#1

Erdung von Vergrößerern

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 05:30
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Angeregt durch den Beitrag über die Vermeidung von Staub im Fotolabor habe ich in einigen einschlägigen Büchern nochmals nachgelesen.

In der älteren Literatur wird die Erdung des Vergrößerers zur Vermeidung statischer Aufladungen empfohlen.

Ic habe mir dann einige Vergrößerer angeschaut und stellte dabei fest, dass auch recht teure Markenhersteller seit den späten 70er Jahren nur noch mit Euro-Steckern und Kunststoff-Fassungen in E 27 ausgeliefert werden. (u.a. ein Durst M601 und ein Kienzle Primos. Lediglich Meopta stattete die weiße Serie noch mit dreiadrigen (allerdings sehr störrischen) Kabeln und einem Schuko-Stecker aus.
Auch die Trafos der Halogenfarbmischköpfe sind mit Euro-Steckern ausgestattet.

In Zeiten von FI-Schaltern habe ich keine Sorge vor einem elektrischen Schlag, stelle mir allerdings die Frage, ob es zur Vermeidung antistatischer Aufladung sinnvoll wäre, ähnlich einem Schallplattenspieler eine Erdung am Vergrößerer anzubringen. (Vergrößerer bis in die 60er Jahre verfügen teilweise über eine Erdungsklemme)

vG

Karl


zuletzt bearbeitet 22.08.2010 05:31 | nach oben springen

#2

RE: Erdung von Vergrößerern

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 06:03
von afb • Mitglied | 4 Beiträge

Servus Karl!

Ein elektrisches Gerät, welches einen flachen Stecker ohne die beiden Schutzkontakte besitzt, hat als elektrische Schutzmaßnahme die sog. Schutzisolierung. Das bedeutet, ein solches Gerät ist so konstruiert, daß im Fehlerfall an vom Benutzer berührbaren Teilen dennoch keine Spannung auftreten kann, also kein für den Menschen gefährlicher Stromschlag möglich ist.
Wenn nun jemand ein solches schutzisoliertes Gerät dahin gehend manipuliert, daß er dieses mit einer zusätzlichen Erdung versieht und diese mit der Erdung der elektrischen Anlage verbindet, kann es bei einem Fehlerfall in dieser elektrischen Anlage soweit kommen, daß dieses Gerät unter Spannung steht, der FI dies jedoch aus nicht näher zu erklärenden Gründen nicht registriert, und daher auch nicht abschaltet. Von einer solchen Erdung ist DRINGEND abzuraten; diese ist verboten und eine elektrotechnische Todsünde ersten Ranges.

Alois


>>> Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut - Henri Cartier-Bresson


zuletzt bearbeitet 22.08.2010 06:05 | nach oben springen

#3

RE: Erdung von Vergrößerern

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 09:16
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Hallo Alois,

Eine "richtige" Erdung habe ich beim Restaurieren eines alten Liesegang Rax 0 hergestellt, indem ich eine Messing-Fassung einbaute und den NullLeiter einer dreiadrigen stoffummantelten Leitung an die entsprechende Klemme der Lampenfassung anklemmte. (Ein Gerät von 1955 sieht mit Euro-Stecker doch etwas peinlich aus)

Vorliegend geht es mir nur darum eine Erdung zur Ableitung statischer Aufladungen sachgerecht vorzunehmen.

vG

Karl


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