#11

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.11.2009 07:40
von F._Kilian • Mitglied | 654 Beiträge

Ich bin momentan am überlegen, Fotos in einem nicht grade gute beleuchteten Stall aufzunehmen.

Ich habe zur Auswahl momentan den Ilford HP plus... Ich denke ich müsste ihn, da ich kein Stativ verwenden kann und ich verwacklungsfrei Bilder von Kälbern, die sich auch mal bewegen, haben möchte, auf ISO 3200 belichten...

Ist das ratsam ? Wer hat da Erfahrungen? Kommen damit einigermaßen ordentliche Bilder zusatande ?

Gruß,

Flemming, der diesen interessanten Thread grad entdeckt hat.


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#12

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.11.2009 08:38
von Photoamateur • Mitglied | 3.030 Beiträge

3 Blenden unterzubelichten ist die Grenze des technisch Machbaren, es empfiehlt sich außer für Reportagen und Nachtbilder, wo es nicht so auf die Kontraste ankommt, eigentlich nicht wirklich. In jedem Fall sollte dann ein weich arbeitender Entwickler mit empfindlichkeitssteigernder Wirkung wie Emofin, Diafine oder Neofin genommen werden. In einem anderen Thread habe ich etwas über die "Hot-Soup-Methode" geschrieben, die kann auch in diesem Fall nützlich sein. Ist ein richtiger höchstempfindlicher Film zu teuer, oder sprechen andere Gründe dagegen?


gut Licht
Walter
zuletzt bearbeitet 20.11.2009 08:39 | nach oben springen

#13

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.11.2009 13:32
von Stephan K. • Mitglied | 999 Beiträge

Ich habe den HP5+ mal auf 1600 belichtet (entwickelt in Ultrafin plus), die Ergebnisse waren eigentlich noch sehr gut brauchbar. Natürlich würde ich das Negativ nicht auf einen Meter vergrößern und aus einer Entfernung von 10cm anschauen! Da gruselt es sonst einen

@Walter: Diafine funktioniert beim HP5 laut Datenblatt doch nur für 800 Asa?

Gruß,
Stephan


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#14

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 20.11.2009 19:02
von F._Kilian • Mitglied | 654 Beiträge

Danke für eure Antworten...

@ Walter Der Preis sollte in diesem Fall nicht das Problem sein... Das Problem ist vielmehr, dass ich nicht schnellgenug einen Delta 3200 herbekommen. Die Tiere die ich fotografieren möchte bekommen spätestens morgen Ohrmarken... Und ich möchte sie gerne so "natürlich" ablichten.

@ Stephan Also kann ich aus deiner Antwort schlussfolgern, dass der Hp5 plus bei ISO 3200 schon eher unschön ist ?!

Gruß,

Flemming.


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#15

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.11.2009 02:06
von Stephan K. • Mitglied | 999 Beiträge

Hi Flemming,

Hier sind ein paar Bilder (Ausschnitte), die alle mit KB-HP5+ auf 1600 photographiert wurden. Das Korn ist zwar sichtbar aber nicht so groß wie ein Hühnerei, also brauchbar. Wenn du bei den Tieren bist, kannst du ja mal schauen ob du überhaupt 3200 ASA brauchst oder ob dir auch 1600 reichen würden. Ansonsten: Probier es einfach mal aus und stell die Ergebnisse hier rein.
Das Korn könnte gerade bei den Kühen sehr interessant wirken.
Welcher Entwickler steht dir eigentlich zur Verfügung?

Gruß,
Stephan


zuletzt bearbeitet 21.11.2009 02:06 | nach oben springen

#16

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.11.2009 02:06
von Eska Pismus • Mitglied | 262 Beiträge

Zitat von Grisu
Hi Frank,

Du kannst Filme pushen oder pullen, aus den unterschiedlichsten Gründen heraus:

Pullen (also knapper belichten als die ISO-Empfindlichkeit) lohnt sich bei den meisten SW-Filmen, da diese ihren vollen Leistungsumfang bei nicht voll ausgereizter, vom Hersteller angegebener Empfindlichkeit erreichen. Zum Beispiel kommen der
- APX 100 bei ASA 80 oder ASA 64
- FP4+ bei ASA 100 oder ASA 80
- APX 400 bei ASA 250
besonders gut. Auch Farbdiafilme lassen sich gerne mit 1/3 Blendenstufe knapper belichten, da dann die Farben schöner herauskommen.


Gruß
Sven





Moooment...

FP4+ bei ASA 100 oder ASA 80...das wäre ja dann nicht "knapper" belichtet sondern länger belichtet, da der ASA 80 Film ja mehr licht braucht als der 100er Film....

Wenn wir den FP4+ als Bsp. nehmen. Ich stelle meinen Belichtungsmesser auf ASA 100 oder ASA 80 ein...und belichte den Film darurch länger als wenn ich ASA 120 eingestellt hätte.

Hab ich recht? Oder wieder mal nen denkfehler?



