#1

Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 04.07.2008 06:05
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Hallo,

bisher war ich fest davon ausgegangen, dass Kodak HC-110 und Ilfotec HC bzw. LC29 praktisch identisch sind.

Jetzt hab ich aber, als ich mich über den HP5 informiert hab gelesen, dass di Zeiten von HC-110 zu HC nicht unwesentlich differieren. Für Ilfotec LC29 finden sich aber leider nirgends gescheite Zeiten für Filme wie Foma oder Forte. Unterschieden sich die beiden in den Zeiten wirklich so? Oder sit das nur eine Masche von Ilford oder sowas?


Gruß,
Christoph


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#2

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2009 13:55
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Hi Christoph,

dieses Thema ist zwar schon sehr alt, aber da keine Antwort gegeben wurde und ich gerade selbst mit diesem Thema beschäftigt bin, möcht ich etz mein Senf dazu geben.

Bin gerade dabei, nochmal richtig den HP5 mit Kodak HC-110 einzutesten. Ich weiß, dass man überall ließt, dass HC-110 (Verdünnung B) 5 min mit dem HP5 braucht. Dem kann ich aber irgendwie absolut nicht zustimmen
Um einen optimalen Kontrast auf Papier mit Gradation 2,5 zu bringen, sind hier schon eher die 6,5 minuten (wie bei Ilfotec HC angegeben).

Hab jedoch nicht aufs Detail eingetestet, da ich gleich auf Verdünnung E umgestiegen bin...ist meiner Meinung nach der beste Kompromiss zwischen Schärfe und Korn mit dem HP5.
Hohe Verdünnung (zb H): Gröberes Korn, mehr Schärfe
Niedrige Verdünnung (zb B): Feineres Korn, weniger Schärfe

Hier sei gesagt, dass ich mit Verdünnung E nicht etwa 7,5 Minuten brauch, sondern 15-16 Minuten
Weiß der Geier, warum...aber nur so bringt man den Film mit Gradation 2,5 aufs Papier. Und man siehts auch sofort an den Negativen.

Was ich damit sagen will: Die wirkliche Zeit mit HC-110 tendiert eher zu den Angaben mit Ilfotec HC.

Was mich jedoch wundert...ich glaube, dass ich früher mit den 5 Minuten und Verdünnung B sehr gut hinkam
Vielleicht ist mir der Entwickler auch abgeranzt...aber eigentlich misch ich immer direkt vom Sirup an und der ist erst 11 Monate alt.

Würde mich über Beiträge anderer freuen. Frag mich, ob das bei anderen auch so ist. Bzw ob ne halbleere Flasche mit unangemischtem Sirup HC-110 nach einem Jahr abranzen kann.

Gruß,
Andi


zuletzt bearbeitet 25.11.2009 13:58 | nach oben springen

#3

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.11.2009 19:43
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

In Antwort auf:
Um einen optimalen Kontrast auf Papier mit Gradation 2,5 zu bringen, sind hier schon eher die 6,5 minuten (wie bei Ilfotec HC angegeben).



Das mag damit zusammenhängen, daß die Normalgradation 3 ist und nicht 2,5 (hatten wir irgendwo schon einmal). Daneben gibt es bei der Vergrößerung noch weitere Faktoren, wie das optische System Deines Vergrößerungsapparates, ob die den Filtern aufgedruckten Werte auch mit der tatsächlichen Filterung übereinstimmen, Deine und die Arbeistweise Deines Papierentwicklers bei der Hervorrufung sowie die Gefahr der Gradationsverflachung durch ungeeignetes Dukalicht. Bei der Filmentwicklung besteht nicht nur die Möglichkeit eines falschen Kipprhytmus sondern auch die von falschgehenden Thermometern und eventuell die von falschgehenden Uhren.


gut Licht
Walter
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#4

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.11.2009 00:06
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

In Antwort auf:
Das mag damit zusammenhängen, daß die Normalgradation 3 ist und nicht 2,5 (hatten wir irgendwo schon einmal)


Sicher? Ich lese immer ZWISCHEN 2 und 3. Zudem (wenn man sich das HP5-Datenblatt mal GENAU durchliest, entspricht deren angegebene entwicklung genau Papiergradation 2,5. Um auf 2 oder 3 zu gelangen muss man wie in den Diagrammen angegeben korrigieren.

