#11

RE: Photoleinen

in Dunkelkammer & Entwicklung 02.09.2009 06:44
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

In Antwort auf:
Für Maco, Hamburg Ultra Fotoleinen begoss fast 10 Jahre lang die Fotokemika ein exzellentes Produkt. Als das Rohleinen verbraucht war, endete auch diese Produktion.



Kann kein vernünftiges Rohleinen mehr nachproduziert werden, oder hat man ganz nüchtern festgestellt, daß sich die Sache angesichts der Marktsituation niemals rechnen wird? Der Verbrauch je Kopf ist ja in der Regel wirklich nicht besonders hoch und selbst in vielen Dunkelkammerhandbüchern wird die Verarbeitung nicht beschrieben.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 02.09.2009 06:46 | nach oben springen

#12

RE: Photoleinen

in Dunkelkammer & Entwicklung 02.09.2009 07:28
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Ist die Verarbeitung denn anders als bei Papier? Vielleicht liegt die Kontrastarmut ja an meiner Unfähigkeit...

Grüße,
Christoph


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#13

RE: Photoleinen

in Dunkelkammer & Entwicklung 02.09.2009 08:17
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Der Unterschied bezieht sich eigentlich bloß auf die Wässerung (besser nicht unter einer Stunde) und auf die Trocknung (je nach Trocknungsmethode etwas anders als bei normalem Barytpapier; außerdem kann es sich dabei verzerren, bzw. einlaufen).


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 02.09.2009 08:19 | nach oben springen

#14

RE: Photoleinen

in Dunkelkammer & Entwicklung 02.09.2009 21:51
von Sebastian Junghans • Mitglied | 91 Beiträge

Die flache Gradation aktuellen Leinens liegt im Alter begründet.
Die seinerzeitigen Emulsionen waren recht hart eingestellt, um 60 ISO-Range, bei etwa 250 ISO-Speed.
Das Wässern erfolgte wie bei Barytpapieren.
Das Trocknen über Keilrahmen, bei denen man das Einlaufen der Kette (nicht Schuss) zu berücksichtigen hatte.

Es gibt heute einfach keine Produktionsstätte mehr das ein Rohleinen so zu beschichten, dass eine Fotoemulsion perfekt darauf haftet. Ohne sich bei der Verarbeitung zu lösen.

Bei Gelatine-Primern bestand die Gefahr, dass Emulsion "durchschlägt".
Diejenigen, die seinerzeit Fotoleinen beschichteten, waren Meister ihres Fachs.
Diese Leute gibt es nicht mehr im aktiven Berufsleben.

Es ist daher praktisch ausgeschlossen, dass noch einmal industriell Fotoleinen mit Silbergelatineemulsionen beschichtet wird.

Da bin ich bei der Alternative:

Es werden nicht grundlos flüssige Emulsionen in unverändert grossen Mengen verkauft.
Eines der vornehmsten Anwendungsgesgebiete ist das Beschichten von Webstoffen.

Der bedeutende Markt der Messebauer, die früher vor allem die Masse der Fotoleinenproduktionen kauften, schwenkte bereits vor Jahren auf die vielfältig verfügbaren Ink Jet-Leinen um.


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