#1

Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 11.09.2010 07:40
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Hallo,

ich wollte mal die Frage aufwerfen, ob jemand weiß, inwiefern durch die Plastikbeutel in denen das Papier heute geliefert wird, durch mangelhaften Luftaustausch und Kondenswasserbildung eine Schädigung der Gelatine bei der Lagerung eintreten kann (Bakterien, Pilzbefall,Fäulnis etc.), gerade weil ja nicht mehr so starke Biozide bei der Herstellung verwendet werden können (Formalin, Cadmium, etc.). Meine Vermutung dazu ist nämlich, daß man das möglicherweise in leichteren Fällen nicht mal sieht, aber dergleichen beispielsweise Schwierigkeiten in der Hochglanztrocknung macht (Stippchenbildung).

Ggf. würde ich mir Pergamin und schwarzes Papier besorgen und alles nach alter Manier einpacken.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 11.09.2010 07:45 | nach oben springen

#2

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 02:12
von albedo • Mitglied | 81 Beiträge

Die Beste Methode ist einfrieren.Die Packung Fotopapier noch einmal in eine Plastiktüte packen und ab in die Tiefkühltruhe. Das Papier hält das Jahrzehnte.


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#3

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 02:56
von Harubang • Mitglied | 93 Beiträge

@ albedo

Genauso mache ich es auch!
Besonders die modernen Gradationswandelpapiere sind bei weitem nicht mehr so haltbar, wie man das früher generell von Fotopapier gewohnt war.
Ich habe bei der Agfa Lagerauflösung damals einen größeren Posten Multicontrast 30x40 ersteigern können und damals sofort eingefroren.
Hoffe, damit noch einige Zeit über die Runden zu kommen.

Gruß
Rolf


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#4

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 06:22
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat von albedo
Die Beste Methode ist einfrieren.Die Packung Fotopapier noch einmal in eine Plastiktüte packen und ab in die Tiefkühltruhe. Das Papier hält das Jahrzehnte.




Ist ja alles richtig, aber das beantwortet meine Frage nicht, die war, ob der Kunststoffbeutel in der Papierverpackung bei Raumtemperatur schadet oder ob man das Papier nicht doch bei Aufbewahrung ander Luft besser in ein lichtundurchlässiges aber luftdurchläsiges Papier einschlägt, wie das vor den Kunstsstoffbeuteln der Fal war. Manche wenig verwendete Papiersorten liegen bei mir schon mal 5-10 Jahre (mit Festgradation zum Glück noch einigermaßen möglich), wenn ich sie nur selten brauche und doch will ich nicht an die Gefriertruhe, um mal ein Bild in Seidenraster auf 40x50 zu vergrößern.

Aber da ich ja Lagerung von Photopapier drübergeschrieben habe, ist die Bemerkung natürlich voll berechtigt.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 12.09.2010 06:25 | nach oben springen

#5

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 10:03
von Harubang • Mitglied | 93 Beiträge

Also, wenn Papier besser wäre als Kunststoff, hätte der Hersteller sicher dieses als Verpackungsmaterial gewählt.
Im übrigen dürfte auch Deine Nase ein guter Indikator sein, was Schimmelbefall und Fäulnis angeht. Wenn nichts muffelt, ist es ok.
Vielleicht ist es ratsam, bei besonders ungünstigen (=feuchten) Lagerungsbedingungen ein Säckchen Silikagel beizupacken und die Kunststoffhülle dann mit einem Klebestreifen zu verschließen.
Dann kann eigentlich nichts passieren.

Gruß
Rolf


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#6

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 10:36
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Zitat von Harubang
Also, wenn Papier besser wäre als Kunststoff, hätte der Hersteller sicher dieses als Verpackungsmaterial gewählt.

Sollte man eigentlich meinen. Aber die Gesamtkosten für eine Plastikverpackung sind wahrscheinlich deutlich geringer als für eine Papierumwicklung. Von Hand kann das in D inzwischen keiner mehr bezahlen und die Maschine, die das Papier vom Stapel nimmt und faltet kostet so viel, daß sie auch schon ganz ordentlich ausgelastet werden muss. Da ist eine Folienschweissanlage, die einen Endlosschlauch von der Rolle verarbeitet um Größenordnungen günstiger.
Ob's was ausmacht? Die Papierumwicklung ist auf jeden Fall über Jahrzehnte nicht schlecht gewesen, bei ORWO wurde bis zum Schluss so verpackt und das kleine Wephota-Päcken hier ist auch mit Papierverpackung. Wenn Du also auf Nummer sicher gehen willst, dann pack so ein wie früher. Ein Päckchen Silikagel kann trotzdem nicht schaden, in der Bucht ist das hier anscheinend vom Preis/Leistungsverhältnis her am günstigsten: http://cgi.ebay.de/Trockenmittel-Orange-...d#ht_1287wt_911 Gibt's aber bestimmt auch noch günstiger.


