#1

Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 09:30
von Harumpel • Mitglied | 5 Beiträge

Guten Abend,

ich bin absoluter Neuling im MF Bereich und suche eine passende MF-Kamera für so max 1000 Euro.

Das Teil sollte möglichst portabel sein, also nicht sone Bombe wie Hasselblad 500.

Objektive: entweder
(1x Normalbrennweite)
oder besser
(leichten Weitwinkel + Portraittele)
oder noch besser
(WW + Norm + Tele)

Je nachdem was preislich geht.

Format: je grösser, desto besser. (Gibt es für 6x7 und 6x9 erschwingliche Vergrösserer?)

Weiß jemand spontan einen Tipp ?

Schönen Gruss
Harumpel


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#2

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 09:47
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Hi!
Na, das sind ja gelich 3 Wünsche auf einmal ;-)
Also, wenn Dir die Habla zu groß ist, dann wird es aber eng mit der Auswahl; MF ist nunmal von der zu belichtenden Negativfläche um Längen größer als KB, da braucht man auch Objektive, die einen entsprechenden Bildkreis ausleuchten und die gibt es nunmal nicht in klein.
Somit fällt eigentlich der ganze 6x7-Sektor weg, obwohl ich da nur zu meinem Liebling, der RB67 raten kann. Für 1000,- bekommst Du da einen Body, Magazin, Lichtschacht-Sucher, 90er-Normal, 65-WW und 180-Kurztele auf jeden Fall bei eBay zusammen. Das wiegt dann aber auch etwas und dagegen wirkt eine 500er Habla wie Spielzeug ;-)
Dann gibt es noch den Bereich der 6x6-Kameras, in dem ja auch die Habla liegt. Hier gibt es die Pentacon Six bzw. die Kiev 60. Beide sehen aus wie normale KB-SLR's sind aber natürlich größer. Für Deinen Preisberecih solltest Du da locker eine Kamera incl. aller benötigten Objektibe bekommen.
Ein guter Kompromiss zwischen Größe und Format ist das oftmals zu Unrecht verschrieene "Baby-MF" 6x4,5cm. Hier gibt es z.B. die Mamiya M645 oder die 645Pro. Für 1000,- kannst Du auch schonmal Glück haben und eine 645AF (Autofokus-Kamera)incl. Standard-Objektiv und einem zusätzlichen Objektiv bekommen. Das Format würde ich mir an Deiner Stelle mal genauer ansehen.

Bei den Vergrößerern sieht es genauso aus, wie bei den Kameras: Das große Negativ muss auch entsprechend große Vergrößer haben, um ein Bild aufs Baryt zu bekommen. Hier gibt es 6x7-Vergrößerer von Durst oder wenns auch etwas älter sein darf ein Agfa Varioscop, der geht bis 6x9 und reicht auf für Negative aus der Box.

Alles natürlich Neu nicht mehr zu bekommen (oder zu Preisen, bei denen Du mit 1k-EUR auch nicht weit kommst) aber bei eBay und Gebrauchtkameraverkäufern git es immer wieder gute Angebote. Viele hier aus dem Forum haben fast ihre Komplette Ausrüstung so zusammengekauft (ich auch).


viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas

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www.angr-online.de - meine kleine Seite im Netz


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#3

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 10:04
von Gelöschtes Mitglied
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Hui, Einstieg sieht bei mir anders aus...

Aber ich habe hier noch was Schönes in 6x9 (!) für Dich: http://www.camerapedia.org/wiki/Fujica_GW690

Mehr kann ich Dir aber leider auch nicht dazu sagen.

Viele Grüße,
Nils


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#4

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 10:24
von Harumpel • Mitglied | 5 Beiträge

Danke für die Tipps!

Ich habe die Kameras alle sofort gegoogelt und mir gefällt die Fuji 690 bis jetzt mit Abstand am besten. Das Verhältnis Kameragrösse:Filmgrösse ist einfach unschlagbar. Mit grossen Kalibern tue ich mich schwer, Portabilität ist mir sehr wichtig.

Mamiya 645 macht einen sehr guten Eindruck, aber auch einen sehr grossen :-) Pentacon Six und Kiev sind Ost-Produktionen, nicht wahr?

