#11

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.06.2013 09:52
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Hallo zusammen,

als Newbie in Sachen Entwicklung möchte ich mal nachfragen, wie ihr eure Negative nach dem Entwickeln behandelt. Wasser angesetzt.

Wie handhabt ihr das?
Viele Grüße,
Jan
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Hallo Jan,
der Film wird als Schlußbad in Mirasol+aquadest gebadet, dann lasse ich den Film an einer Hand lang runterhängen,über einem Eimer, gieße einen Schwall Schlußbad über den Film und hänge ihn ohne jedes Abstreifen, Schleudern oder dergl. Blödsinn in den Trockenschrank (Durst UT100).
Noch nie war da in 30 Jahren irgendwas auf dem Film was da nicht drauf gehört.

phosphor


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Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
______________________________________________
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#12

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.06.2013 20:26
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Unser Sauerland-Kranenbergerwasser ist sehr kalkhaltig.
Chemie setze ich mit destilertem Wasser an.
Die Rollfilme wässere ich mit 3 Ltr Kranenberger Leitungswasser ohne Mirasol.
Am Ende spüle ich 2 x mit einem Schluck destilertem Wasser ohne Mirasol öä.
Danach hänge ich den tropfnassen Rolfilm 45° schräg zum Trocknen auf.
Das Wasser läuft dann nur an der Unterkante vom Film ab.
Rest-Tropfen bleiben am Film hängen und trocknen dort immer rückstandsfrei ab.
Seit 2 Jahren arbeite ich so problemlos. Die Salat-Trockenschleuder und das Mirasol könnte ich verschenken.
Wichtig erscheint mir, das der Film 45° schräg zum Trocknen aufgehängt wird.
Da läuft dann das Wasser nicht immer von oben bis unten über den gesammten Film.
Und sollte der Film mal Verletzungen haben, kommen diese dann 100% nicht von der Entwicklung.
Oft kommen sie von der Kamera. Das ist bei den alten Lichtsammlern schnell mal möglich.
Aber auch Rohfilme haben von Hause aus schon Verletzungen. Schon etliche male festgestellt.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 11.06.2013 20:27 | nach oben springen

#13

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.06.2013 00:54
von Erbswurst • Mitglied | 161 Beiträge

Die beiden letzten Filme waren immerhin ohne Kratzer, so langsam wirds besser. Das schräge Aufhängen scheint mir sehr, sehr sinnvoll zu sein - mal überlegen, wie das am ergonomischsten möglich ist.


Viele Grüße,
Jan
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#14

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.06.2013 07:26
von F._Kilian • Mitglied | 654 Beiträge

Zitat von phosphor im Beitrag #11
Hallo zusammen,

als Newbie in Sachen Entwicklung möchte ich mal nachfragen, wie ihr eure Negative nach dem Entwickeln behandelt. Wasser angesetzt.

Wie handhabt ihr das?
Viele Grüße,
Jan
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Hallo Jan,
der Film wird als Schlußbad in Mirasol+aquadest gebadet, dann lasse ich den Film an einer Hand lang runterhängen,über einem Eimer, gieße einen Schwall Schlußbad über den Film und hänge ihn ohne jedes Abstreifen, Schleudern oder dergl. Blödsinn in den Trockenschrank (Durst UT100).
Noch nie war da in 30 Jahren irgendwas auf dem Film was da nicht drauf gehört.

phosphor



Bis auf den Trockenschrank (da habe ich einen unberührten, recht sauberen Keller) mache ich es genauso und bin zu 95 % mit dem Ergebnis zufrieden. Mit Trockenzangen habe ich bis jetzt keine guten Erfahrungen gemacht... Und Mirasol drauf trocknets recht schnell, meinem Empfinden nach. Halber Tag ist für mich völlig ausreichend.

LG

Flemming!


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"Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (L. Wittgenstein)
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#15

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.06.2013 22:49
von JochenDT • Mitglied | 937 Beiträge

Das mit der schrägen (z.B. 45°) Aufhängung und dieses bei Kleinbildfilm, dass interessiert mich! Wenn da jemand eine praktikable Idee hat möge er das bitte kundtun!