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#17

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.11.2009 02:13
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Zitat von Eska Pismus

Zitat von Grisu
Hi Frank,

Du kannst Filme pushen oder pullen, aus den unterschiedlichsten Gründen heraus:

Pullen (also knapper belichten als die ISO-Empfindlichkeit) lohnt sich bei den meisten SW-Filmen, da diese ihren vollen Leistungsumfang bei nicht voll ausgereizter, vom Hersteller angegebener Empfindlichkeit erreichen. Zum Beispiel kommen der
- APX 100 bei ASA 80 oder ASA 64
- FP4+ bei ASA 100 oder ASA 80
- APX 400 bei ASA 250
besonders gut. Auch Farbdiafilme lassen sich gerne mit 1/3 Blendenstufe knapper belichten, da dann die Farben schöner herauskommen.


Gruß
Sven





Moooment...

FP4+ bei ASA 100 oder ASA 80...das wäre ja dann nicht "knapper" belichtet sondern länger belichtet, da der ASA 80 Film ja mehr licht braucht als der 100er Film....

Wenn wir den FP4+ als Bsp. nehmen. Ich stelle meinen Belichtungsmesser auf ASA 100 oder ASA 80 ein...und belichte den Film darurch länger als wenn ich ASA 120 eingestellt hätte.

Hab ich recht? Oder wieder mal nen denkfehler?




Du hast da keinen Denkfehler, aber Sven hat auch nicht unrecht. Sven meinte mit knapper Belichten wohl nur Farbdiafilme, und da meinte er wohl auch knapper belichten. (also 125 statt 100)


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#18

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.11.2009 08:08
von F._Kilian • Mitglied | 654 Beiträge

Zitat von Stephan K.
Hi Flemming,

Wenn du bei den Tieren bist, kannst du ja mal schauen ob du überhaupt 3200 ASA brauchst oder ob dir auch 1600 reichen würden. Ansonsten: Probier es einfach mal aus und stell die Ergebnisse hier rein.
Das Korn könnte gerade bei den Kühen sehr interessant wirken.
Welcher Entwickler steht dir eigentlich zur Verfügung?



Das ist einem ziemlich dunklen Stall... Ich war heut einfach mal mit meinem Lunasix da und hab gegugt, wie sich das so gestaltet... -> es sieht schwer danach aus als wenn ich mit ISO 3200 fotografieren muss.

Ich hab von den von Walter genannten Entwicklern keinen, genauso wenig Ultrafin Plus. Ich habe momentan Rodinal um Amalco Am74... Wobei ich mir für diesen Film, etwas dem Rahmen entsprechenden anschaffen würde.

Ich würd am liebsten unter 10€ wegkommen wollen und so mind. 0,2l Konzentrat haben wollen.

Auf der Verpackung sind einige Entwickler für ISO 3200 angegegeben: Ilfotec DD-X, Mikrophen, T-Max und X-Tol... Die Ilford Entwickler sind mir definitiv zu teuer.

Was könnt ihr mir emfehlen ? Ich tendiere zum Tetanal Ultrafin Plus. zusatzinfo: ich werde in nächster Zeit wohl auch mal einen Ilford Delta 100 zu entwickeln haben.

Gruß,

Flemming.

P.S.: Ich werd morgen wohl den HP5 auf 3200 belichten.


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#19

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.11.2009 04:17
von Gelöschtes Mitglied
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Preiswert und gut: Promicrol, auch wenn es nicht mehr das alte Original ist. Unter 10 Eur/L Konzentrat, 1+9 und 1+14. Push +2 ohne Probleme mit den meisten Filmen. Gibt es z.B. bei Impex, Zeiten vom Massivedevchart sind nach meiner bisherigen Erfahrung OK.

Bei +3 muss ich passen, evtl. den TriX 400, der soll sogar einen höheren "Boxspeed" als 400 haben. EI 12800 in Rodinal 1+50 >50 Min. Huch?

LG Reinhold


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#20

RE: Filme "pushen" - wie funktioniert das?

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.11.2009 21:43
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Grundsätzlich kann man leider auch mit Pushen die Empfindlichkeit nicht wirklich steigern. Die Mindestlichtmenge, die ein Film für eine Belichtung braucht, bestimmt die Emulsion und nicht die Entwicklung. Mit Pushen wird lediglich die Belichtung, die auf dem Film schon vorhanden sein muß, verstärkt. Die Gradation wird dadurch deutlich steiler. Die praktisch identische Entwicklung, die für den Push um 1 Stufe erforderlich ist, ist z.B. auch erforderlich oder sinnvoll, wenn man mit einem kontrastarmen Vergrößerer arbeitet, als nicht mit Kondensor sondern Lichtschacht. Um optimale Tonwertwiedergabe zu erreichen, ist es deshalb immer sinnvoll, mit der Nennempfindlichkeit zu belichten und entsprechend zu belichten.

Bei Diafilmen liegt das wohl etwas anders. Fuji hat den Provia 1600 schon vor ein paar jahren aus dem Programm genommen. Dafür hat die 400er-Patrone sogar ein beschriftbares Feld, wo man die tatsächlich verwendete Empfindlichkeit draufschreiben kann. Ich benutze den problemlos mit 1600 und sehe auch keine Qualitätseinbuße.

Gruß
Jochen


Gruß
Jochen
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