Also ich schau mir mal weiter die Daten zur Fuji 690 an. Das einzige Problem, was ich bis jetzt sehe, und es ist ein grosses: das Teil hat keinen Belichtungsmesser

Schönen Gruss
Harumpel


zuletzt bearbeitet 16.10.2009 10:27 | nach oben springen

#5

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 11:04
von Gelöschtes Mitglied
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Meine Rolleicord II hat auch keinen... Nee, im Ernst, die Fuji hat sehr wohl einen, die hat sogar eine Belichtungsautomatik - siehe hier: http://fuji.snaefell.de/

Zumindest das Modell in der 12MB-Betriebsanleitung dort. Es scheint in der Reihe ja einige Modelle gegeben zu haben...

Viele Grüße,
Nils

PS: Richtig klein ist die Fuji aber auch nicht... für richtig klein müßtest Du auf eine antike Faltkamera ausweichen. Aber die brauchst Du als Zweitkamera ohnehin, sagt der Vintage-ebay-Junkie Ich habe mir heute abend auch endlich mal eine alte Kamera ersteigert, eine Vest Pocket Kodak aus der Serie von 1915-26...


zuletzt bearbeitet 16.10.2009 11:08 | nach oben springen

#6

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 21:37
von strind77 • Mitglied | 270 Beiträge

Falls es auch ne Sucherkamera sein kann (wie die Fuji), dann vielleicht ne Mamiya 7. Die sieht zwar wuchtig aus, ist aber ganz handlich. Aber da wirds wohl preislich etwas schwierig. Aber 6x7 ist ein tolles Format, wenn man mit dem Quadrat nicht so richtig warm wird und die Kamera und Objektive sind top. Die erste Version dürfte noch etwas günstiger zu haben sein. Und die technischen Unterschiede zur 7 II sind eher gering.


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#7

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 22:13
von Harumpel • Mitglied | 5 Beiträge

Was muss man denn für eine Mamiya 7 mit 1-2 Objektiven ausgeben?


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#8

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 23:40
von Eska Pismus • Mitglied | 262 Beiträge

ich denke selbst gebraucht leicht unter 1000eusen. Neu deutlich über...



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#9

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 16.10.2009 23:41
von Eska Pismus • Mitglied | 262 Beiträge

stört es euch eig. nicht das diese Kameras nur einen Sucher, aber keine Mattscheibe haben?

Ich stell mir das komisch vor, vor allem in dem Peissegment



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#10

RE: Einstieg MF

in Kameratechnik, Objektive, Blitzgeräte 17.10.2009 00:29
von strind77 • Mitglied | 270 Beiträge

Ne, das ist eben ein anderes Kamerakonzept. Das eine kann man eigentlich nicht mit dem anderen vergleichen. SLR ist halt was anderes, als ne TLR oder ne Sucherkamera. Haben alle ihre Vor- und Nachteile. Die SLRs haben halt auf Grund ihrer Konstruktion meist mehr "Volumen". Die Doppelaugen, bis auf die Mamiyas (330 etc.), das Problem, keine Wechseloptiken zu haben. Bei den Sucher-MFs sind meist die Optiken teurer. Bei den Spiegelreflexen mit Mattscheibe hast Du halt den Vorteil, dass dies fast ausnahmslos Systemkameras sind, für die Du Zubehör und Optiken ohne Ende bekommst. Vor allem wechselbare Rollfilmkassetten sind nicht zu verachten.
Vielleicht solltest Du Dein Anforderungsprofil mal etwas präzisieren. Denn die MF-Möglichkeiten sind unendlich, was Kameras und Systeme angeht. Und dann spielen da noch persönliche Vorlieben eine Rolle. Manch einer kommt nicht mit dem seitenverkehrten Bild auf der Mattscheibe klar. Der eine liebt das quadratische Format, der andere eben nicht. Der eine will ein leises Auslösegeräusch, warum auch immer und ist mit ner Sucherkamera besser bedient. Ein anderer steht auf 50 Jahre alte Falter und wieder ein anderer will Autofokus etc. Der MF-Dschungel ist groß!
Am besten versuchen, sich mal einige Kameras zu leihen und damit zu fotografieren. Ein Bekannter wollte unbedingt ein Zweiauge (Rolleiflex) und kaufte eine für teuer Geld. Mit dem Ergebnis, dass er so gaaaar nicht mit dem seitenverkehrten Sucherbild und dem Handling zurechtkam. War immer nur Kleinbild-SLRs gewohnt und mit Mittelformat fotografiert man einfach anders.

So genug geschwätzt.

LG
Jens


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