In Antwort auf:
Daneben gibt es bei der Vergrößerung noch weitere Faktoren, wie das optische System Deines Vergrößerungsapparate


Ich weiß, und gerade das macht mich besonders stutzig...ich habe nämlich einen Kondensor-Vergrößerer, der eigentlich automatisch noch härteren Kontrast bringt. -> Kaiser VCP 6000 Color

In Antwort auf:
ob die den Filtern aufgedruckten Werte auch mit der tatsächlichen Filterung übereinstimmen


Tun sie auf alle Fälle. Splitgrading mit den Filtern 2 und 3 (=2,5) ergibt das gleiche Ergebnis wie Farbkopf alle Farben auf 0, oder auch Farbkopfeinstellung eben auf Gradation 2,5. Alle meine Möglichkeiten zur Kontrastfilterung ergeben zudem auch das exakt gleiche Ergebnis wie meine Festgradationspapiere

In Antwort auf:
Deine und die Arbeistweise Deines Papierentwicklers


Ich benutze schon immer Tetenal Eukobrom und nutze ihn, wie jeder andere Fotograf Er bringt auch die gleichen Ergebnisse wie Adotol Konstant (Calbe N 113), den ich früher verwendet hatte.

In Antwort auf:
sowie die Gefahr der Gradationsverflachung durch ungeeignetes Dukalicht


Mein Duka-Licht macht hier keinen Einfluss. Hab mir dieses Jahr erst ne sau teure Kaiser Natriumdampf-Dukalampe zugelegt (meine alte spiele mit ADOX MCP nicht mit). Mit dieser kann ich meine Papiere ewig im Licht versauern lassen, ohne dass sich nur die geringste Verfärbung bildet.
Alles schon getestet

In Antwort auf:
Bei der Filmentwicklung besteht nicht nur die Möglichkeit eines falschen Kipprhytmus sondern auch die von falschgehenden Thermometern


Da ich vor ca 1 Jahr festgestellt hatte, dass meine Thermometer etwas falsch gehen, hab ich mir ein spezielle für die Filmentwicklung gekauft. Dieses geht absolut genau...auch schon getestet

In Antwort auf:
und eventuell die von falschgehenden Uhren.


Benutz ne digitale Uhr (Timer -> Sony Ericsson Handy)...die digitalen Quarzkristalluhren gehn nie falsch

Das war jetzt schön gekontert

Aber wie gesagt, ich hatte ja früher eigentlich nie Probleme. Hab mit dem HC-110 so ca letzten Dezember/Januar angefangen und ihn dann auch gleich in mehrere kleine braune 100ml Aponorm-Fläschchen abgefüllt. Und die Zeiten kamen auch immer hin. Und das 100ml-Fläschchen, das ich gerade nutze, steht nun mal schon mehrere Monate mit vielleicht 30-40 ml rum.

Mir ist aber noch eingefallen, dass der geringe Kontrast auch durch meinen Testaufbau kommen kann. Da es ja immer so früh dunkel wird, muss ich meist mit Strahlern oder eben normaler Zimmerbeleuchtung arbeiten. Kann sein, dass hier der Kontrast automatisch vermindert wird...was jedoch komisch ist, da ich eigentlich voll der Zonensystem-/Graukartenfreak bin und da nie Probleme hatte

Grüße,
Andi


Hier nochmal das DEUTSCHE Datenblatt zum HP5:
http://www.blende7.at/datenblaetter/ilfo..._HP5Plus_DE.pdf
Man lese hier Seite 13 und 14 genauestens durch und beachte dazu auf Seite 14 das Diagramm mit dem HP5 und Ilfotec HC und nochmal den Text direkt über diesem Diagramm. 6,5min für Gradation 2,5 (oder eben ZWISCHEN 2 und 3). Wenn man sich diese zwei Seiten durchließt, muss eigentlich jedem klar werden, dass die Entwicklungszeiten für Gradation 2,5 sind und logischerweise auch als Standard gesehen wird. Hab in den Datenblättern bis jetzt immer ZWISCHEN 2 und 3 gelesen, oder eben gar nichts


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#5

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.11.2009 01:07
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

In Antwort auf:
Das war jetzt schön gekontert



Ja, aber wart mal ab.


