#1

Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 03:58
von marks • Mitglied | 162 Beiträge
Hi,
habe vor in die Infrarotfotografie einzusteigen, bin aber völlig unwissend. Wer kann mir Tips geben. Welche Rollfilme? Kann ich meinen roten S/W Filter verwenden und was bewirkt im Gegensatz dazu der Schwarzfilter? Belichtung einstellen - keine Ahnung. Sind diese Filme eine gute Wahl um z.B. von Vormittags bis früher Nachmittag zu fotografieren. scannbar? usw.
Danke schon mal
Markus

zuletzt bearbeitet 16.12.2007 03:59 | nach oben springen

#2

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 04:05
von mike • Admin | 4.295 Beiträge
Dazu haben wir einen Bericht von Bernd, vieleicht hilft der dir ein wenig weiter

http://www.hobbyphoto-forum.de/t1231f66-...fotografie.html

Ich selbst habe mich hiermit noch nicht beschäftigt und kann dazu nicht viel sagen aber ich denke das hier der eine oder andere dir noch was berichten kann. Tatsache ist das es ein sehr interessantes Thema ist was ich mir schon länger auf die Wunschliste geschrieben habe

Gruß mike



- mein flickr photostream -




Canon EOS 5D - Canon EOS 5D Mark III - Tamron 90/2,8 / Canon 24-105/4 L USM - Sigma 50-500 (Bigma) / Canon 135mm 2.8 Softfocus (SF)

zuletzt bearbeitet 16.12.2007 04:06 | nach oben springen

#3

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 19:05
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hi Markus,

ich habe in dieser Hinsicht bislang nur Erfahrung mit KB-Material, nach Bernd's Bericht hab ich mich dann drangewagt an's Thema. Ich hab bisher folgende Erfahrungen gemacht:

- Ilford SFX 200 (Pseudo-IR-Film, auf ASA 200 belichtet) + Cokin P007 Infrarotfilter = intensive Infraroteffekte. Entwickelt hab ich den in Tetenal Negafin, der dem ID11 nicht unähnlich ist. Scanbarkeit sehr gut, Korn nicht aufdringlich

- Kodak HIE SW-Infrarotfilm (auf ASA 400 belichtet) + Cokin Rotfilter = sehr intensive Infraroteffekte. Eine Verwendung des Cokin Infrarotfilters (=Schwarzfilter) brachte keine Steigerung des Effektes mehr. Entwickelt in Tetenal Negafin. Scanbarkeit ebenfalls sehr gut, alle Zwischentöne werden ideal weitergegeben, das Korn kommt auf meinem Scanner (Minolta Scan Elite II) aber schon kräftig durch, ich hab's mit PhotoImpact's automatischer Rauschentfernung wieder näher an die Realität bei Abzügen gebracht.

- Kodak EIR Farb-Infrarotfilm, belichtet auf ASA 400. Verwendet mit Cokin Gelb- und Orangefilter und einem Gelbschraubfilter. Die Ergebnisse mit dem Cokin Orangefilter waren enttäuschend, die mit dem Gelbfilter umwerfend. Kann aber entweder nur selbst (wenn man sich an Farbdiaentwicklung herantraut) oder aber von Speziallaboren (z.B. Studio 13) entwickelt werden.

Für alle Filme gilt (für den SFX eingeschränkt):
- möglichst in völlig Dunklem einlegen und entnehmen
- so lange nicht verwendet, möglichst kühl lagern
- nach der Verwendung möglichst kühl lagern oder - besser - so schnell wie möglich entwickeln (lassen)

Gruß
Sven




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#4

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 20:04
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hallo Markus,

als Rollfilm bekommst du den Efke IR und den Rollei IR. Den Rollei habe ich selbst schon benutzt, er ist sehr scharf und feinkörnig, zeigt aber nicht so deutliche Infrarot-Effekte wie der Efke. Dieser ist dafür aber deutlich unschärfer und körniger.

http://www.digitaltruth.com/store/rollei_infrared2.html

Gruß
Alex


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#5

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 21:05
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

...und den Ilford SFX 200 gibt's als Rollfilm.




