poll Umfrage: Wie ermittelt Ihr die Zeiten und die Gradation für (Nach-)Belichtung(en)
Stimmen zur Umfrage "Wie ermittelt Ihr die Zeiten und die Gradation für (Nach-)Belichtung(en)" 21 Stimmen abgegeben.
graph_table Tabellarische Auswertung
graph_pic Grafische Auswertung
Antworten Anteil der Stimmen Abgegebene Stimmen

1. Ich entwickle gerne Probestreifen 19,0% 4

2. Ich schätze oder würfle 9,5% 2

3. Ich weiß das eben einfach so aus Erfahrung 14,3% 3

4. Ich benutze ein Gerät für die allgemeine Belichtung und lese den Rest in der Glaskugel 0% 0

5. Ich benutze ein Gerät für die allgemeine Belichtung und mache zusätzlich Probestreifen 38,1% 8

6. Ich messe das alles, und zwar mit dem Gerät, das ich im Text beschreibe :-) 19,0% 4

7. Ach, man kann die hellen Stellen auch nachbelichten? 0% 0
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21 Mitglieder haben an der Abstimmung teilgenommen.


#1

Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.01.2011 02:47
von cmo • Mitglied | 339 Beiträge

Ich weiß nicht, wieviele Probestreifen ich in meinem Leben gemacht habe... jetzt, da ich mir endlich wieder ein Positivlabor einrichten kann und die Papierpreise so steigen, will ich gleich ein paar Dinge richtig machen, der Neukauf ist der richtige Zeitpunkt dafür.

Mir sind die üblichen Duka-Meter bekannt, mit denen man die hellste und dunkelste Stelle ausmisst und dann mehr oder weniger alles in einem mehr oder weniger normalen, relativ weichen Abzug unterbringt.

Ich hätte gerne ein Gerät, das mir auch hilft, die Zeiten für Eingriffe zu ermitteln, so daß ich eine härtere Gradation wählen kann um dann lokal nachzuhelfen.

Manche Leute benutzen die nicht ganz preiswerten Geräte von RH Designs namens Analyser Pro und Zonemaster. Man hört darüber viel Gutes, aber auch manche Leute, die sagen, daß man beim Eintesten mehr Papier verballert als jemals danach für Probestreifen, und daß die Bedienung keineswegs so einfach sei wie sie angepriesen wird.

Was benutzt Ihr denn so, sofern Ihr ein Meßgerät benutzt?


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#2

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.01.2011 03:01
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

immer wenn ich mal eine Zeit lang mit dem gleichen Papier Photos vergrößert habe, die auf den gleichen Film, der gleich entwickelt und am besten noch mit der gleichen Kamera belichtet wurde, aufgenommen wurden, hatte ich eigentlich ganz gute Anhaltswerte für einen ersten Versuch. Probestreifen sind dann nur noch fürs feine. Weiss nicht, wie viel genauer da ein günstiges Messgerät wäre. Das mit der Gradation abzuschätzen fällt mir nicht immer leicht, aber ich denke, bis ich einem Gerät beigebracht habe, damit gut klarzukommen... mache ich lieber ein paar Abzüge in der Duka, und kanns irgendwann vielleicht auch ohne. (Hab mich durch ein wahnsinniges Durcheinander an FIlm- Entwickler- und Photopapier Kombinationen vielleicht auch etwas ausgebremst...)


