#1

Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 09.09.2010 09:08
von CPD (gelöscht)
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Hallo,

ich werde mir dieser Tage ein paar 120er Rollen Fomapan zulegen.

Einsetzen möchte ich den Film als billiges (Wortverwendung im guten alten Sinn!) Material für Streetphotographie.

Bisher habe ich erfahren:

- der Film dümpele nur bei ca 200/24-250/25 ISO rum
- er neige zum Aufsteilen
- er würde sich beim Trocknen sehr stark rollen. (Ich bin der festen Überzeugung, daß dies als Verarbeitungsfehler resultiert)

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Film gemacht? Eine Empfindlichkeit von ISO 400/27 strebe ich schon an, ein Pushen um eine weitere Blende auf ISO 800/30 sollte von Fall zu Fall möglich sein.

Als Entwickler benutze ich:

- Rodinal (dieser käme wohl eher nicht in Frage)
- D-76 (schon eher)
- X-Tol (damit arbeitete ich bisher nie, gestern erst eine Packung bestellt)

Diese drei Entwickler sollen den Nachteil haben, nicht die Nennempfindlichkeit zu erreichen. Bei D-76 durch Pushen dann schon,da habe ich Angaben bis ISO 1600/33 - wer's glaubt...

Ich hätte auch kein Problem damit, Microphen oder Diafine - zu wohl keinem Entwickler habe ich so widersprüchliche Meinungen gelesen - zu verwenden.

Also - Ratschläge bitte!

Ciao!

CP


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#2

RE: Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 09.09.2010 11:20
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Zitat
er würde sich beim Trocknen sehr stark rollen. (Ich bin der festen Überzeugung, daß dies als Verarbeitungsfehler resultiert)



Das resultiert daraus, daß der Film wohl auf preiswertem Trägermaterial gegossen wird, das nicht unbedingt für diesen Zweck vorgesehen ist und keine Maßnahmen gegen die Rollneigung ergriffen wurden. Das war vor ein paar Jahrzehnten fabrikatunabhängig völlig normal - ist also kein Verarbeitungsfehler. Ich persönlich halte das aber für nicht weiter tragisch, wer keine modernen westlichen Markenfabrikate kennt, würde sich eher wundern, daß ein Kodak nicht rollt. Wichtig ist bloß, daß man beim Öffnen der Dose und beim Aufhängen etwas Obacht gibt.


Zitat
der Film dümpele nur bei ca 200/24-250/25 ISO rum
- er neige zum Aufsteilen



Stimmt, in normalen Entwicklern ist der Film eher auf 25 DIN zu belichten, 27 erreicht er ohne daß die Gradation oder die Schattenzeichnung in ihrer Güte nachlassen nur in Entwicklern wie Emofin und anderen weicharbeitenden und die Empfindlichkeit ausnutzenden Entwicklern. Grundsätzlich muß man aber sagen, daß der Foma seine Empfindlichkeit am ehesten in Kunstlicht erreicht, da er recht rotempfindlich ist. Früher, zu den gestrengen DIN-Zeiten, war es "billig", die Empfindlichkeit zu benennen, die am geringsten ausfiel - also bei einem rotempfindlichen die Tageslichtempfindlichkeit - , während die Hersteller heute nicht mehr so bescheiden sind und sich gerne ein paar DINchen mehr zubilligen als es vielleicht recht und billig wäre.

Ansonsten überlasse ich Reinhold das Feld, der ist unser Foma und Diafine-Experte.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 09.09.2010 11:23 | nach oben springen

#3

RE: Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 09.09.2010 15:21
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Photoamateur
Ansonsten überlasse ich Reinhold das Feld, der ist unser Foma und Diafine-Experte.


Hahaha, köstlich. Danke für die Lorbeeren. Einen echten Belichtungsindex von EI 800 wirst du aus dem Foma400 kaum rauskitzeln können, zu Anfang war ích da auch etwas zu euphorisch. Wenn du beim Scannen alle Register ziehst, vielleicht. Aber für echte Papierabzüge wird es eng. In Diafine oder Promicrol sind 500-600 drin sein, Ende der Fahnenstange, wenn du auf Schattenzeichnung wert legst. Die "echte" Empfindlichkeit in normalen Entwicklern liegt tatsächlich bei 250 ASA. 1600 in D76 halte ich für völligen Unfug, habs aber nicht probiert. Er ist ziemlich Push-resistent. Nicht alles glauben, was so an Push-Orgien berichtet wird. Das kann ein kaum teuerer Acros 100 m.E. besser, wenn man weiß wie. In Caffenol-C-H kommt der Foma400 auch wunderbar bei Pi mal Daumen EI 400 - 600. Und ja, er rollt sich, definitiv kein Verarbeitungsfehler, du wärst der erste, der sie platt wie einen TMax hinkriegt, aber längst nicht so schlimm wie die kapriziösen Luftbildfilme ala Superpan200 oder RR 80s oder 400s. DIE kringeln sich wirklich wie blöde.

Ich mag die Fomas sehr, rot kommt etwas heller als grün, die Trennung ist gut, dabei immer noch unproblematisch. Der 400er ist mir aber für einige Sachen selbst in 6x6 einen Tick zu körnig, der 100er ist mir mit Abstand der liebste Foma.

LG Reinhold


zuletzt bearbeitet 09.09.2010 15:28 | nach oben springen

#4

RE: Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 10.09.2010 05:02
von CPD (gelöscht)
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Hallo,

danke für eure Hinweise.

Ich bin mir recht sicher, daß ich den Film bei Trocknung in dampfgesättigter Luft relativ plan kriegen werde. Nächste oder übernächste Woche werde ich da aber mehr wissen.

Diese Ergebnisse von Pushorgien lese ich auch immer äußerst skeptisch - und ISO 1600/33 - hmmm.

Mal sehen: Ich werde zunächst versuchen, den Film irgendwie nehe Nennempfindlichkeit zu kriegen. Das dürfte mir für die allermeisten Situationen dann auch reichen. - Und schließlich bin ich ja nicht gezwungen, bei wenig Licht alles mit dem Fomapan 400 zu erledigen!

Ciao!


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#5

RE: Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 14.09.2010 10:43
von CPD (gelöscht)
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Hallo,

vergaß ich noch zu fragen:

Wie sieht es eigentlich mit der Qualität der Konfektionierung bei den 120er Rollfilmen aus? - Habe da schon abenteuerliches gelesen.


Ciao!


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#6

RE: Fomapan 400

in analoges Fotozubehör 14.09.2010 17:36
von Gelöschtes Mitglied
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Da habe ich noch nie etwas bemerkt, jeder Foma war bei mir bislang einwandfrei.

Viele Grüße,
Nils


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