#1

Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 00:26
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Leute

Es geht mir hier um eine Bewertung der Entwicklung und nicht um eine Bewertung der Abbildungen!
Bzw. geht es mir darum, ob das Ergebnis mit Ilfosol3 noch verbessert werden kann :).

Film: Efke 100
Entwickler: Ilfosol 3 bei einem Mischverhältnis von 1:14 bei 9min und 20°C.
Fixierer: Ilford Fix 1:4

Zeitnehmung begonnen nachdem Entwickler in der Dose!

1. Vorwässerung / nein
2. Entwicklung / innerhalb der ersten Minute ständig gekippt.
Dannach alle 30 sekunden 1 x gekippt.
3. Zwischenwässerung / bis Wasser wieder klar
4. Fixierung 3 min / alle 30 sekunden 1 x gekippt
5. Schlusswässerung

Wenn ich mir das Negativ jetzt ansehe, kommt es mir so vor als ob ich ein wenig zu lange entwickelt hätte (Zahlen).
Komischerweise ist dieses Phänomen aber nicht am ganzen Streifen zu sehen sondern nur vereinzelt!
Ist das beim Efke ok??
Was mich auch ein wenig Nervt, ist das sich das Negativ immer einrollt (extrem beim Efke)
Habt Ihr da einen Rat wie ich die endlich mal platt bekomme :) ??




Das erste der beiden Bilder ist so wie ich es von Vuescan mit dem CanoScan 9000F ohne Schärfung (hat überhaupt keinen Effekt) herausbekomme. Das zweite ist dann die bearbeitete Fassung welche mit Silver Efex Pro und Sharpener Pro von Nik-Software leicht
korrigiert wurde.






So das wars einmal fürs erste und widme mich gleich dem Efke 25 und einer gerade eingetroffenen Bellaluxa 4x4 von Bilora :).
lg Werner


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#2

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 01:07
von Annalog • Mitglied | 182 Beiträge

Hallo Werner,

erstmal vorweg: ich kenne weder Deinen Film noch Deinen Entwickler, trotzdem eine allgemeine Anmerkung.
Beim Blick auf die Negative würde ich spontan sagen: überbelichtet und unterentwickelt - oder Scan unbrauchbar. Aus der Schwärzung der Randbelichtung kann man bei einem Efke wahrscheinlich gar nichts folgern (was man so hört).

Die Positiv-Scans sehen dagegen ordentlich aus. Mit einem Scanner kann man auch aus grenzwertigen Negativen noch brauchbare Bilder machen. Ein Papierabzug wird da wohl schwieriger, und das ist für mich immer das Ziel eines Fotos, sonst kann ich gleich mit dem Handy knipsen. Das ist jetzt kein Plädoyer für hybride Arbeitsweise. Mal abgesehen von Bildern für's Web gelingt die auch nicht besser, denn ein guter Ausdruck ist eine echte Herausforderung, die nur wenige beherrschen - und das mit viel Aufwand!

(Mein) Fazit: Ob ein Negativ etwas taugt, kann man durch bloßes Anschauen oft nicht beurteilen. Man muss damit in der Dunkelkammer einen guten Abzug auf eine mittlere Gradation machen können.

Gruß, Manfred


 
Für Anfänger und Wiedereinsteiger hier meine Antworten auf die häufigsten Fragen zum SW-Fotolabor:
Schwarzweiß-FAQ
zuletzt bearbeitet 06.05.2012 01:08 | nach oben springen

#3

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 02:22
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Der Film ist extrem überbelichtet, das sieht man sogar an den Positiven und zwar so extrem, daß er bereits zu verflachen beginnt und unscharf arbeitet. Wenn der Film auf 21 DIN belichtet wurde, wäre die Kamera ernsthaft auf korrekten Ablauf von Blende und Verschlußzeit zu überprüfen.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 06.05.2012 02:23 | nach oben springen

#4

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 02:30
von Gelöschtes Mitglied
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Hm, überbelichtet glaub ich eher nicht, denn es fehlt Schattenzeichnung und die Lichter sehen nicht ausgefressen aus. aufgrund der Scans denke ich eher unterbelichtet. Aber ohne die Negative selber in der Hand zu halten ist es schwierig. Denn beim Scannen kann man ja durchaus einiges falsch machen, was auch nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist.

