2,345, also nächstes Mal wieder 2,345 eingeben).
Beim Aus-u.Einschalten verschwindet der Index nämlich, man muss den immer zuerst eingeben beim Neustart.
Wenn Du jetzt, egal auf welchem Wege, mal einen passenden Index gefunden hast ( Methode Hans, oder Graukeil, oder wie auch immer), wirst Du wohl mit diesem Wert und natürlich dem gleichen Papier ganz gut zurande kommen.

Wenn Du aber nun den Hautton exakt auf Zone 6,5 haben willst, was mit Mittelwertmessung wahrscheinlich nicht ganz passen wird, würde ich die Haut direkt anmessen, und der Beli sagt ja wie immer und wie jeder Beli : "Zone5!"
Und schon weisste, wies weitergeht...


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#7

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.06.2013 07:17
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

wenn du mit Zonen arbeiten möchtest, dann wäre derRHD-Analyser das Gerät für dich. Die Messung des Trialux funktioniert so lange ganz gut, wie man so misst, wie man ihn kalibriert hat. Ansonsten dürfte es kompliziert werden, wenn man die ermittelten Zeiten auf andere Zonen umrechnen möchte.
In der Beziehung fand ich selbst meinen Jobo Comperator 2 praktischer. Leider lässt er sich nur über Potis kalibrieren. Hat man es aber einmal, so kann man recht einfach so messen, dass die Haut den richtigen Grauton bekommt und kontrollieren, ob der Rest passt. Nimmt man z.B. 2er Papier, so misst man die Haut und dreht die Zeit so lange bis die Grad3 aufleuchtet.


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#8

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.06.2013 07:59
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Danke für den Tipp.
Habe es gestern geschafft ihn auf V 50% grau zu kalibrieren.
Mit ner Stelle ohne Textur auf dem Neg.
Die Zone lässt sich dann wie empfohlen einfach hinterher mit der Blende schieben.
Nur nen gescheiten Print hab ich noch nicht weil ich irgendwann den Koller bekommen und abgebrochen hab. :-)


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#9

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.06.2013 08:41
von Gelöschtes Mitglied
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""Nur nen gescheiten Print hab ich noch nicht..""

Tja, da kommen dann langsam die Gradationen oder gar Splitgrade ins Rennen, Einblitzen, Nachbelichten, Abwedeln..
Ich dachte auch mal - Licht an,Entwickeln, fertig ist das gute Bild :-)
Ansonsten hilfts, schon bei der Aufnahme mal kurz ans fertige Bild zu denken und ggf. zu hohe/flaue Kontraste zu meiden oder zu beeinflussen.


""..weil ich irgendwann den Koller bekommen und abgebrochen hab. :-)""

Na ja, zumindest hast Du jetzt ne Basis.
Hoffentlich :-)

""Habe es gestern geschafft ihn auf V 50% grau zu kalibrieren.""

Und was sagen die Eckwerte ( I/II , VIII/IX ) ?
V kann ja jeder :-)
Ähm, und was sind diese 50% ?

""Die Zone lässt sich dann wie empfohlen einfach hinterher mit der Blende schieben""

Sehr schön :-)

Aber: Warum Blende - gehts denn nicht über die Zeit??


zuletzt bearbeitet 17.06.2013 08:51 | nach oben springen

#10

RE: Gossen Sixtolab Hauck Trialux

in Dunkelkammer & Entwicklung 17.06.2013 10:30
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Habe schlicht das falsche Negativ für ein ersten Test genommen.
HP5 auf 3200 gepusht und stark vergrößert.
Als ich heute morgen in den Eimer geschaut habe waren über die Hälfte der Teststreifen eigentlich brauchbar.
Deswegen gestern Abbruch. Konnte nicht mehr denken.
Ja nee ich hab schon ein wenig Erfahrung mit Vergrößerungen. Nur halt auf konventionelle Art.
Ich will halt nur mehr Kontrolle und weniger Fehlversuche.
Was die Eckwerte betrifft werd ich das natürlich noch probieren. Mit verschiedenen Gradationen.


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