#11

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 10.04.2010 07:14
von phosphor • Mitglied | 1.232 Beiträge

Zitat von uthaburn
[quote] Mit Baustrahlern wäre ich vorsichtig, ist auch rausgeschmissenes Geld.





im Prinzip gebe ich Dir da Recht. Für analoge Fotografie ist das nichts, oder nur bedingt anwendbar. Aber im digitalen kann man den Weissabgleich abstimmen, dann ist das ok. So was ersetzt kein professionelles Studio, aber zum probieren und für den Anfang finde ich das ok.

Für analoge Fotografie ersetzt man die Baustrahler duch zwei Adoluxlampen mit 5500 Kelvin zu je 28 Watt die jeweils 1500 Lumen Helligkeit bringen und für Farbfilm bestens geeignet sind.Für Sachaufnahmen (tabletop) ist das völlig ausreichend. Für Portraits empfiehlt sich noch eine dritte etwas größere Lampe mit 4500 Lumen und 84 Watt Leistungsaufnahme.
Im Anhang sieht man meine derzeitiges Studio, das ich mir bei FotoImpex bzw. Wallner (Hintergrund)zusammengestellt habe und ein Beispielbild. Gesamtkosten ca 265,-€
Gruß
phosphor

Angefügte Bilder:
Studio 1.jpg
Kodakretinette.jpg

______________________________________________
Die logarithmische Dichte eines Films
ist der dekadische Logarithmus
des reziproken Wertes des Transmissionsgrades
______________________________________________
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 07:20 | nach oben springen

#12

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 12.04.2010 02:11
von kwm • Mitglied | 209 Beiträge

Vielleicht dennoch zwei interessante Links zum "Baustrahler":

http://foto.dirkhennig.de/baustrahler-studio.html

http://www.sackmesser.de/tutorials/

vG

Karl


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#13

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 25.04.2010 17:45
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Erstmal danke für den Link, einige Sachen tauchen immer wieder als Bastelanleitung auf (Rettungsdecke).
Ob und wie man so eine "Basetl"arbeit nutzen kann, hängt sicherlich auch von der Art der Fotografie ab - digital, analog und da sw oder Farbe.
Ob evtl. vorhandene Weissmacher ein Problem bei unterschiedlicher Beleuchtung ergeben?
Was mich an Halogenstrahlern stört ist ihre Hitzeentwicklung. Nicht nur Styropoer mag dies nicht besonders, auch manche Produkte bei Produktfotografie nehmen einem das Übel. Was da zu überlegen ist - eignen sich die neueren LED Baustrahler da eher?

Farbverschiebungen wie Sie z.B. bei Nachtaufnahmen bei vorhander Beleuchtung vorkommen, können einen eigenen Reiz ausstrahlen. Im Studio würde ich es nicht akzeptieren.
Man kann solche Verschiebungen, bei der Farbentwicklung, sicherlich wieder geraderücken. Weiter oben wird geschrieben das seit Jahren ein Studio mit Baustrahlern betrieben wird und die Bilder vom Labor in guter Qualität kommen - mich würde interessieren ob auch schon Aufnahmen mit Diafilmen erfolgt sind und wie diese aussahen.


Steve
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#14

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 25.04.2010 19:04
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Penta
Was da zu überlegen ist - eignen sich die neueren LED Baustrahler da eher?



Das Problem der LEDs ist die Farbqualität (nicht kontinuierliches Lichtspektrum) und viel zu geringe Lichtleistung. Die Aussagen der Hersteller sind schlichtweg völlig überzogen. Einzig die Angabe der Leistung in Lumen wäre wirklich aussagefähig, die wird aber aus gutem Grund immer verschwiegen. Das würde echt mickrig aussehen. Nur wenn stark gerichtetes Licht erwünscht ist, könnte ich mir im Augenblick sinnvolle Anwendungen z.B. als Striplight vorstellen. Dass es noch keine(?) Studio-Leuchten auf LED-Basis gibt, hat seine Gründe. 500- oder 1000-Watt-Halogenbrenner lassen sich noch nicht durch andere Lichtquellen ersetzen - leider. Die "Neonröhren" sind wohl am nächsten dran, aber solche mit akzeptabler Farbqualität sind auch sehr teuer.