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#3

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.01.2011 06:15
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Wallner Report: Punktmessung zur Ermittlung des Kontrastes und der Gradation oder, wenn ich das mit der Gradation so pi-x-Daumen mache, Punktmessung auf die Haut (Gesichter). Wird aber auch schon mal ein 2ter Abzug nach meinem Geschmack nötig.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
------
analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#4

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.01.2011 12:50
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

[

Was benutzt Ihr denn so, sofern Ihr ein Meßgerät benutzt?[/quote]

Ich benutze einen Laborbeli Ilford EM 10
1.Ich mache eine Belichtungs-Stufenprobe ohne Filter (=Grad.2)um überhaupt zu sehen wo ich mich befinde, danach stelle ich den Labor-Beli ein.
2. Zu Ermittlung einer genauen Gradation mache ich zwei Stufenproben mit zwei Filtern = Manuelles Splitgrade.
Meistens reicht es aber, nach Erfahrung, etwas magenta (ca 20 bis 30)einzudrehen, fertig.
Gruß
phosphor


______________________________________________
Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
______________________________________________
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#5

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.01.2011 14:03
von hambo • Mitglied | 106 Beiträge

Ich benutze einen Agfa Variomat Belichtungsrahmen. Wenn man die Eigenart der integralen Messung berücksichtigt und danach je nach Motiv die Kennzahlen des Gerätes korrigiert, kommt man zu guten Ergebnissen. Allerdings geht es am besten mit Fotopapier ohne eingelagerten Entwickler, da man dann den Feinschliff mit der Entwicklungszeit, sofern nötig, steuern kann. Die Gradation schätze ich ab, wobei natürlich auch mal Wiederholkopien anfallen, weil ich doch etwas danebenlag. Auch die Zeit zum Nachbelichten geht meist nach Gefühl.
Größere Bilder werden mit Probestreifen und einer Secarat Uhr belichtet. Durch die logarhytmische Teilung der Einstellskala bei dieser Belichtungsschaltuhr, lassen sich Veränderungen gut vorher abschätzen, da ein Skalenstrich immer der einer Belichtungsänderung von 1/3 Blende entspricht, egal ob man lange oder kurze Zeiten zur Belichtung benötigt.
Für Fälle wo ich von einem Negativ verschiedene Abzugsgrößen anfertigen möchte, habe ich noch einen Jobo Comparator, mit dem ich dann bei der kleinsten Größe ohne Negativ das Licht bei relativ starker Abblendung messe und bei den höheren Vergrößerungsmaßstäben wieder ohne Negativ mit der Blende die gleiche Lichtstärke auf dem Grundbrett einstelle.

Gruß
Jürgen


zuletzt bearbeitet 13.01.2011 14:04 | nach oben springen

#6

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.01.2011 01:09
von nemetz • Mitglied | 463 Beiträge

