#1

Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 16.10.2011 13:21
von Crozok • Mitglied | 106 Beiträge

Hallo!
Nachdem sich aus dem vorherigen Beitrag "Farbnegativfilm Test" herausgestellt hat, dass
Interesse an Erfahrungsberichten zu Farbnegativfilmen besteht, war ich mal so frei diesen Beitrag zu eröffnen.

Jeder kann hier, zu einem Farbnegativfilm seiner Wahl, einen Erfahrungsbericht schreiben.
Dieser Erfahrungsbericht sollte keine kurze, oberflächliche Abhandlung der Filmeigenschaften sein, sondern
etwas ausführlicher über den Film berichten. Somit wäre es ganz gut, wenn ihr in eurem Bericht nicht nur schreibt, was der
Film kann (Körnigkeit, Schärfe, Kontrast, Sättigung usw.) und was nicht, sondern auch wie er etwas kann und wofür ihr den Film am liebsten einsetzt, warum ihr dies so macht etc.
Der Erfahrungsbericht sollte bestenfalls auch folgende Kriterien behandeln:
-Sättigung (niedrig-sehr hoch, "im Vergleich zu Film x ...")
-Kontrast (")
-Schärfe (")
-Farbtemperatur(eher warm/eher kalt/neutral, Vergleich)
-Körnigkeit (subjektiv, z.B. "im Vergleich zu Film x, ist Film y deutlich körniger und deshalb für Einsatzgebiet z nicht zu empfeheln")
-Hauttonwiedergabe (gut, schlecht, zu rötlich, warm, kalt, braun, etc.)
-Kunstlichtverhalten
-Besondere Eigenschaften/besondere Merkmale/Charakteristika/Empfehlungen etc.
Beispielbilder sind natürlich auch ganz wichtig. Dies müssen keine Farbtafeln sein. Es genügt, wenn das Foto
die typischen Eigenschaften des Films gut rüberbringt.

Am Ende des Testberichts sollten die oben genannten Kriterien nochmal ganz kurz aufgelistet werden, um ein wenig Vergleichbarkeit zu schaffen.

So, ich hoffe ich habe nichts Wichtiges vergessen. Wer will, kann dann jetzt seinen Testbericht verfassen und ihn hier posten.

Viele Grüße
Maurice


zuletzt bearbeitet 16.10.2011 13:24 | nach oben springen

#2

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 01:20
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Mir fehlen bei den abgefragten Eigenschaften für meine hybride Arbeitsweise Hinweise auf das Scannverhalten. Dazu könnte ich eventuell sogar was beitragen, falls das gewünscht ist.


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#3

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 03:22
von Crozok • Mitglied | 106 Beiträge

Stimmt, Scanverhalten könnte man auch noch dazunehmen.
Tu was du nicht lassen kannst, Jochen.

Viele Grüße


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#4

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 07:02
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Und das Wichtigste: Das ganze Wissen in einer Tabelle sammeln und in eine PDF-Datei packen, damit man das auch tatsächlich benutzen kann.

Daniel


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#5

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 07:08
von Crozok • Mitglied | 106 Beiträge

Langsam, langsam, Daniel.
Erstmal sollen sich alle nach Herzenslust beteiligen und wenn dann
irgendwann genug Informationen zusammengekommen sind, erst dann
kann ich das Ganze meinetwegen in ein pdf packen.
Wir wollen das Ganze doch nicht umständlicher machen als es ist.
Ersteinmal also ein ganz unverbindlicher, freier Thread in dem jeder
einen Erfahrungsbericht schreiben kann.


Viele Grüße


zuletzt bearbeitet 17.10.2011 07:08 | nach oben springen

#6

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 08:37
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Zitat von Crozok
Ersteinmal also ein ganz unverbindlicher, freier Thread in dem jeder einen Erfahrungsbericht schreiben kann.


Nachdem ich letztens vor Panik, es könnte bald keine Filme mehr geben, das ganze Regal beim dm-Markt leergekauft habe, habe ich derzeit den Kühlschrank randvoll mit Paradies 200er Negativfilmen.

Andere Frage: Wird der Agfa Vista noch hergestellt?

Daniel


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#7

RE: Der große Farbnegativfilm Testthread

in analoges Fotozubehör 17.10.2011 09:27
von Crozok • Mitglied | 106 Beiträge

Agfa stellt seit 2006 nichts mehr her.
Jemand hat sich die Namesrechte gesichert und packt nun Fuji Superia
in Verpackungen mit Agfaaufdruck.

Aber Daniel, frag sowas bitte beim nächsten Mal in einem extra Beitrag, da der Thread hier sonst verwässert wird und
an Übersichtlichkeit verliert. Es geht hier ja eigentlich um die Testberichte zu Farbnegativfilmen.