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viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas

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#7

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 12.09.2010 16:39
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat von Harubang
Also, wenn Papier besser wäre als Kunststoff, hätte der Hersteller sicher dieses als Verpackungsmaterial gewählt.
Im übrigen dürfte auch Deine Nase ein guter Indikator sein, was Schimmelbefall und Fäulnis angeht. Wenn nichts muffelt, ist es ok.
Vielleicht ist es ratsam, bei besonders ungünstigen (=feuchten) Lagerungsbedingungen ein Säckchen Silikagel beizupacken und die Kunststoffhülle dann mit einem Klebestreifen zu verschließen.
Dann kann eigentlich nichts passieren.

Gruß
Rolf




Müffeln tut es bei mir zum Glück in den Papierschachteln nicht - meine Duka ist auch keine Tropfsteinhöhle, aber Temperaturschwankungen gibt es halt doch. Mein Verdacht liegt ohnehin allein darin begründet, daß manche Papiere bei der Hochglanztrocknung trotz Nachhärtung nach allen Regeln der Kunst Probleme machen und daher war meine Überlegung, daß die vielleicht bei der Lagerung was abbekommen haben. Ich habe zum Beispiel noch gewisse Mengen Fomabrom aus der ersten Hälfte der 2000er, die nach dem Umstieg auf Universal B von Wephota wegen abweichender Empfindlichkeit und Gradation nicht aufgebraucht wurden und die zeigen diese Probleme ohne aber zu müffeln oder gar zu stinken.

Ansonsten gehe ich mit Andreas "besser" heißt ja immer besser besser wofür und für wen - für mich oder den Hersteller bzw. für welchen Zweck. Ich meine jeder, der schon mal mit den alten Verpackungen gearbeitet hat, weiß ja wie ärgerlich das war, wenn das Papier plötzlich beim auf- und zumachen undicht wurde oder beim reinschieben in die Schachtel riß und Gefummel war es ja auch, später war es dann ja zeitweise wachs- oder stanniolverstärkt.

Ich glaube sowieso auch, daß die Kunststoffverpackung a) billiger ist und b) eben von der Kundschaft verlangt wird, weil sie bequemer ist.

Das mit dem Silikagel werde ich wohl bei den selten genutzten Packungen wie vorgeschlagen umsetzen, das ist ein guter Tip auf den ich auch hätte selber kommen können, vielen Dank dafür.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 12.09.2010 16:44 | nach oben springen

#8

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.09.2010 00:36
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Da hier wieder einige zum einfrieren raten - habt ihr dafür ne eigene Tiefkühltruhe/schrank.
Mir steigt meine schon aufs Dach wenn ich mal ne Handvollfilme in den Tiefkühler lege - wenn ich jetzt noch meine Papierschachteln reinlegen will - die mesiten Din A4 und größer - dann gibt es richtig Ärger.
Auf der anderen Seite würde ich es auch für unpraktisch halten - nur wegen einem belegten Fach mir einen zuzulegen. Okay, maches Modell ist evtl. günstig zu haben - kostet dann aber auf der Stromrechnung meist recht deutlich, im Verhältnis zu entsprechend gebauten modernen Systemen.


Steve
zuletzt bearbeitet 13.09.2010 00:36 | nach oben springen

#9

RE: Lagerung von Photopapier

in Dunkelkammer & Entwicklung 13.09.2010 01:17
von Harubang • Mitglied | 93 Beiträge

Also ich habe mein eigenes Fach in unserem Gefrierschrank, der im kühlen Keller steht und dadurch unglaublich wenig Strom verbraucht, lt. meinem Energiekosten-Meßgerät.
Neben etwa 6 x 50 Blatt 30x40 habe ich da S/W Filme und Diafilme für die nächsten Jahre hineingepackt - und immer noch Platz!
Der Kampf ums eigene Fach war gar keiner, das hat meine Holde sofort eingesehen; sie denkt auch sonst pragmatisch!

Gruß
Rolf


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