#1

Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.10.2011 13:22
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Hallo zusammen,

trotz der ausgeprägten Anzahl der Dukabesitzer habe ich, weil ich zumindest auf absehbare Zeit nicht selber entwickeln kann, eine knifflige Frage: Welches Groß- oder Kleinlabor bringt für's Geld ganz ordentliche Resultate?

Bisher hatte ich mit F... keine guten Erfahrungen gemacht. Der Weißabgleich der gescannten und danach gedruckten Abzüge ist unter aller Kanone. Und einmal bekam ich fleckige Negative und Drucke zurück, wobei die Flecken auf den Negativen auch zwischen den Stegen waren - ein Kameradefekt also ausgeschlossen. Zur Zeit versuche ich mit A..C.. über den dm-Markt mein Glück. Das Ergebnis ist bei fast gleichem Preis überdeutlich besser als bei F..., aber diese Bildnachbearbeitung machen die ebenfalls. Beispielsweise wurde ein korrekt belichtetes Bild in einer dunklen Kirche von der Software aufgehellt, was aber der Wirklichkeit nicht entsprach. C... habe ich noch nicht probiert. Ich kann die Bilder auch über den Fachhandel entwickeln lassen, weiß aber nicht, ob der sie nicht am Ende für teures Geld auch nur zu A..C.. einschickt.

Es ist mir unverständlich, warum diese *zensiert* Software der Großlabore immer meint, an meinen Bildern herumkaspern zu müssen. Ich will keine "Verbesserung", sondern die sollen einfach nur die Negative 1:1 scannen und drucken, wenn sie sie schon nicht ausbelichten.

Was kann ich tun? Welches Labor macht einfach nur das, was es soll, und überläßt dem Herrn des Auslösers, wie die Belichtung zu sein hat und macht auch keinen Weißabgleich? Ich möchte nicht hundert Kleinlabore ausprobieren, bis ich das Ideallabor gefunden habe.

Grüße,
Daniel


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#2

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.10.2011 13:56
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von Daniel
Hallo zusammen,

trotz der ausgeprägten Anzahl der Dukabesitzer habe ich, weil ich zumindest auf absehbare Zeit nicht selber entwickeln kann, eine knifflige Frage: Welches Groß- oder Kleinlabor bringt für's Geld ganz ordentliche Resultate?
Es ist mir unverständlich, warum diese *zensiert* Software der Großlabore immer meint, an meinen Bildern herumkaspern zu müssen. Ich will keine "Verbesserung", sondern die sollen einfach nur die Negative 1:1 scannen und drucken, wenn sie sie schon nicht ausbelichten.

Was kann ich tun? Welches Labor macht einfach nur das, was es soll, und überläßt dem Herrn des Auslösers, wie die Belichtung zu sein hat und macht auch keinen Weißabgleich? Ich möchte nicht hundert Kleinlabore ausprobieren, bis ich das Ideallabor gefunden habe.

Grüße,
Daniel



Als ich noch (bis 2007)meine Filme bei Photodose abgegeben hatte wußte ich nicht wo sie hingehen.Vermutlich nach CEWE
Gedruckt waren die Bilder nicht, sondern ausbelichtet aber sicher schon vom digitalisierten Negativ.
Auf einem KB-film, verteilt, hatte ich aber immer 2-3 Graukarten vollformatig aufgenommen und habe die Abzüge dann mit meiner Original-Graukarte im Laden verglichen. War ein Farbstich zusehen habe ich den Abzug dem Verkäufer unter die Nase gehalten mit der Bemerkung "Nochmal!" Das hat sehr geholfen.
Danach hatte ich mehr Zeit und habe mein Labor wieder angeworfen weil auch jeder Film in 4er
5er oder 6er- Streifen nach Lust+Laune zerschnitten war. Auch wenn ich auf der Tüte groß "Film nicht schneiden" vermerkt hatte.
Es gibt nur einen Weg: selbst machen.

Gruß
phosphor


______________________________________________
Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
______________________________________________
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#3

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.10.2011 20:22
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

du gibst wahrscheinlich einen Negativfilm ab. Hier muss eine gewisse Nachbearbeitung wie Weißabgleich eh stattfinden. Des weiteren haben die Kameras eine enorme Belichtungsvarianz (Einwegkamera<->SLR mit Matrixbelichtungsmesser). Deshalb wurde auch schon zu rein analogen Zeiten deutlich an den Bildern herumgedreht. So etwas wie die aufgehellte Kirche passierte einem vor 30J. auch schon.

Eine Abhilfe wäre die Verwendung von Diafilm. Hier dient das Dia als Farb- und Belichtungsreferenz. Ein anderer Weg wäre die Bilder selber zu scannen, nach Wunsch zu bearbeiten und dann ausbelichten lassen.


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#4

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 07.10.2011 20:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von phosphor

Es gibt nur einen Weg: selbst machen.



