#1

Pseudosolarisation

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.10.2006 00:15
von hornilla • Mitglied | 2.895 Beiträge

Hallo,
also die frage ist jetzt eigentlich mehr für den wolfgang gedacht, aber wer seinen Senf dazugeben will, der soll das gerne tun, deswegen als thread und nicht als PN.

also wolfgang, du hast doch dieses paprikabild bspw. mit pseudosolarisation gemacht. könntest du mir den gefallen tun und mir den ablauf der entwicklung nochmal erklären.
erinnere ich mich richtig? das bild etwa eine halbe minute "anentwickeln" und dann für ca. 1 sekunde (je nach gewünschtem effekt) unter eine 60 watt birne halten? schwimmt das bild dabei im bad oder muss ich es rausnehmen?

danke.

gruss,
christoph



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#2

RE: Pseudosolarisation

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.10.2006 00:55
von wolfgang m. • Mitglied | 1.341 Beiträge

Hallo Christoph,

die besten Ergebnisse hatte ich mit Tetenal-Work, feste Gradation(3).
Dazu ein schon etwas ausgelutschter Entwickler.
Über der Entwicklerschale (~50cm) wird eine 60-Watt-Lampe installiert (Klemmleuchte).

Das Papier wird etwas knapper belichtet als für einen korrekten Abzug.
In die Entwicklerschale legen und warten bis die ersten (deutlicheren) Bildspuren entstehen.
Lampe für ca. 0,5-1 sec. (probieren) einschalten.
Bild im Entwicklerbad belassen, aber nicht bewegen!

Ist der Entwicklungsprozess abgeschlossen, stoppen, fixieren und wässern wie gehabt.
Entweder das Bild so belassen (-siehe Novembersonntag) oder es als 'Papiernegativ' weiterverwenden (-siehe black pepper, oder Faust).

Steht von vorneherein fest, dass es als 'Papiernegativ' weiterverwendet werden soll, dann muss das Negativ spiegelverkehrt auf das Grundbrett projiziert werden!
Nach abgeschlossener Fixage des Papiernegativs, neues Blatt Fotopapier unter den Vergrösserer legen und das Papiernegativ 'Schicht auf Schicht' (mit der Bildseite nach unten!) auf das neue Papier legen. Mit Glasplatte beschweren. Negativ aus der Bildbühne entfernen und das Sandwich aus Fotopapier und Papiernegativ belichten.
Wie lange muss angetestet werden. Entwickeln (in frischem Entwickler), stoppen, fixieren und wässern.

Nicht bei allen Motiven empfiehlt es sich, diese Pseudosolarisation vorzunehmen. Gut geeignet sind kontrastreiche Motive, mit grösseren Anteilen von Schwarz und Weiss, weniger gut geeignet sind Motive deren Tonwerte hauptsächlich im Graubereich liegen.

Viel Glück!
wm



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#3

RE: Pseudosolarisation

in Dunkelkammer & Entwicklung 30.10.2006 02:07
von Horst

Hallo Christoph,

da hat Wolfgang recht.
Es wirkt nicht immer. da mußt Du testen und viel probieren.
Zur Pseudo Solarisation selbst hatte ich schon mal was gepostet:
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Eine Pseudosolarisation oder Sabattierefekt.
Wie schon mal angesprochen. Manchmal wirkt es;- manchmal auch nicht.
Bei dieser Technik wird durch Nachbelichtung mit Licht, wärend der Entwicklung, eine Umkehrung der Tonwerte erzielt. An den unbelichteten Stellen wirkt sich die Entwicklung unterschiedlich aus.
An den Übergängen von "dunklen" zu "hellen" Stellen, entstehen helle Linien (Solarisationssäume).
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Horst




12 gute Fotos in einen Jahr, sind eine gute Ausbeute ( A. Adams / Schwarzweiss-Papst).



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