Viele Grüße


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#8

RE: Kodak Ektar 100

in analoges Fotozubehör 19.10.2011 02:43
von JoJo • Mitglied | 1.728 Beiträge

Mit dem Ektar 100 habe ich einige Erfahrung. Das war letztes Jahr mein hauptsächlich eingesetzter Film.
In Punkto Korn und Schärfe hat Kodak nicht zuviel versprochen. Selbst bei Vergrößerungen von KB auf 30x40 sieht man keinerlei Korn oder Farbwolken.
Die Schärfe ist dementsprechend. Bei Abzügen vom Mittelformat kann man schonmal einen Schreck bekommen (im positven Sinne).
Farblich gesehen ist der Film kein einfacher Fall. Er reagiert extrem empfindlich auch unterschiedliches Beleuchtungslicht bzw. Farbtemperatur. In der Sommersonne mittags neigt der Film zu Blau und Magenta. Überhaupt reagiert er stark auf Rot und Blau. Grün dagegen lässt ihn relativ kalt. Das resultiert dann oft in einem Magentastich in allem was Braun ist. Problematisch wird es dann, wenn neben Braun noch Himmelblau im Spiel ist.
Versucht man hier dem Magenta gegenzufiltern bekommt der Himmel einen Grünstich oder wird unnatürlich türkis. Am PC kann man noch einiges machen, beim Vergrößern in der Duka hat man verloren. Ich habe einige Bilder, die sich nicht vergrößern lassen, weil sie so sch*** aussehen.
Der Film arbeitet hart mit hoher Farbsättigung. Manche Dinge, z.B. blauer Himmel kommt dadurch zu unnatürlich. Bei hellen Objekten (weisses Haus vor blauem Himmel) bekommt man kaum noch Zeichnung in die Lichter, ohne dass der Himmel in die Tiefsee absäuft.
Das Beispiel des Fachwerkhauses zeigt das typische Verhalten. Das Fachwerk kommt hier zu Magentafarben. Eine Gegenkorrektur ist wegen des blauen Himmels kaum möglich.
Aufnahmen mit Himmel führt oft dazu, dass die Wolken auch einen leichten Rot/Magentastich bekommen. Auch hier wird das Filtern problematisch, weil der Rest des Bildes dann zu Blaugrün wird. Die leichten Streifen im Beispielbild kommen vom Scanner).
Scannen des Films ist nicht einfach. Vielleicht liegt es am hohen Kontrast oder an der hohen Sättigung. Ich kann es nicht genau sagen, aber die Scans werden oft noch unnatürlicher, als es analoge Abzüge wären.
Meine Erfahrung mit dem Film ist die, dass er für Motive mit knalligen Farben oder mit einer bestimmten Farbdominanz super ist.
Sind aber subtile Farbnuancen womöglich noch als Komplementärfarben im Bild, wird es problematisch. Man kann dann kaum alle Farben natürlich darstellen. Für Portrait oder Akt taugt der Film meiner Meinung nach gar nicht. Das ist aber nur eine Vermutung von mir, welche von anderen bestätigt werden muss.
Ich will den Film nun nicht ganz schlechtreden. Der Film ist aber meiner Meinung nach ein extrem schwieriger Kandidat. Er kann begeistern und zugleich maßlos enttäuschen, je nach Motiv. Mit Sicherheit kein allerwelts-, universal- oder gar Einsteigerfilm. Daher wohl auch "professional"..

Die Eigenschaften zusammengefasst:

-Sättigung sehr hoch im Vergleich zu Portra 160
-Kontrast hoch
-Schärfe sehr gut
-Farbe geht gerne ins Magenta bei blauem Tageslicht. Sehr empfindlich für Rot und Blau.
-Körnigkeit extrem fein.
-Hauttonwiedergabe eher schlecht, aufgrund der höhen Sättigung.
-Kunstlichtverhalten kann ich bisher mangels Erfahrung nicht bestimmen.


Gruß

Joachim

Angefügte Bilder:
Fachwerk1_web.jpg
Meggen15_web.jpg

"Rot ist Plus, Schwarz ist Minus und alles mit mehr als 2 Drähten ist Elektronik"
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#9

RE: Kodak Ektar 100

in analoges Fotozubehör 19.10.2011 07:48
von jazztr • Mitglied | 152 Beiträge

Nach dem schwierigen Ektar versuche ich mich jetzt mal am gutmütigen Superia 200.
Die Farben sind typisch für einen Fuji-Film und es gibt keine Probleme mit blauem Himmel, wie man es vielleicht von Kodak manchmal kennt. Das Korn würde ich als fein bezeichnen und tritt auch bei stärkerer Vergrößerung nicht so sehr in den Vordergrund. Insgesamt ist der Superia ein sehr gutmütiger Film, der weder beim Belichten, noch beim Scannen große Probleme bereitet.
Im Vergleich zu den Schlecker Fotoland Filmen, die ja auch von Fuji stammen, ist der Superia deutlich feinkörniger, schärfer und ausgeglichener von der Farben her. Die Kennung auf den Negativen lautet CA23.

-Schärfe sehr gut
-Farbe sind eher neutral und ausgegelichen
-Körnigkeit fein
-habe bei meinen wenigen Kunstlichtbildern bisher eine Anfälligkeit für Farbstiche (besonders grün) bemerkt
-generell ein unproblematischer Film für viele Situationen

Gruß
Max

Angefügte Bilder:
Superia 200.jpg

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http://www.flickr.com/photos/65222584@N07/


zuletzt bearbeitet 19.10.2011 07:51 | nach oben springen






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