Gruß Jochen


Jochen
Gruß aus dem Lipperland

Spröde Künste
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#16

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.06.2013 23:39
von Erbswurst • Mitglied | 161 Beiträge

Meine Streifen hängen an einem Haken an der Decke über der Badewanne, sonst hängt dort ein Topf Rhipsalis. Wenn ich aus einer umgebogenen Büroklammer Häkchen mache, das andere Ende des Filmstreifens einhänge und mit einer dünnen Gummischnur schräg/quer zum Wasserhahn spanne, könnte es klappen.

Das wären mindestens drei verschieden lange Gummistrippen.....hoffentlich hat jemand eine bessere Idee. Ich schließe mich also Jochen an: let's brainstorm!


Viele Grüße,
Jan
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#17

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.06.2013 00:01
von Volker Warbende • Mitglied | 1.834 Beiträge

Mal eine schnelle Skizze


Dateianlage:

.
.

Meine Meinung ist objektiv absolut subjektiv und/oder/aber subjektiv absolut objektiv

.
.

UnBuntUndBunt....4,5 x 6,0 at ipernity
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#18

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.06.2013 00:15
von konicafan • Mitglied | 1.915 Beiträge

Hmm, so richtig einsichtig ist es mir nicht,
warum schräg aufgehängte Filmstreifen besser trocknen sollten, als senkrecht aufgehängte.

Gruß
Michael


everybody's darling is everybody's Depp (FJS)
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#19

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.06.2013 00:16
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo aus dem Sauerland.
Das verdrehen und die 45° Schräglage vom Film habe ich über einen steifen Kupferdraht mit angebogener
Lang-Öse im Griff.
Bei mir sind ausschliesslich Rollfilme im Einsatz.
Meine unteren Film-Trockengewichte haben als untersten Abschluss einen flachen Haken.
Dieser flache Haken kommt in die Lang-Öse.
Die Lang-Öse ist so eng um den flachen Haken, dass der Haken mit dem Film sich nicht mehr seitlich verdrehen kann,
wenn der Film schräg hängt. Das Wasser fliesst dann perfekt an der unteren schrägen Kante vom Film ab.
Eventuelle Rückstände können hier nichts fehlerhaftes bewirken und der Film wird gleichmässiger klebefrei und Trocken.
Bei normaler Trocknung wird der untere Teil vom Film immer als letztes kleberfrei und anschliessend Trocken,
weil von oben ja immer neues Rest-Wasser länger nachfliesst.
Gerade in dieser Klebezeit wird bei grösserer Luftbewegung mit etwas staubiger Luft der Film mit Flusen verunreinigt.
Das andere Ende vom Kupferdraht ist zur Abspannung an der Wand befestigt.
Wer mit Staub rechnen muss, (z.B. öfters Tür auf/zu) sollte mit einer Salatschleuder (zum Drehen, also ohne Band)
die Resttropfen vorher noch abschleudern. Geht klasse.
Mein Labor hat eine ganz leicht feuchte Wand und ist staubmässig somit recht pflegeleicht.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
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#20

RE: Filmstreifen richtig trocknen

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.06.2013 00:43
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Jetzt muß ich mich doch noch mal zu Wort melden. Heute morgen habe ich auf die Schnelle für einen Test einen Überwachungsfilm = HP5 nur anderer Träger belichtet und entwickelt. Da es nur um den Test ging, habe ich zum Schluß keine Aqua dest-Bad mehr genommen sondern nur noch kräftig abgestreift und an der Hutablage aufgehängt. Nach einer guten Stunde konnte ich die Negative trocken, staub- und streifenfrei in den Scanner legen. Manche Filme brauchen etwas länger. Bevor ich die dann eintüte, lasse ich sie natürlich noch ganz trocknen, aber dann hängen sie schon lange nicht mehr. Ich habe wirklich 0 Idee, was Ihr mit Euren Filmen so kompliziertes veranstaltet oder auf welchen Baustellen Ihr die aufhängt, daß das so ein ewiges Diskussionsthema sein muß.


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
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