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#6

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 16.12.2007 21:10
von RLindner • Mitglied | 1.201 Beiträge

...und den Kodak HIE nicht mehr lange.
Der Artikel hier von Bernd ist ein "must read",
für weitere Infos schau mal hier vorbei:
http://www.wolfgangmothes.de/


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#7

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 17.12.2007 08:48
von oetzel • Mitglied | 439 Beiträge

Den Efke IR820 hab ich im Kühlschrank. Vielleicht komm ich nach Weihnachten dazu. Mir fehlt noch der 77mm Filter... dann kann ich berichten.

Beim Kodak HIE hab ich mich bislang mit recht guten Ergebnissen auf die Packungsbeilage verlassen. Da steht: Tageslicht ISO 80 mit z.B. einem Hoya R72 etwa ISO 50 (aber nicht durch den Filter gemessen, sonder drumherum sozusagen. Die Werte von Sven sind durch den Filter nehme ich an). Bei vollem Sonnenschein hat das recht gut hingehauen mit 1/60 und f/16. Ging so ganz gut aus der Hand. Achja, in der Packungsbeilage steht auch: "bracket extensivly". Das ist ganz gut, wenn auch teuer bein HIE ;)

Also ich kann das auch allen nur empfehlen, es macht Spaß! Und bei Sonnenschein kann man durch einen Hoya R72 sogar noch ein bisschen sehen ;)

Viele Grüße
Michael


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#8

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 17.12.2007 19:20
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Zitat von oetzel
Beim Kodak HIE hab ich mich bislang mit recht guten Ergebnissen auf die Packungsbeilage verlassen. Da steht: Tageslicht ISO 80 mit z.B. einem Hoya R72 etwa ISO 50 (aber nicht durch den Filter gemessen, sonder drumherum sozusagen. Die Werte von Sven sind durch den Filter nehme ich an).


Jep, das dürfte die nutzbare Empfindlichkeit sein, wenn man einen Schwarzfilter vorsetzt und umrechnet. Bei mir also ASA 400 an der Kamera eingestellt und den Filter vorgesetzt, also durch den Filter. Damit kann man tatsächlich sehr gut bei Sonnenschein aus der Hand fotografieren. Allerdings kann man durch den Cokin-Filter nur dann effektiv was erkennen, wenn man selbst im Schatten steht. Aber wie besagt, beim HIE bringt ein Schwarzfilter gegenüber einem Rotfilter keine nennbare Steigerung mehr, ich hab ein paar Vergleichsaufnahmen gemacht. Und den Film in der Kamera auf ASA 400 eingestellt und dann einen Rotfilter vor der Linse ermöglicht auch bei nicht ganz prallem Sonnenschein Freihandaufnahmen.

Gruß
Sven




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#9

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 18.12.2007 01:05
von Silberfisch • Mitglied | 43 Beiträge

Ich habe mal gehört, man kann auch einen unbelichteten, entwickelten Diafilm als Filter verwenden. Hat das schon mal jemand von euch ausprobiert?

LG
Carola


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#10

RE: Infrarot - wie gehts?

in analoges Fotozubehör 18.12.2007 01:12
von oetzel • Mitglied | 439 Beiträge

Ja das geht. Für einen HIE sollte eine Schicht reichen. Bei einer digitalen Knipse mit Sperrfilter können schon zwei Schichten notwendig werden. Mit dem HIE hab ich das noch nicht ausprobiert, von daher kann ich nichts über den Filterfaktor sagen. Er dürfte aber schätzungsweise ähnlich wie die Rotfilter sein. ISO 50 anyone? Wenn die Sonne scheint und der Himmel nicht tiefschwarz sein muss, geht der HIE sogar ganz ohne Filter mit akzeptablem Woodeffekt.

Grüße
Michael


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