Hallo cmo,
ich benutze seit einiger Zeit eine Stop Clock Pro in Kombination mit einem Zone Master II von RH Designs und bin äusserst zufrieden.
Probestreifen gibt es nicht mehr, der Ausschuss liegt bei ca 10% wenn ich wieder mal ein Negativ falsch interpretiert habe.
Das Geniale an dieser Kombination ist, dass Du Dir die Deiner Interpretation nach bildwichtigsten Lichter und Schatten ausmisst, wobei die Lichter über die Zeit und die Schatten über die Gradation eingestellt werden.Je nach Deiner Interpretation des Motive bekommst Du dann einen härteren oder weicheren Abzug.Zusätzlicch kannst Du Dir in der Stop Clock pro Sequenzen programmieren zum Nachbelichten oder Abwedeln.Das klingt etwas kompliziert, ist aber recht einfach, das beiliegende Benutzerhandbuch ist sehr ausführlich und genau erklärt.Am ZM II ist eine Grauskala, mit der Du gut abschätzen kannst welchen Grauwert Du dann am Positiv finden wirst.
Was die Eintesterei betrifft:Habe ich einmal gemacht für Efke Varycon aka Adox FP VC, das war mühsam.
Im Benutzerhandbuch findest Du aber auch Voreinstellungen für bestimmte Papiere.Du kannst die für Illford MG IV 1:1 übernehmen wenn Du mit Fomaspeed Variant III arbeitest. Ich hab´s jetzt bei ca 50 Abzügen,auch mit Gradationen von 1-4 gemacht und die Ergebnisse sind Spitze.Was bei mir nicht klappte:Man kann für die Adox MCC und MCP NICHT die Agfa Werte der Voreinstellungen nehmen.Allerdings, und das klappt gut,ist im Handbuch eine Tabelle, die ich anfangs übersehen habe wo Korrekturfaktoren für die entsprechenden ISOS des Papiers angegeben sind. Du nimmst also das Datenblatt von Adox MCP, schaust Dir die ISOS an bei entsprechender Gradation(4 und 5 brauchen doppelte Belichtungszeit , da statt ISO 160 nur mehr ISO 80) und liest die Korrekturfaktoren ab und trägst diese einfach im ZM II ein, fertig. ACHTUNG FALLE:Du solltest vorher den ZM II auf 1/4 Blende je Belichtungsschritt einstellen, das die Korrekturfaktoren sich auch darauf beziehen, alternativ musst Du umrechnen.Mit dieser Vorgangsweise komme ich auch sehr gut zurecht mit dem Adox MCP.
Wenn ich Dir den Rat geben darf:Fange am Anfang mit dem ZM II mit dem Fomaspeed Variant an und benutze infach die Illford Werte(sind bereits voreongestellt) und Du hast glcih gute Ergebnisse.
Anfangs dachte ich mir auch, dass diese Vorgangsweise zuviel Automatismus in den Prozess bringt, stimmt aber nicht, da der Interpretationsspielraum für ein Bild nach wie vor erhalten bleibt und damit Deine Kreativität nich beschnitten wird.
Zudem ist die Kombination Stop Clock Pro und ZM II erheblich günstiger als ein Heiland Splitgrade, noch günstger ist der RH Analyser ohne Stop Clock Pro, den Unterschied kannst Du leicht auf den Seiten von RH Designs nachlesen, deren Service übrigens exzellent ist.
Hier der link http://www.rhdesigns.co.uk/darkroom/html/analyser_pro.html


Liebe Grüsse, Thomas


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#7

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.01.2011 01:22
von cmo • Mitglied | 339 Beiträge

Zitat von nemetz
Hallo cmo,
ich benutze seit einiger Zeit eine Stop Clock Pro in Kombination mit einem Zone Master II von RH Designs und bin äusserst zufrieden.
Probestreifen gibt es nicht mehr, der Ausschuss liegt bei ca 10% wenn ich wieder mal ein Negativ falsch interpretiert habe.
Das Geniale an dieser Kombination ist, dass Du Dir die Deiner Interpretation nach bildwichtigsten Lichter und Schatten ausmisst, wobei die Lichter über die Zeit und die Schatten über die Gradation eingestellt werden.Je nach Deiner Interpretation des Motive bekommst Du dann einen härteren oder weicheren Abzug.Zusätzlicch kannst Du Dir in der Stop Clock pro Sequenzen programmieren zum Nachbelichten oder Abwedeln.Das klingt etwas kompliziert, ist aber recht einfach, das beiliegende Benutzerhandbuch ist sehr ausführlich und genau erklärt.Am ZM II ist eine Grauskala, mit der Du gut abschätzen kannst welchen Grauwert Du dann am Positiv finden wirst.
Was die Eintesterei betrifft:Habe ich einmal gemacht für Efke Varycon aka Adox FP VC, das war mühsam.
Im Benutzerhandbuch findest Du aber auch Voreinstellungen für bestimmte Papiere.Du kannst die für Illford MG IV 1:1 übernehmen wenn Du mit Fomaspeed Variant III arbeitest. Ich hab´s jetzt bei ca 50 Abzügen,auch mit Gradationen von 1-4 gemacht und die Ergebnisse sind Spitze.Was bei mir nicht klappte:Man kann für die Adox MCC und MCP NICHT die Agfa Werte der Voreinstellungen nehmen.Allerdings, und das klappt gut,ist im Handbuch eine Tabelle, die ich anfangs übersehen habe wo Korrekturfaktoren für die entsprechenden ISOS des Papiers angegeben sind. Du nimmst also das Datenblatt von Adox MCP, schaust Dir die ISOS an bei entsprechender Gradation(4 und 5 brauchen doppelte Belichtungszeit , da statt ISO 160 nur mehr ISO 80) und liest die Korrekturfaktoren ab und trägst diese einfach im ZM II ein, fertig. ACHTUNG FALLE:Du solltest vorher den ZM II auf 1/4 Blende je Belichtungsschritt einstellen, das die Korrekturfaktoren sich auch darauf beziehen, alternativ musst Du umrechnen.Mit dieser Vorgangsweise komme ich auch sehr gut zurecht mit dem Adox MCP.
Wenn ich Dir den Rat geben darf:Fange am Anfang mit dem ZM II mit dem Fomaspeed Variant an und benutze infach die Illford Werte(sind bereits voreongestellt) und Du hast glcih gute Ergebnisse.
Anfangs dachte ich mir auch, dass diese Vorgangsweise zuviel Automatismus in den Prozess bringt, stimmt aber nicht, da der Interpretationsspielraum für ein Bild nach wie vor erhalten bleibt und damit Deine Kreativität nich beschnitten wird.
Zudem ist die Kombination Stop Clock Pro und ZM II erheblich günstiger als ein Heiland Splitgrade, noch günstger ist der RH Analyser ohne Stop Clock Pro, den Unterschied kannst Du leicht auf den Seiten von RH Designs nachlesen, deren Service übrigens exzellent ist.
Hier der link http://www.rhdesigns.co.uk/darkroom/html/analyser_pro.html