Deshalb wird ja auch meist geblitzt.

LG Reinhold


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#15

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 23.06.2010 04:02
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Über die Problematik mit der Hitzeentwicklung haben wir ja schon gesprochen. Ich bin jetzt im Netz auf das Video gestossen http://www.youtube.com/watch?v=ImkKO5ocrFU&feature=related

Was mir ernsthaft Kopfweh macht, ist der Leistungshunger - hier werden wohl 4 x 500W Strahler benutzt. Ergibt 2000 W. Bedeutet P/U =I oder W/V=A ca. 9 Ampere.

Im Anbetracht der Überlegung wie in manchen älteren Objekten die Elektrik aussieht, bzw. wieviel da von Haus aus schon auf einer Sicherung hängt - dann bekomme ich echt "Bauchweh". Dazu kommen noch die Einschaltspitzen, evtl. weitere Verbraucher - von der Musikanlage über den Akkupack der gerade geladen wird, über den Recorder der gerade ne Sendung aufnimmt, bis zum ....
Da dürfte der harmloseste Fall, noch der Stress mit der rausfliegenden Sicherung sein!


Steve
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#16

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 17.10.2010 02:59
von fizzzle • Mitglied | 34 Beiträge

Man sollte sehr unterscheiden, ob man farbe oder s/w knipsen möchte. Für farbe halte ich baustrahler ungeeignet, da grade die billigen brenner aus dem baumarkt schwankende farbtemperaturen haben und man sich mit korrekturfolien sicherlich wahnsinnig macht. Für s/w halte ich den kosten/nutzen faktor unübertroffen. man kann das licht 1:1 "setzten" und muss keine probeschüsse machen. Auch kann man es an den stellen rausdecken, wo es störend sein könnte. Jedoch würde ich das augenmerk mehr auf das was VOR der lichtquelle steht lenken und weniger auf die quelle selber. Bei aktaufnahmen kann da z.b. schon eine 100W glühbirne in einer einfachen fassung erstaunliches bewirken.

Man sollte sich evt. mehr mit verschiedenen brechungsmitteln / reflektoren beschäftigen ( ich möchte mir z.b. mal eine art richtigtter zusammenbasteln um auch flächiges licht zu "lenken" ).

Fastziniert bin ich immer noch von der "unter 10€ lampe" : eine lampenfassung am kabel mit einer Glühbirne in einem Ikea "chinaball" ( die runden papierlampenschirme = 1,99€ ) gibt für lowkey ein tolles weiches licht ist denkbar einfach zu bauen.

bei farbaufnahmen :-S...

für highkey sollte man aber schon einen 32A anschluss haben

grezZ


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#17

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 19.10.2010 22:20
von Randle P. McMurphy • Mitglied | 233 Beiträge

Zitat von anTon
verschiedene Sachen wie Flags (früher "Neger") muß man selber bauen, gibts komischerweise nichts am Markt. Mit Baustrahlern wäre ich vorsichtig, ist auch rausgeschmissenes Geld. Lieber nur einen Blitz.



Ein größeres Stück Styropor auf der einen Seite mit schwarzer Abtönfarbe bestrichen und fertig
ist der Aufheller oder der "Neger". Sowas braucht man nicht fertig kaufen.

Baustrahler vs. Aufsteckblitz (oder Einschraubblitz) - da sehe ich fast keinen Unterschied.
Selbst bei proffessionellen Lichtanbietern ist die Differenz zwischen Einstelllicht und Blitzbelichtung
teilweise recht auffällig, so das man kaum von kontrolliertem "Licht machen" sprechen kann.

Aus diesem Grund wurde früher ein "Pola" geschossen - was sich im digitalen Zeitalter aber erledigt hat.

