#1

Retina III c

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 25.12.2010 22:44
von pongo • Mitglied | 776 Beiträge

Hat jemand Erfahrungen mit dieser Kamera und wie sind die Abbildungsleistungen der Objektive? War ne große Diskussion in meinem Club, aber keiner weiß was genaues.


Vllt hier...


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#2

RE: Retina III c

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 25.12.2010 23:14
von Stephan S. • Mitglied | 852 Beiträge

Das war vor über 20 Jahren meine erste Kamera (Erbstück, damals schon ein altes Schätzchen (Bauzeit 1954-57)). Meine hat das Rodenstock Heligon, es gibt sie auch mit einem Schneider Kreuznach Objektiv, welches in diversen Foren immer hoch gelobt wird.
Als ich sie damals verwendete, funktionierte der eingebaute Selenbelichtungsmesser noch. Habe damit Diafilme belichtet und sehr gute Ergebnisse erhalten. Nachdem ich mir eine SLR gegönnt hatte, hat sie jahrelang unbenutzt gelegen. Als vor einiger Zeit mein Interesse an alten Kameras und speziell an Messsucherkameras erwachte, habe ich sie mal wieder hervorgekramt und festgestellt, daß der Beli die Funktion versagt und der ohnehin extrem winzige Sucher eingetrübt ist. So macht mir die Verwendung keine Freude.
Habe trotzdem nochmal einen Schwarzweissfilm belichtet. Die Ergebnisse waren soweit o.k., aber von der Abbildungsleistung nicht so überragend, wie das nach Lektüre mancher Forenbeiträgen zum Thema zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht der Unterschied zwischen Heligon und Xenar?
An der Kamera kann man das vordere Linsenglied des 50ers herausschrauben und Objektivvorsätze von 35mm und 80mm vorsetzen. Dazu braucht man dann noch den/die passenden Aufstecksucher. Zu der Abbildungsleistung kann ich nicht sagen, da ich diese Teile nicht besitze.
In jedem Fall ist es eine sehr solide und wertig gefertigte Kamera, die Freude macht (wenn sie funktionstüchtig ist).

Gruß Stephan


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#3

RE: Retina III c

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 26.12.2010 09:20
von pongo • Mitglied | 776 Beiträge

Ich besitze die II a mit dem Heliogon, es ist ausgezeichnet. vllt liegts an der Satzkombi, daß man da Abstriche erwarten muß.

VG


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#4

RE: Retina III c

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 26.12.2010 14:34
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Hallo Stephan,

beziehe mal in Deine Überlegungen mit ein, daß die Kopplung von Objektiv und Meßsucher eventuell nicht mehr stimmen können oder der Klappmechanismus ein wenig dejustiert ist, dann kann natürlich keine optimale Schärfe mehr erreicht werden. Übrigens ein Umstand, der bei mir regelmäßig ein gewisses Mißtrauen gegen Klappkameras begründet.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 26.12.2010 14:35 | nach oben springen

#5

RE: Retina III c

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 26.12.2010 23:12
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Ich hatte mal die IIc mit dem 2,8er Xenon. Das ist eines der besten Objektive, die mir je untergekommen sind. Das 2,0er Xenon der IIIc ist nach allgemeiner Auffassung auch hervorragend. Das Heligon sollte kaum schlechter sein. Die Mechanik der Retina ist auch derart stabil, daß sich dadurch eine Dejustierung wie bei Faltern mit Blechstreben kaum ergeben kann.

Es gibt bei den Retinas allerdings eine Sache zu beachten. Kamera und Objektiv (oder Grundobjektiv und Vorderglied) MÜSSEN die selbe Seriennummer haben. Die wurden immer exakt aufeinander justiert. Man kann auch nicht an einer Retina, die mit einem Xenon ausgestattet war, das Vorderglied durch ein Heligon ersetzen. Ebensowenig funktioniert es, an einer IIc das lichtstärkere Vorderglied der IIIc zu verwenden. Es wird in jedem Fall ja immer nur ein Teil des Linsensystems getauscht, während der hintere Teil fix ist. Das kann dann natürlich nicht funktionieren. Es geht auch nicht, an einem Rodenstock Grundobjektiv die Tele- oder WW-Vorsätze von Schneider zu verwenden und umgekehrt.

Das WW ist von der optischen Leistung sehr gut (ein Tele hatte ich nicht), aber leider ist die praktische Anwendung eine Krankheit. Der Entfernungsmesser ist ja auf das 50er abgestimmt. Die Retina hat deshalb 3 Entfernungsskalen. Die gemessene Entfernung muß von der 50er-Skala oben auf die passende Skala an der Unterseite des Objektivs übertragen werden.

Ob man an die Innenseiten des Suchersystems so ohne weiteres für eine Reinigung ran kommt, weiß ich nicht mehr. Die Oberkappe geht aber einfach runter. Der Sucher ist etwas klein, aber keinesfalls schlechter als von den Russenkameras und immerhin mit Leuchtrahmen versehen. Die Kameras mit einem großen "C" haben einen besseren Sucher, dafür kosten sie aber auch das Mehrfache.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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