Zumindest selbst scannen. An der C41-Entwicklung selbst kann das Großlabor ja kaum was falsch machen. Manche hier haben auch mit Profi-Scan-Services gute Erfahrungen gemacht.

Also: Farbfilm in die Drogerie, entweder nur Entwicklung oder Entwicklung mit den allerbilligsten Bildern dabei (so mache ich das). Dann die guten Bilder selbst (nochmal) vom Negativ scannen (ich begnüge mich mit einem Canon Flachbettscanner, der aktuelle ist der 9000F für 200 Euro) – für höhere Ansprüche empfiehlt sich bei Kleinbild ein (gebrauchter?) Filmscanner, die sind leider nicht billig. Oder man nimmt für kleine Formate einen Flachbettscanner und läßt die Bilder, die man gerne top&groß haben will, später noch separat von einem Scanservice scannen. Ausbelichtungen, bei denen an der eingelieferten (selbst gescannten/bearbeiteten) Datei nichts verändert wird, können übrigens selbst die Großlabore (das kann man beim Upload meist ankreuzen). Man kann natürlich auch gleich alles komplett beim Fachlabor wie z.B. Studio 13 machen lassen, die sollen wohl sehr gut sein, rufen aber auch entsprechende Preise auf.

Für SW ist wegen der unterschiedlichen Entwicklungen das Entwickeln zuhause am günstigsten, ansonsten ginge nur das Fachlabor oder die Benutzung eines C41-SW-Films, der standardisiert im Großlabor entwickelt werden kann.

Viele Grüße
Nils


zuletzt bearbeitet 07.10.2011 20:35 | nach oben springen

#5

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 08.10.2011 06:27
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Hm, gar nicht so einfach.

Also demnach erst mal CEWE ausprobieren, die sind ja auch billig. Danach vielleicht den örtlichen Photohändler, bei dem man notfalls auch meckern kann. Und schlußendlich über den Kauf eines Abtasters (engl. "Scanner") nachdenken, wobei die Reflectadinger mit 7200x7200 dpi tiefe Löcher ins Sparbuch reißen und ich nicht weiß, wie gut oder schlecht der CanoScan 9000F ist.

Daniel


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#6

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.10.2011 02:09
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Meine Bescheidene Erfahrung:
DM Drogeriemarkt:
Kodak Portra 400 abgegeben. Mit Edding auf den Umschlag "Nur Entwicklung" geschrieben.
Entwickelten Film und 10x15 Abzüge bekommen. Die Abzüge waren richtig mies. Es waren Pixel zu sehen und die Hauttöne (Portra) waren schweinchenrosa.

Schlecker (meide ich sonst)
Umschlag kam zurück da mehrere Rollen pro Umschlag nicht möglich. (hüstel)
Dann hat´s geklappt. Hab einen Zettel mit geschickt und gefragt ob Push möglich ist.
Wurde ignoriert.

Ich scanne mit einen Canon 9000F und bin damit hochzufrieden aber danach hab ich doch nur wieder digitale Files und nichts in der Hand.

Fazit: Das Bisschen Farbe mach ich weiterhin mit der Nikon D80. Die anderen 95% entwickle ich mit Genuß selbst.

Für Abzügen von digitalen Files kann ich Snapfish von HP als Onlinelabor empfehlen. Die Prints waren bis jetzt bei mir alle hammermäßig gut und billig.

Natürlich gibt es da noch die Fachlabore. Die wollen schon mal 6-8€ für Filmentwicklung. Aber das ist es für wichtige Bilder denk ich auch wert. Drogerie ist immer ein wenig Roulette würd ich sagen.


zuletzt bearbeitet 10.10.2011 02:11 | nach oben springen

#7

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.10.2011 02:55
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von buetts
Drogerie ist immer ein wenig Roulette würd ich sagen.


Bei Abzügen vom Negativ ist das wohl so, aber nicht bei Ausbelichtungen auf Fotopapier von digitalen Dateien, z.B. eigene
Negativscans. Mit diesen "Prints" bin ich sowohl bei Rossmann wie DM hochzufrieden, ich wüsste echt nicht, was man da besser machen könnte. Werden die Bilder schlecht, dann waren die Scans schlecht. Bei Rossmann geht es sogar in matt, DM nur glänzend.

LG Reinhold


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#8

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.10.2011 03:44
von buetts • Mitglied | 258 Beiträge

Ok.
Wenn Du gute Abzüge von DM bekommen hast, um so besser.
Hatte nur 1x das Vergnügen. Hatte wohl den Montag im Labor erwischt.


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#9

RE: Welches (Groß)labor?

in Dunkelkammer & Entwicklung 10.10.2011 03:54
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von buetts
Hatte nur 1x das Vergnügen. Hatte wohl den Montag im Labor erwischt.


Ja, du hast ja auch einen Film abgegeben ;-)


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