#1

Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 00:28
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

Hallo,

vielleicht ist es Einbildung, aber wenn ich mir z.B. Schwarzweiss-Arbeiten von Andreas Bitesnich anschaue, haben die eine Brillianz, eine Auflösung und eine Schärfe, die ich mir einbilde mit meinem Equipment bei weitem nicht hinbekommen zu können. Meinem Standard-SW-Film für's Studio ist der Ilford FP4 Plus, den ich mittlerweile z.T. schon auf ASA 100 nutze, um die Schärfe und den Kontrast zu maximieren.

Dabei hab ich grade mit meinen beiden Canon-Brennweiten Objektive mit sehr hoher Schärfe und sehr gutem Auflösungsvermögen, daran dürfte es also nicht liegen.

Daher hab ich mir überlegt, vielleicht die Empfindlichkeit meines Studio-Standardfilmes herabzusetzen. Lichttechnisch ist das kein Problem, da ich meine 2 x 260 Watt-Blitzköpfe eh immer (stark) runtergeregelt habe.

Ich habe mit dem Gedanken gespielt, meinen Standard-Film dauerhaft durch den Ilford PanF 50 oder gar durch den Rollei Pan25 zu ersetzen, wenn ich mich auf das jeweilige Material eingeschossen habe.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie wenig ASA (und damit ggfs. auch Schärfe) im Studio Sinn macht. Ein VHS-Dozent meinte eimal zu mir, zu viel Schärfe im Studio wäre nicht gut, einem Model stünde es nicht gut, wenn man durch zu viel Schärfe jede Hautunreinheit erkennen könne.

Ws meint ihr dazu ??

Gruß
Sven


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"Wenn ich nicht malen kann, fotografiere ich, und was ich nicht fotografieren kann, werde ich nicht malen" (Man Ray)



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#2

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 00:53
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

Hi Sven,

kann deine Frage nicht beantworten, aber ich find Bilder genial, auf denen jedes Fältchen und jeder Pickel scharf zu sehen ist.

Gruß
Alex
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http://andl.dyndns.org/gallery2/main.php?g2_itemId=66



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#3

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 01:49
von Horst

Hi Sven,

Ilford Pan-F ( 50 ASA), Belichtet mit 36 ASA und baden in Percetol.
Du wirst Bauklötze staunen.



Horst ( der sich jetzt einen Kaffee holt, "I Want To Break Free" anhört und einer Raucht )







"Wer nicht Kotzt, trinkt nicht am Limit" !



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#4

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 02:58
von wolfgang m. • Mitglied | 1.341 Beiträge

ist u.U. auch eine Formatfrage. Selbst bei kleineren Abzügen gibt es einen sichtbaren Qualitätsunterschied zwischen KB und MF. MF kommt einfach knackiger, schärfer als KB.

Gruß
wm



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#5

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 03:02
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge

ASA 36 ?? Das macht der mit ?? . Nicht schlecht . Okay, dann muss ich aber die Entwicklungszeit anpassen, oder ??

Korrigier mich, wenn ich falsch liege:

- Perceptol ist ein Filmentwickler, welcher meines Wissens nach die Empfindlichkeit (1 Blende ) nicht voll ausnutzt. D.h. weniger Licht bzw. zugelaufene Schatten (richtig??)
- Wenn ich dann einen ASA 50-Film auf ASA 36 belichte (falls das der Blitzbeli überhaupt mitmacht ), ist - bei gleicher X-Verschlusszeit und gleicher Blende - noch einmal weniger Licht auf den Film gelangt als bei der Nennempfindlichkeit, er ist also unterbelichtet.

Um welchen Faktor müsste ich dann die Entwicklungszeit verlängern, um korrekt entwickelte Negative zu erhalten ??

Aber nochmal zurück zu meiner Grundfrage: Alex hat sich hierzu ja schon geäußert, aber macht es wirklich Sinn, mit einer derartigen Schärfe an Portraits, Akt, etc. zu gehen ??


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"Wenn ich nicht malen kann, fotografiere ich, und was ich nicht fotografieren kann, werde ich nicht malen" (Man Ray)



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#6

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 03:03
von Grisu • Admin | 9.337 Beiträge
Zitat von wolfgang m.
ist u.U. auch eine Formatfrage. Selbst bei kleineren Abzügen gibt es einen sichtbaren Qualitätsunterschied zwischen KB und MF. MF kommt einfach knackiger, schärfer als KB.
Gruß
wm


Hi Wolfgang,

deswegen möchte ich auf Dauer auch gern eine MF-Kamera haben, zunächst einmal in Form einer Doppeläugigen. Aber das muss aus finanziellen Gründen erstmal zurückstehen.


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"Wenn ich nicht malen kann, fotografiere ich, und was ich nicht fotografieren kann, werde ich nicht malen" (Man Ray)


zuletzt bearbeitet 02.11.2006 03:04 | nach oben springen

#7

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 03:09
von wolfgang m. • Mitglied | 1.341 Beiträge

Hallo Sven,

arbeite selbst mit einer Mamiya C330 und kann es Dir nur empfehlen. In Verbindung mit dem 180-er Objektiv ein ideales Portrait-Gespann!

Gruss
wm



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#8

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 03:11
von kugelfisch • Mitglied | 2.759 Beiträge

In Antwort auf:
...aber macht es wirklich Sinn, mit einer derartigen Schärfe an Portraits, Akt, etc. zu gehen ??....


Das ist wohl Geschmackssache, oder? Kennst du die Portraits von Martin Schoeller?
_____________________________________________________

http://andl.dyndns.org/gallery2/main.php?g2_itemId=66



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#9

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 03:14
von wolfgang m. • Mitglied | 1.341 Beiträge

@sveAber nochmal zurück zu meiner Grundfrage: Alex hat sich hierzu ja schon geäußert, aber macht es wirklich Sinn, mit einer derartigen Schärfe an Portraits, Akt, etc. zu gehen ??
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Kann man sicher nicht pauschal beantworten.
Portraitfotografen verwenden in der Regel Objektive mit 'weicherer' Wiedergabe um nicht mit gnadenloser Schärfe Hautunreinheiten und Falten aufs Bild zu bringen.
Könnte mir aber auch vorstellen, dass gerade die knackige Schärfe bei manchen 'faltigen' Typen ganz gut rüberkommt.

Gruss
wm



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#10

RE: Wie wenig ASA macht Sinn ??

in Studiotechnik 02.11.2006 04:25
von Horst
Hallo Sven und Wolfgang,

das mit dem Pan-F und 36 ASA, habe ich von Hartmut ( zu seinen Bildern und Prints, brauche ich wohl nichts mehr zu sagen. Sie eilen seinem Namen voraus).
Einfach mal unseren Hartmut (Zonisten) fragen.

Wenn das Objektiv, sehr scharf zeichnet ( was ja überhaupt kein Fehler ist und für das Objektiv spricht), dann kann man auch mal mit der Freundin reden, ob sie denn nicht eine Feinstrupfhose übrig hat. Davon einen Stück ab- oder ausschneiden und mit Büro-Gummi ( oder Klebeband) straff über das Pbjektiv ziehen.
Das wird dann schön soft und die "Schärfe" , wurde ihm auch genommen.

Ansonsten gibt es auch einschlägige Filter im Fotohandel ( Sch....teuer).

Gruß Horst






"Wer nicht Kotzt, trinkt nicht am Limit" !


zuletzt bearbeitet 02.11.2006 04:51 | nach oben springen






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