#1

Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2008 03:50
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Hallo!
Ich steige gerade in die SW-Photographie ein (das volle Programm: SW-Filme selbst entwickeln und vergrößern). Jetzt habe ich bei eBay einen recht gut erhaltenen Varioscop erstanden und auch die MG-Filter von Ilford, die mit dem Halter unter die Linse kommen. Allerdings war bei dem Vergrößerer kein Rotfilter dabei und bei dem Filtersatz auch nicht, jetzt brauche ich also irgendeine Lösung, wie ich an einen Rotfilter rankomme. Entweder ich lege den in die Filterschublade oder, was mir lieber wäre, ich bastel so einen Halter, wo auch die einzelnen MG-Filter drin sind und packe den unter die Linse.
Soweit richtig?
Wo bekomme ich den nun so eine Rotfilter-Folie her? Bei eBay habe ich nichts gefunden und bei ein paar Webshops bislang auch nicht (vielleicht habe ich auch nur falsch gesucht?) Tut es auch eine Filterfolie, wie sie im Bühnenbereich vor Schweinwerfern genutzt wird, oder brauchts da spezielle Folien?

viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas


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Andreas

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#2

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2008 04:00
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hallo Andreas,

ich benutze gar keinen Rotfilter mehr. Wenn du einen guten Rahmen fürs Papier hast, kannst du diesen ohne Papier bei voller Beleuchtung schön ausrichten und dann im dunklen das Papier unterlegen, belichten und fertig.

Gruß
Alex



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#3

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2008 04:58
von Hartmut • Mitglied | 726 Beiträge

Hallo Andreas,

auch ich benutze bei meinem Vergrößerer nur noch ganz selten den Rotfilter. Mein Vergrößerer und meine Dukalampe sind an einem Zeitmessgerät eingesteckt. Zum Ausrichten und messen der Belizeit schalte ich den Vergrößerer über mein Messgerät ein, speichere die Belichtungszeit und schalte dann den Vergrößerer aus. Gleichzeitig schaltet sich die Dukalampe ein. Damit habe ich genug Licht um in aller Ruhe das Papier unter den Vergrößerer zu legen. Zum Belichten des Papiers schaltet das Messgerät zuerst das Dukalicht aus, der Vergrößerer wird eingeschaltet und belichtet gleichzeitig das Papier. Nach dem Belichten des Papiers schaltet sich automatisch wieder die Dukalampe ein.

Eine Bezugsadresse für Zubehörteile zum Varioscop hast Du hier:
http://www.vergroesserer.com/Agfa_Varios...rioscop_60.html

Ich denke mal, das dieses Zubehörteil recht teuer ist....

Viel Spaß in der Duka
Hartmut

Fast vergessen: Herzlich Willkommen im Forum


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#4

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2008 11:35
von Grueni76 • Mitglied | 1.104 Beiträge

Hallo Ihr beiden,
erst mal Danke für die Hinweise.

@Alex: Genauso wie Du deine Arbeitsweise beschrieben hast, hatte ich mir das Einrichten und Vorbereiten zum Belichten vorgestellt, bis ich gesehen hatte, daß bei fast allen Vergrößeren ein Rotfilter dabei ist. Da ich auch immer wieder über die Kornscharfsteller gestolpert bin, hatten sich meine Überlegungen gefestigt, daß die Dicke des Papiers viel ausmacht, und man unbedingt auf das zu belichtende Papier scharf stellen muss. Dafür wäre ein Rotfilter dann ja unumgänglich. Aber anscheinend spielt die Dicke doch keine soo große Rolle, das erleichtert die Sache natürlich erheblich :-)
@Hartmut: Ja, von den Timern habe ich auch schon mal gelesen, das ist ja wohl die Luxusausführung; mein Timer ist ein einfacher Kaiser electric, der nicht ganz zuverlässig läuft; war anscheinend doch ein Fehlkauf :-(
Muss man eigentlich während der Belichtung die Duka-Leuchte ausschalten? Eigentlich sollte das doch egal sein, schließlich habe ich ja schon vorher das Papier unter Duka-Beleuchtung unter den Vergrößerer gelegt. Danke für den Hinweis auf die Varioscop-Seite. Wenn ich mir aber dennoch einen Rotfilter zulegen werde, sollte das ein Stück Folie werden, die ich wie einen MG-Filter in den Halter eingscieben kann, denn den baue ich gerade genau da an, wo der originale Rotfilter hin sollte.

