#1

Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.12.2012 11:05
von JochenDT • Mitglied | 937 Beiträge

Ich würde gerne demnächst Kontaktkopien von 6x9 Negativen (alten und neuen) machen. Belichtet werden soll mangels eigener Dunkelkammer (seit 1990 nicht mehr) einfach mit einer Glühlampe. Das Negativ wird mit Glasplatte beschwert auf das Fotopapier gelegt. Die Entwicklung (wahrschein lich mit Caffenol C) erfolgt dann in einer Schale. Die Kontaktkopie soll das Endprodukt darstellen!

Meine Frage:
Gibt es hierfür besonders geeignete Papiere (10x15)? Das Papier sollte neutralschwarz auf weißem Träger abbilden. Gedacht hatte ich erst mal an Adox Easyprint. Wie verhält es sich da mit dem Kontrastverhalten bei dem Glühlampenlicht? Filtert man dort eventuell auch schon um nicht zu starke Kontraste zu erhalten? Habe keinerlei Erfahrung mit dem variablen Kontrast solcher Papiere.

Natürlich ist "learning by doing" angesagt, aber über den einen oder anderen Tip würde ich mich freuen. Habe bisher nicht so richtig was gefunden hier und im WWW, bis auf diese Anleitung.
Gruß Jochen


Jochen
Gruß aus dem Lipperland

Spröde Künste
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#2

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.12.2012 12:33
von konicafan • Mitglied | 1.915 Beiträge

Hallo Jochen,

am besten wäre da wohl ein Kontakrahmen geeignet.
Auf deine Fragen kann ich auch nicht's sagen. Learning by doing ist wohl angesagt.
Es gibt einen Film auf youtube, über Edward Weston der seine Abzüge auf diese Art herstellte.
Allerdings von wesentlich größeren Negativen.
Nun sind die Papiere die damals erhältlich waren nicht mehr im Handel.
Der Film heißt "the Photographer" müßte dieser hier sein.
Es ist interessant diesem großen alten Mann bei der Arbeit zu zuschauen. Im 3/3 sind irgendwo die Szenen aus
seiner Dunkelkammer. Genial einfach.
Gruß
Michael


everybody's darling is everybody's Depp (FJS)
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#3

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 23.12.2012 13:41
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Jochen, wenn du neutralschwarz anstrebst, wird das mit Caffenol als Papierentwickler nichts. Du wirst immer einen mehr oder weniger hässlichen Gelb- (PE, pfui deibel) oder Braunton bekommen. Caffenol für Papier - nicht mein Fall.

Glühlampenlicht sollte kein Problem sein, schließlich laufen auch heute noch viele Vergrößerer ohne Colorkopf mit Glühlampen. Allerding sind sie hochwertig opalisiert, um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu gewähleisten.

LG Reinhold


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#4

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.12.2012 00:27
von namir • Mitglied | 2.452 Beiträge

Habe ein paar Photos aus der Rollbox auch mal kontaktet, v.a. weil ich keinen geeigneten Vergrößerer habe, und es ist für Boxphotos ja auch durchaus eine authentische Art und Weise des Positiv-Prozesses ist. Habe das damals auf altem Barytpapier gemacht, nicht nur aus ästhetischen Erwägungen, sondern auch, weil ich in meiner Anfangszeit mal zwei 100er Packerl in der Größe 9*13 für wenig Geld geangelt habe, was ich nicht so oft zum Vergrößern nehme... aber PE Papier geht natürlich genauso. Ob jetzt Adox Easyprint (was wohl dem Kentmere VC Select entspricht), MCP, Foma oder Multigrade IV, macht jetzt im Ergebnis keinen sooo großen Unterschied. Um Unterschiede zwischen Easyprint* und MCP* zu erkennen, musste ich die beiden Papiere direkt nebeneinander vergleichen... wobei das MCP etwas neutraler war, aber das (alte) Easyprint ging auf jeden Fall noch als neutral durch. Hängt natürlich auch vom Entwickler ab.
vielleicht würde sich auch die normale Deckenbeleuchtung eignen, wenn sie einigermaßen diffus ist. Bei einer Glühbirne ist neben der gleichmäßigen Ausleuchtung wahrscheinlich auch zu beachten, dass das ganze nicht zu hell wird, sonst hast Du bei schnellen Papieren wie dem Easyprint u.U. sehr kurze Belichtungszeiten (was mit einer Schaltuhr auch kein Problem ist).
Eine einfach (und kostengünstige) Option wäre vielleicht die Anschaffung eines einfachen Vergrößerers. Da hätte man das mit der gleichmäßigen Ausleuchtung gelöst, könnte abblenden, um das Licht zu drosseln, oft ist auch schon eine Zeitschaltuhr und Rotlicht mit dabei, und die Kosten halten sich sehr im Rahmen. (habe vor gar nicht langer Zeit einen Axomat 4 mit Schaltuhr und glaube auch roter Glühbirne für 14 Euro ersteigert...) Und vielleicht ist auch gleich eine kleine Trockenpresse für Baryt mit dabei...

*jeweils noch "alte" Versionen, also noch durch Kentmere selbst, bzw. Agfa produziert, es mag da evtl. gewisse Unterschiede zu den aktuellen Papieren geben.


zuletzt bearbeitet 24.12.2012 00:28 | nach oben springen

#5

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.12.2012 03:43
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Jochen, schon mal an Albuminpapier gedacht? Auch so eine Sache, die ich schon seit Ewigkeiten ausprobieren will...

Viele Grüße
Nils


zuletzt bearbeitet 24.12.2012 03:45 | nach oben springen

#6

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 24.12.2012 05:26
von JochenDT • Mitglied | 937 Beiträge

Da habe ich ja jetzt schon eine Menge Tipps und Anregungen erhalten ... Danke!
Gruß Jochen


Jochen
Gruß aus dem Lipperland

Spröde Künste
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#7

RE: Kontaktkopie

in Dunkelkammer & Entwicklung 25.12.2012 03:01
von Reisephotograph • Mitglied | 35 Beiträge

Moin
Bei den Kontaktkopien musst du wohl probieren, meine Erfahrungen zeigen mir aber das dein Vorhaben umsetzbar ist. Da du deine Glühlampe testen musst kann ich dir nur ein paar Punkte zur Hilfe geben.

Gut funktioniert Fomaspeed Variant 313 und wohl auch 311.
Die beiden möglichkeiten für das Caffenol findest Du hier.
Rezeptur für Caffenol mit Papier

Gruß
Thomas


Gruß
Thomas
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