#1

C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 05:23
von Gelöschtes Mitglied
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Ich weiß, es gibt hier irgendwo eine saubere Anleitung. Muss ich mal nach suchen.

Was ich wissen möchte: es gibt ein rel. günstiges Kit Digibase C-41 für 20 - 24 Filme, spricht was gegen die Verwendung? Ich möchte bei Temperaturen bis max. 30 °C entwickeln.

LG Reinhold


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#2

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 06:11
von Gelöschtes Mitglied
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Die Anleitung von Jojo gibt es hier.

Das Vorgehen müßte ja bei allen Fabrikaten dasselbe sein, da der Prozeß standardisiert ist.

Preislich scheint das Maco-Kit aber ungefähr gleichauf mit Tetenal zu liegen, oder?

Viele Grüße
Nils


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#3

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 06:46
von geleemes • Mitglied | 195 Beiträge

Mehr Bäder und die Rolleilösung ist schneller schlecht. Viel schneller. Außerdem muss der Starter bei ungünstigen Bedinungen erneuert werden, wenn die Lösung schon ein paar Monate liegt. Also nur für Vielfotografierer.


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#4

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 08:17
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Hi Reinhold,

Was hat Dich bewogen, es selber anzugehen?
Also seit ich selber entwickle, habe ich viele verschiedenen Meinungen hier gehört. Manche meinten, sie hätten Probleme mit dem Tetenal-Set, andere mit Rollei. Ich kann das nicht nachvollziehen und denke, dass die Probleme nicht von der Chemie kamen, sondern andere Ursachen hatten (evtl. Bäder beim Ansatz oder bei der Verarbeitung aus Versehen kontaminiert).

Bei dem Rollei Set handelt es sich wohl um umgelabelte Maschinen- bzw. Minilabchemie. Deshalb ist da Starter dabei und Bleich- und Fixierbad sind getrennt. Nachteile sehe ich da keine, der Prozess dauert eben etwas länger.

Ich würde auch nur bei 30 Grad entwickeln. Der Prozess ist einfacher handzuhaben, als bei 38 Grad. 3 Minuten sind sehr kurz und gerade bei Handrotation von Rollfilm kann man sich Bewegungsschlieren einfangen. 8 Minuten sind einfach stressfreier.

Beim Tetenal-Set lassen sich sehr leicht Teilansätze machen: Entwickler A+B+C je 50ml = 150ml plus 350ml Wasser für einen halben Liter. Reicht für 8 Filme, 6 wenn Du auf der sicheren Seite sein willst. Haltbar ist das ein paar Monate, die Konzentrate wesentlich länger.

Ich würde einfach mal ein Tetenalset probieren. Rollei gibt zwar eine größere Ausnutzung von 24 Filmen an, aber dafür kostet es auch mehr als das Tetenal. Und ob eine so große Ausnutzung (= längere Lagerzeit) der Gebrauchslösungen sinnvoll ist?


Gruß

Joachim


"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
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#5

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 13:26
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von JoJo
Was hat Dich bewogen, es selber anzugehen?


Seit es bei DM nicht mehr "nur Entwicklung" gibt und ich immer mit Abzügen bestellen muss und andere Labore deutlich teurer sind bei "nur Entwicklung" ist das auch eine Kostenfrage. Die Erst-Abzüge sind regelmäßig zu rein gar nichts zu gebrauchen, nicht mal zur Beurteilung der Schärfe, das ist eine einzige Frechheit. Zum ersten mal warte ich jetzt auch auf 2 Filme mit wichtigen Aufnahmen und hoffe, dass sie nicht verloren gegangen sind. Gründe genug?

Wie Anton schon vor einiger Zeit sagte, die Filmanbieter lassen die Verbraucher im Regen stehen. Einen guten, bezahlbaren Entwicklungs- und Scanservice sucht man weit und breit vergebens. Alles, was einigermaßen was taugt, ist richtig teuer. Für Studio 13 u.a. habe ich definitiv nicht die Kohle bei der Menge Film, die ich verbrate. Dann lieber gleich alles selber machen, und das ordentlich. Eine C-41-Entwicklung im hiesigen Minilab kostet 3 Eu, eine für mich hochinteressante Push-Entwicklung gleich mal 5 Eu, dabei bleibt der Film gerade mal etwas länger in der ersten Suppe.

Was mir am Rollei-Kit gefällt ist die Flexibilität, alle Bäder kann man auch einzeln in größeren Gebinden kaufen, Teilansatz soll kein Problem sein und das eine oder andere Bad kann man wohl selber günstig anrühren, z.B. das Stabi-Bad.

