#1

Sanfte Brennweiten

in Umfragen 28.07.2014 22:46
von albedo • Mitglied | 81 Beiträge

Als ich 1978 mit dem Fotografieren anfing, konnten Objektive nicht extrem genug sein. Beispiel : 135 er Tele , war ganz nett, kaufte mir Doppelkonverter, also 270 er , damit konnte man arbeiten. Ein Jahr später kam dan ein 400 er, das war dann mein Teleobjektiv. 105 er oder 85 er waren für mich keine richtigen Teleobjektive. Im Weitwinkelbereich war genauso, ein 35 er war ein Normalobjektiv mit Weitwinkelcharakter, 28 er war ganz nett, 24 er eine feine Sache und das 20er war für mich das WW-Objektiv.
Mittlerweile wird das 400 er kaum noch benutzt, mein meist benutztes Teleobjektiv ist das 105 er, mein meist benutztes Weitwinkel das 35 er. Irgendwie verlieren exotische/ extreme Brennweiten mit der Zeit an Reiz. Ich würde mich nicht wundern, wenn ich irgendwann nur noch mit dem Normalobjektiv fototgrafieren würde.
Geht es euch genauso ?


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#2

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 03:40
von Daniel • Mitglied | 2.258 Beiträge

Also ich benutze eine bestimmte Brennweite nur, um ein fernes Objekt, dem ich mich nicht nähern kann, heranzuholen oder um mich zu entfernen, obwohl mir das physisch wegen eines Hindernisses hinter meinem Rücken nicht möglich ist. Habe ich aber freie Auswahl (und nur dann), dann benutze ich am liebsten bei KB 50 mm. Es sei denn, ich will den Raum stauchen oder strecken; dann bin ich ja wieder zwangsweise auf Tele/WW angewiesen. Und bei manchen Kameras wie z.B. den Faltern stellt sich die Frage nach der Brennweitenwahl erst gar nicht.

Tja, so mache ich das.

Daniel


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#3

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 04:19
von DD_Ihagee • Moderator | 3.013 Beiträge

Ich selbst bin lieber mit längeren Brennweiten unterwegs; Weitwinkelobjektive nehme ich eher selten.
Das "Heranholen" fernerer Objekte bzw. damit den Ausschnitt, das Detail, schon bei der Aufnahme festzulegen ist das Eine.
Interessanter ist für mich das Freistellen mit längeren Brennweiten von Objekten im Nahweitenbereich.
Dank diverser Adapter bin ich objektivseitig ganz nett aufgestellt; Konverter nutze ich höchst selten. Die Dinger schlucken mir dann doch zuviel Licht.
Mal nur mit der Normalbrennweite unterwegs zu sein hat allerdings auch seinen Reiz; man zwingt sich durch die Einschränkung zur besseren Motivauseinandersetzung bzw. macht manche Aufnahme besser gar nicht.
Im MF scheiden sich bei den verschiedenen Brennweiten schon rein gewichtsmäßig die Geister .

VG
Holger


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Res severa est verum gaudium

Seneca
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#4

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 07:02
von bilderknipser • Moderator | 9.358 Beiträge

Es kommt sicher auf die individuelle Seh- und Wahrnehmungsgewohnheit an.
Jahrelang habe ich zu 90% das 50er benutzt (ja, ein 400er hatte ich auch - zuhause). Jetzt finde ich aber, daß 35-40 meinen Sehgewohnheiten mehr entspricht. Das 50er kommt mir schon ein wenig wie ein Tele vor. Andererseits will man ja beim Fotografieren einen Ausschnitt aus der Welt festhalten, und deshalb wäre es dann doch das Objektiv, das ich behalten würde, wenn ich nur noch 1 besitzen dürfte.
Mit extremen Objektiven ist das so eine Sache. Teles kämen zwar öfter mal (für mich) sinnvoll zum Einsatz, aber mit einem ISO 200 Film und ohne Stativ ist das schon sehr schwierig. Mir ist das 08/15 135er deshalb extrem genug. Porträts mache ich selten und deshalb kann ich dann auch schon mal diese eigentlich zu lange Brennweite nehmen.
Am anderen Ende ist das 19er eine sehr schöne Sache und mein einziger Exot, aber wirkliche Motive dafür, die nicht nur Effekthascherei sind, kommen einem doch sehr selten vor die Linse.
Ich bin ja auch zu faul, viel zu schleppen, deshalb habe ich so meine 3 Lieblingskombis:
Landschaft 35+135 oder 28+50+135, wenn es etwas mehr sein darf/soll/muss
Stadt (Besuche nicht Street) 19+35+135; das 19er hauptsächlich als Shift-Ersatz

Bei der Digi sieht es ein wenig anders aus, weil da ja ohnehin eher Zooms Standard sind und es den Stabi gibt. Da nutze ich die (umgerechnet) 300m gern und werde mir auf jeden Fall noch mal ein Fisheye zulegen, aber nicht wegen der Fisheye-Effekte sondern weil es Körper (also auch Menschen) am Bildrand im Gegensatz zu Extrem-WW nicht verzerrt. Das ist optimal in engen Räumen z.B. vollen Kneipen. In dem Fall reihe ich das auch nicht bei den Exoten sondern bei den Spezialisten ein.


Gruß
Jochen
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analog: Olympus OM-2 und OM-4, Kodak Retina IIIC, IIIS und Retina Reflex S; digital: Pansonic Lumix GH3 und GF6
meine Galerie http://www.pbase.com/buschkoeln
meine HP http://jochen-b.de/


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#5

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 19:46
von Aldiloia • Mitglied | 207 Beiträge

Für die freie Jagd ist das 50er drauf. Ansonsten werden Brennweiten & Formate gezielt für den jeweiligen Zweck ausgewählt.


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#6

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 20:24
von Hans Wöhl • Mitglied | 1.172 Beiträge

Hallo,

hier am flachen Niederrhein benutze ich sehr gerne mein 70-300. Dadurch kann man die flache Landschaft so verdichten, so dass man mehr als einen dünnen Streifen auf dem Bild hat. Auch mag ich mit dem Objektiv Personen mit Details aus dem Hintergrund zu kombinieren. Beispielsweise Personen auf dem Rand einer Halde mit Windrädern, Industrieanlagen oder kitschigen Sonnenuntergängen.

Auf der anderen Seite benutze ich auch sehr gerne 24mm. Das benutze ich im Nahbereich oder gerne in Städten. Ich habe noch ein 21er, damit kann ich allerdings nicht so viel anfangen.

Für mich ist die Brennweite Gestaltungsmittel. Mit ihr kann man Vorder- und Hintergrund ins Verhältnis setzen oder interessante Durchblicke komponieren. Für mich ist Fußzoom kein Argument, da sich damit ja die Größenverhältnisse ändern. Bei mir ist es oft so, dass z.B. vom Objekt weg gehe, damit ich eine größere Brennweite nutzen kann bzw. andersherum, selbst wenn ich dann auch noch das Objektiv wechseln muss.


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#7

RE: Sanfte Brennweiten

in Umfragen 29.07.2014 22:35
von Penta • Mitglied | 1.852 Beiträge

Während früher oft das Problem hatte nicht nah genug ran zu kommen und so waren die längeren Brennweiten eher im Einsatz. Heute sind auch Punkte wie Verzerrung oder Freistellen für die Auswahl wichtig. Dies trifft bei mir im analogen wie auch digitalem Lager zu. Im letzteren kommt noch das montieren von Einzelbildern zu einem Bild dazu.


Steve
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