Billig macht auch Licht - das stimmt meine Damen und Herren und letztendlich muß es einem Zweck entsprechen oder ?
Trotzdem sieht ein kontrollierter Beleuchtungsaufbau anders aus. Wer die Wirkungen nie untereinander verglichen hat
wird kaum verstehen worauf ich hinaus will.

Wer Lust hat kann sich hier (Bron) nur mal die unterschiedliche Wirkung von Lichtformer zu Gemüte führen.

http://www.bron.ch/vt_pd_lg_sc_de/index.php

Deshalb bleibt für mich subjektiv nur ein Fazit - entweder richtig oder gar nicht.
Was die Kosten betrifft ist über den Gebrauchtmarkt immer mal ein Schnäppchen möglich......


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Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei, sie ist die Zuflucht
aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und Faulen.

Charles Baudelaire
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#18

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 19.10.2010 22:54
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

@ Randle

erstmal danke für den Link.

Die Frage ist aber auch - wieviel kann oder will man sich leisten. Zum fotografieren braucht man Licht und Licht kann man (zumindest im Studio) beherschen. Nur steht der Aufwand auch hinter dem gewünschten Ergebnis.
Wenn ich z.b Modelldiorahmen fotografiere, so macht das schon einen Unterschied ob ich dies einmal mache oder regelmässig. Von der Kamera, über die Optiken bis zum Licht. Wobei ich gerade da vielleicht keine Strahler nehmen sollte, sonst sind die Diorahmen nämlich eher was für die Tonne, da meist aus Plastik.

Das gleiche gilt für den jenigen der im Studion Personenaufnahmen machen will - macht einer das für eine der Hochglanzzeitschriften (verdient also auch Geld damit) wird er sich ein ganz anderes Lichtset leisten /leihen wie der, der mal ein paar Bilder seiner Freundin machen will.

Die Frage für mich allerdings bleibt, ob die Alternative - Baustrahler- überhaupt eine Alternative zu Blitzanlagen aus Fernost sind.


Steve
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#19

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 19.10.2010 23:53
von Randle P. McMurphy • Mitglied | 233 Beiträge

Da kann ich Dir nur zustimmen. Wer nur eine große Fläche gleichmäßig hell machen möchte und damit nicht regelmäßig Geld
verdienen muß wird auch mit billigen Baumarktlampen zu Recht kommen. Für wehn allerdings fest steht das er sein Metier
gefunden hat - Table Top, Macro, Akt oder Katalogbilder wird mit einem ausgefeilten und abwechslungsreichen Beleuchtungssystem
weitaus besser fahren. Ich habe damals mit 2 x 500 ws Kompaktgeräten von Elinchrome angefangen, was im Großformat
und Mittelformat schon fast zu wenig ist aber für heutige Kleinbilddigitalkameras bei weitem ausreicht.........


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aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und Faulen.

Charles Baudelaire
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#20

RE: Selbstgebautes Studio

in Studiotechnik 22.10.2010 04:50
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Lampen mit Dauerlicht halte ich fürs fotografieren (besonders analog) für falsch, zumindest solange es keine Kaltlichtlampen sind.
Die Wärmeausstrahlung ist zu stark, wodurch sich neben der Brandgefahr noch ganz andere Probleme ergeben
- Alles was durch Hitze sich verformt oder schmilzt kann nicht vernüftig fotografiert werden
- Bei langen Shootings fangen die Models an zu schwitzen und die "Farbe" verläuft
- Weisabgleich
- über die Stromkreisbeslastung haben wir ja schon gesprochen (und einen Kabelbrand merkt man nicht sofort)

Was man selber machen kann sind
- Aufheller und Abdunkler
- evtl. das Hintergundsystem
- Winderzeugung
- Spiegeltricks
- Farbfolien
- evtl. Waben - woebi die Methode mit Stohhalmen und der Fertigware aus China wohl überholt ist.
- evtl. Kabelverteiler zur Ansteuerung von Blitzen (bei entsprechendem Fachwissen)


Steve
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