#1

Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 03:00
von gsx • Mitglied | 29 Beiträge

Hallo
wie geht Ihr vor um die persönlich beste Film-Entwickler-Kombi zu finden?
Kauft man einen Film z.B. Tmax 100, macht den voll mit demselben Motiv, zerschneidet ihn in drei Teile (Mittelformat), und entwickelt alle Filmstücke in einer anderen Sauce? Oder kauft man sich die Film-Entw.-Empfehlung nach einem Ratschlag aus einem Buch,(z.B. Andreas Weidner) und belässt es damit?

Danke für alle Infos

Grüsse
Manfred


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#2

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 03:34
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge
Hi Manfred,

ich hab mir sämtliche Beschreibungen zu Film/Entwicklerkombinationen die ich finden konnte durchgelesen und mir dann irgendwas rausgepickt. Hab das Gefühl, daß man als Anfänger mit jeder viel empfohlenen Kombination glücklich werden kann.

Also nicht zuviel Zeit mit der Materialauswahl verschwenden, sondern erstmal irgendwas nehmen und viel knipsen

Ich benutze für die klasischen Sachen (Agfa APX, Ilford Panf, FP4+...) Rodinal und für Delta, T-MAX und Acros AM74. Wenn ichs mal besonders schön haben möchte nehm ich Tanol Speed. Wirdst aber vermutlich mit jeder anderen Kombination genauso glücklic werden.

Kleinbild werd ich, wenn die Vorräte aufgebraucht sind, nur noch Acros und T-MAX 400 einsetzen und im Mittelformat Ilford Panf, FP4, HP5.

Gruß
Alex


zuletzt bearbeitet 19.03.2007 03:35 | nach oben springen

#3

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 04:29
von TTL (gelöscht)
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Hallo Manfred,

wenn ich Dich richtig verstehe möchtest Du " Film eintesten".

Darüber ist vieles schon geschrieben worden. Angefangen vom Zonensystem bis hin zum Densitometer.

Ich sehe es so wie Alex.
Nehm Dir am Anfang erst mal einen qualitativ hochwertigen S/W-Film der 100 ASA-Klasse.
Finde den tatsächlichen ASA-Wert ( nicht jede Herstellerangabe glauben / das sind nur Richtwerte).
Belichte auf die Schatten und Entwickle auf die Lichter.
Benutze einen Standartentwickler Deiner Wahl ( z.B. ID-11, Rodinal, Calbe A-49, o.ä.).

Dann wirst Du auch sehr schnell brauchbare Ergebnisse erzielen.

Wirklich brauchbares ist wohl "Wollsteins Kolumne":

http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag_wollstein_15.htm

Ansonsten hilft da nur , Knippsen, Knippsen, Knippsen und Deine Arbeitsweise immer mit den gleichen Arbeitsweise durchführen. Nur so sind Deine Ergebnise reproduzierbar. Auch wenn ein Film mal nichts wird, deine Arbeitsweise bleibt die gleiche.
Gerade für den Einstig, solltest Du Dir nicht soviel um "trockene Theorie" Gedanken machen.
Es reicht aus, wenn Du weißt wie es im Grund abläuft, alles andere ist zunächst einmal unwichtig.
Dann verlierst Du auch nicht die Lust an der Sache und wirst irgendwann von selbst ( weil Spaß daran) tiefer in die Materie einsteigen.

Das von mir genannte ist meine Einschätzung zu dieser Sache.
Ich hoffe nur, dass ich damit nicht total falsch liege.
Bei mir jedenfalls war es so.

Wünsche Dir viel Spaß !

Gruß Horst



zuletzt bearbeitet 19.03.2007 04:32 | nach oben springen

#4

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 05:27
von gsx • Mitglied | 29 Beiträge

Hi

danke erst mal für die Erläuterungen.
Es ist nicht so dass ich der absolute Neuling bin (hatte aber eine sehr lange Pause), nur ist`s eben so dass ich nicht so recht weis was man beim ausprobieren am besten zuerst wechseln soll, den Entwickler oder den Film, um ein Ende am Tunnel zu sehen.

Grüsse
Manfred


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#5

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 18:47
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hi Manfred,

ich selbst habe mit FP4 Plus und Ilford Ilfosol S angefangen. Eine Kombination, die mein Dozent in der VHS bei meinem ersten SW-Kurs verwendet und die ich zu Haus sehr leicht reproduzieren konnte. Ilfosol S ist ein Feinkornentwickler mit guter Schärfe und guter Empfindlichkeitsausnutzung, und zudem noch schnell. Diesen Entwickler hab ich recht lange verwendet.

Erst mit meinen ersten Aufträgen hab ich mir passende Filmalternativen zugelegt (u.a. den Neopan 1600 für dunkle Kirchen) und konnte diese aber nicht in Ilfosol S entwickeln - Kombi wurd nicht empfohlen. Erst da hab ich mir Gedanken über alternative Filmentwickler gemacht.

Mittlerweile hab ich mich nach über einem Jahr im SW-Bereich und der Selbstentwicklung auf 2 Entwickler fest eingeschossen - einen Schärfe- und einen Feinstkornspezialisten. Auch Filmmaterialien verwende ich nur noch "ausgewählter". Mein Standardfilm ist definitiv der FP4 Plus geblieben, auch wenn ich bei DM günstig 18 Agfa APX 100 geschossen hab.

Ich hab zwar noch etliche APX 400 in der Tiefkühltruhe, verwende diese zur Zeit aber nahezu gar nicht mehr. Den Neopan 1600 werde ich bei meinem nächsten Auftrag in einer Kirche einsetzen, ist aber keiner meiner "Standardfilme".