Hm, habe gerade gelesen, dass die fertige Arbeitslösung vom Rollei-Entwickler sagenhafte 6 Stunden Haltbarkeit hat. Kann das stimmen? Das wäre ein KO. Ich warte doch nicht, bis ich 4 Filme zusammen habe, um sie dann in einem Rutsch zu verarbeiten. Wie lange hält denn der fertig verdünnte Tetenal-Entwickler?

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 13.04.2012 13:27 | nach oben springen

#6

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.04.2012 20:47
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Okay, das sind Gründe genug.

Klar, die Rollei-Einzelparts sind praktischer. Ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt, bevor ich günstig ein 15 Liter Gebinde von Tetenal abgegriffen habe.
Einzig die Starterlösung bei Rollei muss man wohl sehr exakt dosieren, bei den paar Millilitern pro Liter.
Da der Starter als "Bremse" fungiert, kann eine Falschdosierung schlechte Ergebnisse bringen.

Das Stabibad braucht man eigentlich gar nicht jedesmal neu ansetzen. Ich setze da einmal einen Liter an und verwende es sehr lange. Bis es verschmutzt ist. Das wird in dem Sinn ja nicht verbraucht.

Eine Haltbarkeit des Entwicklers von nur 6 Stunden kann ich nicht glauben. Wo hast Du das gelesen?
Ich kann jetzt nicht über das Rollei-Set spekulieren, weil ich es selber noch nicht verwendet habe, aber ein angebrauchter Tetenal- Ansatz von 500ml steht bei mir manchmal zwischen 2 bis 3 Monate herum. Früher stand er sogar noch länger, als ich noch nicht soviel entwickelt habe. Es hat immer einwandfrei geklappt.

Gruß


Joachim


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#7

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.04.2012 07:53
von Fotohuis • Mitglied | 88 Beiträge

Mit dem Digibase C41 Kit kann man profi-Ergebnisse machen. Sicher wenn es einem Jobo Prozessor gibt. Die Chemie ist meherere Wochen Haltbar. Die Enzelne Komponenten ein Jahr, nur Part C ist ein bischen beschränkt.
Die Kapazität ist hoch weil es einen Entwickler, Bleich, Fix separat gibt.

Der Amaloco K54 Kit wahr auch sehr gut. Weiniger Komponente also einfacher für den Hobby Gebrauch.


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http://www.flickr.com/photos/fotohuisrovo/
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#8

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.04.2012 23:08
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Ein Jobo Prozessor ist ein netter Luxus aber keine Voraussetzung für Profiergebnisse (wie immer man "Profiergebnis" definieren mag).
Ich benutze den Prozessor nur wenn ich 4 oder mehr Filme zu entwickeln habe. Für einen Entwicklungsgang ist mir das mit der Maschine zu viel Umstand.

Es gibt bei den Kits immer einen Teil, der kritisch in der Haltbarkeit ist. Das ist immer der Teil, der den Farbenwickler CD-x enthält.
Der oxidiert mit der Zeit. Bei den Tetenal-Kits ist es Teil 2, weshalb der bei den größeren Gebinden in mehreren Flaschen vorliegt.
So braucht man nicht alles auf einmal anbrechen. Mit Schutzgas oder Feuerzeuggas kann man die Haltbarkeit verlängern.

Gruß

Joachim


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#9

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 16.04.2012 00:51
von Gelöschtes Mitglied
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Danke für die vielen guten Tipps. Morgen wird bestellt. LG Reinhold


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#10

RE: C-41 selber entwickeln?

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.05.2012 11:22
von Rainer Zalewsky • Mitglied | 531 Beiträge

Zitat von grommi

Zitat von JoJo
Was hat Dich bewogen, es selber anzugehen?


Seit es bei DM nicht mehr "nur Entwicklung" gibt und ich immer mit Abzügen bestellen muss und andere Labore deutlich teurer sind bei "nur Entwicklung" ist das auch eine Kostenfrage. Die Erst-Abzüge sind regelmäßig zu rein gar nichts zu gebrauchen, nicht
LG Reinhold




Hallo Reinhold,

gibt es bei Dir in der Nähe keinen Rossmann? Die entwickeln Dir den Kleinbild-Negativfilm für weniger als 3 Euro und nehmen für 1 Abzug 9x13 gerade mal 1 Cent. Damit kannst Du mehr anfangen als mit einem Indexprint; die Bilder sind qualitativ sogar so hochwertig, daß jemand, der auf briefmarkengroße Fotos abfährt, sie sich ins Fotoalbum kleben könnte.

Ach, eine Tüte liegt doch direkt neben mir: C-41-Entwicklung plus 36 Abzüge in guter Qualität: 2,93 Euro.

Gruß, Rainer Zalewsky


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