Spannnend, danke!

Ich kenne die Videos von RH, sieht alles erstmal ja schön aus. Die Frage ist, inwiefern kommt man damit zurecht, die Zeiten für Nachbelichtungen bei großem Motivkontrast in der Praxis tatsächlich schnell und zuverlässig zu ermitteln?


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#8

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.01.2011 01:40
von nemetz • Mitglied | 463 Beiträge

Ganz einfach.Stell Dir eine Landschaft mit Himmel und Wolkenzeichnung vor.
Du stellst Bel zeit und Gradation an Hand der Landschaft ein(z.B. Felsformation mit jeder Menge Grautöne) und hast im Himmel dann keine Zeichnung mehr.
Du merkst Dir als Bel Zeit und Gradation für die Landschaft, misst Dir dann den Himmel aus und bekommst dafür eine Zeit bei vorgegebener Gradation ,z.B. 2. Dann drehst Du die Gradation am ZM II runter auf 1 und bekommst eine etwas kürzere Zeit, programmierst die in der Stop Clock 2.Dann gehst Du zurück auf die Belichtungszeit der Felsformation mit z.B. Gradation 2 oder was immer, belichtest Dein Bild. Danach geht die Stop Clock II automatisch auf die 2. Belichtungstzeit für den Himmel-ACHTUNG, nicht vergessen Gradation 1 nun am Vergrösserer einzustellen, passiert mir immer wieder-und wedelst nun die Landschaft ab, fertif. Klappt meistens, aber abhängig vom Motiv nicht immer, sehr gut.


Liebe Grüsse, Thomas


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#9

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.01.2011 06:41
von cmo • Mitglied | 339 Beiträge

Das ist ein Wort. Wie ist das, wenn man an mehreren Stellen unterschiedlich belichten muß, genau so?

Der nächste logische Schritt wäre dann ja der LED-Kopf mit Farbänderung durch die Schaltuhr


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#10

RE: Schaltuhr und Belichtungsmesser

in Dunkelkammer & Entwicklung 15.01.2011 08:25
von nemetz • Mitglied | 463 Beiträge

Genau so. Allerdings habe ich einen Variokopf, wie das bei einem
Farbkopf geht weiß ich nicht.


Liebe Grüsse, Thomas


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