Rollneigung: bei den Efkes, die ich bisher in den Fingern hatte, was das auch eine Katastrophe. Ja, ja, ich weiß, man trocknet sie in türkischem Dampfbadklima und lässt sie dann verkehrtherum aufgspult 2 Monate in der Spirale, dann sind sie platt... Entweder man liebt oder man hasst sie. Bei mir ist es eindeutig und unwiderruflich letzeres.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 06.05.2012 02:32 | nach oben springen

#5

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 03:06
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge



Nein, unterbelichtet bestimmt nicht, ich habe mal den Filmstreifen elektronisch umgekehrt und die Kontrastkorrektur drüberlaufen lassen. Der Film ist zu dicht, ich sehe auch keine schlechte Schattenzeichnung. Ist so überbelichtet, daß fast keine Schaten existieren.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 06.05.2012 03:09 | nach oben springen

#6

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 03:17
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Wenn ich mir es recht überlege, dann vielleicht Überentwicklung, da die Ränder auf dem Negativ ja nicht überstrahlen - allerdings habe ich angesichts der elektronischen Zwischenschritte so meine Zweifel in Bezug auf die Beurteilungsfähigkeit.


gut Licht
Walter
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#7

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 04:10
von Gelöschtes Mitglied
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Ja Walter, solche Übersichtscans von ganzen Negativstreifen ohne sinnvollen Schwarz- und Weißpunkt sind zur Beurteilung absolut nicht zu gebrauchen. Die großen Scans sehen doch eigentlich gut aus, bis auf die fehlende Schattenzeichnung in den Bäumen, vor allem beim 2. Bild im Baum rechts. Sollten die Lichter zu dicht sein, vermute ich, falls überhaupt, auch eher eine Überentwicklung.

LG Reinhold


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#8

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 08:01
von Gelöschtes Mitglied
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Sorry für den Negativscan ;).
Die Frage bezog sich auch rein auf diesen Teil des Negativs.

Ich hatte es bis dato nicht in dieser Ausprägung.
Entweder verschwommen, normal oder nur schwach sichtbar, aber das es einmal normal ist und daneben gleich verschwommen
hatte ich bisher noch nie. Dürfte am Efke liegen und kann man also nur bedingt vertrauen (danke Manfred).
Leider habe ich keine vernünftige Möglichkeit gefunden den Negativstreifen richtig abzulichten :(.

Gleich zur Beruhigung, die Kamera ist OK ;).
Meine Vermutung ist auch das ich den Film ein wenig zu lange im Enwickler belassen habe.

Ich weiss jetzt nicht ob man damit eine Beurteilung erreichen kann, habe aber mal hier ein Bild der Serie hochgeladen
wie ich es sehe habe ich keine Zeichnung mehr im schwarzen Bereich (Belichtet wurde er korrekt ;) ) und unter

https://docs.google.com/open?id=0Bx0oWyUN3VPfdEMwTW0ybWdxaW8 habe ich das Bild als RAW-Scan (dng) inkl. Vuescan.ini
die ich hierfür verwendet habe abgelegt. (Achtung: Bild hat satte 85MB!!)
Ob das jetzt ein geeigneter Weg ist um ein Negativ zu beurteilen weiss ich jetzt nicht, aber vielleicht ist dies ja schon ausreichend.


lg Werner


zuletzt bearbeitet 06.05.2012 08:04 | nach oben springen

#9

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 06.05.2012 21:57
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von olywep
Gleich zur Beruhigung, die Kamera ist OK ;)


....aber die Belichtung nicht. Die Schatten sind definitiv abgesoffen. Die hätten 1, besser 2 Blendenstufen mehr Licht gebraucht und dann die Entwicklung verkürzt, damit die Lichter nicht ausbrennen. Solche Motive mit sehr hohem Kontrast sind mit so einem "altmodischen" Film nicht so ganz einfach umzusetzen. Da ist ein bisschen Zonenspielerei nicht verkehrt, oder die alte Faustregel: belichte auf die Schatten, entwickle auf die Lichter. Was dann so ziemlich auf das selbe hinausläuft. Eine normale integrale Belichtungsmessung ohne Korrektur führt bei den großen hellen Flächen hier im Bild unweigerlich zu einem solchen Ergebnis.

Dass die Randbelichtung so unterschiedlich ausfällt liegt ganz bestimmt nicht an der Entwicklung. Bei Fotokemika wird mit museumsreifen Maschinen in ebensolchen Gemäuern gearbeitet.

LG Reinhold


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#10

RE: Entwicklung Efke 100 mit Ilfosol3

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.05.2012 02:44
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grommi
Solche Motive mit sehr hohem Kontrast sind mit so einem "altmodischen" Film nicht so ganz einfach umzusetzen



Mit einem moderneren habe ich in solchen Situationen aber mindestens dieselben Schwierigkeiten. Der 100er Efke ist doch eigentlich sehr gutmütig.

Zitat von grommi
Eine normale integrale Belichtungsmessung ohne Korrektur führt bei den großen hellen Flächen hier im Bild unweigerlich zu einem solchen Ergebnis.



Automatische Belichtungsmessung in Verbindung mit SW-Film habe ich mir auch als leicht problematisch abgespeichert.

Viele Grüße
Nils


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