In Antwort auf:
Sicher? Ich lese immer ZWISCHEN 2 und 3. Zudem (wenn man sich das HP5-Datenblatt mal GENAU durchliest, entspricht deren angegebene entwicklung genau Papiergradation 2,5. Um auf 2 oder 3 zu gelangen muss man wie in den Diagrammen angegeben korrigieren.



Es kommt wohl darauf an, welchen Filtersatz und welches Papier man verwendet. Ilfospeed G3 (auch Fomaspeed Gradation Normal, das ich mal zum Vergleich herangezogen habe) hat einen Kontrastumfang von R80, Multigrade IV mit dem Filter 3 hat R90. Demzufolge ist Festgradation 3 sogar noch eine Idee härter als Multigrade-Gradation 3, von 2,5 kann also keine Rede sein, wenn, dann 3,x.


http://www.blende7.at/datenblaetter/ilford/ilfospeed.pdf
http://www.blende7.at/datenblaetter/ilfo...RC_portf_DE.pdf
http://www.foma.cz/Upload/foma/prilohy/F_speed_var_en.pdf
http://www.foma.cz/upload/foma/prilohy/F_speed_en.pdf


gut Licht
Walter
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#6

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.11.2009 01:23
von Beef • Mitglied | 289 Beiträge

Hmm...komisch.

Ich benutz von Fotoimpex diesen billigen Filtersatz. Bzw ich hab benutzt...seit meinem Farbvergrößerer eigentlich nur noch Farbmischkopf.
So wie ich mich jetzt erinnern kann, hab ich mit den Filtern bei den Papieren Adox EasyPrint, Fomaspeed, und Adox MCP die exakt gleichen Kontraste bei Gradationen von 2-3 hinbekommen. Mir ist nur aufgefallen, dass EasyPrint knapp unter G3 nimmer weiter kann, Fomaspeed hörte so UNGEFÄHR bei G4 auf und mit dem MCP bekomm ich gnadenlos Gradation 5 aufs Papier. Deswegen nur noch Adox MCP...extrem hellweiß, verdammt gute Schwärze und alle Gradationen möglich...und es ist sau billig im Vergleich

Ach genau, und meine Festgradationspapiere sind ZUFÄLLIG Ilford Ilfospeed RC Die bringen fei echt alle den gleichen Kontrast...egal ob Filtereinsatz oder Farbmischkopfeinstellung. Ich merk eben nur Unterschiede zwischen den Papieren, wenns um Gradationen höher als 3 geht...manche gehen weiter, manche packen einfach nicht mehr.

Bist du dir sicher, dass diese Bezeichnungen wie R90 oder R80 (keine Ahnung was die aussagen) auch wirklich den Kontrast bei gleicher Gradation beschreiben? Oder eher, wieviel Gradation das Papier packt?
Also bei gleicher Gradation mein ich etz speziell G2 und G3. Dass G4 und G5 abweichen können glaub ich gern...hab ich ja selbst gemerkt.

Vielleicht hab ich auch einfach nur nicht genau hingeguckt Aber die Gradationen waren auf jeden Fall ungefähr gleich und haben sicher nichts damit zu tun, dass ich auf einmal mehr als die doppelte Entwicklungszeit beim HP5 mit HC-110 brauch


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#7

RE: Unterschiede Kodak HC-100 und Ilfotec HC und LC29

in Dunkelkammer & Entwicklung 26.11.2009 01:34
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

Das ist der Kontrastumfang und steht für (tonal)Range, zu deutsch also "Reichweite der Tonskale" bzw. etwas freier übersetzt eben Kontrastumfang. Die mathematische Grundlage dahinter ist mir allerdings nicht genau bekannt. Vermutlich ist sie ASA-ähnlich, so daß R100 einen doppelt so großen Kontrastumfang abbilden kann wie R50. Ich meine mich zu errinnern, daß es da noch ein DIN-Pendant als Kontrastumfang in Drittelblendenstufen gibt. Eine Gradation ist nichts anderes als der negativseitig zu bewältigende Kontrastumfang.


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 26.11.2009 01:37 | nach oben springen






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