#1

Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.08.2010 09:54
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Ich habe es schon in einem anderen Forum gepostet, aber die Schnittmenge mit diesem ist doch recht klein...

Hallo,

mein erstes Multigradepapier war Ilford MG IV. Danach bin ich auf Fomaspeed umgestiegen und konnte genauso weiterarbeiten. Das Papier reagierte ähnlich auf Belichtungszeiten- und Gradationsänderungen. Dann kam Fomatone als Warmtonpapier und obwohl die Empfindlichkeit deutlich geringer ist, fiel es mir leicht, Änderungen bei Filterung und Belichtungszeit/Blende so zu wählen, dass das von mir gewünschte Resultat entstand.
Dann fing ich an mit Baryt zu arbeiten. Nach einigen Probepäckchen MG IV, Fomabrom und Fomatone, bin ich bei Varycon (als AFPVC) und Adox Variotone hängengeblieben. Auch hier komme ich gut zurecht (ebenso mit Kentmere Fineprint, das mir aber von der Oberfläche nicht gefällt).

Dann habe ich probeweise ein Paket Adox MCC bestellt und hier geht irgendwie gar nichts. Das Papier kippt bei mir ständig von zu hell auf zu dunkel und von zu weich auf zu hart. Selbst wenn ein Abzug eigentlich gut ist (alle Grautöne gut abgestuft; helles Weiß, tiefes Schwarz da, wo sie sein sollen), sieht das Bild für meinen Geschmack irgendwie anders aus.

Kann es sein, dass viele Papiere gleich reagieren (Ilford, Foma, Efke) und MCC einem anderen "Standard" folgt? Oder bin ich zu schlecht für dieses Papier?
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Bildbeispiele kann ich leider nicht einstellen, da mein neuer Scanner nicht das macht, was er soll (bzw. ich hab' keine Lust, ihm das beizubringen, was er machen soll).

Mein Vergrößerer ist der Focomat V35 mit Gradationswandelkopf, als Entwickler nehme ich Dektol.

Swingende Grüße

Henning


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Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.
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#2

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 08:31
von Stephan S. • Mitglied | 852 Beiträge

Hat hier wirklich noch keiner Erfahrungen mit dem genannten Papier?
Immerhin fast 40 mal angeklickt, aber keiner schreibt was.

Ich selbst habe das Papier auch noch nicht probiert, neugierig darauf bin ich aber. Und irgendeine Ursache muß Hennings Problem doch haben.

Gruß Stephan


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#3

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 20:51
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

bisher nur mit dem Agfa MCP gearbeitet, was ja die gleiche Emulsion haben sollte. Im Vergleich zu Fomaspeed Variant III und Kentmere VC Select ist mir aber nicht aufgefallen, dass das MCP "anderster" sein soll als andere Papiere. Kam eigentlich auf Anhieb gut zurecht damit (für meine Verhältnisse, bin ja nicht so oft in der Duka).


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#4

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 21:00
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Ich gehöre ja bekanntlich zu der verstaubten Sorte Laboranten, bei der Multigrade so gut wie nicht nicht aufs Tablett bzw. in den Vergrößerungsrahmen kommt. Aber ich meine mich zu erinnern (vom Hörensagen), daß die Multigradefilter der Agfa anders waren als die von Ilford - wobei da noch zu bemerken wäre, daß die frühen Multigradefilter von Ilford sich von den jetzigen auch unterscheiden. Wie auch immer, für mich mal wieder ein Argument so lange als irgendmöglich die Finger vom Multigrade-Teufelszeug zu lassen.

Aber vielleicht ist ja einfach nur der Guß abgerutscht, es soll ja inzwischen mancherorts üblich sein, daß man die Kundschaft zum Versuchskaninchen macht. Erinnert mich an die Rollfilme, die um 2-3 DIN zu gering und flacher in der Gradation ausfielen, weil wohl im Auftrage eines Abnehmers an der Schichthärtung 'geforscht' wurde.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 22.08.2010 21:04 | nach oben springen

#5

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 21:44
von HenningH • Mitglied | 1.216 Beiträge

Soviele Chargen gab's ja noch nicht...

Im anderen Forum wurde die "Andersartigkeit" vor allem auch auf die lineare Schwärzungskurve zurückgeführt und bestätigt, dass es wohl schon immer "anders" war als Ilford und andere Papiere.
Ich muss dieses Papier ja nicht benutzen, mit Ilford, Foma und Efke bin ich ja gut bestückt. War nur überrascht, dass eines der modernsten Papiere bei mir solche Merkwürdigkeiten verursacht...

Ich habe gestern zum ersten Mal seit 2006 mal wieder Festgradationspapier benutzt (Adox Nuance) und bin noch etwas hin- und hergerissen. Dazu aber an anderer Stelle mehr.


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#6

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 22.08.2010 21:52
von BertholdSW • Mitglied | 2.407 Beiträge

Hallo Henning.
MCC 110 in 30x40 habe ich erstmalig 2009 kennen und lieben gelernt.
Dieser leicht so eben kalte Braun-Warmton (ist schwächer als der von MG-Warmtone) liegt mir aber sehr.
Letztes Jahr gekauft und 23 x problemlos verarbeitet in Mörsch ECO 4812 und danach luftgetrocknet.
Wenn Du das Papier gemeint hast, das habe ich gerade neu bestellt. Also bei mir ist das Papier in der Verarbeitung sehr schnell und problemlos geblieben.
Gruss Berthold


Man hat immer 3 Möglichkeiten! Immer!!!
zuletzt bearbeitet 22.08.2010 21:54 | nach oben springen

#7

RE: Ist MCC "anders"?

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.08.2010 02:50
von ma colline • Mitglied | 2 Beiträge

Ich habe lange mit Ilford und AGFA Papieren gearbeitet. Jetzt habe ich bei den PE-Papieren von ILFORD auf ADOX MCP 310 gewechselt. Gemäss den Untersuchungen eines Freundes, sind die Belichtungswerte für das selbe Negativ bei ADOX MCP und MCC absolut identisch. Nach meinen Vergleichen zwischen eben dem Ilford und dem ADOX ergeben sich folgende Unterschiede (ein Beispiel) Ilford Bel-Zeit 4.92 sec, Gradation 2.2, bei Adox das selbe Negativ (bei excelenten Ergebnissen) 6.62 Zeit und Gradation 2.0. Ich arbeite auf einem Focomat IIc mit Heiland Spltgradekopf. Wenn ich etwas weiche Negative habe, dann muss ich die gemessene Gradation z.B. von 4 auf 3 herunternehmen, sonst wird der Abzug zu hart.


Gruss aus der Schweiz
Hanspeter


zuletzt bearbeitet 23.08.2010 02:54 | nach oben springen






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