Um mehr Schärfe und Auflösevermögen zu gewinnen, schaue ich mich zur Zeit im niedrig(st)empfindlichen Bereich um. Auch hier verlasse ich mich auf Empfehlungen und auf einen Testbericht des Schwarzweissmagazins.

Gruß
Sven




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Meine Homepage: http://www.glamorous-pictures.de - Galerie, Erfahrungsberichte, Tutorials und Fotoliteratur


Meine Handwerkszeuge: EOS 5D, EOS 5D MK II, EF 24-105/4 L IS USM, EF 70-200/2.8 L USM, EF 50/1.8 II, Cosina AF 19-35/3.5-4.5 Digital, Sigma 12-24 F4.5-5.6 II DG HSM; Canon PowerShot SX50 HS; Yongnuo YN-568 EX II, YN-622C; Panasonic Lumix DMC-G6, Lumix Vario 14-42/3.5-5.6 asph./Mega O.I.S., LUMIX G VARIO 45-150mm / F4.0-5.6 ASPH MEGA O.I.S.
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#6

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 19.03.2007 21:43
von patrick • Mitglied | 29 Beiträge

Hallo Manfred,

die Frage ist ja, was willst Du auf deinem Bild wiederfinden.

Wie solles aussehen.

Für mich gibt es zwei wesentliche Film / Entwicklerkombinationen:

1) Fein
2) Grob

zu 1) Dazu verwende ich Fuji Acros oder Iford Delta in HRX II
zu 2) Dazu verwende ich Agfa APX / HP5 in Rodinal

Weitere Besonderheiten sind in bestimmte Richtung verbogene Dichte-Kurven,
was mit bestimmteren Entwicklern an noch bestimmteren Filmen besser funktioniert als mit anderen.
Dazu reicht meine Zeit nicht aus.

Darum habe ich mich auf zwei begrenzt - halt fein und grob.

Ein Tip den Du schon öfter gelesen haben wirst:
Beschränke dich auf wenige Kombis (manche sagen 1, ich sage 2).

Ein wenig Spass muss sein (3. Kodak P3200 in HRX II).

Viel Spass
Patrick

PS: Um nicht selbst alles austesten zu müssen, kann man sich auch im Internet Bilder anschauen,
die bestimmte Eigenheiten zeigen. Di eUnterschiede sind aber nicht so wie Tag und Nacht (oder halt fein - und grob)


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#7

RE: Filme und Entwickler

in Dunkelkammer & Entwicklung 21.03.2007 10:38
von Bernd • Mitglied | 1.664 Beiträge

Hallo Manfred,

die ideale Film/Entwickler-Kombination ist wohl das am häufigsten diskutierte Thema in Foren, Fotoclubs, Zeitschriften usw. Diese Anhäufung kann den Eindruck erwecken, das Wohl und Wehe eines gelungenen Fotos von dieser Kombination abhängig ist. Unfangreiche Forschungen wären notwendig, um die ideale Komination für sich zu finden, und jeder neu auf dem Markt erscheinende Entwickler ist mit allen erdenklichen Filmen zu prüfen, um eine noch bessere Kombination zu entdecken. Dies kann sich sehr schnell zum Selbstzweck entwickeln, wobei das zentrale Thema, das Bild, aus den Augen verloren wird.
Dies ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Ich halte es für viel wichtiger, sich auf eine Film/Entwickeler-Kombination "einzuschießen" und damit Erfahrungen zu machen, um sich der Zuverlässigkeit eines eigenen standardisierten Prozesse zu versichern.
Dabei bieten sich eine "Allround"-Kombination an, ein etablierter Film durchschnittleicher Empfindlchleit und ein Entwickler, der einen Kompromiss der Parameter Schärfe - Korn - Empfindlichkeitsausnutzung darstellt. Ich könnte mir dabei die Filme Delta100, tmax100 oder FP4 vorstellen und die Entwickler ID11 oder D76. Die Kombination aus diesen Filmen bzw. Entwicklern halte ich für relativ gleichwertig. Man wird mit Sicherheit keine schlechten Ergebnisse erzielen.
Mit der Sicherheit eines daraus resultierenden, beherrschten Prozesses, kann man sich durch Beschreibungen der Anbieter, Fachliteratur oder eben auch hier im Forum über angestrebte Alternativen informieren, die eine angestrebte Zielsetzung, z.B. feines Korn priorisieren. Das geht meistens auf Kosten eines anderen der genannten Parameter. Solche Test können sehr interessant sein und zu einer Optimierung des eigenen Prozesses führen. Wichtig ist es dabei systematisch vorzugehen, und nur einen Parameter zu ändern; also einen Enwickler mit dem vertrauten Film zu testen, oder umgekehrt eine neuen Film in der vertrauten Brühe zu baden. So kann man z.B. beim Delta 100 in 2525 die gesteigerte Schärfeleistung bewundern und sich entscheiden, ob die geringfügig veringerte Filmempfindlickeit für einen persönlich akzeptabel ist.
Falls ja - ist das die neue Standardkombination
falls nein - behält man bei der bewährten Kombination bei.
Die kennengelernten(!) Besonderheiten kann man natürlich auch, wie bereits in vorhergehenden Beiträgen geschildert, fallweise gezielt einsetzen. Sehr vorteilhaft ist z.B. in der dunklen Jahreszeit eine bewährte empfindlichkeitssteigernde Kombination zu wählen und im Sommer eine weniger empfindliche, dafür feinkörnige Kombination einzusetzen.
Meine persönlichen Favoriten:
Über viele Jahre hinweg Delta 1oo/ Id 11.
Inzwischen optimiert auf:
Sommer: Delta 1oo/Spur 2525 mit ASA 80
Winter: Delta 100/Supergrain mit ASA 160

ciao

Bernd


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