ps: Ich habe gerade meine ersten beiden Filme selbst entwickelt: HP5+ mit ILFOSOL S. Sieht auf dem Leuchtpult eigentlich ganz gut aus, ausser daß ich bei Photographieren falsch (zu dunkel) belichtet hatte.
pps: Vorstellung im Forum kommt noch, im Moment ist auf der Arbeit viel zu tun und die Geburtstagswelle rollt durch meinen Verwandtenkreis :-)

viele Grüße aus Düsseldorf,
Andreas


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Andreas

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#5

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.03.2008 12:02
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge
Hallo Andreas,

nur kurz zum Scharfstellen auf bestimmtes Papier: Du hast doch sicher mal den ein oder anderen Teststreifen über, der sonst in der tonne landet. Der eignet sich wunderbar als unterlage beim Scharfstellen mittels Kornscharfsteller. Versuchst du das nämlich mir Rotfilter, dann siehst du das Korn im normalfall nicht. Der Filter ist einfach zu dunkel.

@Hartmut: Wozu ist das eigentlich gut, dass das Dukalicht ausgeht, wenn belichtet wird? Wenn das Dukalicht nicht sicher wäre, würde es ja rund um die Belichtung rum wundervollst viel Zeit haben um negativ auf das Papier einzuwirken, da machens die paar Sekunden unter dem Vergrößerer doch auch nciht aus, oder? Gibts dafür einen wirklich sinnvollen Grund?

Gruß,
Christoph

PS: Glückwunsch zum ersten Film, Andreas...

zuletzt bearbeitet 30.03.2008 12:02 | nach oben springen

#6

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2008 07:12
von Frank • Mitglied | 208 Beiträge

Hallo Andreas!
Zum Rotfilter-basteln gibts bei Foto Brenner (http://www.alles-foto.de) Rotfilterscheiben. Die Größe 75x75 mm kostet 3,95 EU. Müsste dafür reichen.
Grüße vom
Frank


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#7

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2008 07:19
von Hartmut • Mitglied | 726 Beiträge

Hallo,

@ Andreas: Als Luxusausführung würde ich meinen Timer nicht bezeichnen. Es ist der Gossen Labosix Digital S und hat bei eBay damals knapp 60,-€ gekostet.
Ob Du die Duka-Lampe anlassen kannst, hängt von mehreren Faktoren ab. Entfernung der Duka-Lampe zum Vergrößerer bzw. Papier, Helligkeit der Duka-Lampe, Lichtempfindlichkeit des Papiers, um mal die wichtigsten Faktoren zu nennen. Grundsätzlich solltest Du mal einen Schleiertest mit deinem Papier durchführen. Es bringt Dir einen gewissen Grad an Sicherheit über die Lichtempfindlichkeit deines Papiers. In meiner Duka ist das Papier ca. 1,5 Meter von der Duka-Lampe entfernt und das Papier wird auch erst unmittelbar vor der Belichtung aus der Verpackung entnommen.

@ Christoph: Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund das Duka-Licht während der Papierbelichtung auszuschalten. Mein Messgerät schaltet die Duka-Lampe aus und den Vergrößerer ein. Natürlich kann ich auch meine Duka-Lampe direkt anschließen und hätte somit auch immer das Rotlicht zur Verfügung, aber wenn mein Messgerät diese Wechselschaltung bietet, nehme ich diesen Luxus gerne an

Noch eine Anmerkung zum Scharfstellen:
Weises Licht(Vergrößerer) und Rotlicht haben unterschiedliche Wellenlängen !! Das Scharfstellen immer ohne Rotfilter vornehmen, sonst wird die Vergrößerung unscharf.


Viel Spaß in der Duka
Hartmut


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#8

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2008 07:20
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge
@Hartmut:


Das ist ja fast schon Dekadent...

Oder misst das Messgerät sonst falsch?

zuletzt bearbeitet 31.03.2008 07:21 | nach oben springen

#9

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2008 07:36
von Hartmut • Mitglied | 726 Beiträge

Hallo Christoph,

In Antwort auf:
Oder misst das Messgerät sonst falsch?

Die Werbung sagt immer unempfindlich gegen Dukalicht, aber das kannst Du ganz einfach überprüfen.
Schalte den Vergrößerer ein und mach eine Probemessung ohne Dukalicht und dann mit Dukalicht. Wenn bei Dukalicht dein Messgerät ein anderes Ergebniss anzeigt, dann hat bei Dir die Werbung versagt

Gruß Hartmut


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#10

RE: Rotfilter für Vergrößerer

in Dunkelkammer & Entwicklung 31.03.2008 07:37
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Ich hab leider kein so schickes Messgerät. Magst du mir eins schenken? Dann probier ichs aus.

Die ollen Teststreifen gehen mir auf die Nerven...

Gruß,
Christoph


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